Strafrede gegen Jerusalem.

\22\

$22/1$ Ausspruch [ber das] Tal der Offenbarung.

Was ist dir denn, da du insgesamt auf die Dcher gestiegen
bist? $22/2$ [Du] lrmende Stadt voller Getmmel, du
ausgelassene Stadt, deine Erschlagenen sind nicht mit dem
Schwert Erschlagene und nicht in der Schlacht Gettete! $22/3$
All deine Anfhrer sind miteinander geflohen, ohne einen
Bogen[schu] wurden sie gefangen, alle, die man in dir fand,
wurden miteinander gefangen, weit fort wollten sie fliehen.
$22/4$ Darum sage ich: Schau weg von mir! Bitterlich weinen mu
ich. Dringt nicht darauf, mich zu trsten ber die Verwstung
der Tochter meines Volkes! $22/5$ Denn ein Tag der Bestrzung,
der Zertretung und der Verwirrung [kam] vom Herrn, dem HERRN der
Heerscharen, im Tal der Offenbarung. Es bricht die Mauer, und
Hilfegeschrei [hallt] zum Gebirge hin. $22/6$ Und Elam erhebt
den Kcher mit bemannten Wagen [und] Reitern; und Kir enthllt
den Schild. $22/7$ Und es wird geschehen, deine auserlesenen
Talebenen werden voller Wagen sein, und die Reiter nehmen
Stellung gegen das Tor. $22/8$ Da nimmt man Judas Schutz weg.
Aber du blickst an jenem Tag nach den Waffen des Waldhauses.
$22/9$ Und ihr seht die Risse der Stadt Davids, da sie
zahlreich sind, und ihr sammelt die Wasser des unteren Teiches.
$22/10$ Auch zhlt ihr die Huser von Jerusalem und brecht die
Huser ab, um die Mauer unzugnglich zu machen. $22/11$ Und ihr
macht ein Sammelbecken zwischen den beiden Mauern fr die Wasser
des alten Teiches. Aber ihr blickt nicht auf den, der es getan,
und seht den nicht an, der es lange vorher gebildet hat. -
$22/12$ Und an jenem Tag ruft der Herr, der HERR der
Heerscharen, zum Weinen und zur Wehklage auf, zum Kahlscheren
und zum Umgrten von Sacktuch. $22/13$ Aber siehe, Wonne und
Freude, Rindertten und Schafeschlachten, Fleischessen und
Weintrinken: Lat uns essen und trinken, denn morgen sterben
wir! $22/14$ Aber der HERR der Heerscharen hat sich meinen Ohren
geoffenbart: Wenn euch diese Schuld vergeben wird, bis ihr
sterbt, spricht der Herr, der HERR der Heerscharen.

Absetzung des Schebna, Einsetzung des Eljakim.

$22/15$ So sprach der Herr, der HERR der Heerscharen: Auf! Geh
zu diesem Verwalter da, zu Schebna, der ber das Haus [des
Knigs bestellt] ist [, und sprich]: $22/16$ Was hast du hier,
und wen hast du hier, da du dir hier ein Grab aushaust? - [du,]
der sein Grab aushaut [hier] auf der Hhe, sich eine Wohnung in
den Felsen meielt? $22/17$ Siehe, der HERR wird dich weit
wegschleudern, [dich] hin und herschtteln, Mann! Er wird dich
fest packen, $22/18$ zu einem Knuel wird er dich fest
zusammenwickeln, wie den Ball [dich wegschleudern] in ein Land,
das nach beiden Seiten weit ausgedehnt ist. Dort wirst du
sterben, und dorthin [kommen] deine Prunkwagen, du Schande fr
das Haus deines Herrn! $22/19$ Und ich werde dich von deinem
Posten wegstoen, und aus deiner Stellung wird man dich
herunterreien. - $22/20$ Und es wird geschehen an jenem Tag, da
werde ich meinen Knecht Eljakim rufen, den Sohn des Hilkija.
$22/21$ Und ich werde ihn mit deinem Leibrock bekleiden und ihm
deinen Grtel fest umbinden und werde deine Herrschaft in seine
Hand geben. Und er wird den Bewohnern von Jerusalem und dem Haus
Juda zum Vater sein. $22/22$ Und ich werde den Schlssel des
Hauses David auf seine Schulter legen. Er wird ffnen, und
niemand wird schlieen, er wird schlieen, und niemand wird
ffnen. $22/23$ Und ich werde ihn als Pflock einschlagen an
einen festen Ort; und er wird seinem Vaterhaus zum Thron der
Wrde sein. $22/24$ Dann werden sie sich an ihn hngen - die
ganze Brde seines Vaterhauses: die Sprlinge und die
Schlinge, alle kleinen Gefe, von den Beckengefen bis zu
allen Kruggefen. $22/25$ An jenem Tag, spricht der HERR der
Heerscharen, wird der Pflock weichen, der an einem festen Ort
eingeschlagen war, und er wird abgehauen werden und fallen, und
die Last, die er trug, wird beseitigt werden. Denn der HERR hat
geredet.

Ausspruch ber Tyrus.

V. 1-14: Jer 25,22; Hes 26-28; Am 1,9.10; Sach 9,2-4.

\23\

$23/1$ Ausspruch ber Tyrus.

Heult, ihr Schiffe von Tarsis! Denn es ist verwstet, ohne Haus.
Beim Heimkommen aus dem Land Kittim ist es ihnen kundgeworden.
$23/2$ Wehklagt, ihr Bewohner der Kste, Kaufmann von Sidon, der
ber das Meer fuhr - sie haben dich angefllt - $23/3$ und ber
gewaltige Wasser! Die Saat des Schihor, die Ernte des Nil war
ihr Ertrag; und sie war der Handelsgewinn der Nationen. $23/4$
Sei beschmt, Sidon! Denn das Meer spricht, das Meer, [deine]
Zuflucht: Ich habe keine Wehen gehabt und nicht geboren und
keine jungen Mnner grogezogen noch Jungfrauen auferzogen.
$23/5$ Sobald die Nachricht nach gypten kommt, werden sie sich
winden wie bei der Nachricht von Tyrus. $23/6$ Fahrt hinber
nach Tarsis! Heult, ihr Bewohner der Kste! $23/7$ Ist das eure
ausgelassene [Stadt], deren Ursprung in den Tagen der Urzeit
[liegt], deren Fe sie hintragen, in der Ferne [als Fremde] zu
wohnen?

$23/8$ Wer hat dies beschlossen ber Tyrus, die Kronenspenderin,
deren Kaufleute Oberste, deren Hndler die Geehrten der Erde
waren? $23/9$ Der HERR der Heerscharen hat es beschlossen, um
den Hochmut aller Herrlichkeit zu entweihen, um alle Geehrten
der Erde verchtlich zu machen.

$23/10$ Bearbeite dein Land, wie [man es am] Nil [tut], Tochter
Tarsis! Es gibt keine Werft mehr. $23/11$ Er hat seine Hand ber
das Meer ausgestreckt, hat Knigreiche in Beben versetzt; der
HERR hat gegen Kanaan aufgetragen, seine Festungen zu zerstren.
$23/12$ Und er sprach: Du sollst nicht mehr frohlocken, du
geschndete Jungfrau, Tochter Sidon! Mache dich auf nach Kittim,
fahre hinber! Auch dort wirst du keine Ruhe haben. $23/13$
Siehe, das Land der Kitter, dieses Volk gibt es nicht [mehr]! -
Assur hatte es fr seine Schiffe bestimmt. - Man hat
Belagerungstrme [gegen es] errichtet, seine Palste blogelegt,
es zu einem Trmmerhaufen gemacht. $23/14$ Heult, ihr Schiffe
von Tarsis! Denn eure Festung ist verwstet.

$23/15$ Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird Tyrus
siebzig Jahre vergessen sein, [solange] wie die [Lebens]tage
eines Knigs [whren]. Am Ende von siebzig Jahren [aber] wird es
Tyrus ergehen, wie [es in] dem Lied von der Hure [heit]:
$23/16$ Nimm die Zither, geh umher in der Stadt, vergessene
Hure! Spiel, so gut du kannst, sing Lied um Lied, da man sich
an dich erinnert! $23/17$ Denn es wird am Ende von siebzig
Jahren geschehen, da wird der HERR Tyrus [wieder] heimsuchen.
Und sie wird wieder zu ihrem Hurenlohn kommen und wird Hurerei
treiben mit allen Knigreichen der Erde [, die] auf der Flche
des Erdbodens [sind]. $23/18$ Und ihr Handelsgewinn und ihr
Hurenlohn wird dem HERRN heilig sein. Er wird nicht angehuft
und nicht aufbewahrt werden, sondern ihr Handelsgewinn wird fr
die sein, die vor dem HERRN wohnen, damit sie essen, bis sie
satt sind, und prchtig gekleidet seien.

Verwstung des Landes als Heimsuchung Gottes.

