\41\

$41/1$ Und es geschah im siebten Monat, da kam Ismael, der Sohn
Netanjas, des Sohnes Elischamas, [einer] von den kniglichen
Nachkommen, und die Groen des Knigs und zehn Mnner mit ihm zu
Gedalja, dem Sohn Ahikams, nach Mizpa. Und sie aen dort
zusammen in Mizpa. $41/2$ Und Ismael, der Sohn Netanjas, stand
auf und die zehn Mnner, die mit ihm waren, und sie erschlugen
Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, mit dem Schwert.
So ttete er den, den der Knig von Babel [als Statthalter] ber
das Land eingesetzt hatte. $41/3$ Und Ismael erschlug alle
Juder, die mit ihm bei Gedalja in Mizpa waren, und auch die
Chalder, die Kriegsleute, die sich dort befanden.

Weitere Morde und Gefangennahme von Judern durch Ismael -
Befreiung durch Johanan

$41/4$ Und es geschah am zweiten Tag, nachdem er Gedalja gettet
hatte, als [noch] niemand davon wute, $41/5$ da kamen Leute von
Sichem, von Silo und von Samaria, achtzig Mann, die den Bart
abgeschoren und die Kleider zerrissen und sich [die Haut]
geritzt hatten, mit Speisopfern und Weihrauch in ihrer Hand, um
es zum Haus des HERRN zu bringen. $41/6$ Und Ismael, der Sohn
des Netanja, zog von Mizpa aus ihnen entgegen, ging und weinte
immerzu. Und es geschah, als er sie traf, sagte er zu ihnen:
Kommt zu Gedalja, dem Sohn Ahikams! $41/7$ Und es geschah, als
sie in die Stadt hineingekommen waren, da schlachtete sie
Ismael, der Sohn des Netanja, [und warf sie] in die Zisterne, er
und die Mnner, die mit ihm waren. $41/8$ Es befanden sich aber
unter ihnen zehn Mnner, die zu Ismael sagten: Tte uns nicht!
Denn wir haben verborgene Vorrte im Feld: Weizen, Gerste, l
und Honig. Da lie er ab und ttete sie nicht inmitten ihrer
Brder. $41/9$ Und die Zisterne, in die Ismael alle Leichen der
Mnner, die er erschlagen hatte, warf, war eine groe Zisterne,
diejenige, die der Knig Asa wegen Baschas, des Knigs von
Israel, gemacht hatte. Diese fllte Ismael, der Sohn des
Netanja, mit den Erschlagenen. $41/10$ Dann fhrte Ismael den
ganzen berrest des Volkes, der in Mizpa war, gefangen weg: die
Knigstchter und das ganze Volk, das in Mizpa briggeblieben
war und das Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, Gedalja, dem
Sohn des Ahikam, anvertraut hatte. Und Ismael, der Sohn des
Netanja, fhrte sie gefangen weg und zog hin, um zu den Shnen
Ammon hinberzugehen.

$41/11$ Und als Johanan, der Sohn des Kareach, und alle
Heerobersten, die mit ihm waren, all das Bse hrten, das
Ismael, der Sohn des Netanja, verbt hatte, $41/12$ nahmen sie
alle [ihre] Mnner und zogen hin, um gegen Ismael, den Sohn
Netanjas, zu kmpfen. Und sie fanden ihn an dem groen Wasser,
das bei Gibeon ist. $41/13$ Und es geschah, als das ganze Volk,
das bei Ismael war, Johanan, den Sohn des Kareach, sah und alle
Heerobersten, die mit ihm waren, da freuten sie sich. $41/14$
Und das ganze Volk, das Ismael von Mizpa gefangen weggefhrt
hatte, wandte sich und machte kehrt und ging zu Johanan, dem
Sohn des Kareach, ber. $41/15$ Ismael aber, der Sohn Netanjas,
entkam vor Johanan mit acht Mnnern und ging zu den Shnen
Ammon. $41/16$ Da nahmen Johanan, der Sohn des Kareach, und alle
Heerobersten, die mit ihm waren, den ganzen berrest des Volkes,
den er von Ismael, dem Sohn Netanjas, von Mizpa zurckgebracht
hatte - nachdem dieser den Gedalja, den Sohn des Ahikam,
erschlagen hatte -, die Mnner, die Kriegsleute, die Frauen und
die Kinder und die Hofbeamten, die er von Gibeon zurckgebracht
hatte; $41/17$ und sie zogen hin und machten Halt in der
Herberge des Kimham, die bei Bethlehem ist, um fortzuziehen,
damit sie nach gypten kmen, $41/18$ aus Furcht vor den
Chaldern. Denn sie frchteten sich vor ihnen, weil Ismael, der
Sohn Netanjas, Gedalja, den Sohn des Ahikam, erschlagen hatte,
den der Knig von Babel [zum Statthalter] ber das Land
eingesetzt hatte.

Erfolglose Warnung der Juder durch Jeremia vor dem Zug nach
gypten - Zug des berrestes aus Juda unter Johanan mit Jeremia
nach gypten

\42\

$42/1$ Da traten heran alle Heerobersten und Johanan, der Sohn
des Kareach, und Jesanja, der Sohn des Hoschaja, und das ganze
Volk, vom Kleinsten bis zum Grten, $42/2$ und sagten zum
Propheten Jeremia: La doch unser Flehen vor dich kommen und
bete fr uns zum HERRN, deinem Gott, fr diesen ganzen Rest -
denn [nur] wenige sind wir, die von vielen briggeblieben sind,
wie deine Augen sehen -, $42/3$ da der HERR, dein Gott, uns den
Weg mitteilt, auf dem wir gehen, und die Sache, die wir tun
sollen! $42/4$ Und der Prophet Jeremia sagte zu ihnen: Ich habe
es gehrt. Siehe, ich will zum HERRN, eurem Gott, beten nach
euren Worten. Und es soll geschehen, jedes Wort, das der HERR
euch antwortet, werde ich euch mitteilen; ich werde euch kein
Wort vorenthalten. $42/5$ Und sie sagten zu Jeremia: Der HERR
sei ein wahrhaftiger und zuverlssiger Zeuge gegen uns, wenn wir
nicht nach jedem Wort, mit dem der HERR, dein Gott, dich zu uns
senden wird, so handeln werden. $42/6$ Es sei Gutes oder Bses,
wir wollen hren auf die Stimme des HERRN, unseres Gottes, zu
dem wir dich senden, damit es uns gutgeht, wenn wir auf die
Stimme des HERRN, unseres Gottes, hren.

