Der Beginn der Ereignisse der siebenten Posaune.

$11/15$ Und der siebente Engel posaunte: und es geschahen laute
Stimmen im Himmel, die sprachen: Das Reich der Welt unseres
Herrn und seines Christus ist gekommen, und er wird herrschen in
alle Ewigkeit. $11/16$ Und die vierundzwanzig ltesten, die vor
Gott auf ihren Thronen sitzen, fielen auf ihre Angesichter und
beteten Gott an $11/17$ und sprachen: Wir danken dir, Herr,
Gott, Allmchtiger, der ist und der war, da du deine groe
Macht ergriffen und deine Herrschaft angetreten hast. $11/18$
Und die Nationen sind zornig gewesen, und dein Zorn ist gekommen
und die Zeit der Toten, da sie gerichtet werden und da [du]
den Lohn gibst deinen Knechten, den Propheten, und den Heiligen
und denen, die deinen Namen frchten, den Kleinen und den
Groen, und die verdirbst, welche die Erde verderben.

$11/19$ Und der Tempel Gottes im Himmel wurde geffnet, und die
Lade seines Bundes wurde in seinem Tempel gesehen; und es
geschahen Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und ein
groer Hagel.

Die Frau, ihr Kind und der Drache.

\12\

$12/1$ Und ein groes Zeichen erschien im Himmel: Eine Frau,
bekleidet mit der Sonne, und der Mond [war] unter ihren Fen
und auf ihrem Haupt ein Kranz von zwlf Sternen. $12/2$ Und sie
ist schwanger und schreit in Geburtswehen und in Schmerzen [und
soll] gebren.

$12/3$ Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: und siehe,
ein groer, feuerroter Drache, der sieben Kpfe und zehn Hrner
und auf seinen Kpfen sieben Diademe hatte; $12/4$ und sein
Schwanz zieht den dritten Teil der Sterne des Himmels fort; und
er warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor der Frau, die
im Begriff war, zu gebren, um, wenn sie geboren htte, ihr Kind
zu verschlingen. $12/5$ Und sie gebar einen Sohn, ein mnnliches
[Kind], der alle Nationen hten soll mit eisernem Stab; und ihr
Kind wurde entrckt zu Gott und zu seinem Thron. $12/6$ Und die
Frau floh in die Wste, wo sie eine von Gott bereitete Sttte
hat, damit man sie dort ernhre tausendzweihundertsechzig Tage.

$12/7$ Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine
Engel kmpften mit dem Drachen. Und der Drache kmpfte und seine
Engel; $12/8$ und sie bekamen nicht die bermacht, und ihre
Sttte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. $12/9$ Und es wurde
geworfen der groe Drache, die alte Schlange, der Teufel und
Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis verfhrt, geworfen
wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm geworfen.
$12/10$ Und ich hrte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist
das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes und die
Macht seines Christus gekommen; denn [hinab]geworfen ist der
Verklger unserer Brder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott
verklagte. $12/11$ Und sie haben ihn berwunden um des Blutes
des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen, und sie
haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod! $12/12$ Darum seid
frhlich, ihr Himmel, und die ihr in ihnen wohnt! Wehe der Erde
und dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen und hat
groe Wut, da er wei, da er [nur] eine kurze Zeit hat.

$12/13$ Und als der Drache sah, da er auf die Erde geworfen
war, verfolgte er die Frau, die das mnnliche [Kind] geboren
hatte. $12/14$ Und es wurden der Frau die zwei Flgel des groen
Adlers gegeben, damit sie in die Wste fliege, an ihre Sttte,
wo sie ernhrt wird eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit,
fern vom Angesicht der Schlange. $12/15$ Und die Schlange warf
aus ihrem Mund Wasser, wie einen Strom, hinter der Frau her, um
sie mit dem Strom fortzureien. $12/16$ Und die Erde half der
Frau, und die Erde ffnete ihren Mund und verschlang den Strom,
den der Drache aus seinem Mund warf. $12/17$ Und der Drache
wurde zornig ber die Frau und ging hin, Krieg zu fhren mit den
brigen ihrer Nachkommenschaft, welche die Gebote Gottes halten
und das Zeugnis Jesu haben.

Das Tier aus dem Meer und das Tier aus der Erde.