\24\

$24/1$ Siehe, der HERR entleert die Erde und verheert sie und
kehrt ihre Oberflche um und zerstreut ihre Bewohner. $24/2$ Und
wie dem Volk, so ergeht es dem Priester; wie dem Knecht, so
seinem Herrn; wie der Magd, so ihrer Gebieterin; wie dem Kufer,
so dem Verkufer; wie dem Verleiher, so dem Borger; wie dem
Schuldner, so seinem Glubiger. $24/3$ Vllig ausgeleert wird
die Erde und geplndert, denn der HERR hat dieses Wort geredet.
$24/4$ Es vertrocknet, es welkt das Land, es schmachtet, es
welkt der Erdkreis, es schmachten die Hohen des Volkes im Land.
$24/5$ Und die Erde ist entweiht worden unter ihren Bewohnern.
Denn sie haben die Gesetze bertreten, die Ordnungen
berschritten, den ewigen Bund ungltig gemacht! $24/6$ Darum
hat der Fluch die Erde verzehrt, und es ben, die auf ihr
wohnen. Darum sind die Bewohner der Erde dahingeschwunden, und
wenig Menschen bleiben brig. $24/7$ Es vertrocknet der Most, es
welkt der Weinstock, es seufzen alle, die frohen Herzens waren.
$24/8$ Ins Stocken geraten ist die Freude der Tamburine, der
Lrm der Ausgelassenen hat aufgehrt, es stockt die Freude der
Zither. $24/9$ Man trinkt keinen Wein mehr mit Gesang, bitter
schmeckt der Rauschtrank denen, die ihn trinken. $24/10$
Zertrmmert ist die de Stadt, verschlossen jedes Haus, so da
niemand hineinkommt. $24/11$ Klagegeschrei um den Wein [hallt]
auf den Straen; untergegangen ist alle Festfreude, verschwunden
die Freude der Erde. $24/12$ In der Stadt ist [nur] Verwstung
briggeblieben, und das Tor wurde zu Trmmern zerschlagen.
$24/13$ Denn so wird es geschehen mitten auf der Erde, mitten
unter den Vlkern: wie beim Abschlagen der Oliven, wie bei der
Nachlese, wenn die Weinernte zu Ende ist.

$24/14$ Jene werden ihre Stimme erheben, werden jubeln. ber die
Hoheit des HERRN jauchzen sie vom Meer her: $24/15$ Darum gebt
dem HERRN Ehre im Osten, auf den Inseln des Meeres dem Namen des
HERRN, des Gottes Israels! $24/16$ Vom Ende der Erde her hren
wir Gesnge: Herrlichkeit dem Gerechten! - Da sagte ich: Ich
vergehe, ich vergehe, wehe mir! Ruber rauben, und ruberisch
raubend rauben sie. $24/17$ Grauen und Grube und Garn ber dich,
Bewohner der Erde! $24/18$ Und es geschieht, wer vor der Stimme
des Grauens flieht, fllt in die Grube; und wer aus der Grube
heraufsteigt, wird im Garn gefangen. Denn die Fenster in der
Hhe tun sich auf, und es erbeben die Grundfesten der Erde.
$24/19$ Berstend zerbirst die Erde, brechend zerbricht die Erde,
wankend wankt die Erde, $24/20$ taumelnd taumelt die Erde wie
ein Betrunkener und schwankt hin und her wie eine Nachthtte.
Und schwer lastet auf ihr ihr [Treu]bruch: sie fllt und steht
nicht wieder auf.

$24/21$ Und an jenem Tag wird es geschehen, da wird der HERR das
Heer der Hhe heimsuchen in der Hhe und die Knige der Erde auf
der Erde. $24/22$ Sie werden eingesperrt, wie man Gefangene in
die Grube einsperrt, ja, sie werden in den Kerker eingeschlossen
und nach vielen Tagen heimgesucht werden. $24/23$ Da wird der
Mond schamrot werden und die Sonne sich schmen. Denn der HERR
der Heerscharen herrscht als Knig auf dem Berg Zion und in
Jerusalem, und vor seinen ltesten ist Herrlichkeit.

Freude im zuknftigen Friedensreich.

\25\

$25/1$ HERR, du bist mein Gott! Ich will dich erheben, preisen
will ich deinen Namen. Denn du hast Wunder gewirkt, Ratschlsse
von fernher, Treue [und] Wahrheit. $25/2$ Denn du hast aus einer
Stadt einen Steinhaufen gemacht, die uneinnehmbare Stadt zu
einem Trmmerhaufen, den Palast der Fremden, da sie keine Stadt
mehr ist: sie wird in Ewigkeit nicht [mehr] aufgebaut werden.
$25/3$ Darum wird ein starkes Volk dich ehren, Stdte
gewaltttiger Nationen werden dich frchten. $25/4$ Denn du bist
dem Geringen eine Festung gewesen, eine Festung dem Armen in
seiner Bedrngnis, eine Zuflucht vor dem Wolkenbruch, ein
Schatten vor der Hitze. Denn das Schnauben der Gewaltttigen ist
wie ein Unwetter im Winter, $25/5$ wie Hitze in einer drren
Gegend. Du demtigst das Lrmen der Fremden. [Wie] die Hitze
durch den Schatten einer Wolke, so wird der Gesang der
Gewaltttigen gedmpft.

$25/6$ Und der HERR der Heerscharen wird auf diesem Berg allen
Vlkern ein Mahl von fetten Speisen bereiten, ein Mahl von alten
Weinen, von markigen fetten Speisen, geluterten alten Weinen.
$25/7$ Dann wird er auf diesem Berg die Hlle verschlingen, die
das Gesicht aller Vlker verhllt, und die Decke, die ber alle
Nationen gedeckt ist. $25/8$ Den Tod verschlingt er auf ewig,
und der Herr HERR wird die Trnen abwischen von jedem Gesicht,
und die Schmach seines Volkes wird er von der ganzen Erde
hinwegtun. Denn der HERR hat geredet.

$25/9$ An jenem Tag wird man sagen: Siehe da, unser Gott, auf
den wir hofften, da er uns rette! Da ist der HERR, auf den wir
hofften! Wir wollen jauchzen und uns freuen in seiner Rettung!
$25/10$ Denn die Hand des HERRN wird auf diesem Berg ruhen. Aber
Moab wird unter ihm zertreten werden, wie man Stroh zertritt in
einer Mistlache. $25/11$ Und breitet es seine Hnde darin aus,
wie der Schwimmer sie ausbreitet, um zu schwimmen, dann wird er
seinen Hochmut erniedrigen trotz der [geschickten] Bewegungen
seiner Hnde. $25/12$ Und deine festen, hochragenden Mauern wird
er niederwerfen, niederstrzen, zu Boden stoen bis in den
Staub.

Zuknftiges Lob Israels und Bitte um weiteres Heil.

\26\

$26/1$ An jenem Tag wird dieses Lied im Land Juda gesungen
werden: Wir haben eine starke Stadt. Zur Rettung setzt er Mauern
und Bollwerk. $26/2$ Macht die Tore auf, da eine gerechte
Nation, die einzieht, Treue bewahrt! $26/3$ Bewhrten Sinn
bewahrst du in Frieden, in Frieden, weil er auf dich vertraut.
$26/4$ Vertraut auf den HERRN fr immer! Denn in Jah, dem HERRN,
ist ein Fels der Ewigkeiten. $26/5$ Denn die, die in der Hhe
wohnen, hat er niedergeworfen, die hochragende Stadt; er hat sie
niedergestrzt, hat sie zu Boden niedergestrzt, hat sie
niedergestoen bis in den Staub. $26/6$ Es zertritt sie der Fu,
die Fe der Elenden, die Tritte der Geringen. - $26/7$ Der Pfad
fr den Gerechten ist Geradheit; gerade ist der Weg des
Gerechten, den du bahnst. $26/8$ Selbst auf dem Pfad deiner
Gerichte, HERR, haben wir auf dich gewartet. Nach deinem Namen
und nach deinem Lobpreis [ging] das Verlangen der Seele. $26/9$
Mit meiner Seele verlangte ich nach dir in der Nacht; ja, mit
meinem Geist in meinem Innern suchte ich dich. Denn wenn deine
Gerichte die Erde [treffen], lernen die Bewohner des Erdkreises
Gerechtigkeit. $26/10$ Wird dem Gottlosen Gnade zuteil, lernt er
nicht Gerechtigkeit: im Land der Geradheit handelt er unrecht
und sieht nicht die Hoheit des HERRN. $26/11$ HERR, deine Hand
ist hoch erhoben, sie wollen es nicht sehen. Sehen werden sie
den Eifer um das Volk und zuschanden werden; ja, Feuer [gegen]
deine Gegner wird sie verzehren. - $26/12$ HERR, du wirst uns
Frieden geben, denn du hast ja alle unsere Werke fr uns
vollbracht. $26/13$ HERR, unser Gott, ber uns haben auer dir
[andere] Herren geherrscht; allein durch dich haben wir an
deinen Namen gedacht. $26/14$ Tote werden nicht lebendig,
Schatten stehen nicht [wieder] auf. Darum hast du sie
heimgesucht und ausgerottet und hast jede Erinnerung an sie
verlorengegeben. $26/15$ Du hast die Nation vermehrt, HERR, du
hast die Nation vermehrt, du hast dich verherrlicht. Du hast
alle Grenzen des Landes erweitert. $26/16$ HERR, in der Not
haben sie dich gesucht. Als deine Zchtigung sie bedrngte,
schrieen sie. $26/17$ Wie eine Schwangere, die, dem Gebren
nahe, sich windet, um Hilfe schreit in ihren Wehen, so sind wir,
HERR, vor deinem Angesicht gewesen. $26/18$ Wir gingen
schwanger, wir wanden uns. [Doch es war,] als ob wir Wind
geboren htten: Rettung verschafften wir dem Land nicht, und
Bewohner der Welt wurden nicht geboren. $26/19$ Deine Toten
werden lebendig, meine Leichen [wieder] auferstehen. Wacht auf
und jubelt, Bewohner des Staubes! Denn ein Tau der Lichter ist
dein Tau, und die Erde wird die Schatten gebren.