$42/7$ Und es geschah am Ende von zehn Tagen, da geschah das
Wort des HERRN zu Jeremia. $42/8$ Und er berief Johanan, den
Sohn des Kareach, und alle Heerobersten, die mit ihm waren, und
das ganze Volk, vom Kleinsten bis zum Grten, $42/9$ und sagte
zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels, zu dem ihr mich
gesandt habt, um euer Flehen vor ihn kommen zu lassen: $42/10$
Wenn ihr in diesem Land wohnen bleibt, dann werde ich euch
aufbauen und nicht abbrechen und euch pflanzen und nicht
ausreien. Denn das Unglck reut mich, das ich euch angetan
habe. $42/11$ Frchtet euch nicht vor dem Knig von Babel, vor
dem ihr euch [jetzt] frchtet! Frchtet euch nicht vor ihm!
spricht der HERR. Denn ich bin mit euch, um euch aus seiner Hand
zu retten und zu befreien. $42/12$ Und ich werde euch Erbarmen
geben, da er sich ber euch erbarmt und euch in euer Land
zurckkehren lt. $42/13$ Wenn ihr aber sagt: `Wir wollen nicht
in diesem Land bleiben, und, ohne auf die Stimme des HERRN,
eures Gottes, zu hren, $42/14$ sagt: Nein, sondern wir wollen
ins Land gypten ziehen, wo wir keinen Krieg sehen und den
Schall des [Signal]horns nicht hren und nicht nach Brot hungern
werden, und dort wollen wir wohnen! - $42/15$ nun denn, darum
hrt das Wort des HERRN, ihr berrest von Juda! So spricht der
HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Wenn ihr euer Gesicht
wirklich dahin richtet, nach gypten zu ziehen, und hinzieht, um
euch dort als Fremde aufzuhalten, $42/16$ dann wird es
geschehen, da das Schwert, vor dem ihr euch frchtet, euch
dort, im Land gypten, erreichen wird. Und der Hunger, vor dem
euch bange ist, wird dort, in gypten, hinter euch her sein; und
ihr werdet dort sterben. $42/17$ Und es wird geschehen, alle
Mnner, die ihr Gesicht dahin gerichtet haben, nach gypten zu
ziehen, um sich dort als Fremde aufzuhalten, werden sterben
durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest. Und sie
werden keinen Entronnenen und Entkommenen haben vor dem Unheil,
das ich ber sie bringen werde. $42/18$ Denn so spricht der HERR
der Heerscharen, der Gott Israels: Ebenso wie sich mein Zorn und
mein Grimm ber die Bewohner von Jerusalem ergossen haben, so
wird sich mein Grimm ber euch ergieen, wenn ihr nach gypten
zieht. Und ihr werdet zum Fluch, zum Entsetzen, zur Verwnschung
und zur Schmach werden und werdet diesen Ort nicht wiedersehen.

$42/19$ Der HERR hat zu euch geredet, ihr berrest von Juda:
Zieht nicht nach gypten! Ihr sollt genau wissen, da ich euch
heute gewarnt habe. $42/20$ Denn ihr habt um [den Preis] eures
Lebens geirrt. Denn ihr selbst habt mich zum HERRN, eurem Gott,
gesandt und gesagt: Bete fr uns zum HERRN, unserm Gott! Und
nach allem, was der HERR, unser Gott, sagen wird, so teile uns
mit, und wir werden es tun! $42/21$ Ich habe es euch heute
mitgeteilt, ihr aber habt nicht auf die Stimme des HERRN, eures
Gottes, gehrt und auf alles, womit er mich zu euch gesandt hat.
$42/22$ Und nun sollt ihr genau wissen, da ihr sterben werdet
durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest an dem
Ort, wohin ihr zu ziehen wnscht, um euch dort als Fremde
aufzuhalten.

\43\

$43/1$ Und es geschah, als Jeremia zum ganzen Volk alle Worte
des HERRN, ihres Gottes, zu Ende geredet hatte, mit denen ihn
der HERR, ihr Gott, zu ihnen gesandt hatte, alle jene Worte,
$43/2$ da sagte Asarja, der Sohn des Hoschaja, und Johanan, der
Sohn des Kareach, und alle frechen Mnner, - sie sagten zu
Jeremia: Du redest Lge! Der HERR, unser Gott, hat dich nicht
gesandt und gesagt: Ihr sollt nicht nach gypten ziehen, um euch
dort als Fremde aufzuhalten! - $43/3$ sondern Baruch, der Sohn
des Nerija, hetzt dich gegen uns auf, um uns in die Hand der
Chalder zu geben, damit sie uns tten oder uns nach Babel
gefangen wegfhren.

$43/4$ Und so hrten Johanan, der Sohn des Kareach, und alle
Heerobersten und das ganze Volk nicht auf den Befehl des HERRN,
im Land Juda zu bleiben. $43/5$ Und Johanan, der Sohn des
Kareach, und alle Heerobersten nahmen den ganzen berrest von
Juda, die aus allen Nationen, in die sie vertrieben worden,
zurckgekehrt waren, um sich im Land Juda aufzuhalten: $43/6$
die Mnner, die Frauen, die Kinder und die Knigstchter und
alle Seelen, die Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, bei
Gedalja, dem Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, zurckgelassen
hatte, und auch den Propheten Jeremia und Baruch, den Sohn des
Nerija. $43/7$ Und sie zogen nach gypten, denn sie hrten nicht
auf die Stimme des HERRN. Und sie kamen nach Tachpanhes.
Ankndigung der Herrschaft Babels ber gypten durch Jeremia -
Seine Drohreden gegen den Gtzendienst der Juder in gypten V.
8-13: Hes 29-32

$43/8$ Und das Wort des HERRN geschah zu Jeremia in Tachpanhes:
$43/9$ Nimm groe Steine in deine Hand und vergrabe sie in der
Sandbettung in der Ziegelterrasse, die am Eingang des Hauses des
Pharao in Tachpanhes ist, vor den Augen der judischen Mnner!
$43/10$ Und sage zu ihnen: So spricht der HERR der Heerscharen,
der Gott Israels: Siehe, ich sende hin und hole meinen Knecht
Nebukadnezar, den Knig von Babel, und setze seinen Thron auf
diese Steine, die ich vergraben habe. Und er wird seinen
Prachtteppich ber ihnen ausbreiten. $43/11$ Und er wird kommen
und das Land gypten schlagen: wer zum Tod [bestimmt ist,
verfllt] dem Tod; und wer zur Gefangenschaft, der
Gefangenschaft; und wer zum Schwert, dem Schwert. $43/12$ Und
ich werde ein Feuer anznden in den Husern der Gtter gyptens,
und er wird sie verbrennen und wird sie wegfhren. Und er wird
das Land gypten um sich wickeln, wie der Hirt sein Oberkleid um
sich wickelt. Dann wird er unbehelligt von dort wegziehen.
$43/13$ Und er wird die Sulen von Bet-Schemesch im Land gypten
zerschlagen und die Huser der Gtter gyptens mit Feuer
verbrennen.

