Jeremias Brief an die Weggefhrten in Babel: Verheiung und
Gericht fr das Volk.

\29\

$29/1$ Und dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet
Jeremia von Jerusalem an den Rest der ltesten der Weggefhrten
und an die Priester und an die Propheten und an das ganze Volk
sandte, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel gefangen
weggefhrt hatte $29/2$ - nachdem der Knig Jechonja und die
Herrin und die Hofbeamten, die Obersten von Juda und Jerusalem
und die Schmiede und Schlosser Jerusalem verlassen hatten -,
$29/3$ durch Elasa, den Sohn des Schafan, und Gemarja, den Sohn
des Hilkija, die Zedekia, der Knig von Juda, nach Babel zu
Nebukadnezar, dem Knig von Babel, sandte: $29/4$ So spricht der
HERR der Heerscharen, der Gott Israels, zu allen Weggefhrten,
die ich von Jerusalem nach Babel gefangen weggefhrt habe:
$29/5$ Baut Huser und wohnt [darin]! Pflanzt Grten und et
ihre Frchte! $29/6$ Nehmt Frauen und zeugt Shne und Tchter!
Und nehmt Frauen fr eure Shne, und eure Tchter gebt Mnnern,
damit sie Shne und Tchter gebren, damit ihr euch dort
vermehrt und nicht vermindert! $29/7$ Und sucht den Frieden der
Stadt, in die ich euch gefangen weggefhrt habe, und betet fr
sie zum HERRN! Denn in ihrem Frieden werdet ihr Frieden haben.
$29/8$ Denn so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott
Israels: Lat euch von euren Propheten, die in eurer Mitte sind,
und von euren Wahrsagern nicht tuschen! Und hrt nicht auf eure
Trume, die ihr euch trumen lat! $29/9$ Denn Lge weissagen
sie euch in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt, spricht
der HERR. $29/10$ Denn so spricht der HERR: Erst wenn siebzig
Jahre fr Babel voll sind, werde ich mich euer annehmen und mein
gutes Wort, euch an diesen Ort zurckzubringen, an euch
erfllen. $29/11$ Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich ber
euch denke, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht
zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewhren. $29/12$
Ruft ihr mich an, geht ihr hin und betet zu mir, dann werde ich
auf euch hren. $29/13$ Und sucht ihr mich, so werdet ihr [mich]
finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, $29/14$
so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR. Und
ich werde euer Geschick wenden und euch sammeln aus allen
Nationen und aus allen Orten, wohin ich euch vertrieben habe,
spricht der HERR. Und ich werde euch an den Ort zurckbringen,
von dem ich euch gefangen weggefhrt habe.

$29/15$ Wenn ihr sagt: `Der HERR hat uns in Babel Propheten
erweckt, $29/16$ ja, so spricht der HERR ber den Knig, der auf
dem Thron Davids sitzt, und ber das ganze Volk, das in dieser
Stadt wohnt, eure Brder, die nicht mit euch in die
Gefangenschaft weggezogen sind, - $29/17$ so spricht der HERR
der Heerscharen: Siehe, ich sende unter sie das Schwert, den
Hunger und die Pest und mache sie wie die abscheulichen Feigen,
die vor Schlechtigkeit nicht gegessen werden knnen. $29/18$ Und
ich jage ihnen nach mit dem Schwert, mit dem Hunger und mit der
Pest. Und ich mache sie zum Entsetzen fr alle Knigreiche der
Erde, zum Fluch und zum Entsetzen und zum Gezisch und zur
Schmach unter allen Nationen, wohin ich sie vertrieben habe:
$29/19$ weil sie auf meine Worte nicht gehrt haben, spricht der
HERR, womit ich meine Knechte, die Propheten, zu ihnen sandte,
frh mich aufmachend und sendend. Aber ihr habt nicht gehrt,
spricht der HERR.

$29/20$ Ihr nun, hrt das Wort des HERRN, all ihr Weggefhrten,
die ich von Jerusalem nach Babel weggeschickt habe! $29/21$ So
spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, ber Ahab,
den Sohn des Kolaja, und ber Zedekia, den Sohn des Maaseja, die
euch Lgen weissagen in meinem Namen: Siehe, ich gebe sie in die
Hand Nebukadnezars, des Knigs von Babel, damit er sie vor euren
Augen erschlgt. $29/22$ Und von ihnen wird ein Fluch genommen
bei allen Weggefhrten Judas, die in Babel sind, da man sagt:
Der HERR mache dich wie Zedekia und wie Ahab, die der Knig von
Babel im Feuer gerstet hat! $29/23$ Denn sie haben eine Torheit
in Israel begangen und Ehebruch getrieben mit den Frauen ihrer
Nchsten und in meinem Namen Lgenworte geredet, was ich ihnen
nicht geboten hatte; und ich, ich wei es und bin Zeuge, spricht
der HERR. - $29/24$ Und zu Schemaja, dem Nehelamiter, sollst du
sagen: $29/25$ So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott
Israels: Weil du in deinem Namen einen Brief gesandt hast an das
ganze Volk, das in Jerusalem ist, und an den Priester Zefanja,
den Sohn des Maaseja, und an all die Priester und gesagt:
$29/26$ `Der HERR hat dich anstelle des Priesters Jojada zum
Priester bestellt, damit Aufseher [fr das] Haus des HERRN [da]
sind fr jeden Rasenden und den, der als Prophet auftritt, damit
du ihn in den Block und in das Halseisen legst. $29/27$ Und nun,
warum bist du nicht gegen Jeremia aus Anatot eingeschritten, der
bei euch als Prophet auftritt? $29/28$ Denn er hat doch zu uns
nach Babel gesandt und gesagt: Es wird lange dauern; baut Huser
und wohnt [darin] und pflanzt Grten und et ihre Frchte! -
$29/29$ Der Priester Zefanja aber hatte diesen Brief vor den
Ohren des Propheten Jeremia gelesen. - $29/30$ Da geschah das
Wort des HERRN zu Jeremia: $29/31$ Sende hin zu allen
Weggefhrten und sage: So spricht der HERR zu Schemaja, dem
Nehelamiter: Weil Schemaja euch geweissagt, ich ihn aber nicht
gesandt habe und er euch auf Lgen hat vertrauen lassen, $29/32$
darum, so spricht der HERR: Siehe, ich will Schemaja, den
Nehelamiter, und seine Nachkommen heimsuchen: er soll keinen
[Nachkommen] haben, der inmitten dieses Volkes wohnt, und er
soll das Gute nicht sehen, das ich meinem Volk tun werde,
spricht der HERR; denn er hat Ungehorsam gegen den HERRN
gepredigt.
Ankndigung von Gerichtsnot und Erlsung fr Israel und Juda

\30\

$30/1$ Das Wort, das von dem HERRN zu Jeremia geschah:

$30/2$ So spricht der HERR, der Gott Israels: Schreibe dir alle
Worte, die ich zu dir geredet habe, in ein Buch! $30/3$ Denn
siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da wende ich das Geschick
meines Volkes Israel und Juda, spricht der HERR. Und ich bringe
sie in das Land zurck, das ich ihren Vtern gegeben habe, damit
sie es in Besitz nehmen.

$30/4$ Und das sind die Worte, die der HERR ber Israel und ber
Juda geredet hat. $30/5$ Denn so spricht der HERR: Eine Stimme
des Schreckens haben wir gehrt. [Da ist] Furcht und kein
Friede. $30/6$ Fragt doch nach und seht, ob ein Mann gebren
kann! Warum sehe ich die Hnde eines jeden Mannes auf seinen
Lenden, einer Gebrenden gleich, und alle Gesichter in Blsse
verwandelt? $30/7$ Wehe! Denn gro ist jener Tag, keiner ist wie
er, und es ist eine Zeit der Bedrngnis fr Jakob; doch wird er
aus ihr gerettet werden. $30/8$ Denn an jenem Tag wird es
geschehen, spricht der HERR der Heerscharen, da zerbreche ich
sein Joch von deinem Hals und zerreie ich deine Stricke, und
Fremde sollen ihn nicht mehr dienstbar machen; $30/9$ sondern
sie werden dem HERRN, ihrem Gott, dienen und ihrem Knig David,
den ich ihnen erwecke.