$26/20$ Geh hin, mein Volk, tritt ein in deine Zimmer und
schlie deine Tr hinter dir zu! Verbirg dich einen kleinen
Augenblick, bis die Verwnschung vorbergeht! $26/21$ Denn
siehe, der HERR zieht aus seiner Sttte aus, um die Schuld der
Erdenbewohner an ihnen heimzusuchen. Dann wird die Erde ihr Blut
enthllen und nicht lnger ihre Erschlagenen bedecken.

Drohendes Gericht ber die Weltmchte - Sammlung Israels.

\27\

$27/1$ An jenem Tag wird der HERR mit seinem harten, groen und
starken Schwert heimsuchen den Leviatan, die flchtige Schlange,
und den Leviatan, die gewundene Schlange, und wird das Ungeheuer
erschlagen, das im Meer ist.

$27/2$ An jenem Tag [wird man sagen]: Ein prchtiger Weinberg!
Besingt ihn! $27/3$ Ich, der HERR, behte ihn, bewssere ihn
alle Augenblicke. Damit ihm nichts zustt, behte ich ihn Nacht
und Tag. $27/4$ Zorn habe ich nicht. Oh, fnde ich Dornen und
Disteln [darin], im Kampf wrde ich auf sie losgehen, sie
allesamt verbrennen! $27/5$ Oder man mte meinen Schutz
ergreifen, Frieden mit mir machen, Frieden machen mit mir.

$27/6$ In den kommenden [Tagen] wird Jakob Wurzeln schlagen,
Israel blhen und knospen; und sie werden mit Frchten fllen
die Flche des Erdkreises. $27/7$ Hat er es geschlagen, wie er
die schlug, die es schlugen? Oder ist er ermordet worden, wie
seine Mrder ermordet wurden? $27/8$ Mit Maen, als du es
verstieest, hast du mit ihm einen Rechtsstreit gefhrt. Er
trieb es fort mit seinem heftigen Hauch am Tag des Ostwindes.
$27/9$ Wahrlich, dadurch wird die Schuld Jakobs geshnt werden.
Und dies ist die ganze Frucht der Hinwegnahme seiner Snde: da
es alle Altarsteine zerschlagenen Kalksteinen gleichmachen wird
[und] Bilder der Ascherim und Rucheraltre sich nicht mehr
erheben. $27/10$ Denn die befestigte Stadt ist einsam, eine
preisgegebene Wohnsttte und verlassen wie die Steppe. Dort
weidet der Jungstier, und dort lagert er und frit ihre Zweige
kahl. $27/11$ Wenn ihre Zweige drr geworden sind, werden sie
abgebrochen: Frauen kommen, znden sie an. Denn es ist kein
verstndiges Volk. Darum erbarmt sich ber sie nicht, der es
gemacht hat, und der es gebildet hat, erweist ihm keine Gnade.

$27/12$ Und an jenem Tag wird es geschehen, da wird der HERR
[hren] ausklopfen vom Euphratstrom an bis zum Bach gyptens,
und ihr werdet zusammengelesen werden, einer nach dem andern,
ihr Shne Israel. $27/13$ Und an jenem Tag wird es geschehen, da
wird in ein groes Horn gestoen werden, und die Verlorenen im
Land Assur und die Vertriebenen im Land gypten werden kommen
und den HERRN anbeten auf dem heiligen Berg in Jerusalem.

Drohendes Gericht ber Samaria und Warnung an Jerusalem.

\28\

$28/1$ Wehe der stolzen Krone der Betrunkenen Ephraims und der
welkenden Blume seiner herrlichen Pracht auf dem Haupt des
fetten Tales der vom Wein Bezwungenen! $28/2$ Siehe, einen
Starken und Mchtigen hat der Herr. Wie ein Hagelwetter, wie ein
verheerender Sturmwind, wie ein Unwetter gewaltiger,
berflutender Wasser reit er zu Boden mit Macht. $28/3$ Mit
Fen wird zertreten die stolze Krone der Betrunkenen Ephraims.
$28/4$ Und der welkenden Blume seiner herrlichen Pracht auf dem
Haupt des fetten Tales ergeht es wie dessen Frhfeige vor der
Obsternte: kaum ist sie in der Hand dessen, der sie erblickt, da
verschlingt er sie.

$28/5$ An jenem Tag wird der HERR der Heerscharen fr den
berrest seines Volkes zur herrlichen Krone und zum prchtigen
Kranz $28/6$ und zum Geist des Rechts dem, der zu Gericht sitzt,
und zur Heldenkraft denen, die den Kampf zurckdrngen ans Tor.

$28/7$ Und auch diese wanken vom Wein und taumeln vom
Rauschtrank: Priester und Prophet wanken vom Rauschtrank, sind
verwirrt vom Wein, taumeln vom Rauschtrank. Sie wanken beim
Weissagen, torkeln beim Rechtsprechen. $28/8$ Denn alle Tische
sind voll Unflat [und] Erbrochenem, da kein Platz mehr da ist.
$28/9$ Wen will er Erkenntnis lehren und wem die Botschaft
verstndlich machen? [Kindern], die von der Milch entwhnt, die
von den Brsten abgesetzt sind? $28/10$ Denn [er sagt]: Zaw la
zaw, zaw la zaw, kaw la kaw, kaw la kaw, hier ein wenig, da ein
wenig! - $28/11$ Ja, durch stammelnde Lippen und durch eine
fremde Sprache wird er zu diesem Volk reden, $28/12$ er, der zu
ihnen sprach: Das ist die Ruhe! Schafft Ruhe dem Erschpften!
Und das ist die Erquickung! Aber sie wollten nicht hren.
$28/13$ Und das Wort des HERRN fr sie wird sein: zaw la zaw,
zaw la zaw, kaw la kaw, kaw la kaw, hier ein wenig, da ein
wenig; damit sie hingehen und rckwrts strzen und
zerschmettert werden, sich verstricken lassen und gefangen
werden.

$28/14$ Darum hrt das Wort des HERRN, ihr Mnner der Prahlerei,
Beherrscher dieses Volkes, das in Jerusalem ist! $28/15$ Denn
ihr sagt: Wir haben einen Bund mit dem Tod geschlossen und mit
dem Scheol einen Vertrag gemacht. Wenn die einherflutende Geiel
hindurchfhrt, wird sie uns nicht erreichen, denn wir haben Lge
zu unserer Zuflucht gemacht und in Trug uns geborgen. $28/16$
Darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich lege in Zion einen
Grundstein, einen bewhrten Stein, einen kostbaren Eckstein,
felsenfest gegrndet. Wer glaubt, wird nicht [ngstlich] eilen.
$28/17$ Und ich werde das Recht zur Richtschnur machen und die
Gerechtigkeit zur Waage. Hagel wird die Zuflucht der Lge
hinwegfegen, und die Wasser werden das Versteck wegschwemmen.
$28/18$ Und euer Bund mit dem Tod wird aufgehoben werden, und
euer Vertrag mit dem Scheol wird nicht bestehen bleiben. Wenn
die einherflutende Geiel hindurchfhrt, dann werdet ihr von ihr
zertreten werden. $28/19$ Sooft sie hindurchfhrt, wird sie euch
erfassen; denn Morgen fr Morgen wird sie hindurchfahren, bei
Tag und bei Nacht. Dann wird es lauter Schrecken sein, die
Botschaft verstndlich zu machen. $28/20$ Denn das Bett ist zu
kurz, um sich auszustrecken, und die Decke zu schmal, um sich
einzuhllen. $28/21$ Denn der HERR wird sich aufmachen wie am
Berg Perazim, wie [im] Tal bei Gibeon wird er toben: um sein
Werk zu tun - befremdend ist sein Werk - und um seine Arbeit zu
verrichten; seltsam ist seine Arbeit. $28/22$ Und nun, treibt
nicht Spott, damit eure Fesseln nicht fester gemacht werden!
Denn ich habe von festbeschlossener Vernichtung gehrt durch den
Herrn, den HERRN der Heerscharen, ber die ganze Erde.

$28/23$ Horcht auf und hrt meine Stimme! Gebt acht und hrt
meine Rede! $28/24$ Pflgt denn der Pflger den ganzen Tag, um
zu sen? Bricht er [nur] um und eggt [den ganzen Tag] sein
Ackerland? $28/25$ Ist es nicht so: Wenn er dessen Flche
geebnet hat, streut er Dill und st Kmmel, er wirft Weizen,
Hirse und Gerste auf das abgesteckte Stck und das Korn an
seinen Rand. $28/26$ So unterwies ihn sein Gott zum richtigen
Verfahren, er belehrte ihn. $28/27$ Denn Dill wird nicht mit dem
Dreschschlitten ausgedroschen und das Wagenrad nicht ber Kmmel
gerollt, sondern Dill wird mit dem Stab ausgeschlagen und Kmmel
mit dem Stock. $28/28$ Wird Brotkorn zermalmt? Nein, nicht
unaufhrlich drischt es der Drescher. Und wenn er das Rad seines
Wagens und seine Pferde [darber] treibt, zermalmt er es [doch]
nicht. $28/29$ Auch dies geht aus vom HERRN der Heerscharen. Er
fhrt seinen Plan wunderbar aus, [seine] Weisheit lt er gro
sein.

Ankndigung der Angst und Rettung Jerusalems.

