Die Offenbarung.

Thema des Buches.

\1\

$1/1$ Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gab, um seinen
Knechten zu zeigen, was bald geschehen mu; und indem er [sie]
durch seinen Engel sandte, hat er [sie] seinem Knecht Johannes
kundgetan, $1/2$ der das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu
Christi bezeugt hat, alles, was er sah.

$1/3$ Glckselig, der liest und die hren die Worte der
Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist! Denn die
Zeit ist nahe.

Verfasser, Widmung und Gru.

$1/4$ Johannes den sieben Gemeinden, die in Asien sind: Gnade
euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und
von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind, $1/5$ und
von Jesus Christus, [der] der treue Zeuge [ist], der
Erstgeborene der Toten und der Frst der Knige der Erde! Dem,
der uns liebt und uns von unseren Snden gewaschen hat in seinem
Blut $1/6$ und uns gemacht hat zu einem Knigtum, zu Priestern
seinem Gott und Vater: Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in
alle Ewigkeit! Amen.

$1/7$ Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn
sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und wehklagen
werden seinetwegen alle Stmme der Erde. Ja, Amen.

$1/8$ Ich bin das Alpha und das Omega, spricht der Herr, Gott,
der ist und der war und der kommt, der Allmchtige.

Auftrag an Johannes, die Offenbarung zu schreiben.

$1/9$ Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgenosse in der Drangsal
und dem Knigtum und dem Ausharren in Jesus, war auf der Insel,
die Patmos genannt wird, um des Wortes Gottes und des Zeugnisses
Jesu willen. $1/10$ Ich war an des Herrn Tag im Geist, und ich
hrte hinter mir eine laute Stimme wie von einer Posaune, $1/11$
die sprach: Was du siehst, schreibe in ein Buch und sende es den
sieben Gemeinden: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon
und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach
Laodizea. $1/12$ Und ich wandte mich um, die Stimme zu sehen,
die mit mir redete, und als ich mich umwandte, sah ich sieben
goldene Leuchter, $1/13$ und inmitten der Leuchter [einen]
gleich einem Menschensohn, bekleidet mit einem bis zu den Fen
reichenden Gewand und an der Brust umgrtet mit einem goldenen
Grtel; $1/14$ sein Haupt aber und die Haare [waren] wei wie
weie Wolle, wie Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme
$1/15$ und seine Fe gleich glnzendem Erz, als glhten sie im
Ofen, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser; $1/16$
und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus
seinem Mund ging ein zweischneidiges, scharfes Schwert hervor,
und sein Angesicht [war], wie die Sonne leuchtet in ihrer Kraft.
$1/17$ Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Fen wie tot.
Und er legte seine Rechte auf mich und sprach: Frchte dich
nicht! Ich bin der Erste und der Letzte $1/18$ und der
Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin lebendig in alle
Ewigkeit und habe die Schlssel des Todes und des Hades. $1/19$
Schreibe nun, was du gesehen hast und was ist und was nach
diesem geschehen wird! $1/20$ [Was] das Geheimnis der sieben
Sterne, die du auf meiner Rechten gesehen hast, und die sieben
goldenen Leuchter [betrifft]: Die sieben Sterne sind Engel der
sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind sieben Gemeinden.

Sendschreiben an Ephesus.

\2\

$2/1$ Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe: Dies sagt der,
der die sieben Sterne in seiner Rechten hlt, der inmitten der
sieben goldenen Leuchter wandelt: $2/2$ Ich kenne deine Werke
und deine Mhe und dein Ausharren, und da du Bse nicht
ertragen kannst; und du hast die geprft, die sich Apostel
nennen und es nicht sind, und hast sie als Lgner erkannt; $2/3$
und du hast Ausharren und hast [vieles] getragen um meines
Namens willen und bist nicht mde geworden. $2/4$ Aber ich habe
gegen dich, da du deine erste Liebe verlassen hast. $2/5$ Denke
nun daran, wovon du gefallen bist, und tue Bue und tue die
ersten Werke! Wenn aber nicht, so komme ich dir und werde deinen
Leuchter von seiner Stelle wegrcken, wenn du nicht Bue tust.
$2/6$ Aber dies hast du, da du die Werke der Nikolaiten hat,
die auch ich hasse.

$2/7$ Wer ein Ohr hat, hre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Wer berwindet, dem werde ich zu essen geben von dem Baum des
Lebens, welcher in dem Paradies Gottes ist.

Sendschreiben an Smyrna.