V. 10.11: Kap. 46,27.28

$30/10$ Und du, frchte dich nicht, mein Knecht Jakob, spricht
der HERR, und erschrick nicht, Israel! Denn siehe, ich will dich
retten aus der Ferne und deine Nachkommen aus dem Land ihrer
Gefangenschaft. Und Jakob wird zurckkehren und Ruhe haben, er
wird sicher sein, und niemand wird ihn aufschrecken. $30/11$
Denn ich bin mit dir, spricht der HERR, um dich zu retten. Denn
ich werde ein Ende machen mit allen Nationen, unter die ich dich
zerstreut habe. Nur mit dir werde ich kein Ende machen, sondern
dich mit rechtem Ma zchtigen und dich keineswegs ungestraft
lassen.

$30/12$ Denn so spricht der HERR: Unheilbar ist dein Bruch,
bsartig ist deine Wunde! $30/13$ Niemand fhrt deine
Rechtssache, fr das Geschwr [gibt es keine] Heilung, keine
heilende Haut fr dich! $30/14$ All deine Liebhaber haben dich
vergessen, sie fragen nicht nach dir. Denn ich habe dich
verwundet wie man einen Feind verwundet. Deine Zchtigung war
grausam um der Gre deiner Schuld willen, weil deine Snden
zahlreich sind. $30/15$ Was schreist du um Hilfe ber deinen
Bruch, da dein Schmerz unheilbar ist? Um der Gre deiner
Schuld willen, weil deine Snden zahlreich sind, habe ich dir
das angetan. $30/16$ Darum sollen alle, die dich fressen,
gefressen werden, und alle deine Bedrnger sollen insgesamt in
die Gefangenschaft gehen. Und deine Plnderer sollen der
Plnderung anheimfallen, und alle, die dich beraubt haben, werde
ich dem Raub preisgeben. $30/17$ Denn ich will dir Genesung
bringen und dich von deinen Wunden heilen, spricht der HERR,
weil man dich eine Verstoene nennt: `Das ist Zion, nach dem
niemand fragt!

$30/18$ So spricht der HERR: Siehe, ich will das Geschick der
Zelte Jakobs wenden, und ber seine Wohnungen will ich mich
erbarmen. Und die Stadt wird auf ihrem Hgel [wieder] erbaut,
und der Palast wird an seinem rechten Platz stehen; $30/19$ und
Lobgesang und die Stimme der Spielenden soll [wieder] von ihnen
ausgehen. Und ich will sie vermehren, und sie werden sich nicht
vermindern. Und ich will sie herrlich machen, und sie werden
nicht gering [geachtet] werden. $30/20$ Und seine Shne werden
sein wie frher, und seine Gemeinde wird vor mir feststehen;
alle seine Unterdrcker aber werde ich heimsuchen. $30/21$ Und
sein Mchtiger wird [wieder] aus ihm [selbst] sein und sein
Herrscher aus seiner Mitte hervorgehen. Und ich will ihm Zutritt
gewhren, und er wird mir nahen. Denn wer ist es, der sein Herz
verpfndet, um zu mir zu nahen? spricht der HERR. $30/22$ Und
ihr werdet mein Volk, und ich werde euer Gott sein.

$30/23$ Siehe, ein Sturmwind des HERRN, [sein] Grimm ist
hervorgebrochen, ein wirbelnder Sturmwind; auf den Kopf der
Gottlosen wirbelt er herab. $30/24$ Nicht wendet sich die Glut
des Zornes des HERRN, bis er getan und bis er ausgefhrt hat die
Plne seines Herzens. Am Ende der Tage werdet ihr das verstehen.

Zuknftiges Heil fr Israel und Juda




\31\

$31/1$ In jener Zeit, spricht der HERR, werde ich der Gott aller
Sippen Israels sein, und sie werden mein Volk sein.

$31/2$ So spricht der HERR: Das Volk derer, die dem Schwert
entronnen sind, hat Gnade gefunden in der Wste, als Israel
wanderte, um zu seiner Ruhe zu kommen. $31/3$ Der HERR ist ihm
von ferne erschienen: `Ja, mit ewiger Liebe habe ich dich
geliebt; darum habe ich dir [meine] Gte bewahrt. $31/4$ Ich
will dich wieder bauen, und du wirst gebaut sein, Jungfrau
Israel! Du wirst dich wieder mit deinen Tamburinen schmcken und
ausziehen im Reigen der Tanzenden. $31/5$ Du wirst wieder
Weinberge pflanzen auf den Bergen Samarias; die Pflanzer werden
pflanzen und genieen. $31/6$ Denn es wird einen Tag geben, [an
dem] die Wchter auf dem Gebirge Ephraim rufen: Macht euch auf
und lat uns nach Zion hinaufziehen zum HERRN, unserm Gott!

$31/7$ Denn so spricht der HERR: Jubelt ber Jakob mit Freuden
und jauchzt ber das Haupt der Nationen! Verkndet, lobsingt und
sprecht: Gerettet hat der HERR sein Volk, den berrest Israels!
$31/8$ Siehe, ich bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und
sammle sie von dem uersten Ende der Erde, unter ihnen Blinde
und Lahme, Schwangere und Gebrende, sie alle zusammen; als eine
groe [Volks]versammlung kehren sie hierher zurck. $31/9$ Mit
Weinen kommen sie, und unter Flehen fhre ich sie. Ich bringe
sie zu Wasserbchen auf einem ebenen Weg, auf dem sie nicht
strzen. Denn ich bin Israel [wieder] zum Vater geworden, und
Ephraim ist mein Erstgeborener.

$31/10$ Hrt das Wort des HERRN, ihr Nationen, und meldet es auf
den fernen Inseln und sagt: Der Israel zerstreut hat, wird es
[wieder] sammeln und wird es hten wie ein Hirte seine Herde!
$31/11$ Denn der HERR hat Jakob losgekauft und hat ihn erlst
aus der Hand dessen, der strker war als er. $31/12$ Und sie
werden kommen und jubeln auf der Hhe Zions und herbeistrmen zu
[all] dem Guten des HERRN: zum Korn, zum Most, zum l und zu den
jungen Schafen und Rindern. Und ihre Seele wird sein wie ein
bewsserter Garten, und sie werden nicht mehr lnger
verschmachten. $31/13$ Dann wird die Jungfrau sich erfreuen am
Reigen, junge Mnner und Greise miteinander. Und ich will ihre
Trauer in Freude verwandeln und will sie trsten und erfreuen in
ihrem Kummer. $31/14$ Und ich will die Seele der Priester mit
Fett laben, und mein Volk wird sich an [all] meinem Guten
sttigen, spricht der HERR.

$31/15$ So spricht der HERR: Horch! In Rama hrt man Totenklage,
bitteres Weinen. Rahel beweint ihre Kinder. Sie will sich nicht
trsten lassen ber ihre Kinder, weil sie nicht mehr [da] sind.
$31/16$ So spricht der HERR: Halte deine Stimme zurck vom
Weinen und deine Augen von Trnen! Denn es gibt Lohn fr deine
Mhe, spricht der HERR: Sie werden aus dem Land des Feindes
zurckkehren; $31/17$ und Hoffnung ist da fr deine Zukunft,
spricht der HERR, und deine Kinder werden in ihr Gebiet
zurckkehren.

$31/18$ Deutlich habe ich Ephraim wehklagen hren: Du hast mich
gezchtigt, und ich wurde gezchtigt wie ein nicht [ans Joch]
gewhntes Kalb. La mich umkehren, da ich umkehre, denn du,
HERR, bist mein Gott. $31/19$ Denn nach meiner Umkehr empfinde
ich Reue, und nachdem ich zur Erkenntnis gelangt bin, schlage
ich mir auf die Lenden. Ich schme mich und bin auch zuschanden
geworden, denn ich trage die Schmach meiner Jugend. - $31/20$
Ist mir Ephraim ein teurer Sohn oder ein Kind, an dem ich Freude
habe? Denn sooft ich auch gegen ihn geredet habe, mu ich [doch]
immer wieder an ihn denken. Darum ist mein Innerstes um ihn
erregt. Ich mu mich ber ihn erbarmen, spricht der HERR.