\13\

$13/18$ Und er stand auf dem Sand des Meeres. $13/1$ Und ich sah
aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das zehn Hrner und sieben
Kpfe hatte, und auf seinen Hrnern zehn Diademe und auf seinen
Kpfen Namen der Lsterung. $13/2$ Und das Tier, das ich sah,
war gleich einem Panther, und seine Fe wie die eines Bren und
sein Maul wie eines Lwen Maul. Und der Drache gab ihm seine
Kraft und seinen Thron und groe Macht. $13/3$ Und [ich sah]
einen seiner Kpfe wie zum Tod geschlachtet. Und seine
Todeswunde wurde geheilt, und die ganze Erde staunte hinter dem
Tier her. $13/4$ Und sie beteten den Drachen an, weil er dem
Tier die Macht gab, und sie beteten das Tier an und sagten: Wer
ist dem Tier gleich? Und wer kann mit ihm kmpfen? $13/5$ Und es
wurde ihm ein Mund gegeben, der groe Dinge und Lsterungen
redete; und es wurde ihm Macht gegeben, zweiundvierzig Monate zu
wirken. $13/6$ Und es ffnete seinen Mund zu Lsterungen gegen
Gott, um seinen Namen und sein Zelt und die, welche im Himmel
wohnen, zu lstern. $13/7$ Und es wurde ihm gegeben, mit den
Heiligen Krieg zu fhren und sie zu berwinden; und es wurde ihm
Macht gegeben ber jeden Stamm und jedes Volk und jede Sprache
und jede Nation. $13/8$ Und alle, die auf der Erde wohnen,
werden ihn anbeten, [jeder,] dessen Name nicht geschrieben ist
im Buch des Lebens des geschlachteten Lammes von Grundlegung der
Welt an. $13/9$ Wenn jemand ein Ohr hat, so hre er! $13/10$
Wenn jemand in Gefangenschaft [geht], so geht er in
Gefangenschaft; wenn jemand mit dem Schwert gettet wird, so mu
er mit dem Schwert gettet werden. Hier ist das Ausharren und
der Glaube der Heiligen.

$13/11$ Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen:
und es hatte zwei Hrner gleich einem Lamm, und es redete wie
ein Drache. $13/12$ Und die ganze Macht des ersten Tieres bt es
vor ihm aus, und es veranlat die Erde und die auf ihr wohnen,
da sie das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt wurde.
$13/13$ Und es tut groe Zeichen, da es selbst Feuer vom Himmel
vor den Menschen auf die Erde herabkommen lt; $13/14$ und es
verfhrt die, welche auf der Erde wohnen, wegen der Zeichen, die
vor dem Tier zu tun ihm gegeben wurde, und es sagt denen, die
auf der Erde wohnen, dem Tier, das die Wunde des Schwertes hat
und [wieder] lebendig geworden ist, ein Bild zu machen. $13/15$
Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres Odem zu geben, so
da das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, da alle
gettet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten. $13/16$
Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Groen, und die
Reichen und die Armen, und die Freien und die Sklaven, da man
ihnen ein Malzeichen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn
gibt; $13/17$ und da niemand kaufen oder verkaufen kann, als
nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder
die Zahl seines Namens. $18$ Hier ist die Weisheit. Wer
Verstndnis hat, berechne die Zahl des Tieres; denn es ist eines
Menschen Zahl; und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.

Das Lamm und die Seinen.

\14\

$14/1$ Und ich sah: und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion
und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die seinen Namen und
den Namen seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben trugen.
$14/2$ Und ich hrte eine Stimme aus dem Himmel wie das Rauschen
vieler Wasser und wie das Rollen eines lauten Donners; und die
Stimme, die ich hrte, war wie von Harfensngern, die auf ihren
Harfen spielen. $14/3$ Und sie singen ein neues Lied vor dem
Thron und vor den vier lebendigen Wesen und den ltesten; und
niemand konnte das Lied lernen als nur die
Hundertvierundvierzigtausend, die von der Erde erkauft waren.
$14/4$ Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben,
denn sie sind jungfrulich; diese sind es, die dem Lamm folgen,
wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen als
Erstlingsfrucht fr Gott und das Lamm erkauft worden. $14/5$ Und
in ihrem Mund wurde kein Falsch gefunden; sie sind untadelig.

Ankndigung des Gerichts.

$14/6$ Und ich sah einen anderen Engel hoch oben am Himmel
fliegen, der das ewige Evangelium hatte, um es denen zu
verkndigen, die auf der Erde ansssig sind, und jeder Nation
und jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk, $14/7$ und er
sprach mit lauter Stimme: Frchtet Gott und gebt ihm Ehre, denn
die Stunde seines Gerichts ist gekommen; und betet den an, der
den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen
gemacht hat!

$14/8$ Und ein anderer, zweiter Engel folgte und sprach:
Gefallen, gefallen ist das groe Babylon, das mit dem Wein
seiner leidenschaftlichen Unzucht alle Nationen getrnkt hat.

$14/9$ Und ein anderer, dritter Engel folgte ihnen und sprach
mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet
und ein Malzeichen annimmt an seine Stirn oder an seine Hand,
$14/10$ so wird auch er trinken vom Wein des Grimmes Gottes, der
unvermischt im Kelch seines Zornes bereitet ist; und er wird mit
Feuer und Schwefel geqult werden vor den heiligen Engeln und
vor dem Lamm. $14/11$ Und der Rauch ihrer Qual steigt auf in
alle Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das
Tier und sein Bild anbeten, und wenn jemand das Malzeichen
seines Namens annimmt. $14/12$ Hier ist das Ausharren der
Heiligen, welche die Gebote Gottes und den Glauben Jesu
bewahren.

$14/13$ Und ich hrte eine Stimme aus dem Himmel sagen:
Schreibe: Glckselig die Toten, die von jetzt an im Herrn
sterben! Ja, spricht der Geist, damit sie ruhen von ihren Mhen,
denn ihre Werke folgen ihnen nach.