$2/8$ Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: Dies sagt
der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde:

$2/9$ Ich kenne deine Drangsal und deine Armut - du bist aber
reich - und die Lsterung von denen, die sagen, sie seien Juden,
und es nicht sind, sondern eine Synagoge des Satans. $2/10$
Frchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! Siehe, der
Teufel wird [einige] von euch ins Gefngnis werfen, damit ihr
geprft werdet, und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage. Sei
treu bis zum Tod, und ich werde dir den Siegeskranz des Lebens
geben.

$2/11$ Wer ein Ohr hat, hre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Wer berwindet, wird keinen Schaden erleiden von dem zweiten
Tod.

Sendschreiben an Pergamon.

$2/12$ Und dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: Dies
sagt der, der das zweischneidige, scharfe Schwert hat:

$2/13$ Ich wei, wo du wohnst: wo der Thron des Satans ist; und
du hltst meinen Namen fest und hast meinen Glauben nicht
verleugnet, auch in den Tagen des Antipas, meines treuen Zeugen,
der bei euch, wo der Satan wohnt, ermordet worden ist. $2/14$
Aber ich habe ein weniges gegen dich, da du solche dort hast,
welche die Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, eine
Falle vor die Shne Israels hinzustellen, so da sie Gtzenopfer
aen und Unzucht trieben. $2/15$ So hast auch du solche, die in
gleicher Weise die Lehre der Nikolaiten festhalten. $2/16$ Tu
nun Bue! Wenn aber nicht, so komme ich dir bald und werde Krieg
mit ihnen fhren mit dem Schwert meines Mundes.

$2/17$ Wer ein Ohr hat, hre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Wer berwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna geben;
und ich werde ihm einen weien Stein geben und, auf den Stein
geschrieben, einen neuen Namen, den niemand kennt, als wer ihn
empfngt.

Sendschreiben an Thyatira.

$2/18$ Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Dies
sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme und
Fe gleich glnzendem Erz:

$2/19$ Ich kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Glauben
und deinen Dienst und dein Ausharren und [wei, da] deine
letzten Werke mehr sind als die ersten. $2/20$ Aber ich habe
gegen dich, da du das Weib Isebel gewhren lt, die sich eine
Prophetin nennt und meine Knechte lehrt und verfhrt, Unzucht zu
treiben und Gtzenopfer zu essen. $2/21$ Und ich gab ihr Zeit,
damit sie Bue tue, und sie will nicht Bue tun von ihrer
Unzucht. $2/22$ Siehe, ich werfe sie aufs Bett und die, welche
Ehebruch mit ihr treiben, in groe Drangsal, wenn sie nicht Bue
tun von ihren Werken. $2/23$ Und ihre Kinder werde ich mit dem
[Pest-]Tod tten, und alle Gemeinden werden erkennen, da ich es
bin, der Nieren und Herzen erforscht; und ich werde euch einem
jeden nach euren Werken geben. $2/24$ Euch aber sage ich, den
brigen in Thyatira, allen, die diese Lehre nicht haben, welche
die Tiefen des Satans, wie sie es nennen, nicht erkannt haben:
Ich werfe keine andere Last auf euch; $2/25$ doch was ihr habt,
haltet fest, bis ich komme. $2/26$ Und wer berwindet und meine
Werke bis ans Ende bewahrt, dem werde ich Macht ber die
Nationen geben; $2/27$ und er wird sie hten mit eisernem Stab,
wie Tpfergefe zerschmettert werden, $2/28$ wie auch ich von
meinem Vater empfangen habe; und ich werde ihm den Morgenstern
geben.

$2/29$ Wer ein Ohr hat, hre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Sendschreiben an Sardes.

\3\

$3/1$ Und dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Dies sagt
der, der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat:

Ich kenne deine Werke, da du den Namen hast, du lebest, und
bist tot. $3/2$ Wach auf und strke das brige, das im Begriff
stand zu sterben! Denn ich habe vor meinem Gott deine Werke
nicht als vllig erfunden. $3/3$ Denke nun daran, wie du
empfangen und gehrt hast, und bewahre es und tue Bue! Wenn du
nun nicht wachst, werde ich kommen wie ein Dieb, und du wirst
nicht wissen, zu welcher Stunde ich ber dich kommen werde.
$3/4$ Aber du hast einige wenige Namen in Sardes, die ihre
Kleider nicht besudelt haben; und sie werden mit mir einhergehen
in weien [Kleidern], denn sie sind es wert. $3/5$ Wer
berwindet, der wird so mit weien Kleidern bekleidet werden,
und ich werde seinen Namen aus dem Buch des Lebens nicht
auslschen und seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor
seinen Engeln.