$31/21$ Richte dir Wegweiser auf, setze dir Wegzeichen, richte
dein Herz auf die Strae, auf den Weg, den du gegangen bist!
Kehre um, Jungfrau Israel, kehre um in diese deine Stdte!
$31/22$ Wie lange willst du dich hin und her wenden, du
abtrnnige Tochter? Denn der HERR hat ein Neues geschaffen auf
der Erde: Die Frau wird den Mann umgeben!

$31/23$ So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels:
Dieses Wort wird man wieder sprechen im Land Juda und in seinen
Stdten, wenn ich ihr Geschick wende: Der HERR segne dich, du
Weide der Gerechtigkeit, du heiliger Berg! $31/24$ Und Juda und
alle seine Stdte werden miteinander darin wohnen, Bauern und
die, die mit der Herde umherziehen. $31/25$ Denn ich habe die
erschpfte Seele reichlich getrnkt und jede schmachtende Seele
gefllt.

$31/26$ Darum [heit es]: `Ich wachte auf und sah [umher] - mein
Schlaf war mir kstlich gewesen.

$31/27$ Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da se ich das
Haus Israel und das Haus Juda: Samen von Menschen und Samen von
Vieh. $31/28$ Und es wird geschehen, wie ich ber sie gewacht
habe, um auszureien, abzubrechen, niederzureien, zugrunde zu
richten und zu vernichten, ebenso werde ich ber sie wachen, um
zu bauen und zu pflanzen, spricht der HERR. $31/29$ In jenen
Tagen wird man nicht mehr sagen: Die Vter haben unreife Trauben
gegessen, und die Zhne der Shne sind stumpf geworden; $31/30$
sondern jeder wird wegen seiner Schuld sterben: Jeder Mensch,
der unreife Trauben it, dessen Zhne sollen stumpf werden.

Verheiung des Neuen Bundes

V. 31-34: Hebr 8,8-12; 10,16-18

$31/31$ Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da schliee ich
mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund:
$31/32$ nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vtern geschlossen
habe an dem Tag, als ich sie bei der Hand fate, um sie aus dem
Land gypten herauszufhren, - diesen meinen Bund haben sie
gebrochen, obwohl ich doch ihr Herr war, spricht der HERR.
$31/33$ Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel
nach jenen Tagen schlieen werde, spricht der HERR: Ich werde
mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz
schreiben. Und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk
sein. $31/34$ Dann wird nicht mehr einer seinen Nchsten oder
einer seinen Bruder lehren und sagen: Erkennt den HERRN! Denn
sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem
Grten, spricht der HERR. Denn ich werde ihre Schuld vergeben
und an ihre Snde nicht mehr denken.

$31/35$ So spricht der HERR, der die Sonne gesetzt hat zum Licht
fr den Tag, die Ordnungen des Mondes und der Sterne zum Licht
fr die Nacht, der das Meer erregt, da seine Wogen brausen,
HERR der Heerscharen ist sein Name: $31/36$ Wenn diese Ordnungen
vor meinem Angesicht weichen, spricht der HERR, dann soll auch
die Nachkommenschaft Israels aufhren, eine Nation zu sein vor
meinem Angesicht alle Tage. $31/37$ So spricht der HERR: Wenn
die Himmel oben gemessen und die Grundfesten der Erde unten
erforscht werden knnen, dann will ich auch die ganze
Nachkommenschaft Israels verwerfen wegen all dessen, was sie
getan haben, spricht der HERR.

$31/38$ Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da diese Stadt fr
den HERRN [wieder] gebaut werden wird, vom Turm Hananel [bis
zum] Ecktor. $31/39$ Und die Meschnur wird weiter fortlaufen
geradeaus ber den Hgel Gareb und sich nach Goa wenden. $31/40$
Und das ganze Tal der Leichen und der Fettasche und alle
Terrassen[grten] bis zum Bach Kidron, bis zur Ecke des Rotors
nach Osten zu, wird fr den HERRN heilig sein. [Die Stadt] soll
nicht mehr niedergerissen noch zerstrt werden in Ewigkeit.

Jeremias Kauf eines Feldes als Sinnbild fr Gottes Heilshandeln

V. 1-5: Kap. 34,1-6

\32\

$32/1$ Das Wort, das von dem HERRN zu Jeremia geschah im zehnten
Jahr Zedekias, des Knigs von Juda; dieses Jahr war das
achtzehnte Jahr Nebukadnezars. $32/2$ Das Heer des Knigs von
Babel belagerte damals Jerusalem. Der Prophet Jeremia aber wurde
im Wachhof gefangengehalten, der im Haus des Knigs von Juda
ist. $32/3$ Denn Zedekia, der Knig von Juda, hielt ihn gefangen
und hatte gesagt: `Warum weissagst du: So spricht der HERR:
Siehe, ich gebe diese Stadt in die Hand des Knigs von Babel,
da er sie einnimmt. $32/4$ Und Zedekia, der Knig von Juda,
wird der Hand der Chalder nicht entrinnen, sondern ganz
bestimmt in die Hand des Knigs von Babel gegeben werden. Und
sein Mund wird mit dessen Mund reden, und seine Augen werden
dessen Augen sehen. $32/5$ Und er wird Zedekia nach Babel
fhren, und dort wird er sein, bis ich mich seiner annehme,
spricht der HERR. Wenn ihr mit den Chaldern kmpft, werdet ihr
keinen Erfolg haben.

$32/6$ Und Jeremia sprach: Das Wort des HERRN geschah zu mir:
$32/7$ Siehe, Hanamel, der Sohn des Schallum, deines Onkels,
wird zu dir kommen und sagen: Kauf dir meinen Acker, der in
Anatot [liegt]! Denn du hast das Lsungsrecht, um [ihn] zu
kaufen. $32/8$ Und Hanamel, der Sohn meines Onkels, kam zu mir
nach dem Wort des HERRN, in den Wachhof und sagte zu mir: Kauf
doch meinen Acker, der in Anatot im Land Benjamin [liegt]! Denn
du hast das Erbrecht, und du hast das Lsungsrecht. Kauf ihn
dir! Da erkannte ich, da es das Wort des HERRN war. $32/9$ Und
ich kaufte von Hanamel, dem Sohn meines Onkels, den Acker, der
in Anatot [liegt], und wog ihm das Geld dar: siebzehn Schekel
Silber. $32/10$ Und ich schrieb einen Kaufbrief und versiegelte
ihn und nahm Zeugen, und ich wog das Geld auf der Waage dar.
$32/11$ Dann nahm ich den Kaufbrief, den versiegelten: die
Festsetzung und die Bestimmungen und auch den offenen. $32/12$
Und ich gab den Kaufbrief Baruch, dem Sohn Nerijas, des Sohnes
Machsejas, vor den Augen meines Vetters Hanamel und vor den
Augen der Zeugen, die den Kaufbrief unterschrieben hatten, vor
den Augen aller Juder, die im Wachhof saen. $32/13$ Und ich
befahl Baruch vor ihren Augen: $32/14$ So spricht der HERR der
Heerscharen, der Gott Israels: Nimm diese Briefe, diesen
Kaufbrief, sowohl den versiegelten als auch diesen offenen
Brief, und lege sie in ein Tongef, damit sie viele Tage
erhalten bleiben! $32/15$ Denn so spricht der HERR der
Heerscharen, der Gott Israels: Es werden wieder Huser, Felder
und Weinberge in diesem Land gekauft werden.

$32/16$ Und nachdem ich Baruch, dem Sohn des Nerija, den
Kaufbrief gegeben hatte, betete ich zum HERRN: $32/17$ Ach,
Herr, HERR! Siehe, du hast die Himmel und die Erde gemacht durch
deine groe Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm: kein Ding
ist dir unmglich; $32/18$ der du Gnade bst an Tausenden und
die Schuld der Vter vergiltst in den Scho ihrer Kinder nach
ihnen; du groer, mchtiger Gott, dessen Name HERR der
Heerscharen ist, $32/19$ gro an Rat und mchtig an Tat; du,
dessen Augen ber alle Wege der Menschenkinder offen sind, um
jedem nach seinen Wegen und nach der Frucht seiner Taten zu
geben; $32/20$ der du Zeichen und Wunder getan hast im Land
gypten bis auf diesen Tag, sowohl an Israel als auch an
[anderen] Menschen, und dir einen Namen gemacht hast, wie es an
diesem Tag ist. $32/21$ Und du hast dein Volk Israel aus dem
Land gypten herausgefhrt mit Zeichen und mit Wundern und mit
starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit groem Schrecken
$32/22$ und hast ihnen dieses Land gegeben, das du ihren Vtern
zugeschworen hattest, ihnen zu geben, ein Land, das von Milch
und Honig berfliet. $32/23$ Und sie sind hineingekommen und
haben es in Besitz genommen. Aber sie hrten nicht auf deine
Stimme, und in deinem Gesetz lebten sie nicht: sie haben nichts
getan von allem, was du ihnen zu tun geboten hattest. Da hast du
ihnen all dieses Unheil widerfahren lassen. $32/24$ Siehe, die
Wlle reichen [schon bis an] die Stadt, sie einzunehmen. Und
durch das Schwert, durch den Hunger, durch die Pest ist die
Stadt in die Hand der Chalder gegeben, die gegen sie kmpfen.
Und was du geredet hast, ist geschehen; und siehe, du siehst es.
$32/25$ Und da sagst du zu mir, Herr, HERR: Kauf dir den Acker
fr Geld und nimm Zeugen, wo doch die Stadt in die Hand der
Chalder gegeben ist!