\44\

$44/1$ Das Wort, das zu Jeremia geschah an alle Juder, die im
Land gypten wohnten, die in Migdol und in Tachpanhes und in Nof
und im Land Patros wohnten: $44/2$ So spricht der HERR der
Heerscharen, der Gott Israels: Ihr habt all das Unheil gesehen,
das ich ber Jerusalem und ber alle Stdte Judas gebracht habe
- und siehe, sie sind am heutigen Tag eine Trmmersttte, und
niemand wohnt darin, $44/3$ um ihrer Bosheit willen, die sie
verbt haben, um mich zu reizen, indem sie hingingen, Rauchopfer
darzubringen und anderen Gttern zu dienen, die sie nicht
kannten, weder sie noch ihr, noch eure Vter. $44/4$ Und ich
habe alle meine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt, frh
mich aufmachend und sendend, indem ich sprach: Tut doch nicht
diesen Greuel, den ich hasse! $44/5$ Aber sie haben nicht gehrt
und ihr Ohr nicht geneigt, da sie von ihrer Bosheit umgekehrt
wren und anderen Gttern keine Rauchopfer mehr darbrchten.
$44/6$ Da ergo sich mein Grimm und mein Zorn, und er brannte in
den Stdten Judas und auf den Straen von Jerusalem. Und sie
sind zur Trmmersttte, zur de geworden, wie es an diesem Tag
ist. $44/7$ Und nun, so spricht der HERR, der Gott der
Heerscharen, der Gott Israels: Warum richtet ihr ein so groes
Unheil gegen eure Seelen an, um euch Mann und Frau, Kind und
Sugling aus Juda auszurotten, so da ihr euch keinen berrest
briglat, $44/8$ dadurch, da ihr mich mit den Werken eurer
Hnde reizt, dadurch, da ihr anderen Gttern Rauchopfer
darbringt im Land gypten, wohin ihr gekommen seid, um euch dort
als Fremde aufzuhalten, so da ihr euch ausrottet und zum Fluch
und zur Schmach werdet unter allen Nationen der Erde? $44/9$
Habt ihr die bsen Taten eurer Vter vergessen und die bsen
Taten der Knige von Juda und die bsen Taten ihrer Frauen und
eure [eigenen] bsen Taten und die bsen Taten eurer Frauen, die
sie im Land Juda und auf den Straen von Jerusalem getan haben?
$44/10$ Bis auf diesen Tag haben sie sich nicht gedemtigt, und
sie haben sich nicht gefrchtet und haben nicht in meinem Gesetz
gelebt und in meinen Ordnungen, die ich euch und euren Vtern
vorgelegt habe. - $44/11$ Darum, so spricht der HERR der
Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich will mein Angesicht
gegen euch richten zum Unheil und zur Ausrottung von ganz Juda.
$44/12$ Und ich werde den berrest von Juda wegraffen, [alle,]
die ihre Gesichter darauf gerichtet haben, in das Land gypten
zu ziehen, um sich dort als Fremde aufzuhalten. Und sie sollen
alle aufgerieben werden, im Land gypten sollen sie fallen.
Durch das Schwert, durch den Hunger sollen sie aufgerieben
werden, vom Kleinsten bis zum Grten; durch das Schwert und
durch den Hunger sollen sie sterben. Und sie sollen zum Fluch,
zum Entsetzen und zur Verwnschung und zur Schmach werden.
$44/13$ Und ich will die im Land gypten Wohnenden heimsuchen,
wie ich Jerusalem heimgesucht habe durch das Schwert, durch den
Hunger und durch die Pest. $44/14$ Und der berrest von Juda,
diejenigen, die in das Land gypten gekommen sind, um sich dort
als Fremde aufzuhalten, wird keinen Entkommenen und Entronnenen
haben, um in das Land Juda zurckzukehren, wohin sie sich sehnen
zurckzukehren, um dort zu wohnen; denn sie werden nicht
zurckkehren, auer [einigen] Entkommenen.

$44/15$ Und alle Mnner, die wuten, da ihre Frauen anderen
Gttern Rauchopfer darbrachten, und alle Frauen, die in groer
Menge dastanden, und das ganze Volk, das im Land gypten, in
Patros, wohnte, antworteten dem Jeremia: $44/16$ Was das Wort
betrifft, das du im Namen des HERRN zu uns geredet hast, so
werden wir nicht auf dich hren, $44/17$ sondern wir wollen
bestimmt all das tun, was aus unserem [eigenen] Mund
hervorgegangen ist, der Knigin des Himmels Rauchopfer
darbringen und ihr Trankopfer spenden, so wie wir [es] getan
haben, wir und unsere Vter, unsere Knige und unsere Obersten,
in den Stdten Judas und auf den Straen von Jerusalem. Da
hatten wir Brot in Flle, und es ging uns gut, und wir sahen
kein Unglck. $44/18$ Aber seitdem wir aufgehrt haben, der
Knigin des Himmels Rauchopfer darzubringen und ihr Trankopfer
zu spenden, haben wir an allem Mangel gehabt und sind durch das
Schwert und durch den Hunger aufgerieben worden. $44/19$ Und
wenn wir der Knigin des Himmels Rauchopfer darbrachten und ihr
Trankopfer spendeten, haben wir ihr da etwa ohne unsere Mnner
Kuchen bereitet, um sie [so] nachzubilden, und ihr Trankopfer
gespendet?

$44/20$ Und Jeremia sagte zum ganzen Volk, zu den Mnnern, zu
den Frauen und zum ganzen Volk, das ihm Antwort gegeben hatte:
$44/21$ Das Rauchopfer, das ihr in den Stdten Judas und auf den
Straen von Jerusalem dargebracht habt, ihr und eure Vter, eure
Knige und eure Obersten und das Volk des Landes, - hat der HERR
nicht daran gedacht, und hat er es nicht gemerkt? $44/22$ Und
der HERR konnte es nicht mehr ertragen wegen der Bosheit eurer
Taten, wegen der Greuel, die ihr verbt habt. Darum ist euer
Land zur Trmmersttte, zum Entsetzen und zum Fluch geworden,
ohne Bewohner, wie es an diesem Tag ist. $44/23$ Weil ihr
Rauchopfer dargebracht und gegen den HERRN gesndigt und auf die
Stimme des HERRN nicht gehrt und seinem Gesetz und in seinen
Ordnungen und seinen Zeugnissen nicht gelebt habt, darum ist
euch dieses Unheil widerfahren, wie es an diesem Tag ist. -
$44/24$ Und Jeremia sagte zum ganzen Volk und zu allen Frauen:
Hrt das Wort des HERRN, alle Juder, die ihr im Land gypten
seid! $44/25$ So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott
Israels: Ihr und eure Frauen, ihr habt es mit eurem Mund geredet
und es mit euren Hnden ausgefhrt und gesagt: Wir wollen unsere
Gelbde bestimmt erfllen, die wir gelobt haben: der Knigin des
Himmels Rauchopfer darzubringen und ihr Trankopfer zu spenden.
So haltet nun eure Gelbde und erfllt nur eure Gelbde! $44/26$
Darum hrt das Wort des HERRN, alle Juder, die ihr im Land
gypten wohnt! Siehe, ich habe bei meinem groen Namen
geschworen, spricht der HERR: Wenn im ganzen Land gypten jemals
wieder mein Name im Mund irgendeines Mannes von Juda genannt
wird, da er [etwa] sagt: `So wahr der Herr, HERR, lebt! $44/27$
Siehe, ich wache ber sie zum Bsen und nicht zum Guten. Und
alle Mnner von Juda, die im Land gypten sind, sollen durch das
Schwert und durch den Hunger aufgerieben werden, bis sie
vernichtet sind. $44/28$ Doch dem Schwert Entkommene werden aus
dem Land gypten in das Land Juda zurckkehren, ein geringes
Huflein. Und der ganze berrest von Juda, die, die ins Land
gypten gekommen sind, um sich dort als Fremde aufzuhalten,
werden erkennen, welches Wort sich besttigen wird, meines oder
ihres. $44/29$ Und dies sei euch das Zeichen, spricht der HERR,
da ich euch an diesem Ort heimsuchen werde, damit ihr erkennt,
da meine Worte ber euch sich ganz gewi besttigen werden zum
Unheil, - $44/30$ so spricht der HERR: Siehe, ich gebe den
Pharao Hofra, den Knig von gypten, in die Hand seiner Feinde
und in die Hand derer, die nach seinem Leben trachten, ebenso
wie ich Zedekia, den Knig von Juda, in die Hand seines Feindes
Nebukadnezar gegeben habe, des Knigs von Babel, der nach seinem
Leben trachtete.

Jeremias Mahnung und Verheiung an Baruch.