$3/6$ Wer ein Ohr hat, hre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Sendschreiben an Philadelphia.

$3/7$ Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Dies
sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlssel Davids hat,
der ffnet, und niemand wird schlieen, und schliet, und
niemand wird ffnen:

$3/8$ Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe eine geffnete Tr
vor dir gegeben, die niemand schlieen kann; denn du hast eine
kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen
nicht verleugnet. $3/9$ Siehe, ich bergebe [dir] aus der
Synagoge des Satans von denen, die sich Juden nennen und es
nicht sind, sondern lgen; siehe, ich werde sie dahin bringen,
da sie kommen und sich niederwerfen vor deinen Fen und
erkennen, da ich dich geliebt habe. $3/10$ Weil du das Wort vom
Harren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor
der Stunde der Versuchung, die ber den ganzen Erdkreis kommen
wird, um die zu versuchen, die auf der Erde wohnen. $3/11$ Ich
komme bald. Halte fest, was du hast, damit niemand deinen
Siegeskranz nehme! $3/12$ Wer berwindet, den werde ich im
Tempel meines Gottes zu einer Sule machen, und er wird nie mehr
hinausgehen; und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines
Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen
Jerusalem, das aus dem Himmel herabkommt von meinem Gott, und
meinen neuen Namen.

$3/13$ Wer ein Ohr hat, hre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Sendschreiben an Laodizea.

$3/14$ Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Dies
sagt der `Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der
Schpfung Gottes:

$3/15$ Ich kenne deine Werke, da du weder kalt noch hei bist.
Ach, da du kalt oder hei wrest! $3/161$ Also, weil du lau
bist und weder hei noch kalt, werde ich dich ausspeien aus
meinem Munde. $3/17$ Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich
geworden und brauche nichts, und nicht weit, da du der Elende
und bemitleidenswert und arm und blind und blo bist, $3/18$
rate ich dir, von mir im Feuer gelutertes Gold zu kaufen, damit
du reich wirst; und weie Kleider, damit du bekleidet wirst und
die Schande deiner Ble nicht offenbar werde; und Augensalbe,
deine Augen zu salben, damit du siehst. $3/19$ Ich berfhre und
zchtige alle, die ich liebe. Sei nun eifrig und tu Bue! $3/20$
Siehe, ich stehe an der Tr und klopfe an; wenn jemand meine
Stimme hrt und die Tr ffnet, zu dem werde ich hineingehen und
mit ihm essen, und er mit mir. $3/21$ Wer berwindet, dem werde
ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich
berwunden und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt
habe.

$3/22$ Wer ein Ohr hat, hre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Der Thron Gottes.

\4\

$4/1$ Nach diesem sah ich: Und siehe, eine Tr, geffnet im
Himmel, und die erste Stimme, die ich gehrt hatte wie die einer
Posaune, die mit mir redete, sprach: Komm hier herauf, und ich
werde dir zeigen, was nach diesem geschehen mu.

$4/2$ Sogleich war ich im Geist: und siehe, ein Thron stand im
Himmel, und auf dem Thron sa einer. $4/3$ Und der da sa, [war]
von Ansehen gleich einem Jaspisstein und einem Sardion, und ein
Regenbogen [war] rings um den Thron, von Ansehen gleich einem
Smaragd. $4/4$ Und rings um den Thron [sah ich] vierundzwanzig
Throne, und auf den Thronen saen vierundzwanzig lteste,
bekleidet mit weien Kleidern, und auf ihren Huptern goldene
Siegeskrnze. $4/5$ Und aus dem Thron gehen hervor Blitze und
Stimmen und Donner; und sieben Feuerfackeln brennen vor dem
Thron, welche die sieben Geister Gottes sind. $4/6$ Und vor dem
Thron [war es] wie ein glsernes Meer, gleich Kristall; und
inmitten des Thrones und rings um den Thron vier lebendige
Wesen, voller Augen vorn und hinten. $4/7$ Und das erste
lebendige Wesen [war] gleich einem Lwen und das zweite
lebendige Wesen gleich einem jungen Stier, und das dritte
lebendige Wesen hatte das Angesicht wie das eines Menschen, und
das vierte lebendige Wesen [war] gleich einem fliegenden Adler.
$4/8$ Und die vier lebendigen Wesen hatten, eines wie das
andere, je sechs Flgel und [sind] ringsum und inwendig voller
Augen, und sie hren Tag und Nacht nicht auf zu sagen: Heilig,
heilig, heilig, Herr, Gott, Allmchtiger, der war und der ist
und der kommt! $4/9$ Und wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit
und Ehre und Danksagung geben werden dem, der auf dem Thron
sitzt, der da lebt in alle Ewigkeit, $4/10$ so werden die
vierundzwanzig ltesten niederfallen vor dem, der auf dem Thron
sitzt, und den anbeten, der in alle Ewigkeit lebt, und werden
ihre Siegeskrnze niederwerfen vor dem Thron und sagen: $4/11$
Du bist wrdig, unser Herr und Gott, die Herrlichkeit und die
Ehre und die Macht zu nehmen, denn du hast alle Dinge
erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie
erschaffen worden.