\29\

$29/1$ Wehe Ariel, Ariel, [du] Stadt, wo David lagerte! Fgt
Jahr zu Jahr, lat die Feste kreisen! $29/2$ Aber ich werde
Ariel bedrngen, da es Weh und Wehgeschrei geben wird. Dann
wird sie mir wie ein Ariel sein. $29/3$ Und ich werde mein Lager
ringsum gegen dich aufschlagen und dich mit einem Wall
einschlieen und Belagerungswerke gegen dich errichten. $29/4$
Dann bist du erniedrigt und wirst aus der Erde reden, und aus
dem Staub wird deine Rede dumpf ertnen. Und deine Stimme wird
sein wie die eines Totengeistes aus der Erde, und aus dem Staub
wird deine Rede flstern. $29/5$ Aber wie feiner Staub wird die
Menge deiner Feinde sein und wie dahinfahrende Spreu die Menge
der Gewaltttigen. Und pltzlich, in einem Augenblick, wird es
geschehen: $29/6$ Vom HERRN der Heerscharen wird sie heimgesucht
werden mit Donner und Erdbeben und groem Getse, [mit] Wind und
Sturm und mit der Flamme eines verzehrenden Feuers. $29/7$ Und
wie ein Traum, [wie] ein Nachtgesicht wird die Menge all der
Nationen sein, die Krieg fhren gegen Ariel, und alle, die gegen
sie und ihre Befestigung zu Felde ziehen und sie bedrngen.
$29/8$ Und es wird sein wie wenn der Hungrige trumt: siehe, er
it - dann wacht er auf, und seine Seele ist leer, und wie wenn
der Durstige trumt: siehe, er trinkt - dann wacht er auf, und
siehe, er ist erschpft, und seine Seele ist ausgedrrt: so wird
die Menge all der Nationen sein, die Krieg fhren gegen den Berg
Zion.

Verblendung und Verwandlung des Volkes durch Gott.

$29/9$ Stutzt und staunt! Seid verblendet und erblindet! Sie
sind betrunken, doch nicht vom Wein; sie taumeln, doch nicht vom
Rauschtrank. $29/10$ Denn der HERR hat einen Geist tiefen
Schlafs ber euch ausgegossen, ja, verschlossen hat er eure
Augen; die Propheten und eure Hupter, die Seher, hat er
verhllt. $29/11$ Und jedes Gesicht ist fr euch geworden wie
die Worte einer versiegelten Buchrolle, die man einem gibt, der
zu lesen versteht, indem man sagt: Lies das doch! Er aber sagt:
Ich kann nicht, denn es ist versiegelt. $29/12$ Und man gibt die
Buchrolle einem, der nicht lesen kann, indem man sagt: Lies das
doch! Er aber sagt: Ich kann nicht lesen. $29/13$ Und der Herr
hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und
mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz fern von mir hlt
und ihre Furcht vor mir [nur] angelerntes Menschengebot ist:
$29/14$ darum, siehe, will ich weiterhin wunderbar mit diesem
Volk handeln, wunderbar und wundersam. Und die Weisheit seiner
Weisen wird verlorengehen und der Verstand seiner Verstndigen
sich verbergen.

$29/15$ Wehe denen, die [ihren] Plan tief verbergen vor dem
HERRN und deren Werke im Finstern geschehen, und die sagen: Wer
sieht uns, und wer erkennt uns? $29/16$ Oh eure Verkehrtheit!
Soll denn der Tpfer dem Ton gleichgeachtet werden? - da das
Werk von seinem Meister sagt: Er hat mich nicht gemacht! - und
ein Gebilde von seinem Bildner sagt: Er versteht nichts?

$29/17$ [Dauert] es nicht nur noch eine ganz kurze Weile, da
sich der Libanon in einen Fruchtgarten verwandelt und der Karmel
dem Wald gleichgeachtet wird? $29/18$ An jenem Tag werden die
Tauben die Worte des Buches hren, und aus Dunkel und Finsternis
hervor werden die Augen der Blinden sehen. $29/19$ Und die
Demtigen werden mehr Freude im HERRN haben, und die Armen unter
den Menschen werden jubeln ber den Heiligen Israels. $29/20$
Denn der Gewaltttige ist nicht mehr da, und der Sptter geht
zugrunde. Und ausgerottet werden alle, die auf Unheil bedacht
sind, $29/21$ die den Menschen in einer [Rechts]sache schuldig
sprechen und dem Schlingen legen, der im Tor [ber Recht und
Unrecht] entscheidet, und mit nichtigen [Beweisgrnden] den
Gerechten aus seinem Recht verdrngen. $29/22$ Darum, so spricht
der HERR, der Abraham erlst hat, zum Haus Jakob: Jetzt wird
Jakob nicht [mehr] beschmt werden, und sein Gesicht wird jetzt
nicht [mehr] erblassen. $29/23$ Denn wenn er, [wenn] seine
Kinder das Werk meiner Hnde in seiner Mitte sehen, werden sie
meinen Namen heiligen; und sie werden den Heiligen Jakobs
heiligen und den Gott Israels frchten. $29/24$ Und die mit
irrendem Geist werden Einsicht kennen, und Murrende werden
Belehrung annehmen.

Warnung vor Hilferuf an gypten und Mahnung, dem HERRN zu
vertrauen - Zuknftige Erneuerung Jerusalems.

\30\

$30/1$ Wehe den widerspenstigen Shnen, spricht der HERR, die
einen Plan machen, aber nicht von mir aus, und Bndnisse weihen,
aber nicht nach meinem Geist, um Snde auf Snde zu hufen;
$30/2$ die sich aufmachen, um nach gypten hinabzuziehen - aber
meinen Mund haben sie nicht befragt -, um unter den Schutz des
Pharao zu flchten und um Zuflucht zu suchen im Schatten
gyptens! $30/3$ Doch der Schutz des Pharao wird euch zur
Schande werden und die Zuflucht im Schatten gyptens zur
Schmach. $30/4$ Denn seine Obersten waren [zwar] in Zoan, und
seine Gesandten erreichten Hanes; $30/5$ [doch] jeder wird
zuschanden an einem Volk, das ihm nichts nutzt, das nicht zur
Hilfe und nicht zum Nutzen, sondern zur Schande und auch zur
Schmach [dient]. - $30/6$ Ausspruch ber die Tiere des Sdens:
Durch ein Land der Not und der Angst, aus dem Lwin und Lwe,
Giftschlange und fliegende feurige Schlangen [kommen], tragen
sie auf dem Rcken von Eseln ihren Reichtum und auf den Hckern
der Kamele ihre Schtze zu einem Volk, das nichts ntzt. $30/7$
Denn umsonst und vergebens wird gypten helfen. Darum nenne ich
es Rahab, die zum Schweigen Gebrachte.

$30/8$ Geh nun hin, schreib es bei ihnen auf eine Tafel und
zeichne es in ein Buch ein, damit es fr einen knftigen Tag
bleibe als Zeuge bis in Ewigkeit! $30/9$ Denn ein
widerspenstiges Volk ist es, verlogene Shne, Shne, die das
Gesetz des HERRN nicht hren wollen, $30/10$ die zu den Sehern
sagen: Seht nicht! und zu den Schauenden: Schaut uns nicht das
Richtige! Sagt uns Schmeicheleien! Schaut uns Tuschungen!
$30/11$ Weicht ab vom Weg, biegt ab vom Pfad! Lat uns in Ruhe
mit dem Heiligen Israels! $30/12$ Darum, so spricht der Heilige
Israels: Weil ihr dieses Wort verwerft und auf Unterdrckung und
Arglist vertraut und euch darauf sttzt, $30/13$ darum wird fr
euch diese Schuld wie ein sturzbringender Ri sein, der sich
vorschiebt an einer hochragenden Mauer, deren Zusammenbruch in
einem Augenblick, pltzlich kommt. $30/14$ Und er wird sie
zerbrechen, wie man einen Tpferkrug zerbricht, mitleidslos
zertrmmert, und unter dessen Bruchstcken man nicht ein
[ganzes] Tongef findet, um [damit] Feuer vom Herd zu holen
oder Wasser aus einer Wassergrube zu schpfen.

$30/15$ Denn so spricht der Herr, HERR, der Heilige Israels:
Durch Umkehr und durch Ruhe werdet ihr gerettet. In Stillsein
und in Vertrauen ist eure Strke. Aber ihr habt nicht gewollt.
$30/16$ Ihr sagtet: `Nein, sondern auf Pferden wollen wir
fliegen, darum werdet ihr fliehen; und: `Auf Rennern wollen wir
reiten, darum werden eure Verfolger [hinter euch her] rennen.
$30/17$ Je ein Tausend [wird fliehen] vor dem Drohen eines
einzigen. Vor dem Drohen von Fnfen werdet ihr [alle] fliehen,
bis ihr [nur noch] ein Rest seid wie eine Signalstange auf der
Spitze des Berges und wie ein Feldzeichen auf dem Hgel. $30/18$
Und darum wird der HERR darauf warten, euch gndig zu sein, und
darum wird er sich erheben, sich ber euch zu erbarmen. Denn ein
Gott des Rechts ist der HERR. Glcklich alle, die auf ihn
harren! $30/19$ Ja, [du] Volk aus Zion, das in Jerusalem wohnt,
du wirst nicht mehr weinen! Er wird dir gewi Gnade erweisen auf
die Stimme deines Hilfegeschreis. Sobald er hrt, wird er dir
antworten. $30/20$ Und hat der Herr euch auch Brot der Not und
Wasser der Bedrngnis gegeben, so wird dein Lehrer sich nicht
mehr verbergen, sondern deine Augen werden deinen Lehrer sehen.
$30/21$ Und wenn ihr zur Rechten oder wenn ihr zur Linken
abbiegt, werden deine Ohren ein Wort hinter dir her hren: Dies
ist der Weg, den geht! $30/22$ Dann wirst du den berzug deiner
silbernen Schnitzbilder und die Bekleidung deiner goldenen
Gubilder unrein machen. Du wirst sie wegwerfen wie etwas
Unreines: Dreck! wirst du dazu sagen. - $30/23$ Und er wird
Regen geben deiner Saat, mit der du den Erdboden besst, und
Brot als Ertrag des Erdbodens, und [alles] wird saftig und fett
sein. Deine Herden werden an jenem Tag weiden auf weitem
Weidegrund. $30/24$ Und die Rinder und Esel, die den Erdboden
bearbeiten, werden gemischtes Sauerfutter fressen, das man mit
Schaufel und mit der Gabel geworfelt hat. $30/25$ Und auf jedem
hohen Berg und auf jedem hochragenden Hgel werden Bche,
Wasserlufe sein am Tag des groen Mordens, wenn Trme fallen.
$30/26$ Dann wird das Licht des Mondes sein wie das Licht der
Sonne, und das Licht der Sonne wird siebenfach sein wie das
Licht von sieben Tagen, an dem Tag, da der HERR den Bruch seines
Volkes verbinden und die Wunde seines Schlages heilen wird.