$32/26$ Da geschah das Wort des HERRN zu Jeremia: $32/27$ Siehe,
ich bin der HERR, der Gott alles Fleisches! Sollte mir irgendein
Ding unmglich sein? $32/28$ Darum, so spricht der HERR: Siehe,
ich gebe diese Stadt in die Hand der Chalder und in die Hand
Nebukadnezars, des Knigs von Babel, da er sie einnimmt.
$32/29$ Und die Chalder, die gegen diese Stadt kmpfen, werden
hineinkommen und diese Stadt in Brand stecken und sie
niederbrennen samt den Husern, auf deren Dchern sie dem Baal
Rauchopfer dargebracht und andern Gttern Trankopfer gespendet
haben, um mich zu reizen. $32/30$ Denn die Shne Israel und die
Shne Juda taten von ihrer Jugend an nur, was in meinen Augen
bse ist. Denn die Shne Israel haben mich durch das Werk ihrer
Hnde [immer] nur gereizt, spricht der HERR. $32/31$ Denn
[Anla] zu meinem Zorn und zu meinem Grimm ist mir diese Stadt
gewesen von dem Tag an, als man sie gebaut hat, bis auf diesen
Tag, so da ich sie von meinem Angesicht entfernen mu $32/32$
wegen all der Bosheit der Shne Israel und der Shne Juda, die
sie verbt haben, um mich zu reizen, sie, ihre Knige, ihre
Obersten, ihre Priester und ihre Propheten und die Mnner von
Juda und die Bewohner von Jerusalem. $32/33$ Und sie haben mir
den Rcken zugekehrt und nicht das Gesicht. Und [obwohl] ich sie
lehrte, frh mich aufmachend und lehrend, so hrten sie doch
nicht und nahmen keine Zucht an. $32/34$ Und in das Haus, ber
dem mein Name ausgerufen ist, haben sie ihre Scheusale gesetzt,
um es unrein zu machen. $32/35$ Und sie haben die Hhen des Baal
gebaut, die im Tal Ben-Hinnom [stehen], um ihre Shne und ihre
Tchter fr den Moloch durch [das Feuer] gehen zu lassen - was
ich nicht geboten habe und mir nicht in den Sinn gekommen ist,
da sie solche Greuel verben sollten -, um so Juda zur Snde zu
verleiten. $32/36$ Nun aber - darum spricht der HERR, der Gott
Israels, jetzt so ber diese Stadt, von der ihr sagt: Sie ist in
die Hand des Knigs von Babel gegeben durch das Schwert, durch
den Hunger und durch die Pest: $32/37$ Siehe, ich werde sie aus
all den Lndern sammeln, wohin ich sie vertrieben habe in meinem
Zorn und in meinem Grimm und in groer Entrstung. Und ich werde
sie an diesen Ort zurckbringen und sie in Sicherheit wohnen
lassen. $32/38$ Und sie werden mein Volk und ich werde ihr Gott
sein. $32/39$ Und ich werde ihnen einerlei Sinn und einerlei
Wandel geben, damit sie mich alle Tage frchten, ihnen und ihren
Kindern nach ihnen zum Guten. $32/40$ Und ich werde einen ewigen
Bund mit ihnen schlieen, da ich mich nicht von ihnen abwende,
ihnen Gutes zu tun. Und ich werde meine Furcht in ihr Herz
legen, damit sie nicht von mir abweichen. $32/41$ Und ich werde
meine Freude an ihnen haben, ihnen Gutes zu tun, und ich werde
sie in diesem Land pflanzen in Treue, mit meinem ganzen Herzen
und mit meiner ganzen Seele. $32/42$ Denn so spricht der HERR:
Ebenso wie ich ber dieses Volk all dies groe Unheil gebracht
habe, so will ich ber sie [auch] all das Gute bringen, das ich
ber sie rede. $32/43$ Und es sollen Felder gekauft werden in
diesem Land, von dem ihr sagt: Es ist dland, ohne Menschen und
ohne Vieh; es ist in die Hand der Chalder gegeben. $32/44$ Man
wird Felder fr Geld kaufen und Kaufbriefe schreiben, sie
versiegeln und Zeugen [hinzu]nehmen im Land Benjamin, in der
Umgebung von Jerusalem und in den Stdten Judas, sowohl in den
Stdten des Gebirges als auch in den Stdten der Niederung und
in den Stdten des Sdens. Denn ich werde ihr Geschick wenden,
spricht der HERR.

Verheiung der Wiederherstellung Israels und eines ewigen Bundes
mit dem Haus Juda und dem Haus Levi

\33\

$33/1$ Und das Wort des HERRN geschah zum zweiten Mal zu
Jeremia, als er noch im Wachhof eingeschlossen war:

$33/2$ So spricht der HERR, der es tut, der HERR, der es bildet,
um es festzusetzen, HERR ist sein Name: $33/3$ Rufe mich an,
dann will ich dir antworten und will dir Groes und Unfabares
mitteilen, das du nicht kennst. $33/4$ Denn so spricht der HERR,
der Gott Israels, ber die Huser dieser Stadt und ber die
Huser der Knige von Juda, die abgebrochen werden, [um im
Kampf] gegen die Belagerungswlle und zur Abwehr [Verwendung zu
finden]. $33/5$ Man kommt nur [zusammen], um gegen die Chalder
zu kmpfen und die Huser mit den Leichen der Menschen zu
fllen, die ich in meinem Zorn und in meinem Grimm geschlagen
und um all deren Bosheit willen ich mein Angesicht vor dieser
Stadt verborgen habe: $33/6$ Siehe, ich will ihr Genesung und
Heilung bringen und sie heilen, und ich will ihnen eine Flle
von Frieden und Treue offenbaren. $33/7$ Und ich werde das
Geschick Judas und das Geschick Israels wenden und werde sie
bauen wie im Anfang. $33/8$ Und ich werde sie reinigen von all
ihrer Schuld, mit der sie gegen mich gesndigt haben. Und ich
werde alle ihre Verschuldungen vergeben, mit denen sie gegen
mich gesndigt und durch die sie mit mir gebrochen haben. $33/9$
Und es soll mir zum Freudennamen sein, zum Ruhm und zum Schmuck
bei allen Nationen der Erde, die all das Gute hren, das ich
ihnen tue. Und sie werden zittern und beben ber all das Gute
und ber all den Frieden, den ich ihm angedeihen lasse.

$33/10$ So spricht der HERR: An diesem Ort, von dem ihr sagt: Er
ist verwstet, ohne Menschen und ohne Vieh! - in den Stdten
Judas und auf den Straen Jerusalems, die de sind, ohne
Menschen und ohne Bewohner und ohne Vieh, [dort] wird wieder
gehrt werden $33/11$ die Stimme der Wonne und die Stimme der
Freude, die Stimme des Brutigams und die Stimme der Braut, die
Stimme derer, die sagen: Preist den HERRN der Heerscharen, denn
gtig ist der HERR, ewig [whrt] seine Gnade! - [die Stimme]
derer, die Lob in das Haus des HERRN bringen. Denn ich werde das
Geschick des Landes wenden wie im Anfang, spricht der HERR.