Das Buch mit den sieben Siegeln.

\5\

$5/1$ Und ich sah in der Rechten dessen, der auf dem Thron sa,
ein Buch, innen und auf der Rckseite beschrieben, mit sieben
Siegeln versiegelt. $5/2$ Und ich sah einen starken Engel, der
mit lauter Stimme ausrief: Wer ist wrdig, das Buch zu ffnen
und seine Siegel zu brechen? $5/3$ Und niemand in dem Himmel,
noch auf der Erde, noch unter der Erde konnte das Buch ffnen
noch es anblicken. $5/4$ Und ich weinte sehr, weil niemand
wrdig erfunden wurde, das Buch zu ffnen noch es anzublicken.
$5/5$ Und einer von den ltesten spricht zu mir: Weine nicht!
Siehe, es hat berwunden der Lwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel
Davids, um das Buch und seine sieben Siegel zu ffnen.

Das Lamm ist wrdig, die Siegel zu ffnen.

$5/6$ Und ich sah inmitten des Thrones und der vier lebendigen
Wesen und inmitten der ltesten ein Lamm stehen wie
geschlachtet, das sieben Hrner und sieben Augen hatte; die sind
die sieben Geister Gottes, ausgesandt ber die ganze Erde. $5/7$
Und es kam und nahm [das Buch] aus der Rechten dessen, der auf
dem Thron sa. $5/8$ Und als es das Buch nahm, fielen die vier
lebendigen Wesen und die vierundzwanzig ltesten nieder vor dem
Lamm, und sie hatten ein jeder eine Harfe und goldene Schalen
voll Rucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen. $5/9$ Und
sie singen ein neues Lied und sagen: Du bist wrdig, das Buch zu
nehmen und seine Siegel zu ffnen; denn du bist geschlachtet
worden und hast durch dein Blut fr Gott erkauft aus jedem Stamm
und jeder Sprache und jedem Volk und jeder Nation $5/10$ und
hast sie unserem Gott zu Knigen und Priestern gemacht, und sie
werden ber die Erde herrschen!

$5/11$ Und ich sah: und ich hrte eine Stimme vieler Engel rings
um den Thron her und um die lebendigen Wesen und um die
ltesten; und ihre Zahl war Zehntausende mal Zehntausende und
Tausende mal Tausende, $5/12$ die mit lauter Stimme sprachen:
Wrdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen
die Macht und Reichtum und Weisheit und Strke und Ehre und
Herrlichkeit und Lobpreis. $5/13$ Und jedes Geschpf, das im
Himmel und auf der Erde und unter der Erde und auf dem Meer ist,
und alles, was in ihnen ist, hrte ich sagen: Dem, der auf dem
Thron sitzt, und dem Lamm den Lobpreis und die Ehre und die
Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit! $5/14$ Und die vier
lebendigen Wesen sprachen: Amen! Und die ltesten fielen nieder
und beteten an.

Die ffnung der ersten sechs Siegel.

\6\

$6/1$ Und ich sah, als das Lamm eines von den sieben Siegeln
ffnete, und hrte eines von den vier lebendigen Wesen wie mit
einer Donnerstimme sagen: Komm! $6/2$ Und ich sah: und siehe,
ein weies Pferd, und der darauf sa, hatte einen Bogen; und ihm
wurde ein Siegeskranz gegeben, und er zog aus, siegend und um zu
siegen.

$6/3$ Und als es das zweite Siegel ffnete, hrte ich das zweite
lebendige Wesen sagen: Komm! $6/4$ Und es zog aus ein anderes,
ein feuerrotes Pferd; und dem, der darauf sa, ihm wurde
gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen und [die Menschen
dahin zu bringen], da sie einander schlachteten; und ihm wurde
ein groes Schwert gegeben.