Ernte und Weinlese.

$14/14$ Und ich sah: und siehe, eine weie Wolke, und auf der
Wolke sa einer gleich einem Menschensohn, der auf seinem Haupt
einen goldenen Siegeskranz und in seiner Hand eine scharfe
Sichel hatte. $14/15$ Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel
hervor und rief dem, der auf der Wolke sa, mit lauter Stimme
zu: Schicke deine Sichel und ernte! Denn die Stunde des Erntens
ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist berreif geworden.
$14/16$ Und der auf der Wolke sa, warf seine Sichel auf die
Erde, und die Erde wurde abgeerntet.

$14/17$ Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel im Himmel
hervor, und auch er hatte eine scharfe Sichel. $14/18$ Und ein
anderer Engel, der Macht ber das Feuer hatte, kam aus dem Altar
hervor, und er rief dem, der die scharfe Sichel hatte, mit
lauter Stimme zu und sprach: Schicke deine scharfe Sichel und
lies die Trauben des Weinstocks der Erde, denn seine Beeren sind
reif geworden. $14/19$ Und der Engel warf seine Sichel auf die
Erde und las den Weinstock der Erde ab und warf [die Trauben] in
die groe Kelter des Grimmes Gottes. $14/20$ Und die Kelter
wurde auerhalb der Stadt getreten, und Blut ging aus der Kelter
hervor bis an die Zgel der Pferde, tausendsechshundert Stadien
weit.

Die sieben Engel mit den sieben Plagen.

\15\

$15/1$ Und ich sah ein anderes Zeichen im Himmel, gro und
wunderbar: Sieben Engel, die sieben Plagen hatten, die letzten;
denn in ihnen wurde der Grimm Gottes vollendet.

$15/2$ Und ich sah [etwas] wie ein glsernes Meer, mit Feuer
gemischt, und [sah] die berwinder ber das Tier und ber sein
Bild und ber die Zahl seines Namens an dem glsernen Meer
stehen, und sie hatten Harfen Gottes. $15/3$ Und sie singen das
Lied Moses, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes und
sagen: Gro und wunderbar [sind] deine Werke, Herr, Gott,
Allmchtiger! Gerecht und wahrhaftig [sind] deine Wege, o Knig
der Nationen! $15/4$ Wer sollte nicht frchten, Herr, und
verherrlichen deinen Namen? Denn du allein [bist] heilig; denn
alle Nationen werden kommen und vor dir anbeten, weil deine
gerechten Taten offenbar geworden sind.

$15/5$ Und nach diesem sah ich: und der Tempel des Zeltes des
Zeugnisses im Himmel wurde geffnet. $15/6$ Und die sieben
Engel, welche die sieben Plagen hatten, kamen aus dem Tempel
hervor, bekleidet mit reinem, glnzendem Leinen und um die Brust
gegrtet mit goldenen Grteln. $15/7$ Und eines der vier
lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen,
voll des Grimmes Gottes, der da lebt in alle Ewigkeit. $15/8$
Und der Tempel wurde mit Rauch gefllt von der Herrlichkeit
Gottes und von seiner Macht; und niemand konnte in den Tempel
eintreten, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet
waren.

Ausgieung der sieben Zornschalen.

\16\

$16/1$ Und ich hrte eine laute Stimme aus dem Tempel zu den
sieben Engeln sagen: Geht hin und giet die sieben Schalen des
Grimmes Gottes aus auf die Erde.

$16/2$ Und der erste ging hin und go seine Schale aus auf die
Erde; und es entstand ein bses und schlimmes Geschwr an den
Menschen, die das Malzeichen des Tieres hatten und sein Bild
anbeteten.

$16/3$ Und der zweite go seine Schale aus auf das Meer; und es
wurde [zu] Blut wie von einem Toten, und jede lebendige Seele,
was [auch] im Meer war, starb.

$16/4$ Und der dritte go seine Schale aus auf die Strme und
die Wasserquellen, und es wurde [zu] Blut. $16/5$ Und ich hrte
den Engel der Wasser sagen: Du bist gerecht, der ist und der
war, der Heilige, da du so gerichtet hast. $16/6$ Denn Blut von
Heiligen und Propheten haben sie vergossen, und Blut hast du
ihnen zu trinken gegeben; sie sind es wert. $16/7$ Und ich hrte
den Altar sagen: Ja, Herr, Gott, Allmchtiger, wahrhaftig und
gerecht sind deine Gerichte.

$16/8$ Und der vierte go seine Schale aus auf die Sonne; und es
wurde ihr gegeben, die Menschen mit Feuer zu versengen. $16/9$
Und die Menschen wurden von groer Hitze versengt und lsterten
den Namen Gottes, der ber diese Plagen Macht hat, und sie taten
nicht Bue, ihm Ehre zu geben.

$16/10$ Und der fnfte go seine Schale aus auf den Thron des
Tieres; und sein Reich wurde verfinstert; und sie zerbissen ihre
Zungen vor Qual $16/11$ und lsterten den Gott des Himmels wegen
ihrer Qualen und wegen ihrer Geschwre, und sie taten nicht Bue
von ihren Werken.