Drohendes Gericht ber die Feinde, besonders ber Assur.

$30/27$ Siehe, der Name des HERRN kommt von weit her mit seinem
brennenden Zorn und wuchtigem Auffahren. Seine Lippen sind
voller Grimm, und seine Zunge ist wie ein verzehrendes Feuer
$30/28$ und sein Atem wie ein berflutender Bach, der bis an den
Hals reicht: um die Nationen zu schwingen mit dem Schwingsieb
des Nichts und einen irrefhrenden Zaum an die Kinnbacken der
Vlker [zu legen]. $30/29$ Das Lied werdet ihr [auf den Lippen]
haben wie in der Nacht, in der das Fest gefeiert wird, und
Freude im Herzen wie der, der unter Fltenspiel hinaufzieht, um
auf den Berg des HERRN zu kommen, zum Felsen Israels. $30/30$
Dann wird der HERR hren lassen die Hoheit seiner Stimme und
sehen lassen das Niederfahren seines Armes mit wtendem Zorn und
einer Flamme verzehrenden Feuers, [unter] Platzregen und
Wolkenbruch und Hagelsteinen. $30/31$ Ja, von der Stimme des
HERRN wird Assur zerschlagen, wenn er mit dem Stock
dreinschlgt. $30/32$ Und es wird geschehen, jeder Hieb der
Zuchtrute, die der HERR auf es niedersausen lt, [erfolgt]
unter Tamburin- und Zitherspiel. Und mit geschwungenem Arm wird
er gegen es kmpfen. $30/33$ Denn lngst ist eine Feuersttte
hergerichtet. Auch fr den Knig ist sie bereitet, tief [und]
weit hat er sie gemacht. Ihr Scheiterhaufen [ist fr] das Feuer
und [hat] Holz in Menge. Wie ein Schwefelstrom setzt der Atem
des HERRN ihn in Brand.

Warnung vor Hilferuf an gypten - Ansage der Hilfe des HERRN
gegen Assur.

\31\

$31/1$ Wehe denen, die nach gypten hinabziehen um Hilfe, sich
auf Pferde sttzen und die ihr Vertrauen auf Wagen setzen, weil
es viele sind, und auf Reiter, weil sie zahlreich sind; die aber
auf den Heiligen Israels nicht schauen und nach dem HERRN nicht
fragen! $31/2$ Doch auch er ist weise und bringt Unglck herbei
und nimmt seine Worte nicht zurck. Sondern er steht auf gegen
das Haus der beltter und gegen die Hilfe derer, die Unrecht
tun. $31/3$ Auch die gypter sind Menschen und nicht Gott, und
ihre Pferde sind Fleisch und nicht Geist. Und der HERR streckt
seine Hand aus, da strzt der Helfer, und der, dem geholfen
wird, fllt. Und alle miteinander gehen sie zugrunde.

$31/4$ Denn so hat der HERR zu mir gesprochen: Wie der Lwe und
der Junglwe, gegen den die Menge der Hirten zusammengerufen
wird, ber seinem Raub knurrt, vor ihrer Stimme nicht erschrickt
und vor ihrem Lrmen sich nicht duckt, so wird der HERR der
Heerscharen herabsteigen, um auf dem Berg Zion und auf seinem
Hgel zu kmpfen. $31/5$ Wie schwebende Vgel, so wird der HERR
der Heerscharen Jerusalem beschirmen: beschirmen und erretten,
schonen und befreien. - $31/6$ Kehrt um, Shne Israel, zu dem,
von dem ihr so tief abgefallen seid! $31/7$ Denn an jenem Tag
wird jeder von ihnen seine Gtzen aus Silber und seine Gtzen
aus Gold verwerfen, die eure Hnde euch zur Snde gemacht haben.
$31/8$ Und Assur wird fallen durch das Schwert, [aber] nicht
[durch das] eines Mannes; und das Schwert, [aber] nicht [das
eines] Menschen, wird es fressen. Und es wird vor dem Schwert
fliehen, und seine jungen Krieger werden zur Zwangsarbeit
[gezwungen] werden. $31/9$ Und sein Fels wird vor Schrecken
vergehen, und seine Obersten werden fahnenflchtig, spricht der
HERR, der sein Feuer in Zion und seinen Ofen in Jerusalem hat.

Das zuknftige Reich der Gerechtigkeit - Heil durch Ausgieen
des Geistes Gottes.

\32\

$32/1$ Siehe, ein Knig wird in Gerechtigkeit regieren; und die
Obersten, sie werden nach Recht herrschen. $32/2$ Und jeder wird
sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und ein Schutz vor dem
Wolkenbruch, wie Wasserbche in drrer Gegend, wie der Schatten
eines gewaltigen Felsens im lechzenden Land. $32/3$ Da werden
die Augen der Sehenden nicht [mehr] verklebt sein, und die Ohren
der Hrenden werden aufmerksam sein. $32/4$ Und das Herz der
Unbesonnenen wird auf Erkenntnis achtgeben, und die Zunge der
Stammelnden wird flieend Deutliches reden. $32/5$ Der Trichte
wird nicht mehr edel genannt und der Schurke nicht mehr vornehm
geheien werden. $32/6$ Denn ein trichter [Mensch] redet
Trichtes. Und sein Herz bereitet Unheil, Ruchloses zu tun und
Irrefhrendes gegen den HERRN zu reden, um die Seele des
Hungrigen leer zu lassen und dem Durstigen den Trank zu
verweigern. $32/7$ Und die Werkzeuge des Schurken sind bse: er
beschliet bse Anschlge, um die Elenden durch Lgenreden
zugrunde zu richten, selbst wenn der Arme redet, [was] Recht
[ist]. $32/8$ Aber der Edle beschliet Edles, und auf Edlem
besteht er.

$32/9$ Steht auf, ihr sorglosen Frauen, hrt meine Stimme, ihr
Tchter, die ihr so sicher seid, nehmt zu Ohren meine Rede!
$32/10$ ber Jahr und Tag, da werdet ihr zittern, ihr Sicheren.
Denn die Weinlese ist dahin, die Obsternte kommt nicht. $32/11$
Bebt, ihr Sorglosen; zittert, ihr Sicheren! Zieht euch aus und
entblt euch und umgrtet die Lenden [mit Sacktuch]! $32/12$ An
die Brust schlgt man sich wegen der prchtigen Fluren, wegen
des fruchtbaren Weinstocks, $32/13$ wegen des Ackerlandes meines
Volkes, das in Gestrpp [und] Dornen aufgeht, ja, wegen aller
Huser [voller] Freude [in] der ausgelassenen Stadt. $32/14$
Denn der Palast ist aufgegeben, verdet das Getmmel der Stadt.
Ofel und Wachtturm dienen als Hhlen fr ewig, zur Freude der
Wildesel, zur Weideflche der Herden, $32/15$ bis der Geist aus
der Hhe ber uns ausgegossen wird und die Wste zum
Fruchtgarten wird und der Fruchtgarten dem Wald gleichgeachtet
wird. $32/16$ In der Wste wird das Recht sich niederlassen und
die Gerechtigkeit im Fruchtgarten wohnen. $32/17$ Und das Werk
der Gerechtigkeit wird Friede sein und der Ertrag der
Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit fr ewig. $32/18$ Dann wird
mein Volk wohnen an einer Wohnsttte des Friedens und in
sicheren Wohnungen und an sorgenfreien Ruhepltzen. - $32/19$
Und strzen wird mit [mchtigem] Sturz der Wald und die Stadt in
Niedrigkeit versinken. - $32/20$ Glcklich ihr, die ihr an allen
Wassern st und Rind und Esel freien Lauf lat!

Jerusalems Not, Rettung und zuknftiges Glck.