$6/5$ Und als es das dritte Siegel ffnete, hrte ich das dritte
lebendige Wesen sagen: Komm! Und ich sah: und siehe, ein
schwarzes Pferd, und der darauf sa, hatte eine Waage in seiner
Hand. $6/6$ Und ich hrte [etwas] wie eine Stimme inmitten der
vier lebendigen Wesen, die sagte: Ein Ma Weizen fr einen Denar
und drei Ma Gerste fr einen Denar! Und dem l und dem Wein
fge keinen Schaden zu!

$6/7$ Und als es das vierte Siegel ffnete, hrte ich die Stimme
des vierten lebendigen Wesens sagen: Komm! $6/8$ Und ich sah:
und siehe, ein fahles Pferd, und der darauf sa, dessen Name
[ist] `Tod; und der Hades folgte ihm. Und ihnen wurde Macht
gegeben ber den vierten Teil der Erde, zu tten mit dem Schwert
und mit Hunger und mit [Pest-]Tod und durch die wilden Tiere der
Erde.

$6/9$ Und als es das fnfte Siegel ffnete, sah ich unter dem
Altar die Seelen derer, die geschlachtet worden waren um des
Wortes Gottes und um des Zeugnisses willen, das sie hatten.
$6/10$ Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Bis wann,
heiliger und wahrhaftiger Herrscher, richtest und rchst du
nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen? $6/11$ Und
es wurde ihnen einem jeden ein weies Gewand gegeben; und es
wurde ihnen gesagt, da sie noch eine kurze Zeit abwarten
sollten, bis auch ihre Mitknechte und ihre Brder vollendet
seien, die ebenso wie sie gettet werden sollten.

$6/12$ Und ich sah, als es das sechste Siegel ffnete: und es
geschah ein groes Erdbeben; und die Sonne wurde schwarz wie ein
hrener Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut, $6/13$ und die
Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum,
geschttelt von einem starken Wind, seine Feigen abwirft. $6/14$
Und der Himmel schwand dahin wie ein Buch, das zusammengerollt
wird, und jeder Berg und jede Insel wurden von ihren Stellen
gerckt. $6/15$ Und die Knige der Erde und die Groen und die
Obersten und die Reichen und die Mchtigen und jeder Sklave und
Freie verbargen sich in die Hhlen und in die Felsen der Berge;
$6/16$ und sie sagen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallt auf
uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron
sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! $6/17$ Denn gekommen ist der
groe Tag ihres Zorns. Und wer vermag zu bestehen?

Die Erlsten aus Israel und allen Nationen.

\7\

$7/1$ Nach diesem sah ich vier Engel auf den vier Ecken der Erde
stehen; die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein
Wind wehe auf der Erde, noch auf dem Meer, noch ber irgendeinen
Baum. $7/2$ Und ich sah einen anderen Engel von Sonnenaufgang
heraufsteigen, der das Siegel des lebendigen Gottes hatte; und
er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gegeben
worden war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufgen, $7/3$ und
sagte: Schadet nicht der Erde, noch dem Meer, noch den Bumen,
bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt
haben. $7/4$ Und ich hrte die Zahl der Versiegelten:
Hundertvierundvierzigtausend Versiegelte, aus jedem Stamm der
Shne Israels. $7/5$ Aus dem Stamm Juda zwlftausend
Versiegelte, aus dem Stamm Ruben zwlftausend, aus dem Stamm Gad
zwlftausend, $7/6$ aus dem Stamm Asser zwlftausend, aus dem
Stamm Naftali zwlftausend, aus dem Stamm Manasse zwlftausend,
$7/7$ aus dem Stamm Simeon zwlftausend, aus dem Stamm Levi
zwlftausend, aus dem Stamm Issaschar zwlftausend, $7/8$ aus
dem Stamm Sebulon zwlftausend, aus dem Stamm Joseph
zwlftausend, aus dem Stamm Benjamin zwlftausend Versiegelte.

$7/9$ Nach diesem sah ich: und siehe, eine groe Volksmenge, die
niemand zhlen konnte, aus jeder Nation und aus Stmmen und
Vlkern und Sprachen, stand vor dem Thron und vor dem Lamm,
bekleidet mit weien Gewndern und Palmen in ihren Hnden.
$7/10$ Und sie rufen mit lauter Stimme und sagen: Das Heil
unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm! $7/11$ Und
alle Engel standen rings um den Thron und die ltesten und die
vier lebendigen Wesen, und sie fielen vor dem Thron auf ihre
Angesichter und beteten Gott an $7/12$ und sagten: Amen! Den
Lobpreis und die Herrlichkeit und die Weisheit und die
Danksagung und die Ehre und die Macht und die Strke unserem
Gott in alle Ewigkeit! Amen.