$16/12$ Und der sechste go seine Schale aus auf den groen
Strom Euphrat; und sein Wasser vertrocknete, damit der Weg der
Knige von Sonnenaufgang her bereitet wurde. $16/13$ Und ich sah
aus dem Mund des Drachen und aus dem Mund des Tieres und aus dem
Mund des falschen Propheten drei unreine Geister [kommen], wie
Frsche; $16/14$ denn es sind Geister von Dmonen, die Zeichen
tun, die ausziehen zu den Knigen des ganzen Erdkreises, sie zu
versammeln zu dem Krieg des groen Tages Gottes, des
Allmchtigen. $16/15$ - Siehe, ich komme wie ein Dieb.
Glckselig, der wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht
nackt umhergehe und man nicht seine Schande sehe! - $16/16$ Und
er versammelte sie an den Ort, der auf hebrisch Harmagedon
heit.

$16/17$ Und der siebente go seine Schale aus in die Luft; und
es kam eine laute Stimme aus dem Tempel vom Thron her, die
sprach: Es ist geschehen. $16/18$ Und es geschahen Blitze und
Stimmen und Donner; und ein groes Erdbeben geschah, desgleichen
nicht geschehen ist, seitdem ein Mensch auf der Erde war, ein so
gewaltiges, so groes Erdbeben. $16/19$ Und die groe Stadt
wurde in drei Teile [gespalten], und die Stdte der Nationen
fielen, und der groen [Stadt] Babylon wurde vor Gott gedacht,
ihr den Kelch des Weines des Grimmes seines Zornes zu geben.
$16/20$ Und jede Insel verschwand, und Berge wurden nicht
gefunden. $16/21$ Und ein groer Hagel, wie zentnerschwer, fllt
aus dem Himmel auf die Menschen nieder; und die Menschen
lsterten Gott wegen der Plage des Hagels, denn seine Plage ist
sehr gro.

Das groe Babylon und das Tier.

\17\

$17/1$ Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben
Schalen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm her, ich
will dir das Gericht ber die groe Hure zeigen, die an vielen
Wassern sitzt, $17/2$ mit der die Knige der Erde Unzucht
getrieben haben; und die Bewohner der Erde sind trunken geworden
von dem Wein ihrer Unzucht. $17/3$ Und er fhrte mich im Geist
hinweg in eine Wste; und ich sah eine Frau auf einem
scharlachroten Tier sitzen, das voll Lsternamen war und sieben
Kpfe und zehn Hrner hatte. $17/4$ Und die Frau war bekleidet
mit Purpur und Scharlach und bergoldet mit Gold und Edelgestein
und Perlen, und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand,
voll Greuel und Unreinheit ihrer Unzucht; $17/5$ und sie hatte
an ihrer Stirn einen Namen geschrieben, ein Geheimnis: `Babylon,
die groe, die Mutter der Huren und der Greuel der Erde. $17/6$
Und ich sah die Frau trunken vom Blut der Heiligen und vom Blut
der Zeugen Jesu. Und ich wunderte mich, als ich sie sah, mit
groer Verwunderung.

$17/7$ Und der Engel sprach zu mir: Warum wundertest du dich?
Ich will dir das Geheimnis der Frau sagen und des Tieres, das
sie trgt und die sieben Kpfe und die zehn Hrner hat. $17/8$
Das Tier, das du gesehen hast, war und ist nicht und wird aus
dem Abgrund heraufsteigen und geht ins Verderben; und die
Bewohner der Erde, deren Namen nicht im Buch des Lebens
geschrieben sind von Grundlegung der Welt an, werden sich
wundern, wenn sie das Tier sehen, da es war und nicht ist und
da sein wird. $17/9$ Hier ist der Verstand [ntig], der Weisheit
hat: Die sieben Kpfe sind sieben Berge, auf denen die Frau
sitzt. Und es sind sieben Knige: $17/10$ die fnf [ersten] sind
gefallen, der eine ist, der andere ist noch nicht gekommen; und
wenn er kommt, mu er eine kurze Zeit bleiben. $17/11$ Und das
Tier, das war und nicht ist, es ist selbst sowohl ein achter als
auch von den sieben und geht ins Verderben. $17/12$ Und die zehn
Hrner, die du gesehen hast, sind zehn Knige, die noch kein
Knigreich empfangen haben, aber mit dem Tier kurze Zeit Macht
wie Knige empfangen. $17/13$ Diese haben einen Sinn und geben
ihre Kraft und Macht dem Tier. $17/14$ Diese werden mit dem Lamm
Krieg fhren, und das Lamm wird sie berwinden; denn es ist Herr
der Herren und Knig der Knige, und die mit ihm [sind, sind]
Berufene und Auserwhlte und Treue.