\45\

$45/1$ Das Wort, das der Prophet Jeremia zu Baruch, dem Sohn des
Nerija, redete, als er diese Worte aus dem Mund Jeremias in ein
Buch schrieb, im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des
Knigs von Juda, als er sagte: $45/2$ So spricht der HERR, der
Gott Israels, ber dich, Baruch: $45/3$ Du hast gesagt: Wehe
mir! Denn der HERR hat Kummer zu meinem Schmerz hinzugefgt. Ich
bin mde von meinem Seufzen, und Ruhe finde ich nicht. $45/4$ So
sollst du zu ihm sagen: So spricht der HERR: Siehe, was ich
gebaut habe, breche ich ab; und was ich gepflanzt habe, reie
ich aus, und zwar das ganze Land. $45/5$ Und du, du trachtest
nach groen Dingen fr dich? Trachte nicht danach! Denn siehe,
ich bringe Unheil ber alles Fleisch, spricht der HERR, aber dir
gebe ich dein Leben zur Beute an allen Orten, wohin du ziehen
wirst.

Ausspruch ber gypten: Eroberung durch Nebukadnezar - Trostwort
fr Israel.

\46\

$46/1$ Was als Wort des HERRN zu dem Propheten Jeremia geschah
gegen die Nationen:

V. 2-26: Jes 19; 20; Hes 29-32.

$46/2$ ber gypten:

Gegen die Heeresmacht des Pharao Necho, des Knigs von gypten,
die zu Karkemisch war, am Strom Euphrat, die Nebukadnezar, der
Knig von Babel, schlug im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes
Josias, des Knigs von Juda:

$46/3$ Rstet Kleinschild und Langschild und rckt heran zum
Kampf! $46/4$ Spannt die Pferde an und besteigt die Reitpferde!
Und stellt euch auf mit Helmen, schrft die Lanzen, zieht die
Panzer an! $46/5$ Warum sehe ich sie bestrzt zurckweichen? Und
ihre Helden sind zerschlagen, und sie ergreifen die Flucht und
sehen sich nicht um - Schrecken ringsum! spricht der HERR.
$46/6$ Der Schnelle soll nicht entfliehen und der Held nicht
entkommen; nach Norden zu, am Ufer des Stromes Euphrat, sind sie
gestrzt und gefallen.

$46/7$ Wer ist es, der heraufsteigt wie der Nil, wie Strme
wogen seine Wasser? $46/8$ gypten steigt herauf wie der Nil,
und wie Strme wogen seine Wasser, und es spricht: Ich will
hinaufsteigen, will die Erde bedecken, die Stdte zugrunde
richten und ihre Bewohner. $46/9$ Steigt hinauf, ihr Pferde,
fahrt wie toll, ihr Wagen! Und ausziehen sollen die Helden,
Kusch und Put, die den Schild fassen, und die Luditer, die den
Bogen fassen [und] spannen! $46/10$ Aber dieser Tag gehrt dem
Herrn, dem HERRN der Heerscharen, ein Tag der Rache, sich zu
rchen an seinen Gegnern. Fressen wird das Schwert und sich
sttigen und sich satt trinken an ihrem Blut. Denn der Herr, der
HERR der Heerscharen, hat ein Schlachtopfer im Land des Nordens,
am Strom Euphrat [bereitet]. $46/11$ Geh hinauf nach Gilead und
hole Balsam, du Jungfrau, Tochter gyptens! Vergeblich hufst du
die Heilmittel auf; es ist keine heilende Haut fr dich da.
$46/12$ Die Nationen haben deine Schande gehrt, und die Erde
ist voll von deinem Klagegeschrei. Denn ein Held ist ber den
andern gestrzt, sie sind beide miteinander gefallen.

$46/13$ Das Wort, das der HERR zum Propheten Jeremia redete ber
die Ankunft Nebukadnezars, des Knigs von Babel, um das Land
gypten zu schlagen: $46/14$ Verkndigt es in gypten und lat
es hren in Migdol und lat es hren in Nof und in Tachpanhes!
Sagt: Stell dich auf und rste dich! Denn das Schwert frit
alles rings um dich her. $46/15$ Warum sind deine Starken
niedergeworfen? Keiner hielt stand, denn der HERR hat sie
niedergestoen. $46/16$ Er hat viele strzen lassen. Ja, einer
fiel ber den andern, und sie sagten: Auf, und lat uns
zurckkehren zu unserm Volk und zu unserm Geburtsland vor dem
gewaltttigen Schwert! $46/17$ Man rief dort: Der Pharao, der
Knig von gypten, ist ein `Getse, das den rechten Zeitpunkt
hat vorbergehen lassen! $46/18$ So wahr ich lebe, spricht der
Knig, HERR der Heerscharen ist sein Name: Wie der Tabor unter
den Bergen und wie der Karmel am Meer wird er kommen! $46/19$
Mach dir das Gepck zur Wegfhrung [zurecht], du Bewohnerin,
Tochter gyptens! Denn Nof wird zur Wste werden und verbrannt,
ohne Bewohner.

$46/20$ Eine sehr schne junge Kuh ist gypten. Eine Bremse
kommt von Norden geflogen, sie kommt. $46/21$ Auch seine Sldner
in seiner Mitte sind wie gemstete Klber. Ja, auch sie wandten
sich um und sind allesamt geflohen, haben nicht standgehalten.
Denn der Tag ihres Unglcks ist ber sie gekommen, die Zeit
ihrer Heimsuchung. $46/22$ Sein Gerusch ist wie das Gerusch
der Schlange, die davoneilt. Denn sie ziehen mit Heeresmacht
einher und kommen ber gypten mit Beilen, wie Holzhauer.
$46/23$ Sie haben seinen Wald umgehauen, spricht der HERR, - ja,
unerforschlich ist es. Denn sie sind mehr als die Heuschrecken,
und ohne Zahl sind sie. $46/24$ Die Tochter gyptens ist
zuschanden geworden, sie ist in die Hand des Volkes aus dem
Norden gegeben. $46/25$ Es spricht der HERR der Heerscharen, der
Gott Israels: Siehe, ich suche heim den Amon von No, den Pharao
und gypten, seine Gtter und seine Knige, ja, den Pharao und
die auf ihn vertrauen. $46/26$ Und ich gebe sie in die Hand
derer, die nach ihrem Leben trachten, und zwar in die Hand
Nebukadnezars, des Knigs von Babel, und in die Hand seiner
Knechte. Spter aber soll es [wieder] bewohnt werden wie in den
Tagen der Vorzeit, spricht der HERR.

Kap. 30,10.11; Hes 16,53.

$46/27$ Du aber, frchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und sei
nicht niedergeschlagen, Israel! Denn siehe, ich will dich retten
aus der Ferne und deine Nachkommen aus dem Land ihrer
Gefangenschaft. Und Jakob wird zurckkehren und ruhig und sicher
sein, und niemand wird ihn aufschrecken. $46/28$ Du, mein Knecht
Jakob, frchte dich nicht! spricht der HERR. Denn ich bin mit
dir. Denn allen Nationen, zu denen ich dich vertrieben habe,
werde ich ein Ende machen, aber dir werde ich nicht ein Ende
machen, sondern dich mit Maen zchtigen und dich keineswegs
ungestraft lassen. Ausspruch ber die Philister: Eroberung ihrer
Stdte

Hes 25,15-17; Am 1,6-8; Zeph 2,4-7.