$7/13$ Und einer von den ltesten begann und sprach zu mir:
Diese, die mit weien Gewndern bekleidet sind, wer sind sie,
und woher sind sie gekommen? $7/14$ Und ich sprach zu ihm: Mein
Herr, du weit es. Und er sprach zu mir: Diese sind es, die aus
der groen Drangsal kommen, und sie haben ihre Gewnder
gewaschen und sie wei gemacht im Blut des Lammes. $7/15$ Darum
sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in
seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt, wird ber ihnen
wohnen. $7/16$ Sie werden nicht mehr hungern, auch werden sie
nicht mehr drsten, noch wird die Sonne auf sie fallen noch
irgendeine Glut; $7/17$ denn das Lamm, das in der Mitte des
Thrones ist, wird sie hten und sie leiten zu Wasserquellen des
Lebens, und Gott wird jede Trne von ihren Augen abwischen.

Das siebente Siegel und die sieben Posaunen.

\8\

$8/1$ Und als es das siebente Siegel ffnete, entstand ein
Schweigen im Himmel, etwa eine halbe Stunde. $8/2$ Und ich sah
die sieben Engel, die vor Gott stehen; und es wurden ihnen
sieben Posaunen gegeben. $8/3$ Und ein anderer Engel kam und
stellte sich an den Altar, und er hatte ein goldenes Rucherfa;
und es wurde ihm viel Rucherwerk gegeben, damit er es fr die
Gebete aller Heiligen auf den goldenen Altar gebe, der vor dem
Thron ist. $8/4$ Und der Rauch des Rucherwerks stieg mit den
Gebeten der Heiligen auf aus der Hand des Engels vor Gott. $8/5$
Und der Engel nahm das Rucherfa und fllte es von dem Feuer
des Altars und warf es auf die Erde; und es geschahen Donner und
Stimmen und Blitze und ein Erdbeben.

$8/6$ Und die sieben Engel, welche die sieben Posaunen hatten,
machten sich bereit, um zu posaunen.

Die ersten vier Posaunen.

$8/7$ Und der erste posaunte: und es kam Hagel und Feuer, mit
Blut vermischt, und wurde auf die Erde geworfen. Und der dritte
Teil der Erde verbrannte, und der dritte Teil der Bume
verbrannte, und alles grne Gras verbrannte.

$8/8$ Und der zweite Engel posaunte: und [etwas] wie ein groer
feuerflammender Berg wurde ins Meer geworfen; und der dritte
Teil des Meeres wurde zu Blut. $8/9$ Und es starb der dritte
Teil der Geschpfe im Meer, die Leben hatten, und der dritte
Teil der Schiffe wurde zerstrt.

$8/10$ Und der dritte Engel posaunte: und es fiel vom Himmel ein
groer Stern, brennend wie eine Fackel, und er fiel auf den
dritten Teil der Strme und auf die Wasserquellen. $8/11$ Und
der Name des Sternes heit `Wermut; und der dritte Teil der
Wasser wurde zu Wermut, und viele der Menschen starben von den
Wassern, weil sie bitter gemacht waren.

$8/12$ Und der vierte Engel posaunte: und es wurde geschlagen
der dritte Teil der Sonne und der dritte Teil des Mondes und der
dritte Teil der Sterne, so da der dritte Teil von ihnen
verfinstert wurde und der Tag seinen dritten Teil nicht schien
und die Nacht gleicherweise.

$8/13$ Und ich sah: und ich hrte einen Adler hoch oben am
Himmel fliegen und mit lauter Stimme sagen: Wehe, wehe, wehe
denen, die auf der Erde wohnen, wegen der brigen Stimmen der
Posaune der drei Engel, die posaunen werden!

Die fnfte Posaune.