$33/12$ So spricht der HERR der Heerscharen: An diesem Ort, der
verwstet ist, ohne Menschen und ohne Vieh, und in allen seinen
Stdten wird wieder eine Weide fr die Hirten sein, die [ihre]
Herde lagern lassen. $33/13$ In den Stdten des Gebirges, in den
Stdten der Niederung und in den Stdten des Sdens und im Land
Benjamin und in der Umgebung von Jerusalem und in den Stdten
Judas werden wieder die Herden unter den Hnden des Hirten, der
[sie] zhlt, vorberziehen, spricht der HERR!

$33/14$ Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da erflle ich das
gute Wort, das ich ber das Haus Israel und ber das Haus Juda
geredet habe. $33/15$ In diesen Tagen und zu dieser Zeit werde
ich dem David einen Spro der Gerechtigkeit hervorsprossen
lassen, der wird Recht und Gerechtigkeit ben im Land. $33/16$
In jenen Tagen wird Juda gerettet, und Jerusalem wird in
Sicherheit wohnen. Und das wird [sein Name] sein, mit dem man es
benennt: Der HERR, unsere Gerechtigkeit. $33/17$ Denn so spricht
der HERR: Nie soll es dem David an einem Mann fehlen, der auf
dem Thron des Hauses Israel sitzt. $33/18$ Und den Priestern,
den Leviten, soll es nie an einem Mann vor mir fehlen, der
Brandopfer opfert und Speisopfer in Rauch aufgehen lt und
Schlachtopfer zurichtet, alle Tage.

$33/19$ Und das Wort des HERRN geschah zu Jeremia: $33/20$ So
spricht der HERR: Wenn ihr [jemals] meinen Bund mit dem Tag und
meinen Bund mit der Nacht brechen knnt, so da Tag und Nacht
nicht mehr zu ihrer Zeit sind, $33/21$ dann kann auch mein Bund
mit meinem Knecht David gebrochen werden, da er keinen Sohn
hat, der auf seinem Thron Knig ist, und auch [mein Bund] mit
den Leviten, den Priestern, meinen Dienern. $33/22$ Wie das Heer
des Himmels nicht gezhlt und der Sand des Meeres nicht gemessen
werden kann, ebenso werde ich die Nachkommen meines Knechtes
David und die Leviten zahlreich machen, die mir dienen.

$33/23$ Und das Wort des HERRN geschah zu Jeremia: $33/24$ Hast
du nicht gesehen, was dieses Volk redet, indem es sagt: Die
beiden Geschlechter, die der HERR erwhlt hatte, die hat er
verworfen! - und [wie] sie mein Volk schmhen, da es vor ihnen
keine Nation mehr sei? $33/25$ So spricht der HERR: Wenn mein
Bund mit dem Tag und der Nacht nicht [mehr besteht, wenn] ich
die Ordnungen des Himmels und der Erde nicht festgesetzt habe,
$33/26$ dann werde ich auch die Nachkommen Jakobs und meines
Knechtes David verwerfen, da ich nicht mehr von seinen
Nachkommen Herrscher nehme ber die Nachkommen Abrahams, Isaaks
und Jakobs. Denn ich werde ihr Geschick wenden und mich ber sie
erbarmen.

Ankndigung des Schicksals des Knigs Zedekia

Kap. 32,1-5

\34\

$34/1$ Das Wort, das durch den HERRN zu Jeremia geschah, als
Nebukadnezar, der Knig von Babel, und sein ganzes Heer und alle
Knigreiche der Erde, [die unter] der Herrschaft seiner Hand
[waren], und alle Vlker gegen Jerusalem und gegen alle seine
Stdte kmpften:

$34/2$ So spricht der HERR, der Gott Israels: Geh hin und sprich
zu Zedekia, dem Knig von Juda, und sage ihm: So spricht der
HERR: Siehe, ich gebe diese Stadt in die Hand des Knigs von
Babel, da er sie mit Feuer verbrennt! $34/3$ Und du, du wirst
seiner Hand nicht entrinnen, sondern ganz bestimmt ergriffen und
in seine Hand gegeben werden. Deine Augen werden die Augen des
Knigs von Babel sehen, und sein Mund wird mit deinem Mund
reden, und du wirst nach Babel kommen. $34/4$ Doch hre das Wort
des HERRN, Zedekia, Knig von Juda! So spricht der HERR ber
dich: Du wirst nicht durch das Schwert sterben! $34/5$ In
Frieden wirst du sterben, und wie deinen Vtern, den frheren
Knigen, die vor dir gewesen sind, Totenfeuer [angezndet
wurden], so wird man auch dir ein Totenfeuer anznden, und man
wird ber dich klagen: `Ach, Herr! Denn ich habe das Wort
geredet, spricht der HERR.

$34/6$ Der Prophet Jeremia aber redete zu Zedekia, dem Knig von
Juda, alle diese Worte in Jerusalem, $34/7$ whrend das Heer des
Knigs von Babel gegen Jerusalem und gegen alle briggebliebenen
Stdte Judas kmpfte, gegen Lachisch und gegen Aseka; denn diese
waren als befestigte Stdte unter den Stdten Judas
briggeblieben.

Treubruch an freigelassenen Sklaven in Jerusalem und
Gerichtsankndigung

$34/8$ Das Wort, das von dem HERRN zu Jeremia geschah, nachdem
der Knig Zedekia einen Bund mit dem ganzen Volk, das in
Jerusalem [lebte], geschlossen hatte, ihnen eine Freilassung
auszurufen, $34/9$ da jeder seinen Sklaven und ein jeder seine
Sklavin, [und zwar] Hebrer und Hebrerin, als Freie entlassen
sollte, so da niemand [mehr] seinen judischen Volksgenossen
jemals als Sklaven hielt. $34/10$ Und es hrten alle Obersten
und das ganze Volk, das den Bund eingegangen war, da jeder
seinen Sklaven und jeder seine Sklavin als Freie entlassen
sollte, ohne sie lnger als Sklaven zu halten. Sie gehorchten
und entlieen [sie]. $34/11$ Aber sie wandten sich um und holten
die Sklaven und Sklavinnen zurck, die sie als Freie entlassen
hatten, und unterjochten sie [wieder] zu Sklaven und Sklavinnen.
$34/12$ Da geschah das Wort des HERRN von dem HERRN zu Jeremia:
$34/13$ So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe einen
Bund mit euren Vtern geschlossen an dem Tag, als ich sie aus
dem Land gypten, aus dem Sklavenhaus, herausfhrte, und habe
gesprochen: $34/14$ Am Ende von sieben Jahren sollt ihr, jeder
seinen hebrischen Bruder entlassen, der sich dir verkauft hat;
er soll sechs Jahre dein Sklave sein, dann sollst du ihn als
Freien von dir entlassen. Aber eure Vter hrten nicht auf mich
und neigten ihr Ohr nicht [zu mir]. $34/15$ Da seid ihr heute
umgekehrt und habt getan, was in meinen Augen recht ist, da
jeder fr seinen Nchsten Freilassung ausrief, und habt einen
Bund vor mir geschlossen in dem Haus, ber dem mein Name
ausgerufen ist. $34/16$ [Dann] aber habt ihr euch [wieder]
umgewandt und meinen Namen entweiht und habt jeder seinen
Sklaven und jeder seine Sklavin zurckgeholt, die ihr auf ihren
Wunsch als Freie entlassen hattet. Und ihr habt sie [wieder]
unterjocht, da sie Sklaven und Sklavinnen fr euch sein sollen.
$34/17$ Darum, so spricht der HERR: Ihr habt nicht auf mich
gehrt, eine Freilassung auszurufen, jeder fr seinen Bruder und
fr seinen Nchsten. Siehe, so rufe ich fr euch eine
Freilassung aus, spricht der HERR, fr das Schwert, fr die Pest
und fr den Hunger und mache euch zum Entsetzen fr alle
Knigreiche der Erde. $34/18$ Und ich will die Mnner, die
meinen Bund bertreten haben, die die Worte des Bundes nicht
gehalten, den sie vor mir geschlossen haben, wie das Kalb
machen, das sie entzweigeschnitten und zwischen dessen Stcken
sie hindurchgegangen sind: $34/19$ die Obersten von Juda und die
Obersten von Jerusalem, die Hofbeamten und die Priester und das
ganze Volk des Landes, die zwischen den Stcken des Kalbes
hindurchgegangen sind, $34/20$ die will ich in die Hand ihrer
Feinde geben und in die Hand derer, die nach ihrem Leben
trachten. Und ihre Leichen sollen den Vgeln des Himmels und den
Tieren der Erde zum Fra dienen. $34/21$ Zedekia aber, den Knig
von Juda, und seine Obersten werde ich in die Hand ihrer Feinde
geben und in die Hand derer, die nach ihrem Leben trachten, und
in die Hand des Heeres des Knigs von Babel, das von euch
abgezogen ist. $34/22$ Siehe, ich gebe Befehl, spricht der HERR,
und bringe sie zu dieser Stadt zurck, damit sie gegen sie
kmpfen und sie einnehmen und mit Feuer verbrennen. Und ich
werde die Stdte Judas zur de machen, ohne einen Bewohner.