\47\

$47/1$ Was als Wort des HERRN zu dem Propheten Jeremia geschah
ber die Philister, ehe der Pharao Gaza schlug:

$47/2$ So spricht der HERR: Siehe, Wasser steigen herauf von
Norden her und werden zu einem berschwemmenden Wildbach. Und
sie berschwemmen das Land und seine Flle, die Stdte und ihre
Bewohner. Und es schreien die Menschen um Hilfe, und alle
Bewohner des Landes heulen $47/3$ vor dem lauten Stampfen der
Hufe seiner starken [Pferde], vor dem Getse seiner Wagen, dem
Rasseln seiner Rder - Vter sehen sich nicht um nach den
Shnen, weil ihre Hnde schlaff geworden sind -, $47/4$ wegen
des Tages, der kommt, um alle Philister zu vernichten und auch
den letzten Helfer fr Tyrus und Sidon auszurotten. Denn der
HERR vernichtet die Philister, den berrest, [der von] der Insel
Kaftor [gekommen ist]. $47/5$ Kahlheit ist ber Gaza gekommen,
ausgetilgt ist Aschkelon. Du berrest der Enakiter, wie lange
willst du dich ritzen? - $47/6$ Wehe! Schwert des HERRN, wie
lange [noch] willst du nicht Ruhe geben? Fahre zurck in deine
Scheide, halte dich ruhig und bleibe still! $47/7$ Wie sollte es
ruhig bleiben, da doch der HERR ihm geboten hat? Gegen Aschkelon
und gegen die Kste des Meeres, dorthin hat er es bestellt.

Ausspruch ber Moab: Verwstung als Strafe fr Gtzendienst, fr
Hochmut und Spott ber Israel.

4Mo 24,17; Jes 15; 16; Hes 25,8-11; Am 2,1-3; Zeph 2,8-11.

\48\

ber Moab:

So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Wehe ber
Nebo! Denn es ist verwstet. Zuschanden geworden, eingenommen
ist Kirjatajim; zuschanden geworden ist die Felsenburg und
schreckerfllt. $48/2$ Moabs Ruhm ist dahin. In Heschbon hat man
Bses gegen es geplant: `Kommt und lat es uns ausrotten, da es
keine Nation mehr ist! Auch du, Madmen, wirst vernichtet werden;
das Schwert luft hinter dir her. $48/3$ Horch! Ein Geschrei aus
Horonajim: Verwstung und groer Zusammenbruch! $48/4$ Moab ist
zerbrochen, seine Geringen haben ein lautes Geschrei erhoben.
$48/5$ Denn die Anhhe von Luhit steigt man mit Weinen [hinauf],
mit Weinen; ja, am Abhang von Horonajim hat man Angstgeschrei
ber den Zusammenbruch gehrt. $48/6$ Flieht, rettet euer Leben
und werdet wie ein Wacholderstrauch in der Wste! $48/7$ Denn
weil du auf deine Werke und auf deine Schtze vertrautest,
sollst auch du eingenommen werden. Und Kemosch wird in die
Gefangenschaft ziehen, seine Priester zusammen mit seinen
Obersten. $48/8$ Und der Verwster wird ber jede Stadt kommen,
und keine Stadt wird entrinnen. Und das Tal wird zugrunde gehen
und die [Hoch]ebene vernichtet werden, wie der HERR gesprochen
hat. $48/9$ Gebt Moab Flgel, denn eilend wird es fliehen. Und
seine Stdte werden zur Wste werden, so da niemand darin
wohnt. $48/10$ Verflucht sei, wer das Werk des HERRN lssig
treibt, und verflucht, wer sein Schwert vom Blut zurckhlt!

$48/11$ Sorglos war Moab von seiner Jugend an, und still lag es
auf seinen [Wein]hefen und wurde nie umgegossen von Fa zu Fa,
und in die Gefangenschaft ist es nie gezogen. Daher ist sein
Geschmack ihm geblieben, und sein Geruch hat sich nicht
verndert. $48/12$ Darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR,
da ich ihm Kfer senden werde, die es umfllen und seine Fsser
ausleeren und seine Krge zerschmettern werden. $48/13$ Und Moab
wird zuschanden werden an Kemosch, wie das Haus Israel
zuschanden geworden ist an Bethel, seiner Zuversicht. $48/14$
Wie sagt ihr: Wir sind Helden und tapfere Mnner fr den Kampf?
$48/15$ Moab ist verwstet, und seine Stdte hat man erstiegen,
und die Auslese seiner jungen Mnner ist zur Schlachtung
hinabgestiegen, spricht der Knig; HERR der Heerscharen ist sein
Name.

$48/16$ Moabs Verderben steht nahe bevor und sein Unheil eilt
schnell [herbei]. $48/17$ Bekundet ihm euer Beileid, ihr, seine
Nachbarn alle, und alle, die ihr seinen Namen kennt! Sagt: Wie
ist zerbrochen das Zepter der Macht, der Stab der Majestt!
$48/18$ Steige herab von der Herrlichkeit und wohne in der
Drre, du Bewohnerin, Tochter Dibons! Denn Moabs Verwster ist
gegen dich heraufgezogen, hat deine Festungen zerstrt. $48/19$
Stelle dich auf die Strae und halte Ausschau, Bewohnerin von
Aroer! Frage den Flchtling und die Entkommenen! Sprich: Was ist
geschehen?

$48/20$ Moab ist zuschanden geworden, ja, es ist schreckerfllt.
Heult und schreit um Hilfe, verkndet am Arnon, da Moab
verwstet ist! $48/21$ Und das Gericht ist gekommen ber das
Land der [Hoch]ebene, ber Holon und ber Jahaz und ber Mefaat
$48/22$ und ber Dibon und ber Nebo und ber Bet-Diblatajim
$48/23$ und ber Kirjatajim und ber Bet-Gamul und ber Bet-Meon
$48/24$ und ber Kerijot und ber Bozra und ber alle Stdte des
Landes Moab, die fernen und die nahen. $48/25$ Das Horn Moabs
ist abgehauen, und sein Arm ist zerschmettert, spricht der HERR.