\33\

$33/1$ Wehe dir, Verwster, der du selbst nicht verwstet
wurdest, und dir, Treuloser, an dem man nicht treulos gehandelt
hat! Sobald du das Verwsten beendet hast, wirst du verwstet
werden. Sobald du mit der Treulosigkeit fertig bist, wirst du
treulos behandelt werden. - $33/2$ HERR, sei uns gndig! Auf
dich hoffen wir. Sei unser Arm jeden Morgen, ja, unsere Rettung
zur Zeit der Not! - $33/3$ Vor dem gewaltigen Tosen fliehen die
Vlker, vor deinem Aufstehen zerstreuen sich die Nationen.
$33/4$ Und weggerafft wird eure Beute, [wie] Ungeziefer
wegrafft. Wie Heuschreckenschwrme herabstrzen, strzt man sich
darauf. - $33/5$ Hoch erhaben ist der HERR. Denn in der Hhe
wohnt er. Er fllt Zion mit Recht und Gerechtigkeit. $33/6$ Und
sichere Zeiten wirst du haben: Flle von Heil, von Weisheit und
Erkenntnis. Die Furcht des HERRN, sie wird sein Schatz sein.
$33/7$ Siehe, ihre Helden schreien drauen, die Friedensboten
weinen bitterlich. $33/8$ Verdet sind die Straen, der Wanderer
zieht nicht mehr hindurch. Man hat den Bund ungltig gemacht,
die Stdte verworfen, keinen Menschen geachtet. $33/9$ Es
vertrocknet, es welkt das Land. Beschmt steht der Libanon da,
er ist schwarz geworden. Scharon ist einer Steppe gleich
geworden, Basan und Karmel schtteln [ihr Laub] ab. $33/10$
Jetzt will ich aufstehen, spricht der HERR. Jetzt will ich mich
aufrichten, jetzt mich erheben. $33/11$ Ihr geht schwanger mit
Heu, Strohstoppeln werdet ihr gebren. Euer Schnauben ist ein
Feuer, das euch verzehren wird. $33/12$ Und die Vlker werden zu
Kalk verbrannt, wie abgehauene Dornen, die im Feuer verbrennen.
$33/13$ Hrt, ihr Fernen, was ich getan habe, und ihr Nahen,
erkennt meine Macht!

$33/14$ Die Snder in Zion sind erschrocken, Zittern hat die
Gottlosen gepackt. `Wer von uns kann sich bei verzehrendem Feuer
aufhalten? Wer von uns kann sich bei ewigen Gluten aufhalten? -
$33/15$ Wer in Gerechtigkeit lebt und Wahrheit redet, wer den
Gewinn der Erpressungen verwirft, wer seine Hnde schttelt, um
keine Bestechung anzunehmen, wer sein Ohr verstopft, um nicht
von Bluttaten zu hren, und seine Augen verschliet, um Bses
nicht zu sehen: $33/16$ der wird auf Hhen wohnen, Felsenfesten
sind seine Burg. Sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser
versiegt nie. - $33/17$ Deine Augen werden den Knig schauen in
seiner Schnheit, sehen werden sie ein weithin offenes Land.
$33/18$ Dein Herz wird an den Schrecken denken: Wo ist der, der
zhlte? Wo der, der abwog? Wo ist der, der die Trme zhlte?
$33/19$ Du wirst das freche Volk nicht mehr sehen, das Volk mit
dunkler Sprache, die man nicht versteht, mit stammelnder Zunge
ohne Sinn. $33/20$ Schau Zion an, die Stadt unserer
Festversammlungen! Deine Augen werden Jerusalem sehen, eine
sorgenfreie Wohnsttte, ein Zelt, das nicht wandern wird, dessen
Pflcke man ewig nicht herauszieht und von dessen Stricken
keiner je zerreien wird; $33/21$ sondern - dort ist ein
Mchtiger bei uns, der HERR - [es ist] ein Ort mit Flssen, mit
breiten Strmen: keine Ruderflotte fhrt darauf, und kein
mchtiges Schiff zieht darber hin. $33/22$ Denn der HERR ist
unser Richter, der HERR unser Anfhrer, der HERR unser Knig. Er
wird uns retten. - $33/23$ Schlaff hngen deine Taue. Sie halten
das Gestell ihres Mastes nicht fest, halten das Segel nicht
ausgebreitet. - Dann wird die Ausbeute des Plndergutes
ausgeteilt in Menge, [selbst] Lahme plndern die Beute. $33/24$
Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Dem Volk, das
darin wohnt, wird die Schuld vergeben sein.

Zuknftiges Gericht ber die Feinde Israels, besonders ber
Edom.

V. 1-8: Kap. 63,1-6; V. 1-17: Jer 49,7-22.

\34\

$34/1$ Tretet heran, ihr Nationen, um zu hren! Und ihr
Vlkerschaften, hrt aufmerksam zu! Es hre die Erde und was sie
erfllt, der Erdkreis und alles, was ihm entsprot! $34/2$ Denn
der HERR hat einen Zorn auf alle Nationen, und [sein] Grimm
[richtet sich] auf ihr ganzes Heer. Er hat an ihnen den Bann
vollstreckt, sie zur Schlachtung dahingegeben. $34/3$ Und ihre
Erschlagenen werden hingeworfen, und der Gestank ihrer Leichen
steigt auf, und die Berge zerflieen von ihrem Blut. $34/4$ Und
alles Heer der Himmel zergeht. Und die Himmel werden
zusammengerollt wie eine Buchrolle. Und ihr gesamtes Heer
verwelkt wie das Laub am Weinstock verwelkt und wie Welkes am
Feigenbaum.

(Kap. 21,11.12) Hes 25,12-14; 35; Am 1,11.12; Ob.

$34/5$ Denn trunken ist im Himmel mein Schwert. Siehe, auf Edom
fhrt es herab und auf das Volk meines Bannes zum Gericht.
$34/6$ Ein Schwert hat der HERR, voll von Blut, es trieft von
Fett, vom Blut der Lmmer und Bcke, vom Nierenfett der Widder.
Denn ein Schlachtopfer hlt der HERR in Bozra und ein groes
Schlachten im Land Edom. $34/7$ Da strzen Bffel mit ihnen hin
und Jungstiere samt den starken [Stieren]. Und ihr Land wird
trunken von Blut, und ihr Boden trieft von Fett. $34/8$ Denn
einen Tag der Rache hat der HERR, ein Jahr der Vergeltungen fr
die Rechtssache Zions. $34/9$ Und Edoms Bche verwandeln sich in
Pech und sein Boden in Schwefel; und sein Land wird zu
brennendem Pech. $34/10$ Tag und Nacht erlischt es nicht, ewig
steigt sein Rauch empor. Von Generation zu Generation liegt es
in Trmmern, fr immer und ewig zieht niemand hindurch. $34/11$
Wstenkauz und Igel nehmen es in Besitz, Eule und Rabe wohnen
darin. Und er spannt darber die Meschnur der de und das
Senkblei der Leere. $34/12$ Seine Edlen - keine sind da, die das
Knigtum ausrufen; und alle seine Obersten nehmen ein Ende.
$34/13$ Und in seinen Palsten gehen Dornen auf, Nesseln und
Disteln in seinen befestigten Stdten. Und es wird zur
Wohnsttte der Schakale, zur Siedlung fr Straue. $34/14$ Da
treffen Wstentiere mit wilden Hunden zusammen, und Bocksdmonen
begegnen einander. Ja, dort rastet die Lilit und findet einen
Ruheplatz fr sich. $34/15$ Dort nistet die Pfeilschlange und
legt ihre Eier und brtet und spaltet sie. Ja, dort versammeln
sich die Geier, einer zum andern. - $34/16$ Forscht im Buch des
HERRN nach und lest! Es fehlt nicht eins von diesen, keins
vermit das andere. Denn der Mund des HERRN, er hat es befohlen;
und sein Geist, er hat sie zusammengebracht. $34/17$ Und er
selbst hat ihnen das Los geworfen, und seine Hand hat es ihnen
mit der Meschnur zugeteilt. Ewig werden sie es besitzen, von
Generation zu Generation darin wohnen.

Heimkehr Israels nach allem Leid.

\35\

$35/1$ Freuen werden sich die Wste und das drre Land,
frohlocken wird die Steppe und aufblhen wie eine Narzisse.
$35/2$ Sie wird in voller Blte stehen und frohlocken, ja,
frohlockend und jubelnd. Die Herrlichkeit des Libanon ist ihr
gegeben, die Pracht von Karmel und Scharon: sehen werden sie die
Herrlichkeit des HERRN, die Pracht unseres Gottes. $35/3$ Strkt
die schlaffen Hnde und festigt die wankenden Knie! $35/4$ Sagt
zu denen, die ein ngstliches Herz haben: Seid stark, frchtet
euch nicht! Siehe, [da ist] euer Gott, Rache kommt, die
Vergeltung Gottes! Er selbst kommt und wird euch retten.

$35/5$ Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren
der Tauben geffnet. $35/6$ Dann wird der Lahme springen wie ein
Hirsch, und jauchzen wird die Zunge des Stummen. Denn in der
Wste brechen Wasser hervor und Bche in der Steppe. $35/7$ Und
die Wstenglut wird zum Teich und das drre Land zu
Wasserquellen. An der Stelle, wo die Schakale lagerten, wird
Gras sowie Rohr und Schilf sein. $35/8$ Und dort wird eine
Strae sein und ein Weg, und er wird der heilige Weg genannt
werden. Kein Unreiner wird darber hinziehen, sondern er wird
fr sie sein. Wer auf dem Weg geht - selbst Einfltige werden
nicht irregehen. $35/9$ Kein Lwe wird dort sein, und kein
reiendes Tier wird [auf ihm] hinaufgehen noch dort gefunden
werden, sondern die Erlsten werden darauf gehen. $35/10$ Und
die Befreiten des HERRN werden zurckkehren und nach Zion kommen
mit Jubel, und ewige Freude wird ber ihrem Haupt sein. Sie
werden Wonne und Freude erlangen, und Kummer und Seufzen werden
entfliehen.

Belagerung Jerusalems durch Assur zur Zeit des Knigs Hiskia.

2K 18,13-37; 2Chr 32,1-19.