Die Treue der Rechabiter im Gegensatz zur Untreue Judas

\35\

$35/1$ Das Wort, das von dem HERRN zu Jeremia geschah in den
Tagen Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs von Juda: $35/2$
Geh zum Haus der Rechabiter und rede mit ihnen und bring sie in
das Haus des HERRN in eine der Zellen und gib ihnen Wein zu
trinken! $35/3$ Da nahm ich Jaasanja, den Sohn Jirmejas, des
Sohnes Habazzinjas, und seine Brder und alle seine Shne und
das ganze Haus der Rechabiter $35/4$ und brachte sie in das Haus
des HERRN, in die Zelle der Shne Hanans, des Sohnes Jigdaljas,
des Mannes Gottes, neben der Zelle der Obersten, die oberhalb
der Zelle Maasejas war, des Sohnes Schallums, des Hters der
Schwelle. $35/5$ Und ich setzte den Shnen des Hauses der
Rechabiter Krge, mit Wein gefllt, und Becher vor und sagte zu
ihnen: Trinkt Wein! $35/6$ Sie aber sagten: Wir trinken keinen
Wein. Denn Jonadab, der Sohn Rechabs, unser Vater, hat uns
befohlen und gesagt: Ihr sollt keinen Wein trinken, weder ihr
noch eure Shne, fr ewig. $35/7$ Ihr sollt kein Haus bauen und
keinen Samen sen und keinen Weinberg pflanzen noch sie
besitzen. Sondern in Zelten sollt ihr wohnen alle eure Tage,
damit ihr viele Tage lebt auf dem Erdboden, wo ihr euch als
Fremde aufhaltet. $35/8$ Und wir haben der Stimme Jonadabs, des
Sohnes Rechabs, unseres Vaters, gehorcht, nach allem, was er uns
befohlen hat: keinen Wein zu trinken alle unsere Tage, weder wir
noch unsere Frauen, noch unsere Shne, noch unsere Tchter,
$35/9$ und keine Huser als Wohnung fr uns zu bauen. Und wir
besitzen weder Weinberg noch Feld, noch Samen. $35/10$ So haben
wir in Zelten gewohnt und haben gehorcht und getan nach allem,
was unser Vater Jonadab uns befohlen hat. $35/11$ Und es
geschah, als Nebukadnezar, der Knig von Babel, gegen dieses
Land heraufzog, sagten wir: Kommt und lat uns nach Jerusalem
ziehen vor dem Heer der Chalder und vor dem Heer der Aramer!
So wohnen wir nun in Jerusalem.

$35/12$ Und das Wort des HERRN geschah zu Jeremia: $35/13$ So
spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Geh und
sprich zu den Mnnern von Juda und zu den Bewohnern von
Jerusalem: Wollt ihr keine Zucht annehmen, um auf meine Worte zu
hren? spricht der HERR. $35/14$ Die Worte Jonadabs, des Sohnes
Rechabs, die er seinen Kindern befohlen hat, keinen Wein zu
trinken, sind gehalten worden, und bis auf diesen Tag trinken
sie keinen [Wein]; denn sie haben dem Gebot ihres Vaters
gehorcht. Und ich habe zu euch geredet, frh mich aufmachend und
redend; aber ihr habt nicht auf mich gehrt. $35/15$ Und ich
habe alle meine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt, frh
mich aufmachend und sendend, und gesprochen: Kehrt doch um,
jeder von seinem bsen Weg und bessert eure Taten und lauft
nicht andern Gttern nach, ihnen zu dienen, dann sollt ihr in
dem Land wohnen, das ich euch und euren Vtern gegeben habe!
Aber ihr habt euer Ohr nicht geneigt und nicht auf mich gehrt.
$35/16$ Ja, die Kinder Jonadabs, des Sohnes Rechabs, haben das
Gebot ihres Vaters gehalten, das er ihnen geboten hat; aber
dieses Volk hat nicht auf mich gehrt. $35/17$ Darum, so spricht
der HERR, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich
bringe ber Juda und ber alle Bewohner von Jerusalem all das
Unheil, das ich ber sie geredet habe, weil ich zu ihnen
geredet, sie aber nicht gehrt, und ich ihnen zugerufen, sie
aber nicht geantwortet haben.

$35/18$ Aber zum Haus der Rechabiter sagte Jeremia: So spricht
der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Weil ihr dem Gebot
eures Vaters Jonadab gehorcht und alle seine Gebote bewahrt und
getan habt nach allem, was er euch befohlen hat, $19$ darum, so
spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Es soll
Jonadab, dem Sohn des Rechab, nicht an einem Mann fehlen, der
vor mir steht, alle Tage. Niederschrift der Reden Jeremias,
deren Verlesung, Verbrennung und erneute Niederschrift

\36\

$36/1$ Und es geschah im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes
Josias, des Knigs von Juda, da geschah dieses Wort von dem
HERRN zu Jeremia: $36/2$ Nimm dir eine Schriftrolle und schreib
darauf all die Worte, die ich zu dir geredet habe ber Israel
und ber Juda und ber alle Nationen, von dem Tag an, da ich zu
dir geredet habe, von den Tagen Josias an bis auf diesen Tag!
$36/3$ Vielleicht wird das Haus Juda auf all das Unheil hren,
das ich ihnen zu tun gedenke, da sie umkehren, jeder von seinem
bsen Weg, und ich ihre Schuld und ihre Snde vergebe. - $36/4$
Da rief Jeremia Baruch herbei, den Sohn des Nerija. Und Baruch
schrieb aus dem Mund Jeremias all die Worte des HERRN, die er zu
ihm geredet hatte, auf eine Schriftrolle. $36/5$ Und Jeremia
befahl dem Baruch: Ich bin verhindert, ich kann nicht in das
Haus des HERRN gehen. $36/6$ So geh du hin und lies am Tag des
Fastens aus der Rolle vor, was du aus meinem Mund geschrieben
hast, die Worte des HERRN, vor den Ohren des Volkes im Haus des
HERRN am Tag des Fastens. Auch sollst du sie vor den Ohren aller
Juder lesen, die aus ihren Stdten kommen. $36/7$ Vielleicht
fllt ihr Flehen vor dem HERRN nieder, und sie kehren um, jeder
von seinem bsen Weg; denn gro ist der Zorn und der Grimm, den
der HERR diesem Volk angesagt hat. $36/8$ Und Baruch, der Sohn
des Nerija, tat nach allem, was der Prophet Jeremia ihm befohlen
hatte, indem er aus dem Buch die Worte des HERRN im Haus des
HERRN vorlas.