$48/26$ Macht es betrunken - denn gegen den HERRN hat es
grogetan -, damit Moab hineinschlgt in sein Erbrochenes und
auch selbst zum Gelchter wird! $48/27$ Oder war dir Israel
nicht zum Gelchter? Ist es etwa unter Dieben ertappt worden,
da du, sooft du von ihm sprichst, den Kopf schttelst? $48/28$
Verlat die Stdte und wohnt in den Felsen, ihr Bewohner von
Moab und seid wie die Taube, die an den Rndern des Abgrundes
nistet! $48/29$ Vernommen haben wir den Hochmut Moabs, des sehr
hochmtigen, seinen Stolz und seinen Hochmut und seine Hoffart
und das Grotun seines Herzens. $48/30$ Ich kenne wohl seine
berheblichkeit, spricht der HERR, und sein unaufrichtiges
Geschwtz; unaufrichtig haben sie gehandelt. $48/31$ Darum
jammere ich ber Moab, und wegen ganz Moab schreie ich um Hilfe;
ber die Leute von Kir-Heres seufzt man. $48/32$ Mehr als [ber]
Jaser weine ich ber dich, du Weinstock von Sibma. Deine Ranken
gingen ber das Meer, sie reichten bis zum Meer von Jaser. ber
dein Sommerobst und deinen Ernteertrag ist der Verwster
hergefallen, $48/33$ und verschwunden sind Freude und Jubel aus
dem Fruchtgarten und aus dem Land Moab. Und den Wein aus den
Kelterkufen habe ich verschwinden lassen: man tritt nicht mehr
[die Kelter] unter Jubelruf; der laute Ruf ist kein Jubelruf .
$48/34$ Vom Geschrei Heschbons an bis Elale, bis Jahza haben sie
ihre Stimme erhoben, von Zoar bis Horonajim, bis
Eglat-Schelischija; denn auch die Wasser von Nimrim sollen zu
Wsten werden. $48/35$ Und ich beseitige von Moab, spricht der
HERR, den, der auf eine Hhe steigt und seinen Gttern
Rauchopfer darbringt. $48/36$ Deshalb klagt wie Flten[klage]
mein Herz um Moab und klagt wie Flten[klage] mein Herz um die
Leute von Kir-Heres. Deshalb sind die Ersparnisse, die es
gemacht hat, [auch] verloren. $48/37$ Ja, jedes Haupt ist kahl
und jeder Bart abgeschoren. Auf allen Hnden sind Ritzwunden,
und Sacktuch ist an den Hften. $48/38$ Auf allen Dchern Moabs
und auf seinen Pltzen ist lauter Klage. Denn ich habe Moab
zerbrochen wie ein Gef, an dem man kein Gefallen hat, spricht
der HERR. $48/39$ Wie ist es schreckerfllt! Heult! Wie hat Moab
den Rcken gewendet, ist zuschanden geworden! Und allen seinen
Nachbarn wird Moab zum Gelchter und zum Schrecken sein. $48/40$
Denn so spricht der HERR: Siehe, wie der Adler fliegt er daher
und breitet seine Flgel aus ber Moab. $48/41$ Kerijot ist
eingenommen, und die Festungen sind erobert. Und das Herz der
Helden Moabs wird an jenem Tag sein wie das Herz einer Frau in
Kindesnten. $48/42$ Und Moab wird ausgetilgt werden, da es
kein Volk mehr ist, weil es grogetan hat gegen den HERRN.
$48/43$ Grauen und Grube und Garn ber dich, du Bewohner von
Moab! spricht der HERR. $48/44$ Wer vor dem Grauen flieht, wird
in die Grube fallen, und wer aus der Grube heraufsteigt, wird im
Garn gefangen. Denn ich bringe ber sie, ber Moab, das Jahr
ihrer Heimsuchung, spricht der HERR.

$48/45$ Im Schatten Heschbons bleiben Flchtlinge erschpft
stehen. Denn ein Feuer ist ausgegangen von Heschbon und eine
Flamme mitten aus Sihon und hat die Schlfe Moabs verzehrt und
den Scheitel der Shne des Lrms. $48/46$ Wehe dir, Moab!
Verloren ist das Volk des Kemosch! Denn deine Shne sind in die
Gefangenschaft weggefhrt und deine Tchter in die Verbannung. -
$48/47$ Aber ich werde die Gefangenschaft Moabs wenden am Ende
der Tage, spricht der HERR.

Bis hierher [geht] das Gerichts[wort] ber Moab.

Ausspruch ber die Shne Ammon: Strafe wegen Feindschaft gegen
Israel.

Hes 21,33-37; 25,1-7; Am 1,13-15; Zeph 2,8-11.

\49\

$49/1$ ber die Shne Ammon:

So spricht der HERR: Hat denn Israel keine Shne, oder hat es
keinen Erben? Warum hat ihr Knig Gad in Besitz genommen, und
[warum] wohnt sein Volk in dessen Stdten? $49/2$ Darum siehe,
Tage kommen, spricht der HERR, da werde ich gegen das Rabba der
Shne Ammon Kriegsgeschrei erschallen lassen. Und es soll zum
Schutthaufen werden, und seine Tochterstdte sollen mit Feuer
verbrannt werden. Und Israel wird seine Erben beerben, spricht
der HERR. $49/3$ Heule, Heschbon, denn Ai ist verwstet!
Schreit, ihr Tchter von Rabba, grtet euch Sacktuch um! Klagt
und lauft hin und her innerhalb der Viehhrden! Denn ihr Knig
wird in die Gefangenschaft gehen, seine Priester und Obersten
miteinander. $49/4$ Was rhmst du dich der Tler, [und da] dein
Tal berfliet, du abtrnnige Tochter, die auf ihre Schtze
vertraut: `Wer sollte an mich herankommen? $49/5$ Siehe, ich
lasse Schrecken ber dich kommen von all deinen Nachbarn,
spricht der Herr, der HERR der Heerscharen: Und ihr sollt
vertrieben werden, jeder fr sich, und niemand wird die
Flchtigen sammeln. - $49/6$ Aber nachher werde ich das Geschick
der Shne Ammon wenden, spricht der HERR.

Ausspruch ber Edom: Strafe wegen Vermessenheit.

(Jes 21,11.12); Jes 34,5-17; Kla 4,21.22; Hes 25,12-14; 35; Am
1,11.12; Ob.

$49/7$ ber Edom:

So spricht der HERR der Heerscharen: Ist keine Weisheit mehr in
Teman? Ist den Verstndigen der Rat verlorengegangen, ist ihre
Weisheit verdorben? $49/8$ Flieht, wendet euch [zur Flucht],
verkriecht euch tief, Bewohner von Dedan! Denn Esaus Verderben
habe ich ber ihn gebracht, die Zeit, da ich ihn heimsuche.
$49/9$ Wenn Winzer ber dich kommen, werden sie keine Nachlese
briglassen, - wenn Diebe in der Nacht, so vernichten sie [euch,
bis] sie genug haben. $49/10$ Denn ich, ich habe Esau entblt,
ich habe seine Verstecke aufgedeckt. Und will er sich verbergen,
kann er es nicht. Vernichtet ist seine Nachkommenschaft und
seine Brder und seine Nachbarn, sie sind nicht mehr. $49/11$
Verla deine Waisen, ich [nur] werde sie am Leben erhalten, -
und deine Witwen sollen auf mich vertrauen! $49/12$ Denn so
spricht der HERR: Siehe, die nicht verurteilt waren, den Becher
zu trinken, die mssen ihn trinken. Und du solltest der sein,
der ungestraft bleibt? Du wirst nicht ungestraft bleiben,
sondern du sollst ihn ganz trinken. $49/13$ Denn ich habe bei
mir geschworen, spricht der HERR, da Bozra zum Entsetzen, zur
Schmach, zur Verwstung und zum Fluch werden soll, und alle
seine Stdte zu ewigen Trmmersttten.

$49/14$ Eine Kunde habe ich vom HERRN vernommen, und ein Bote
ist unter die Nationen gesandt: Sammelt euch und kommt gegen es
und macht euch auf zum Krieg! $49/15$ Denn siehe, ich habe dich
klein gemacht unter den Nationen, verachtet unter den Menschen.
$49/16$ Deine Furchtbarkeit, der bermut deines Herzens haben
dich getuscht, [dich,] der in den Schlupfwinkeln der Felsen
wohnt, den Gipfel des Hgels besetzt hlt. Wenn du dein Nest
hoch baust wie der Adler, ich werde dich von dort hinabstrzen,
spricht der HERR. $49/17$ Und Edom soll zum Entsetzen werden.
Jeder, der an ihm vorberzieht, wird sich entsetzen und zischen
ber all seine Wunden. $49/18$ Wie [nach] der Umkehrung von
Sodom und Gomorra und ihrer Nachbarstdte, spricht der HERR,
wird niemand dort wohnen und kein Menschenkind sich darin
aufhalten.