$17/15$ Und er spricht zu mir: Die Wasser, die du gesehen hast,
wo die Hure sitzt, sind Vlker und Vlkerscharen und Nationen
und Sprachen; $17/16$ und die zehn Hrner, die du gesehen hast,
und das Tier, diese werden die Hure hassen und werden sie
verwsten und nackt machen und werden ihr Fleisch fressen und
sie mit Feuer verbrennen. $17/17$ Denn Gott hat in ihre Herzen
gegeben, seinen Sinn zu tun und in einem Sinn zu handeln und ihr
Knigreich dem Tier zu geben, bis die Worte Gottes vollendet
sein werden. $17/18$ Und die Frau, die du gesehen hast, ist die
groe Stadt, welche die Knigsherrschaft ber die Knige der
Erde hat.

Der Untergang Babylons.

\18\

$18/14 Nach diesem sah ich einen anderen Engel aus dem Himmel
herabkommen, der groe Macht hatte; und die Erde wurde von
seiner Herrlichkeit erleuchtet. $18/2$ Und er rief mit starker
Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die Groe,
und ist eine Behausung von Dmonen geworden und ein Gefngnis
jedes unreinen Geistes und ein Gefngnis jedes unreinen und
gehaten Vogels. $18/3$ Denn von dem Wein der Wut ihrer Unzucht
haben alle Nationen getrunken, und die Knige der Erde haben
Unzucht mit ihr getrieben, und die Kaufleute der Erde sind durch
die Macht ihrer ppigkeit reich geworden.

$18/4$ Und ich hrte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen:
Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Snden
teilhabt und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt, $18/5$
denn ihre Snden sind aufgehuft bis zum Himmel, und Gott hat
ihrer Ungerechtigkeiten gedacht. $18/6$ Vergeltet ihr, wie auch
sie vergolten hat, und verdoppelt [es ihr] doppelt nach ihren
Werken; in dem Kelch, den sie gemischt hat, mischet ihr doppelt.
$18/7$ Wieviel sie sich verherrlicht hat und ppig gewesen ist,
soviel Qual und Trauer gebt ihr. Denn sie spricht in ihrem
Herzen: Ich sitze als Knigin, und Witwe bin ich nicht, und
Traurigkeit werde ich nicht sehen. $18/8$ Darum werden ihre
Plagen an einem Tag kommen: Tod und Trauer und Hunger, und mit
Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist der Herr, Gott,
der sie gerichtet hat. $18/9$ Und es werden um sie weinen und
wehklagen die Knige der Erde, die mit ihr Unzucht getrieben
haben und ppig gewesen sind, wenn sie den Rauch ihres Brandes
sehen; $18/10$ und sie werden aus Furcht vor ihrer Qual von fern
stehen und sagen: Wehe, wehe! Die groe Stadt, Babylon, die
starke Stadt! Denn in einer Stunde ist dein Gericht gekommen.
$18/11$ Und die Kaufleute der Erde weinen und trauern um sie,
weil niemand mehr ihre Ware kauft: $18/12$ Ware von Gold und
Silber und Edelgestein und Perlen und feiner Leinwand und Purpur
und Seide und Scharlachstoff und alles Thujaholz und jedes Gert
von Elfenbein und jedes Gert von kostbarstem Holz und von Erz
und Eisen und Marmor $18/13$ und Zimt und Haarbalsam und
Rucherwerk und Salbl und Weihrauch und Wein und l und
Feinmehl und Weizen und Rinder und Schafe und von Pferden und
von Wagen und von Leibeigenen und Menschenseelen. $18/14$ Und
die Frchte, woran deine Seele Lust hatte, sind von dir
gewichen, und alle Pracht und Glanz sind dir verloren, und man
wird sie nie mehr finden. $18/15$ Die Kaufleute dieser Dinge,
die an ihr reich geworden sind, werden aus Furcht vor ihrer Qual
von fern stehen, weinend und trauernd, $18/16$ und werden sagen:
Wehe, wehe! Die groe Stadt, die bekleidet war mit feiner
Leinwand und Purpur und Scharlachstoff und bergoldet mit Gold
und Edelgestein und Perlen! $18/17$ Denn in einer Stunde ist der
so groe Reichtum verwstet worden. Und jeder Steuermann und
jeder Kstenfahrer und Schiffsleute und alle, die auf dem Meere
beschftigt sind, standen von fern $18/18$ und riefen, als sie
den Rauch ihres Brandes sahen, und sprachen: Wer war der groen
Stadt gleich? $18/19$ Und sie warfen Staub auf ihre Hupter und
riefen weinend und trauernd und sprachen: Wehe, Wehe! Die groe
Stadt, in der alle, die Schiffe auf dem Meere hatten, reich
wurden von ihrer Kostbarkeit! Denn in einer Stunde ist sie
verwstet worden.

$18/20$ Sei frhlich ber sie, du Himmel, und ihr Heiligen und
Apostel und Propheten! Denn Gott hat fr euch das Urteil an ihr
vollzogen.