$36/9$ Und es geschah im fnften Jahr Jojakims, des Sohnes
Josias, des Knigs von Juda, im neunten Monat, da rief man zu
einem Fasten vor dem HERRN das ganze Volk in Jerusalem auf und
das ganze Volk, das aus den Stdten Judas nach Jerusalem kam.
$36/10$ Da las Baruch aus dem Buch die Worte Jeremias vor im
Haus des HERRN, in der Zelle Gemarjas, des Sohnes Schafans, des
Schreibers, im oberen Vorhof, im Eingang des neuen Tores am Haus
des HERRN vor den Ohren des ganzen Volkes. $36/11$ Und Michaja,
der Sohn Gemarjas, des Sohnes Schafans, hrte alle Worte des
HERRN aus dem Buch, $36/12$ und er ging zum Haus des Knigs
hinab in die Zelle des Schreibers. Und siehe, dort saen alle
Obersten: Elischama, der Schreiber, und Delaja, der Sohn
Schemajas, und Elnatan, der Sohn Achbors, und Gemarja, der Sohn
Schafans, und Zedekia, der Sohn Hananjas, und alle [anderen]
Obersten. $36/13$ Und Michaja berichtete ihnen all die Worte,
die er gehrt hatte, als Baruch vor den Ohren des Volkes aus dem
Buch vorlas. $36/14$ Da sandten alle Obersten Jehudi, den Sohn
Netanjas, des Sohnes Schelemjas, des Sohnes Kuschis, zu Baruch
und lieen [ihm] sagen: Die Rolle, aus der du vor den Ohren des
Volkes vorgelesen hast, nimm sie in deine Hand und komm! Da nahm
Baruch, der Sohn Nerijas, die Rolle in seine Hand und kam zu
ihnen. $36/15$ Und sie sagten zu ihm: Setz dich doch und lies
sie vor unseren Ohren vor! Da las Baruch vor ihren Ohren vor.
$36/16$ Und es geschah, als sie all die Worte gehrt hatten,
sahen sie einander erschrocken an und sagten zu Baruch: Wir
mssen dem Knig all diese Worte berichten. $36/17$ Und sie
fragten Baruch: Teile uns doch mit, wie du all diese Worte aus
seinem Mund aufgeschrieben hast! $36/18$ Da sprach Baruch zu
ihnen: Aus seinem Mund sagte er mir all diese Worte vor, und ich
schrieb sie mit Tinte in das Buch. $36/19$ Und die Obersten
sagten zu Baruch: Geh, verbirg dich, du und Jeremia, da niemand
erkennt, wo ihr seid!

$36/20$ Und sie gingen zum Knig in den Hof. Die Rolle aber
hatten sie in der Zelle des Schreibers Elischama niedergelegt.
Und sie berichteten all die Worte vor den Ohren des Knigs.
$36/21$ Da sandte der Knig den Jehudi, die Rolle zu holen. Und
er holte sie aus der Zelle des Schreibers Elischama. Und Jehudi
las sie vor den Ohren des Knigs und vor den Ohren aller
Obersten, die um den Knig standen. $36/22$ Der Knig aber sa
im Winterhaus - [es war] im neunten Monat -, und das Feuer im
Kohlenbecken war vor ihm angezndet. $36/23$ Und es geschah,
sooft Jehudi drei oder vier Spalten vorgelesen hatte, zerschnitt
sie der Knig mit dem Schreibermesser und warf sie in das Feuer,
das auf dem Kohlenbecken war, bis die ganze Rolle im Feuer auf
dem Kohlenbecken vernichtet war. $36/24$ Aber der Knig und alle
seine Knechte, die all diese Worte hrten, erschraken nicht und
zerrissen ihre Kleider nicht. $36/25$ Und obwohl Elnatan, Delaja
und Gemarja in den Knig drangen, da er die Rolle nicht
verbrennen solle, hrte er nicht auf sie. $36/26$ Und der Knig
befahl Jerachmeel, dem Knigssohn, und Seraja, dem Sohn des
Asriel, und Schelemja, dem Sohn des Abdeel, den Schreiber Baruch
und den Propheten Jeremia festzunehmen. Aber der HERR hatte sie
verborgen.

$36/27$ Und das Wort des HERRN geschah zu Jeremia, nachdem der
Knig die Rolle und die Worte, die Baruch aus dem Mund Jeremias
aufgeschrieben, verbrannt hatte: $36/28$ Nimm dir noch einmal
eine Rolle, eine andere, und schreibe darauf all die vorigen
Worte, die auf der vorigen Rolle waren, die Jojakim, der Knig
von Juda, verbrannt hat. $36/29$ Und ber Jojakim, den Knig von
Juda, sollst du sagen: So spricht der HERR: Du hast diese Rolle
verbrannt und gesagt: Warum hast du darauf geschrieben: Der
Knig von Babel wird ganz bestimmt kommen und dieses Land
zerstren und aus ihm Menschen und Vieh verschwinden lassen?
$36/30$ Darum, so spricht der HERR ber Jojakim, den Knig von
Juda: Er wird niemanden [als Nachkommen] haben, der auf dem
Thron Davids sitzt. Und seine Leiche wird hingeworfen bleiben
der Hitze bei Tag und der Klte bei Nacht. $36/31$ Und ich will
an ihm und an seinen Nachkommen und an seinen Knechten ihre
Schuld heimsuchen und will ber sie und ber die Bewohner von
Jerusalem und ber die Mnner von Juda all das Unglck bringen,
das ich ber sie geredet habe; aber sie haben nicht gehrt. -
$36/32$ Da nahm Jeremia eine andere Rolle und gab sie dem
Schreiber Baruch, dem Sohn des Nerija. Und er schrieb darauf aus
dem Mund Jeremias alle Worte des Buches, das Jojakim, der Knig
von Juda, im Feuer verbrannt hatte. Und es wurden noch viele
Worte wie diese hinzugefgt.

Erneute Ankndigung der Zerstrung Jerusalems - Jeremias
Verhaftung und heimliche Befragung durch den Knig Zedekia

\37\

$37/1$ Und Zedekia, der Sohn des Josia, den Nebukadnezar, der
Knig von Babel, zum Knig gemacht hatte im Land Juda, regierte
als Knig anstelle von Konja, dem Sohn des Jojakim. $37/2$ Und
weder er noch seine Knechte, noch das Volk des Landes hrten auf
die Worte des HERRN, die er durch den Propheten Jeremia geredet
hatte. $37/3$ Und der Knig Zedekia sandte Juchal, den Sohn
Schelemjas, und Zefanja, den Sohn Maasejas, den Priester, zum
Propheten Jeremia und lie [ihm] sagen: Bete doch fr uns zum
HERRN, unserm Gott! $37/4$ Und Jeremia ging ein und aus mitten
unter dem Volk, und man hatte ihn noch nicht ins Gefngnis
gesetzt. $37/5$ [Inzwischen] war das Heer des Pharao aus gypten
ausgezogen. Und die Chalder, die Jerusalem belagerten, hatten
die Nachricht von ihnen gehrt und waren von Jerusalem
abgezogen.

$37/6$ Und das Wort des HERRN geschah zu dem Propheten Jeremia:
$37/7$ So spricht der HERR, der Gott Israels: So sollt ihr dem
Knig von Juda sagen, der euch zu mir gesandt hat, um mich zu
befragen: Siehe, das Heer des Pharao, das euch zur Hilfe
ausgezogen ist, wird in sein Land nach gypten zurckkehren.
$37/8$ Und die Chalder werden wiederkommen und gegen diese
Stadt kmpfen, und sie werden sie einnehmen und mit Feuer
verbrennen. $37/9$ So spricht der HERR: Tuscht euch nicht
selbst und sagt nicht: Die Chalder werden endgltig von uns
wegziehen! Denn sie werden nicht wegziehen. $37/10$ Denn wenn
ihr auch das ganze Heer der Chalder schlagen wrdet, die gegen
euch kmpfen, und es blieben unter ihnen [nur] einige
durchbohrte Mnner brig, so wrden diese, jeder in seinem Zelt,
aufstehen und diese Stadt mit Feuer verbrennen.

$37/11$ Und es geschah, als das Heer der Chalder von Jerusalem
vor dem Heer des Pharao abgezogen war, $37/12$ da ging Jeremia
aus Jerusalem hinaus, um in das Land Benjamin zu gehen, um dort
im Kreis der Familie an einer Erbteilung teilzunehmen. $37/13$
Und als er im Tor Benjamin war, wo ein Wachhabender [stand] mit
Namen Jirija, der Sohn Schelemjas, des Sohnes Hananjas, ergriff
dieser den Propheten Jeremia und sagte: Du willst zu den
Chaldern berlaufen. $37/14$ Da sagte Jeremia: Lge! Ich will
nicht zu den Chaldern berlaufen. Aber er hrte nicht auf ihn,
und Jirija nahm Jeremia fest und brachte ihn zu den Obersten.
$37/15$ Und die Obersten gerieten in Zorn ber Jeremia und
schlugen ihn, und sie warfen ihn ins Gefngnis im Haus des
Schreibers Jonatan; denn das hatten sie zum Gefngnis gemacht.
$37/16$ So kam Jeremia in das Haus der Zisterne, und zwar in die
Gewlbe. Dort sa Jeremia viele Tage.