\9\

$9/1$ Und der fnfte Engel posaunte: und ich sah einen Stern,
[der] vom Himmel auf die Erde gefallen [war]; und es wurde ihm
der Schlssel zum Schlund des Abgrundes gegeben. $9/2$ Und er
ffnete den Schlund des Abgrundes; und ein Rauch stieg auf aus
dem Schlund wie der Rauch eines groen Ofens, und die Sonne und
die Luft wurden von dem Rauch des Schlundes verfinstert. $9/3$
Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken hervor auf die Erde, und es
wurde ihnen Macht gegeben, wie die Skorpione der Erde Macht
haben. $9/4$ Und es wurde ihnen gesagt, da sie nicht dem Gras
der Erde noch irgendetwas Grnem, noch irgendeinem Baum Schaden
zufgen sollten, sondern den Menschen, die nicht das Siegel
Gottes an den Stirnen haben. $9/5$ Und es wurde ihnen [der
Befehl] gegeben, da sie sie nicht tteten, sondern da sie fnf
Monate geqult wrden; und ihre Qual war die Qual eines
Skorpions, wenn er einen Menschen sticht. $9/6$ Und in jenen
Tagen werden die Menschen den Tod suchen und werden ihn nicht
finden und werden zu sterben begehren, und der Tod flieht vor
ihnen. $9/7$ Und die Gestalten der Heuschrecken waren gleich zum
Kampf gersteten Pferden, und auf ihren Kpfen [war es] wie
Siegeskrnze gleich Gold, und ihre Angesichter [waren] wie
Menschenangesichter; $9/8$ und sie hatten Haare wie Frauenhaare,
und ihre Zhne waren wie die von Lwen. $9/9$ Und sie hatten
Panzer wie eiserne Panzer, und das Gerusch ihrer Flgel war wie
das Gerusch von Wagen mit vielen Pferden, die in den Kampf
laufen; $9/10$ und sie haben Schwnze gleich Skorpionen und
Stacheln, und ihre Macht ist in ihren Schwnzen, den Menschen
fnf Monate zu schaden. $9/11$ Sie haben ber sich einen Knig,
den Engel des Abgrundes; sein Name ist auf hebrisch Abaddon,
und im Griechischen hat er den Namen Apollyon.

$9/12$ Das eine Wehe ist vorber; siehe, es kommen noch zwei
Wehe nach diesen Dingen.

Die sechste Posaune.

$9/13$ Und der sechste Engel posaunte: und ich hrte eine Stimme
aus den vier Hrnern des goldenen Altars, der vor Gott ist,
$9/14$ zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte, sagen: Lse
die vier Engel, die an dem groen Strom Euphrat gebunden sind.
$9/15$ Und die vier Engel wurden losgebunden, die auf Stunde und
Tag und Monat und Jahr gerstet waren, den dritten Teil der
Menschen zu tten. $9/16$ Und die Zahl der Kriegsheere zu Ro
[war] zweimal zehntausend mal zehntausend; ich hrte ihre Zahl.
$9/17$ Und so sah ich im Gesicht die Rosse und die, welche auf
ihnen saen: sie hatten feurige und hyazinthfarbene und
schwefelgelbe Panzer; und die Kpfe der Rosse waren wie
Lwenkpfe, und aus ihren Mulern geht Feuer und Rauch und
Schwefel hervor. $9/18$ Von diesen drei Plagen wurde der dritte
Teil der Menschen gettet, von dem Feuer und dem Rauch und dem
Schwefel, die aus ihren Mulern hervorkamen. $9/19$ Denn die
Macht der Rosse ist in ihrem Maul und in ihren Schwnzen; denn
ihre Schwnze sind gleich Schlangen und haben Kpfe, und mit
ihnen fgen sie Schaden zu. $9/20$ Und die brigen der Menschen,
die durch diese Plagen nicht gettet wurden, taten nicht Bue
von den Werken ihrer Hnde, nicht [mehr] anzubeten die Dmonen
und die goldenen und die silbernen und die bronzenen und die
steinernen und die hlzernen Gtzenbilder, die weder sehen noch
hren noch wandeln knnen. $9/21$ Und sie taten nicht Bue von
ihren Mordtaten, noch von ihren Zaubereien, noch von ihrer
Unzucht, noch von ihren Diebsthlen.

Johannes empfngt ein Buch.

\10\

$10/1$ Und ich sah einen anderen starken Engel aus dem Himmel
herabkommen, bekleidet mit einer Wolke, und der Regenbogen [war]
auf seinem Haupt, und sein Angesicht [war] wie die Sonne, und
seine Fe [waren] wie Feuersulen; $10/2$ und er hatte in
seiner Hand ein geffnetes Bchlein. Und er stellte seinen
rechten Fu auf das Meer, den linken aber auf die Erde; $10/3$
und er rief mit lauter Stimme, wie ein Lwe brllt. Und als er
rief, lieen die sieben Donner ihre Stimmen vernehmen. $10/4$
Und als die sieben Donner redeten, wollte ich schreiben; und ich
hrte eine Stimme aus dem Himmel sagen: Versiegle, was die
sieben Donner geredet haben, und schreibe dies nicht!