$18/21$ Und ein anderer Engel hob einen Stein auf wie einen
groen Mhlstein und warf ihn ins Meer und sprach: So wird
Babylon, die groe Stadt, mit Gewalt niedergeworfen und nie mehr
gefunden werden. $18/22$ Und die Stimme der Harfensnger und
Musiker und Fltenspieler und Trompeter wird nie mehr in dir
gehrt und nie mehr ein Knstler irgendeiner Kunst in dir
gefunden und das Gerusch des Mhlsteins nie mehr in dir gehrt
werden, $18/23$ und das Licht einer Lampe wird nie mehr in dir
scheinen und die Stimme von Brutigam und Braut nie mehr in dir
gehrt werden; denn deine Kaufleute waren die Groen der Erde;
denn durch deine Zauberei sind alle Nationen verfhrt worden.
$18/24$ Und in ihr wurde das Blut von Propheten und Heiligen
gefunden und von allen denen, die auf der Erde hingeschlachtet
worden sind.

Jubel im Himmel ber den Untergang Babylons.

\19\

$19/1$ Nach diesem hrte ich [etwas] wie eine laute Stimme einer
groen Volksmenge im Himmel, die sprachen: Halleluja! Das Heil
und die Herrlichkeit und die Macht [sind] unseres Gottes! $19/2$
Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte; denn er hat die
groe Hure gerichtet, welche die Erde mit ihrer Unzucht verdarb,
und er hat das Blut seiner Knechte an ihr gercht. $19/3$ Und
zum zweitenmal sprachen sie: Halleluja! Und ihr Rauch steigt auf
in alle Ewigkeit. $19/4$ Und die vierundzwanzig ltesten und die
vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf
dem Thron sitzt, und sagten: Amen, Halleluja! $19/5$ Und eine
Stimme kam vom Thron her, die sprach: Lobt unseren Gott, alle
seine Knechte, die ihr ihn frchtet, die Kleinen und die Groen!

Das Hochzeitsmahl des Lammes.

$19/6$ Und ich hrte [etwas] wie eine Stimme einer groen
Volksmenge und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Rollen
starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser
Gott, der Allmchtige, hat die Herrschaft angetreten. $19/7$
Lat uns frhlich sein und frohlocken und ihm die Ehre geben;
denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat
sich bereitgemacht. $19/8$ Und ihr wurde gegeben, da sie sich
kleide in feine Leinwand, glnzend, rein; denn die feine
Leinwand sind die gerechten Taten der Heiligen. $19/9$ Und er
spricht zu mir: Schreibe: Glckselig, die geladen sind zum
Hochzeitsmahl des Lammes! Und er spricht zu mir: Dies sind die
wahrhaftigen Worte Gottes. $19/10$ Und ich fiel zu seinen Fen
nieder, ihn anzubeten. Und er spricht zu mir: Siehe zu, [tu es]
nicht! Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brder, die das
Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! Denn das Zeugnis Jesu ist der
Geist der Weissagung. Christus besiegt das Tier und sein Heer

$19/11$ Und ich sah den Himmel geffnet, und siehe, ein weies
Pferd, und der darauf sa, heit `Treu und `Wahrhaftig, und er
richtet und fhrt Krieg in Gerechtigkeit. $19/12$ Seine Augen
aber sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele
Diademe, und er trgt einen Namen geschrieben, den niemand kennt
als nur er selbst; $19/13$ und er ist bekleidet mit einem in
Blut getauchten Gewand, und sein Name heit: Das Wort Gottes.
$19/14$ Und die Kriegsheere, die im Himmel sind, folgten ihm auf
weien Pferden, bekleidet mit weier, reiner Leinwand. $19/15$
Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er
mit ihm die Nationen schlage; und er wird sie hten mit eisernem
Stab, und er tritt die Kelter des Weines des Grimmes des Zornes
Gottes, des Allmchtigen. $19/16$ Und er trgt auf seinem Gewand
und an seiner Hfte einen Namen geschrieben: Knig der Knige
und Herr der Herren.

$19/17$ Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen, und er rief
mit lauter Stimme und sprach zu allen Vgeln, die hoch oben am
Himmel fliegen: Kommt her, versammelt euch zum groen Mahl
Gottes, $19/18$ damit ihr Fleisch von Knigen fret und Fleisch
von Obersten und Fleisch von Mchtigen und Fleisch von Pferden
und von denen, die darauf sitzen, und Fleisch von allen, sowohl
von Freien als Sklaven, sowohl von Kleinen als Groen!

$19/19$ Und ich sah das Tier und die Knige der Erde und ihre
Heere versammelt, um mit dem, der auf dem Pferd sa, und mit
seinem Heer Krieg zu fhren. $19/20$ Und es wurde ergriffen das
Tier und der falsche Prophet - der mit ihm war und die Zeichen
vor ihm tat, durch die er die verfhrte, die das Malzeichen des
Tieres annahmen und sein Bild anbeteten -, lebendig wurden die
zwei in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt. $19/21$
Und die brigen wurden gettet mit dem Schwert, das aus dem Mund
dessen hervorging, der auf dem Pferd sa; und alle Vgel wurden
von ihrem Fleisch gesttigt.

Bindung Satans und Tausendjhriges Reich.