V. 19-21: Kap. 50,44-46.

$49/19$ Siehe, wie ein Lwe steigt er von der Pracht des Jordan
herauf zum Weideplatz [am] immerflieenden [Bach]. Ja, ich werde
es pltzlich daraus vertreiben und den, der auserkoren ist, ber
es bestellen. Denn wer ist mir gleich, und wer will mich
vorladen? Und wer ist der Hirte, der vor mir bestehen knnte?
$49/20$ Darum hrt den Ratschlu des HERRN, den er ber Edom
beschlossen hat, und seine Gedanken, die er ber die Bewohner
von Teman denkt: Wahrlich, man wird sie fortschleppen, [auch]
die Geringen der Herde; wahrlich, ihr Weideplatz wird sich ber
sie entsetzen! $49/21$ Von dem Getse ihres Falles erbebt die
Erde; Geschrei - [noch] am Schilfmeer wird sein Schall
vernommen. $49/22$ Siehe, wie der Adler zieht er herauf und
fliegt und breitet seine Flgel aus ber Bozra. Und das Herz der
Helden Edoms wird an jenem Tag sein wie das Herz einer Frau in
Kindesnten.

Ausspruch ber Damaskus: Angst, Tod und Feuersbrunst.

Jes 17,1-11; Am 1,3-5.

$49/23$ ber Damaskus:

Zuschanden geworden sind Hamat und Arpad; denn sie haben eine
bse Nachricht vernommen. Sie verzagen. Am Meer ist Besorgnis,
man kann sich nicht beruhigen. $49/24$ Damaskus ist schlaff
geworden. Es hat sich umgewandt, um zu fliehen, und Schrecken
hat es ergriffen. Angst und Wehen haben es erfat wie eine
Gebrende. $49/25$ Wie ist sie verlassen, die Stadt des Ruhms,
die Stadt meiner Freude! $49/26$ Darum werden an jenem Tag ihre
jungen Mnner auf ihren Pltzen fallen und alle Kriegsmnner
umkommen, spricht der HERR der Heerscharen. $49/27$ Und ich
werde ein Feuer anznden in den Mauern von Damaskus, und es wird
die Palste Ben-Hadads verzehren.

Ausspruch ber Kedar und Hazor: Verwstung durch Nebukadnezar.

Jes 21,13-17.

$49/28$ ber Kedar und ber die Knigreiche Hazors, die
Nebukadnezar, der Knig von Babel, schlug:

So spricht der HERR: Macht euch auf, zieht hinauf gegen Kedar
und berwltigt die Shne des Ostens! $49/29$ Ihre Zelte und
ihre Schafe werden sie wegnehmen, ihre Zeltdecken und all ihre
Gerte und ihre Kamele holen sie sich. Und sie werden ber sie
ausrufen: Schrecken ringsum! $49/30$ Flieht, flchtet schnell,
verkriecht euch tief, Bewohner von Hazor! spricht der HERR. Denn
Nebukadnezar, der Knig von Babel, hat einen Beschlu gegen euch
gefat und einen Anschlag gegen euch geplant. $49/31$ Macht euch
auf, zieht hinauf gegen eine sorglose Nation, die in Sicherheit
wohnt! spricht der HERR. Sie hat weder Tore noch Riegel, sie
wohnen fr sich. $49/32$ Und ihre Kamele sollen zum Raub und die
Menge ihrer Herden zur Beute werden. Und ich werde sie, die mit
geschorenen [Haar]rndern, in alle Winde hin zerstreuen und
werde ihnen von allen Seiten her Verderben bringen, spricht der
HERR. $49/33$ Und Hazor wird zur Wohnung der Schakale werden,
zur de fr ewig. Niemand wird sich dort niederlassen, und kein
Menschenkind wird sich darin aufhalten.

Ausspruch ber Elam: Zerstreuung in alle Lnder.

Hes 32,24.25.

$49/34$ Das Wort des HERRN, das zu Jeremia, dem Propheten,
geschah ber Elam im Anfang der Regierung Zedekias, des Knigs
von Juda:

$49/35$ So spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, ich
zerbreche den Bogen Elams, seine wesentliche Strke. $49/36$ Und
ich werde die vier Winde von den vier Enden des Himmels her ber
Elam bringen und es in alle diese Winde zerstreuen. Und es soll
keine Nation geben, wohin nicht Vertriebene Elams kommen werden.
$49/37$ Und ich werde Elam verzagt machen vor seinen Feinden und
vor denen, die nach seinem Leben trachten, und werde Unheil ber
sie bringen, die Glut meines Zorns, spricht der HERR. Und ich
werde das Schwert hinter ihnen her schicken, bis ich sie
vernichtet habe. $49/38$ Und ich werde meinen Thron in Elam
aufstellen und werde Knig und Oberste daraus verlorengeben,
spricht der HERR. - $39$ Aber es wird geschehen am Ende der
Tage, da werde ich das Geschick Elams wenden, spricht der HERR.

Ausspruch ber Babel: Sein Sturz und dessen Folgen fr Israel
und Juda.

Kap. 51: Jes 13; 14; 21,1-10; 47,1-15.

\50\

$50/1$ Das Wort, das der HERR ber Babel, ber das Land der
Chalder, durch den Propheten Jeremia geredet hat:

$50/2$ Verkndigt es unter den Nationen und lat es hren und
richtet ein Feldzeichen auf! Lat es hren, verschweigt es
nicht! Sagt: Babel ist eingenommen, Bel zuschanden geworden,
Merodach schreckerfllt! Ihre Gtzenbilder sind zuschanden
geworden, ihre Gtzen sind schreckerfllt! $50/3$ Denn gegen es
ist eine Nation heraufgezogen von Norden her: die wird sein Land
zur Wste machen, da kein Bewohner mehr darin sein wird. Sowohl
Menschen als Vieh sind entflohen, weggezogen.

$50/4$ In jenen Tagen und zu jener Zeit, spricht der HERR,
werden die Shne Israel kommen, sie und die Shne Juda zusammen.
Immerfort weinend werden sie gehen und den HERRN, ihren Gott,
suchen. $50/5$ Sie werden nach Zion fragen, [auf den] Weg dahin
ist ihr Gesicht [gerichtet]: Kommt und schliet euch an den
HERRN an in einem ewigen Bund, der nicht vergessen wird!

$50/6$ Mein Volk war eine verlorengehende Schafherde: ihre
Hirten leiteten sie irre auf verfhrerische Berge. Sie gingen
von Berg zu Hgel, vergaen ihre Lagersttte. $50/7$ Alle, die
sie fanden, fraen sie. Und ihre Gegner sagten: Wir werden nicht
schuldig! - deshalb, weil sie gegen den HERRN gesndigt haben,
die Weide der Gerechtigkeit, und [gegen] den HERRN, die Hoffnung
ihrer Vter.

$50/8$Flieht aus Babel hinaus und zieht aus dem Land der
Chalder und seid wie die Leitbcke vor den Schafen her! $50/9$
Denn siehe, ich erwecke und fhre herauf gegen Babel eine
Versammlung groer Nationen aus dem Land des Nordens, und sie
werden sich gegen es aufstellen: von dort aus wird es
eingenommen werden. Ihre Pfeile sind wie die eines geschickten
Helden, keiner kehrt mit leeren Hnden zurck. $50/10$ Und
Chalda wird zum Raub werden. Alle, die es berauben, sollen satt
werden, spricht der HERR. $50/11$ Ja, freut euch [nur], ja,
frohlockt [nur, ihr] Plnderer meines Erbteils, ja, hpft [nur]
wie eine dreschende junge Kuh und wiehert wie starke [Pferde]!
$50/12$ Sehr beschmt ist eure Mutter, in ihrer Hoffnung
getuscht, eure Gebrerin. Siehe, es ist die letzte der
Nationen, eine Wste, eine Drre und eine Steppe. $50/13$ Vor
dem Grimm des HERRN wird es nicht mehr bewohnt werden, sondern
ganz und gar verdet bleiben. Jeder, der an Babel vorberzieht,
wird sich entsetzen und zischen ber all seine Plagen.