$10/5$ Und der Engel, den ich auf dem Meer und auf der Erde
stehen sah, erhob seine rechte Hand zum Himmel $10/6$ und schwor
bei dem, der in alle Ewigkeit lebt, der den Himmel erschuf und
was in ihm ist, und die Erde und was auf ihr ist, und das Meer
und was in ihm ist: Es wird keine Frist mehr sein, $10/7$
sondern in den Tagen der Stimme des siebenten Engels, wenn er
posaunen wird, wird auch das Geheimnis Gottes vollendet sein,
wie er es seinen eigenen Knechten, den Propheten, als frohe
Botschaft verkndigt hat.

$10/8$ Und die Stimme, die ich aus dem Himmel hrte, redete
wieder mit mir und sprach: Gehe hin, nimm das geffnete Buch in
der Hand des Engels, der auf dem Meer und auf der Erde steht!
$10/9$ Und ich ging zu dem Engel und sagte ihm, er mge mir das
Bchlein geben. Und er spricht zu mir: Nimm es und i es auf!
Und es wird deinen Bauch bitter machen, aber in deinem Mund wird
es s sein wie Honig. $10/10$ Und ich nahm das Bchlein aus der
Hand des Engels und a es auf; und es war in meinem Mund s wie
Honig, und als ich es gegessen hatte, wurde mein Bauch bitter
gemacht. $10/11$ Und sie sagen mir: Du mut wieder weissagen
ber Vlker und Nationen und Sprachen und viele Knige.

Tod und Auferstehung der zwei Zeugen.

\11\

$11/1$ Und es wurde mir ein Rohr, gleich einem Stab, gegeben und
gesagt: Steh auf und mi den Tempel Gottes und den Altar und
die, welche darin anbeten! $11/2$ Und den Hof, der auerhalb des
Tempels ist, la aus und mi ihn nicht! Denn er ist den Nationen
gegeben worden, und sie werden die heilige Stadt zertreten
zweiundvierzig Monate. $11/3$ Und ich werde meinen zwei Zeugen
[Vollmacht] geben, und sie werden tausendzweihundertsechzig Tage
weissagen, mit Sacktuch bekleidet. $11/4$ Diese sind die zwei
lbume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde
stehen. $11/5$ Und wenn jemand ihnen schaden will, so geht Feuer
aus ihrem Mund und verzehrt ihre Feinde; und wenn jemand ihnen
schaden will, mu er ebenso gettet werden. $11/6$ Diese haben
die Macht, den Himmel zu verschlieen, damit whrend der Tage
ihrer Weissagung kein Regen falle; und sie haben Gewalt ber die
Wasser, sie in Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit
jeder Plage, sooft sie nur wollen. $11/7$ Und wenn sie ihr
Zeugnis vollendet haben werden, wird das Tier, das aus dem
Abgrund heraufsteigt, Krieg mit ihnen fhren und wird sie
berwinden und sie tten. $11/8$ Und ihr Leichnam [wird] auf der
Strae der groen Stadt [liegen], die, geistlich gesprochen,
Sodom und gypten heit, wo auch ihr Herr gekreuzigt wurde.
$11/9$ Und [viele] aus den Vlkern und Stmmen und Sprachen und
Nationen sehen ihren Leichnam drei Tage und einen halben und
erlauben nicht, ihre Leichname ins Grab zu legen. $11/10$ Und
die auf der Erde wohnen, freuen sich ber sie und frohlocken und
werden einander Geschenke senden, denn diese zwei Propheten
qulten die auf der Erde Wohnenden. $11/11$ Und nach den drei
Tagen und einem halben kam der Geist des Lebens aus Gott in sie,
und sie standen auf ihren Fen; und groe Furcht befiel die,
welche sie schauten. $11/12$ Und sie hrten eine laute Stimme
aus dem Himmel zu ihnen sagen: Steigt hier herauf! Und sie
stiegen in den Himmel hinauf in der Wolke, und es schauten sie
ihre Feinde. $11/13$ Und in jener Stunde geschah ein groes
Erdbeben, und der zehnte Teil der Stadt fiel, und siebentausend
Menschennamen wurden in dem Erdbeben gettet; und die brigen
gerieten in Furcht und gaben dem Gott des Himmels Ehre.

$11/14$ Das zweite Wehe ist vorber: siehe, das dritte Wehe
kommt bald.

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