\36\

$36/1$ Und es geschah im vierzehnten Jahr des Knigs Hiskia, da
zog Sanherib, der Knig von Assur, herauf gegen alle befestigten
Stdte Judas und nahm sie ein. $36/2$ Und der Knig von Assur
sandte den Rabschake mit einem gewaltigen Heer von Lachisch aus
zum Knig Hiskia nach Jerusalem. Und er stellte sich an der
Wasserleitung des oberen Teiches auf, an der Strae des
Walkerfeldes. $36/3$ Da gingen zu ihm hinaus der Palastvorsteher
Eljakim, der Sohn des Hilkija, und der Schreiber Schebna und der
Berater Joach, der Sohn Asafs.

$36/4$ Und der Rabschake sprach zu ihnen: Sagt doch zu Hiskia:
So spricht der groe Knig, der Knig von Assur: Was ist das fr
ein Vertrauen, mit dem du vertraust? $36/5$ Du sagst: Frwahr,
ein bloes Wort ist [schon] Rat und Macht zum Krieg! Nun, auf
wen vertraust du, da du dich gegen mich emprt hast? $36/6$
Siehe, du vertraust auf diesen geknickten Rohrstab, auf gypten,
der jedem, der sich auf ihn sttzt, in seine Hand dringt und sie
durchbohrt. So ist der Pharao, der Knig von gypten, fr alle,
die auf ihn vertrauen. $36/7$ Wenn du aber zu mir sagst: Auf den
HERRN, unsern Gott, vertrauen wir - ist er es nicht, dessen
Hhen und Altre Hiskia beseitigt hat, als er zu Juda und zu
Jerusalem sagte: Vor diesem Altar sollt ihr euch niederwerfen?
$36/8$ Und nun, geh doch mit meinem Herrn, dem Knig von Assur,
eine Wette ein! Ich will dir zweitausend Pferde stellen, wenn du
dir [die ntigen] Reiter dafr aufstellen kannst. $36/9$ Doch
wie willst du [auch nur] einen einzigen [Provinz-]Statthalter
zurcktreiben, einen von den geringsten Knechten meines Herrn?
Aber du vertraust auf gypten wegen der Wagen und Pferde.
$36/10$ Und nun, bin ich ohne den HERRN gegen dieses Land
heraufgezogen, um es zu verheeren? Der HERR hat zu mir gesagt:
Zieh hinauf in dieses Land und verheere es!

$36/11$ Da sagten Eljakim und Schebna und Joach zum Rabschake:
Rede doch zu deinen Knechten aramisch, denn wir verstehen es,
und rede nicht judisch zu uns vor den Ohren des Volkes, das auf
der Mauer ist! $36/12$ Doch der Rabschake sagte: Hat mich mein
Herr [etwa nur] zu deinem Herrn und zu dir gesandt, um diese
Worte zu reden, [und] nicht zu den Mnnern, die auf der Mauer
sitzen, um mit euch ihren Kot zu essen und ihren Harn zu
trinken?

$36/13$ Und der Rabschake trat hin und rief mit lauter Stimme
auf judisch und sagte: Hrt die Worte des groen Knigs, des
Knigs von Assur! $36/14$ So spricht der Knig: Hiskia tusche
euch nicht! Denn er kann euch nicht retten. $36/15$ Und Hiskia
vertrste euch nicht auf den HERRN, indem er sagt: Der HERR wird
uns gewi retten; diese Stadt wird nicht in die Hand des Knigs
von Assur gegeben werden! $36/16$ Hrt nicht auf Hiskia! Denn so
spricht der Knig von Assur: Macht Frieden mit mir und kommt zu
mir heraus! Dann soll jeder von seinem Weinstock und jeder von
seinem Feigenbaum essen und jeder das Wasser seiner Zisterne
trinken, $36/17$ bis ich komme und euch in ein Land hole wie
euer Land, ein Land von Korn und Most, ein Land von Brot und
Weinbergen. $36/18$ Hiskia verfhre euch nicht, indem er sagt:
Der HERR wird uns retten! Haben [etwa] die Gtter der Nationen
jeder sein Land aus der Hand des Knigs von Assur gerettet?
$36/19$ Wo sind die Gtter von Hamat und Arpad? Wo die Gtter
von Sefarwajim? Und haben sie etwa Samaria aus meiner Hand
gerettet? $36/20$ Welche sind es unter allen Gttern dieser
Lnder, die ihr Land aus meiner Hand gerettet haben, da der
HERR Jerusalem aus meiner Hand retten sollte? $36/21$ Da
schwiegen sie still und antworteten ihm kein Wort. Denn das war
der Befehl des Knigs: Ihr sollt ihm nicht antworten! - $36/22$
Und Eljakim, der Sohn des Hilkija, der Palastvorsteher und der
Schreiber Schebna und der Berater Joach, der Sohn Asafs, kamen
mit zerrissenen Kleidern zu Hiskia und berichteten ihm die Worte
des Rabschake.

Hiskias Hilferuf an Jesaja, sein Gebet und die Rettung
Jerusalems.

2K 19,1-37; 2Chr 32,20-23.

\37\

$37/1$ Und es geschah, als der Knig Hiskia es hrte, zerri er
seine Kleider, hllte sich in Sacktuch und ging in das Haus des
HERRN. $37/2$ Dann sandte er Eljakim, den Palastvorsteher, den
Schreiber Schebna und die ltesten der Priester, in Sacktuch
gehllt, zum Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz. $37/3$ Und sie
sagten zu ihm: So spricht Hiskia: Ein Tag der Bedrngnis und der
Zchtigung und der Schmhung ist dieser Tag. Denn die Kinder
sind bis an den Muttermund gekommen, aber da ist keine Kraft zu
gebren. $37/4$ Vielleicht hrt der HERR, dein Gott, die Worte
des Rabschake, den sein Herr, der Knig von Assur, gesandt hat,
um den lebendigen Gott zu verhhnen, und bestraft [ihn] wegen
der Worte, die der HERR, dein Gott, gehrt hat. Erhebe doch ein
Gebet fr den berrest, der sich [noch] findet!

$37/5$ So kamen die Knechte des Knigs Hiskia zu Jesaja. $37/6$
Und Jesaja sagte zu ihnen: So sollt ihr zu eurem Herrn sagen: So
spricht der HERR: Frchte dich nicht vor den Worten, die du
gehrt hast, mit denen die Diener des Knigs von Assur mich
gelstert haben! $37/7$ Siehe, ich will ihm einen Geist
eingeben, da er ein Gercht hren und in sein Land zurckkehren
wird. Dann will ich ihn in seinem Land durchs Schwert fllen.

$37/8$ Und der Rabschake kehrte zurck und fand den Knig von
Assur im Kampf gegen Libna, denn er hatte gehrt, da er von
Lachisch aufgebrochen wre. $37/9$ Der [Knig] hatte nmlich
ber Tirhaka, den Knig von Kusch, sagen hren: Er ist
ausgezogen, um gegen dich zu kmpfen. Und als er es hrte,
sandte er Boten zu Hiskia und lie [ihm] sagen: $37/10$ So sollt
ihr zu Hiskia, dem Knig von Juda, sagen: Dein Gott tusche dich
nicht, auf den du vertraust, indem du sagst: Jerusalem wird
nicht in die Hand des Knigs von Assur gegeben werden!

$37/11$ Siehe, du hast gehrt, was die Knige von Assur mit
allen Lndern getan haben, indem sie an ihnen den Bann
vollstreckten. Und du solltest gerettet werden? $37/12$ Haben
die Gtter der Nationen, die meine Vter vernichtet haben, sie
gerettet: Gosan, Haran und Rezef und die Shne Edens, die in
Telassar waren? $37/13$ Wo ist der Knig von Hamat und der Knig
von Arpad und der Knig der Stadt Sefarwajim, [von] Hena und
Awa?

$37/14$ Da nahm Hiskia den Brief aus der Hand der Boten und las
ihn. Dann ging er hinauf ins Haus des HERRN, und Hiskia breitete
ihn vor dem HERRN aus. $37/15$ Und Hiskia betete zum HERRN:
$37/16$ HERR der Heerscharen, Gott Israels, der du ber den
Cherubim thronst, du bist es, der da Gott ist, du allein, fr
alle Knigreiche der Erde. Du hast den Himmel und die Erde
gemacht. $37/17$ Neige, HERR, dein Ohr und hre! Tue HERR, deine
Augen auf und sieh! Ja, hre all die Worte Sanheribs, der
[hierher] gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhhnen!
$37/18$ Es ist wahr, HERR, die Knige von Assur haben alle
Nationen und ihr Land in Trmmer gelegt. $37/19$ Und ihre Gtter
haben sie ins Feuer geworfen, denn sie waren ja keine Gtter,
sondern ein Werk von Menschenhnden, Holz und Stein, und so
konnte man sie vernichten. $37/20$ Nun aber, HERR, unser Gott,
rette uns aus seiner Hand, damit alle Knigreiche der Erde
erkennen, da du allein der HERR bist!

$37/21$ Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und lie
[ihm] sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was du zu
mir gebetet hast wegen Sanheribs, des Knigs von Assur, [habe
ich gehrt]. $37/22$ Dies ist das Wort, das der HERR ber ihn
geredet hat:

Es verachtet dich, es verspottet dich die Jungfrau, die Tochter
Zion; die Tochter Jerusalem schttelt das Haupt hinter dir her.

$37/23$ Wen hast du verhhnt und gelstert und gegen wen die
Stimme erhoben? Gegen den Heiligen Israels hast du deine Augen
emporgerichtet!

$37/24$ Durch deine Knechte hast du den Herrn verhhnt und hast
gesagt: Mit der Menge meiner Wagen habe ich die Hhe der Berge
erstiegen, das uerste Ende des Libanon. Ich haue den Hochwald
seiner Zedern um, die Auslese seiner Wacholderbume, ich komme
auf seine uerste Hhe, in das Dickicht seines Baumbestandes.