$50/14$ Stellt euch ringsum auf gegen Babel, alle, die ihr den
Bogen spannt! Schiet nach ihm, spart die Pfeile nicht! Denn
gegen den HERRN hat es gesndigt. $50/15$ Erhebt das
Kriegsgeschrei gegen es ringsum! Es hat sich ergeben. Gefallen
sind seine Festungswerke, niedergerissen seine Mauern. Denn es
ist die Rache des HERRN. Rcht euch an ihm! So wie es getan hat,
tut ihm! $50/16$ Rottet aus Babel den Smann aus und den, der
die Sichel fhrt zur Erntezeit! Vor dem gewaltttigen Schwert
werden sie sich jeder zu seinem Volk wenden und jeder in sein
Land fliehen.

$50/17$ Israel ist ein versprengtes Schaf, das Lwen verscheucht
haben. Zuerst hat der Knig von Assur es gefressen, und nun
zuletzt hat Nebukadnezar, der Knig von Babel, ihm die Knochen
abgenagt. $50/18$ Darum, so spricht der HERR der Heerscharen,
der Gott Israels: Siehe, ich suche heim den Knig von Babel und
sein Land, ebenso wie ich den Knig von Assur heimgesucht habe.
$50/19$ Und ich will Israel zu seinem Weideplatz zurckbringen,
da es [auf dem] Karmel und [in] Basan weidet und seine Seele
sich sttigt auf dem Gebirge Ephraim und in Gilead. $50/20$ In
jenen Tagen und zu jener Zeit, spricht der HERR, wird Israels
Schuld gesucht werden, und sie wird nicht da sein, - und die
Snden Judas, und sie werden nicht gefunden werden; denn ich
will denen vergeben, die ich briglasse.

$50/21$ Gegen das Land Meratajim, gegen es ziehe hinauf und
gegen die Bewohner von Pekod! Mache [sie] nieder und vollstrecke
den Bann hinter ihnen her, spricht der HERR, und tu nach allem,
was ich dir geboten habe! $50/22$ Kriegslrm im Land und groer
Zusammenbruch! $50/23$ Wie ist zerhauen und zertrmmert der
Hammer der ganzen Erde! Wie ist Babel zum Entsetzen geworden
unter den Nationen! $50/24$ Ich habe dir eine Falle gestellt,
und du bist auch gefangen worden, Babel, ohne da du es erkannt
hast. Du bist gefunden und auch gefat, weil du Krieg mit dem
HERRN angefangen hast. $50/25$ Der HERR hat seine Rstkammer
aufgetan und die Waffen seines Grimms hervorgeholt; denn Arbeit
gibt es fr den Herrn, den HERRN der Heerscharen, im Land der
Chalder. $50/26$ Kommt ber es vom [uersten] Ende, ffnet
seine Scheunen, schttet es auf wie Garbenhaufen und vollstreckt
den Bann an ihm! Nicht bleibe ihm ein berrest! $50/27$ Stecht
alle seine Stiere nieder, zur Schlachtung sollen sie hinsinken!
Wehe ber sie! Denn ihr Tag ist gekommen, die Zeit ihrer
Heimsuchung. $50/28$ Horch! Flchtlinge und Entkommene aus dem
Land Babel, um in Zion zu verknden die Rache des HERRN, unseres
Gottes, die Rache seines Tempels!

$50/29$ Ruft Schtzen herbei gegen Babel, alle, die den Bogen
spannen! Belagert es ringsum, niemand darf entkommen! Vergeltet
ihm nach seinem Tun, tut ihm nach allem, was es getan hat! Denn
es hat vermessen gehandelt gegen den HERRN, gegen den Heiligen
Israels. $50/30$ Darum sollen seine jungen Mnner auf seinen
Pltzen fallen und alle seine Kriegsmnner umkommen an jenem
Tag, spricht der HERR. $50/31$ Siehe, ich will an dich, du
Stolze, spricht der Herr, HERR der Heerscharen. Denn gekommen
ist dein Tag, die Zeit, da ich dich heimsuche. $50/32$ Dann wird
die Stolze strzen und fallen, und niemand wird sie aufrichten.
Und ich werde ein Feuer anznden in ihren Stdten, da es ihre
ganze Umgebung frit.

$50/33$ So spricht der HERR der Heerscharen: Die Shne Israel
und die Shne Juda sind alle zusammen Unterdrckte. Und alle,
die sie gefangen weggefhrt, haben sie festgehalten, haben sich
geweigert, sie loszulassen. $50/34$ Ihr Erlser ist stark, HERR
der Heerscharen ist sein Name. Er wird ihre Rechtssache bestimmt
fhren, um dem Land Ruhe zu verschaffen, aber den Bewohnern von
Babel Unruhe. $50/35$ Das Schwert ber die Chalder, spricht der
HERR, und ber die Bewohner von Babel und ber seine Obersten
und ber seine Weisen! $50/36$ Das Schwert ber die Toren, da
sie zu Orakelpriestern werden! Das Schwert ber seine Helden,
da sie schreckerfllt sind! $50/37$ Das Schwert ber seine
Pferde und ber seine Wagen und ber das ganze Mischvolk, das in
seiner Mitte ist, da sie zu Weibern werden! Das Schwert ber
seine Schtze, da sie geplndert werden! $50/38$ Drre ber
seine Gewsser, da sie austrocknen! Denn es ist ein Land der
geschnitzten Bilder, und durch ihre Schreckbilder werden sie
toll. $50/39$ Darum werden Wstentiere mit wilden Hunden darin
wohnen, und Straue werden darin wohnen. Und es soll in Ewigkeit
nicht mehr bewohnt werden und keine Wohnsttte sein von
Generation zu Generation. $50/40$ Wie [nach] der Umkehrung
Sodoms und Gomorras und ihrer Nachbarstdte durch Gott, spricht
der HERR, wird niemand dort wohnen, und kein Menschenkind wird
sich darin aufhalten.

$50/41$ Siehe, ein Volk kommt von Norden her, und eine groe
Nation und viele Knige machen sich auf vom uersten Ende der
Erde. $50/42$ Bogen und Krummschwert fhren sie, sie sind
grausam und ohne Erbarmen. Ihre Stimme braust wie das Meer, und
auf Pferden reiten sie: gerstet gegen dich, Tochter Babel, wie
ein Mann zum Krieg. $50/43$ Der Knig von Babel hat die
Nachricht von ihnen vernommen, und seine Hnde sind schlaff
geworden. Angst hat ihn ergriffen, Wehen wie bei der Gebrenden.
$50/44$ Siehe, wie ein Lwe steigt er von der Pracht des Jordan
herauf zum Weideplatz [am] immerflieenden [Bach]. Ja, ich werde
sie pltzlich daraus vertreiben und den, der auserkoren ist,
ber es bestellen. Denn wer ist mir gleich, und wer will mich
vorladen? Und wer ist der Hirte, der vor mir bestehen knnte?
$50/45$ Darum hrt den Ratschlu des HERRN, den er ber Babel
beschlossen hat, und seine Gedanken, die er ber das Land der
Chalder denkt: Wahrlich, man wird sie fortschleppen, [auch] die
Geringen der Herde! Wahrlich, der Weideplatz wird sich ber sie
entsetzen! $50/46$ Von dem Ruf: Babel ist erobert! erzittert die
Erde. Ein Geschrei wird unter den Nationen vernommen.
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