\20\

$20/1$ Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabkommen, der
den Schlssel des Abgrundes und eine groe Kette in seiner Hand
hatte. $20/2$ Und er griff den Drachen, die alte Schlange, die
der Teufel und der Satan ist; und er band ihn tausend Jahre
$20/3$ und warf ihn in den Abgrund und schlo zu und versiegelte
ber ihm, damit er nicht mehr die Nationen verfhre, bis die
tausend Jahre vollendet sind. Nach diesem mu er fr kurze Zeit
losgelassen werden.

$20/4$ Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das
Gericht wurde ihnen bergeben; und [ich sah] die Seelen derer,
die um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen
enthauptet worden waren, und die, welche das Tier und sein Bild
nicht angebetet und das Malzeichen nicht an ihre Stirn und an
ihre Hand angenommen hatten, und sie wurden lebendig und
herrschten mit dem Christus tausend Jahre. $20/5$ Die brigen
der Toten wurden nicht lebendig, bis die tausend Jahre vollendet
waren. Dies ist die erste Auferstehung. $20/6$ Glckselig und
heilig, wer teilhat an der ersten Auferstehung! ber diese hat
der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes
und des Christus sein und mit ihm herrschen tausend Jahre.

Letzter Aufstand Satans und endgltiges Gericht ber ihn.

$20/7$ Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan
aus seinem Gefngnis losgelassen werden $20/8$ und wird
ausgehen, die Nationen zu verfhren, die an den vier Ecken der
Erde sind, den Gog und den Magog, um sie zum Krieg zu
versammeln; deren Zahl ist wie der Sand des Meeres. $20/9$ Und
sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umzingelten das
Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt; und Feuer kam aus
dem Himmel herab und verschlang sie. $20/10$ Und der Teufel, der
sie verfhrte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo
sowohl das Tier als auch der falsche Prophet ist; und sie werden
Tag und Nacht gepeinigt werden in alle Ewigkeit.

Zweite Auferstehung und Weltgericht.

$20/11$ Und ich sah einen groen weien Thron und den, der
darauf sa, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der
Himmel, und keine Sttte wurde fr sie gefunden. $20/12$ Und ich
sah die Toten, die Groen und die Kleinen, vor dem Thron stehen,
und Bcher wurden aufgeschlagen; und ein anderes Buch wurde
aufgeschlagen, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden
gerichtet nach dem, was in den Bchern geschrieben war, nach
ihren Werken. $20/13$ Und das Meer gab die Toten, die in ihm
waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen
waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.
$20/14$ Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee
geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. $20/15$ Und
wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des
Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.

Das neue Jerusalem.

\21\

$21/1$ Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn
der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das
Meer ist nicht mehr.

$21/2$ Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus
dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine fr ihren
Mann geschmckte Braut. $21/3$ Und ich hrte eine laute Stimme
vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen!
Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und
Gott selbst wird bei ihnen sein. $21/4$ Und er wird jede Trne
von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein,
noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn
das Erste ist vergangen. $21/5$ Und der, welcher auf dem Thron
sa, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht:
Schreibe, denn diese Worte sind gewi und wahrhaftig. $21/6$ Und
er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das
Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Drstenden aus der
Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst. $21/7$ Wer
berwindet, wird dies erben, und ich werde ihm Gott sein, und er
wird mir Sohn sein. $21/8$ Aber den Feigen und Unglubigen und
mit Greueln Befleckten und Mrdern und Unzchtigen und Zauberern
und Gtzendienern und allen Lgnern ist ihr Teil in dem See, der
mit Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod.

$21/9$ Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben
Schalen hatten, voll der sieben letzten Plagen, und redete mit
mir und sprach: Komm her, ich will dir die Braut, das Weib des
Lammes, zeigen. $21/10$ Und er fhrte mich im Geist hinweg auf
einen groen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt
Jerusalem, wie sie aus dem Himmel von Gott herabkam, $21/11$ und
sie hatte die Herrlichkeit Gottes. Ihr Lichtglanz war gleich
einem sehr kostbaren Edelstein, wie ein kristallheller
Jaspisstein; $21/12$ und sie hatte eine groe und hohe Mauer und
hatte zwlf Tore und an den Toren zwlf Engel und Namen darauf
geschrieben, welche die der zwlf Stmme der Shne Israels sind:
$21/13$ Nach Osten drei Tore und nach Norden drei Tore und nach
Sden drei Tore und nach Westen drei Tore. $21/14$ Und die Mauer
der Stadt hatte zwlf Grundsteine und auf ihnen zwlf Namen der
zwlf Apostel des Lammes.