$37/25$ Ich habe gegraben und Wasser getrunken, und mit der
Sohle meiner Fe trockne ich alle Strme Mazors aus.

$37/26$ Hast du nicht gehrt, da ich lange vorher es gewirkt
und von den Tagen der Vorzeit her es gebildet habe? Nun habe ich
es kommen lassen, da du befestigte Stdte verwstest zu den
Steinhaufen.

$37/27$ Und ihre Bewohner waren machtlos, sie wurden
schreckerfllt und zuschanden. Sie waren [wie] Kraut des Feldes
und grnes Gras, [wie] Gras auf den Dchern, das vor dem Ostwind
verdorrt.

$37/28$ Dein Sitzen und dein Aus- und Eingehen kenne ich, ja,
dein Toben gegen mich.

$37/29$ Wegen deines Tobens gegen mich, und weil dein bermut in
meine Ohren heraufgekommen ist, werde ich meinen Ring in deine
Nase legen und meinen Zaum an deine Lippen und werde dich
zurckfhren auf dem Weg, auf dem du gekommen bist. -

$37/30$ Und dies soll dir das Zeichen sein: Man wird in diesem
Jahr den Nachwuchs [der Ernte] essen und im zweiten Jahr den
Wildwuchs. Aber im dritten Jahr sollt ihr sen und ernten,
Weinberge pflanzen und ihre Frucht essen.

$37/31$ Und was vom Haus Juda entkommen, was briggeblieben ist,
wird wieder wurzeln nach unten und Frucht tragen nach oben.
$37/32$ Denn von Jerusalem wird ein berrest ausgehen und das
Entkommene vom Berg Zion. Der Eifer des HERRN der Heerscharen
wird das tun.

$37/33$ Darum, so spricht der HERR ber den Knig von Assur: Er
wird nicht in diese Stadt kommen. Und er wird keinen Pfeil
hineinschieen und ihr nicht mit dem Schild entgegentreten, und
er wird keinen Wall gegen sie aufschtten. $37/34$ Auf dem Weg,
den er gekommen ist, auf ihm wird er zurckkehren und wird nicht
in diese Stadt kommen, spricht der HERR. $37/35$ Denn ich will
diese Stadt beschirmen, um sie zu retten, um meinetwillen und um
meines Knechtes David willen.

$37/36$ Da zog ein Engel des HERRN aus und schlug im Lager von
Assur 185 000 [Mann]. Und als man frh am Morgen aufstand,
siehe, da [fand man] sie alle tot, [lauter] Leichen. $37/37$ Und
Sanherib, der Knig von Assur, brach auf, zog fort und kehrte
zurck; und er blieb in Ninive. $37/38$ Und es geschah, als er
sich niederwarf im Haus seines Gottes Nisroch, da erschlugen ihn
seine Shne Adrammelech und Sarezer mit dem Schwert; und sie
entkamen in das Land Ararat. Und sein Sohn Asarhaddon wurde an
seiner Stelle Knig.

Hiskias Krankheit und Genesung - Segen der Krankheit.

V. 1-8: 2K 20,1-11; 2Chr 32,24.

\38\

$38/1$ In jenen Tagen wurde Hiskia todkrank. Und der Prophet
Jesaja, der Sohn des Amoz, kam zu ihm und sagte zu ihm: So
spricht der HERR: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und
nicht am Leben bleiben! $38/2$ Da wandte Hiskia sein Gesicht zur
Wand und betete zu dem HERRN. $38/3$ Und er sprach: Ach, HERR!
Denke doch daran, da ich vor deinem Angesicht in Treue und mit
ungeteiltem Herzen gelebt habe und da ich getan habe, was gut
ist in deinen Augen! Und Hiskia weinte sehr. $38/4$ Da geschah
das Wort des HERRN zu Jesaja: $38/5$ Geh hin und sage zu Hiskia:
So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein
Gebet gehrt, ich habe deine Trnen gesehen! Siehe, ich will zu
deinen Tagen fnfzehn Jahre hinzufgen. $38/6$ Und aus der Hand
des Knigs von Assur will ich dich und diese Stadt retten und
will diese Stadt beschirmen. $38/7$ Und dies wird dir das
Zeichen vom HERRN sein, da der HERR dieses Wort, das er geredet
hat, tun wird: $38/8$ Siehe, ich lasse den Schatten [der
Sonnenuhr um so viele] Stufen zurckkehren, wie die Sonne von
den Stufen an der Sonnenuhr des


Ahas [bereits] abwrts gegangen ist, zehn Stufen zurck. Da
kehrte die Sonne zehn Stufen zurck, an den Stufen, die sie
abwrts gegangen war.

$38/9$ Aufzeichnung Hiskias, des Knigs von Juda, als er krank
gewesen und von seiner Krankheit genesen war.

$38/10$ Ich sagte: In der Mitte meiner Tage soll ich hingehen zu
den Pforten des Scheols. Ich bin beraubt des Restes meiner
Jahre. $38/11$ Ich sagte: Ich werde Jah nicht sehen, Jah im Land
der Lebendigen, auch nicht Menschen mehr erblicken bei den
Bewohnern des Totenreiches. $38/12$ Meine Htte ist abgebrochen
und wurde von mir weggenommen wie ein Hirtenzelt. Wie ein Weber
habe ich mein Leben zu Ende gewebt: Vom Kettgarn schnitt er mich
los. Vom Tag bis zur Nacht wirst du ein Ende mit mir machen!

$38/13$ Ich schrie um Hilfe bis zum Morgen, [aber] wie ein Lwe,
so zerbrach er alle meine Gebeine. Vom Tag bis zur Nacht wirst
du ein Ende mit mir machen! $38/14$ Wie eine Schwalbe, eine
Drossel, so zwitscherte ich, ich gurrte wie die Taube.
Verschmachtend [blickten] meine Augen zur Hhe: O Herr, ich bin
in Bedrngnis! Tritt als Brge fr mich ein!

$38/15$ Was soll ich reden, nachdem er zu mir gesprochen und es
selbst ausgefhrt hat? Ich will [dich] loben alle meine Jahre
trotz der Betrbnis meiner Seele, $38/16$ o Herr! [Ich will dich
loben] wegen derer, die leben, und fr alles, worin mein Geist
lebt. Und du machst mich gesund und erhltst mich am Leben.
$38/17$ Siehe, zum Heil wurde mir bitteres Leid: Du, du hast
liebevoll meine Seele von der Grube der Vernichtung
zurckgehalten, denn alle meine Snden hast du hinter deinen
Rcken geworfen.

$38/18$ Denn der Scheol preist dich nicht, der Tod lobsingt dir
[nicht]; die in die Grube hinabgefahren sind, hoffen nicht auf
deine Treue. $38/19$ Der Lebende, der Lebende, der preist dich,
wie heute ich: der Vater erzhlt den Kindern von deiner Treue.
$38/20$ Der HERR [war bereit], mich zu retten. Und wir wollen
das Saitenspiel erklingen lassen alle Tage unseres Lebens im
Haus des HERRN.

$38/21$ Und Jesaja sagte, man solle einen Feigenkuchen [aus]
Feigenfrchten nehmen und ihn auf dem Geschwr verstreichen,
damit er genese. $38/22$ Da sprach Hiskia: Was ist das Zeichen,
da ich in das Haus des HERRN hinaufgehen werde?

Gesandtschaft aus Babel bei Hiskia und Gottes Gerichtsandrohung.

2K 20,12-19; 2Chr 32,25-31.

\39\

$39/1$ In jener Zeit sandte Merodach-Baladan, der Sohn Baladans,
der Knig von Babel, Brief und Geschenk an Hiskia, denn er hatte
gehrt, da er krank gewesen und [wieder] zu Krften gekommen
war. $39/2$ Und Hiskia freute sich ber sie und zeigte ihnen
sein Schatzhaus: das Silber und Gold, Balsamle und das
kstliche l, sein ganzes Vorratshaus und alles, was sich in
seinen Schatzkammern vorfand. Es gab nichts in seinem Haus und
in seiner ganzen Herrschaft, das Hiskia ihnen nicht gezeigt
htte. $39/3$ Da kam der Prophet Jesaja zum Knig Hiskia und
sprach zu ihm: Was haben diese Mnner gesagt, und woher sind sie
zu dir gekommen? Da sagte Hiskia: Aus einem fernen Land sind sie
zu mir gekommen, von Babel. $39/4$ Er aber sprach: Was haben sie
in deinem Haus gesehen? Und Hiskia sagte: Sie haben alles
gesehen, was in meinem Haus ist. Es gibt nichts in meinen
Schatzkammern, das ich ihnen nicht gezeigt htte. $39/5$ Da
sprach Jesaja zu Hiskia: Hre das Wort des HERRN der
Heerscharen! $39/6$ Siehe, Tage kommen, da wird alles, was in
deinem Haus ist und was deine Vter bis zum heutigen Tag
angehuft haben, nach Babel weggebracht werden. Nichts wird
brigbleiben, spricht der HERR. $39/7$ Und von deinen Shnen,
die von dir abstammen, die du zeugen wirst, wird man [einige]
nehmen, und sie werden im Palast des Knigs von Babel Hofbeamte
sein. $39/8$ Da sagte Hiskia zu Jesaja: Das Wort des HERRN ist
gut, das du geredet hast. Denn er sagte [sich]: In meinen Tagen
wird ja Friede und Sicherheit sein.
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