$21/15$ Und der mit mir redete, hatte ein Ma, ein goldenes
Rohr, um die Stadt und ihre Tore und ihre Mauer zu messen.
$21/16$ Und die Stadt ist viereckig angelegt, und ihre Lnge ist
so gro wie die Breite. Und er ma die Stadt mit dem Rohr auf
zwlftausend Stadien; ihre Lnge und Breite und Hhe sind
gleich. $21/17$ Und er ma ihre Mauer, hundertvierundvierzig
Ellen, eines Menschen Ma, das ist eines Engels [Ma]. $21/18$
Und der Bau ihrer Mauer war Jaspis und die Stadt reines Gold,
gleich reinem Glas. $21/19$ Die Grundsteine der Mauer der Stadt
waren mit jeder [Art] Edelstein geschmckt: der erste Grundstein
ein Jaspis; der zweite ein Saphir; der dritte ein Chalzedon; der
vierte ein Smaragd; $21/20$ der fnfte ein Sardonyx; der sechste
ein Sardis; der siebente ein Chrysolith; der achte ein Beryll;
der neunte ein Topas; der zehnte ein Chrysopras; der elfte ein
Hyazinth; der zwlfte ein Amethyst. $21/21$ Und die zwlf Tore
waren zwlf Perlen, je eines der Tore war aus einer Perle, und
die Strae der Stadt reines Gold, wie durchsichtiges Glas.
$21/22$ Und ich sah keinen Tempel in ihr, denn der Herr, Gott,
der Allmchtige, ist ihr Tempel, und das Lamm. $21/23$ Und die
Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, damit sie ihr
scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und
ihre Lampe ist das Lamm. $21/24$ Und die Nationen werden in
ihrem Licht wandeln, und die Knige der Erde bringen ihre
Herrlichkeit zu ihr. $21/25$ Und ihre Tore werden bei Tag nicht
geschlossen werden, denn Nacht wird dort nicht sein. $21/26$ Und
man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Nationen zu ihr
bringen. $21/27$ Und alles Gemeine wird nicht in sie
hineinkommen, noch [derjenige], der Greuel und Lge tut, sondern
nur die, welche geschrieben sind im Buch des Lebens des Lammes.

\22\

$22/1$ Und er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens,
glnzend wie Kristall, der hervorging aus dem Thron Gottes und
des Lammes. $22/2$ In der Mitte ihrer Strae und des Stromes,
diesseits und jenseits, [war der] Baum des Lebens, der zwlf
Frchte trgt und jeden Monat seine Frucht gibt; und die Bltter
des Baumes [sind] zur Heilung der Nationen. $22/3$ Und keinerlei
Fluch wird mehr sein; und der Thron Gottes und des Lammes wird
in ihr sein; und seine Knechte werden ihm dienen, $22/4$ und sie
werden sein Angesicht sehen; und sein Name wird an ihren Stirnen
sein. $22/5$ Und Nacht wird nicht mehr sein, und sie bedrfen
nicht des Lichtes einer Lampe und des Lichtes der Sonne, denn
der Herr, Gott, wird ber ihnen leuchten, und sie werden
herrschen in alle Ewigkeit.

Schluermahnungen und Hinweis auf das baldige Kommen Jesu.

$22/6$ Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewi und
wahrhaftig, und der Herr, der Gott der Geister der Propheten,
hat seinen Engel gesandt, seinen Knechten zu zeigen, was bald
geschehen mu. $22/7$ Und siehe, ich komme bald. Glckselig, der
die Worte der Weissagung dieses Buches bewahrt!

$22/8$ Und ich, Johannes, bin der, welcher diese Dinge hrte und
sah; und als ich [sie] hrte und sah, fiel ich nieder, um
anzubeten vor den Fen des Engels, der mir diese Dinge zeigte.
$22/9$ Und er spricht zu mir: Siehe zu, [tu es] nicht! Ich bin
dein Mitknecht und der deiner Brder, der Propheten, und derer,
welche die Worte dieses Buches bewahren. Bete Gott an! $22/10$
Und er spricht zu mir: Versiegle nicht die Worte der Weissagung
dieses Buches; denn die Zeit ist nahe. $22/11$ Wer unrecht tut,
tue noch unrecht, und der Unreine verunreinige sich noch, und
der Gerechte be noch Gerechtigkeit, und der Heilige heilige
sich noch. $22/12$ Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir,
um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist. $22/13$ Ich bin
das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang
und das Ende.

$22/14$ Glckselig, die ihre Kleider waschen, damit sie ein
Anrecht am Baum des Lebens haben und durch die Tore in die Stadt
hineingehen! $22/15$ Drauen sind die Hunde und die Zauberer und
die Unzchtigen und die Mrder und die Gtzendiener und jeder,
der die Lge liebt und tut.

$22/16$ Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch diese Dinge
fr die Gemeinden zu bezeugen. Ich bin die Wurzel und das
Geschlecht Davids, der glnzende Morgenstern. $22/17$ Und der
Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hrt, spreche: Komm!
Und wen drstet, der komme! Wer da will, nehme das Wasser des
Lebens umsonst!

$22/18$ Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses
Buches hrt: Wenn jemand zu diesen Dingen hinzufgt, so wird
Gott ihm die Plagen hinzufgen, die in diesem Buch geschrieben
sind; $22/19$ und wenn jemand von den Worten des Buches dieser
Weissagung wegnimmt, so wird Gott sein Teil wegnehmen von dem
Baum des Lebens und aus der heiligen Stadt, von denen in diesem
Buch geschrieben ist.

$22/20$ Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald.
Amen, komm, Herr Jesus!

$22/21$ Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen!
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