$37/17$ Dann sandte der Knig Zedekia hin und lie ihn holen.
Und der Knig fragte ihn in seinem Haus heimlich: Ist ein Wort
vom HERRN da? Und Jeremia sagte: Es ist eins da, nmlich: Du
wirst in die Hand des Knigs von Babel gegeben werden. $37/18$
Und Jeremia sagte zum Knig Zedekia: Was habe ich an dir oder an
deinen Knechten oder an diesem Volk gesndigt, da ihr mich ins
Gefngnis gesetzt habt? $37/19$ Wo sind denn eure Propheten, die
euch geweissagt haben: Der Knig von Babel wird nicht ber euch
noch ber dieses Land kommen? $37/20$ Und nun hre doch, mein
Herr und Knig: La doch mein Flehen vor dich kommen und bringe
mich nicht in das Haus des Schreibers Jonatan zurck, damit ich
dort nicht sterbe! $37/21$ Da gab der Knig Zedekia Befehl, und
man verlegte Jeremia in den Wachhof. Und man gab ihm tglich ein
Rundbrot aus der Bckerstrae, bis alles Brot in der Stadt
aufgezehrt war. So blieb Jeremia im Wachhof.

Anschlag auf Jeremia und seine Rettung

\38\

$38/1$ Und Schefatja, der Sohn des Mattan, und Gedalja, der Sohn
des Paschhur, und Juchal, der Sohn des Schelemja, und Paschhur,
der Sohn des Malkija, hrten die Worte, die Jeremia zum ganzen
Volk redete, indem er sagte: $38/2$ So spricht der HERR: Wer in
dieser Stadt bleibt, wird sterben durch das Schwert, durch den
Hunger und durch die Pest. Wer aber zu den Chaldern hinausgeht,
wird leben, und sein Leben wird er zur Beute haben, so da er
lebt. $38/3$ So spricht der HERR: Diese Stadt wird ganz gewi in
die Hand des Heeres des Knigs von Babel gegeben werden, und er
wird sie einnehmen. $38/4$ Und die Obersten sagten zum Knig:
Dieser Mann mu gettet werden, da er ja die Hnde der
Kriegsleute nur schlaff macht, die in dieser Stadt
briggeblieben sind, und die Hnde des ganzen Volkes, indem er
nach all diesen Worten zu ihnen redet. Denn dieser Mann sucht
nicht den Frieden, sondern das Unheil dieses Volkes. $38/5$ Da
sagte der Knig Zedekia: Siehe, er ist in eurer Hand, denn der
Knig kann nichts gegen euch [tun]. $38/6$ Da nahmen sie Jeremia
und warfen ihn in die Zisterne des Knigssohnes Malkija, die im
Wachhof war, und sie lieen Jeremia mit Stricken hinab. In der
Zisterne aber war kein Wasser, sondern [nur] Schlamm, und
Jeremia sank in den Schlamm ein.

$38/7$ Und Ebed-Melech, der Kuschit, ein Hofbeamter, der im Haus
des Knigs war, hrte, da sie Jeremia in die Zisterne gebracht
hatten. Der Knig aber sa im Tor Benjamin. $38/8$ Da ging
Ebed-Melech aus dem Haus des Knigs hinaus und redete zum Knig:
$38/9$ Mein Herr und Knig, diese Mnner haben bel gehandelt in
allem, was sie dem Propheten Jeremia angetan, den sie in die
Zisterne geworfen haben. Er mu ja da, wo er ist, vor Hunger
sterben, denn es ist kein Brot mehr in der Stadt. $38/10$ Und
der Knig befahl Ebed-Melech, dem Kuschiten: Nimm von hier
dreiig Mnner mit dir und hole den Propheten Jeremia aus der
Zisterne herauf, bevor er stirbt! $38/11$ Da nahm Ebed-Melech
die Mnner mit sich und ging in das Haus des Knigs, unter die
Vorratskammer, und er nahm von dort zerrissene Lappen und
abgetragene Lumpen, und er lie sie an Stricken zu Jeremia in
die Zisterne hinab. $38/12$ Und der Kuschit Ebed-Melech sagte zu
Jeremia: Lege doch diese zerrissenen Lappen und abgetragenen
Lumpen unter die Achseln deiner Arme, unter die Stricke. Und
Jeremia machte [es] so. $38/13$ So zogen sie Jeremia an den
Stricken hoch und holten ihn aus der Zisterne herauf. Jeremia
aber blieb im Wachhof.

Erneute heimliche Befragung Jeremias durch den Knig Zedekia

$38/14$ Und der Knig Zedekia sandte hin und lie den Propheten
Jeremia zu sich holen in den dritten Eingang, der im Haus des
HERRN war. Und der Knig sagte zu Jeremia: Ich will dich nach
einem Wort fragen. Verschweige mir nichts! $38/15$ Und Jeremia
sagte zu Zedekia: Wenn ich es dir mitteile, wirst du mich [dann]
nicht mit Sicherheit tten? Wenn ich dir aber einen Rat erteile,
wirst du [doch] nicht auf mich hren. $38/16$ Da schwor der
Knig Zedekia dem Jeremia heimlich: So wahr der HERR lebt, der
uns dieses Leben gegeben hat, wenn ich dich tte oder wenn ich
dich in die Hand dieser Mnner gebe, die nach deinem Leben
trachten! $38/17$ Und Jeremia sagte zu Zedekia: So spricht der
HERR, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels: Wenn du zu den
Obersten des Knigs von Babel hinausgehst, wird deine Seele am
Leben bleiben, und diese Stadt wird nicht mit Feuer verbrannt
werden; und du wirst am Leben bleiben, du und dein Haus. $38/18$
Wenn du aber nicht zu den Obersten des Knigs von Babel
hinausgehst, dann wird diese Stadt in die Hand der Chalder
gegeben werden, und sie werden sie mit Feuer verbrennen; und du,
du wirst nicht aus ihrer Hand entkommen. $38/19$ Und der Knig
Zedekia sagte zu Jeremia: Ich frchte mich vor den Judern, die
zu den Chaldern bergelaufen sind, da man mich in ihre Hand
ausliefert und sie ihren Mutwillen an mir auslassen. $38/20$ Da
sagte Jeremia: Man wird dich nicht ausliefern. Hre doch auf die
Stimme des HERRN nach dem, was ich zu dir rede, dann wird es dir
wohlgehen, und deine Seele wird leben! $38/21$ Wenn du dich aber
weigerst hinauszugehen, so ist dies das Wort, das der HERR mich
hat sehen lassen: $38/22$ Siehe, alle Frauen, die im Haus des
Knigs von Juda briggeblieben sind, werden hinausgefhrt werden
zu den Obersten des Knigs von Babel. Und sie werden sagen: `In
den Sumpf sanken deine Fe, verfhrt und berwltigt haben dich
die Mnner deines Vertrauens. Weg sind sie!. $38/23$ Und alle
deine Frauen und deine Shne wird man zu den Chaldern
hinausfhren. Und du, du wirst nicht aus ihrer Hand entkommen,
sondern wirst von der Hand des Knigs von Babel ergriffen, und
du wirst diese Stadt mit Feuer verbrennen. $38/24$ Und Zedekia
sagte zu Jeremia: Niemand darf von diesen Worten erfahren, damit
du nicht stirbst! $38/25$ Und wenn die Obersten hren, da ich
mit dir geredet habe und sie zu dir kommen und zu dir sagen:
Berichte uns doch, was du zum Knig geredet hast, verschweige es
uns nicht, damit wir dich nicht tten! Was hat der Knig zu dir
geredet? $38/26$ - dann sollst du ihnen sagen: Ich habe mein
Flehen vor dem Knig niedergelegt, da er mich nicht in das Haus
Jonatans zurckbringt, da ich dort sterben mu. - $38/27$ Und
alle Obersten kamen zu Jeremia und fragten ihn. Und er
berichtete ihnen nach all jenen Worten, die der Knig geboten
hatte. Und sie wandten sich schweigend von ihm ab, denn die
Sache war nicht weiter bekannt geworden. $38/28$ Und Jeremia
blieb im Wachhof bis zu dem Tag, an dem Jerusalem eingenommen
wurde.

Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar - Zweite Wegfhrung von
Judern nach Babel

Kap. 52,1-27; 2K 25,1-12; 2Chr 36,17-20

\39\

$39/1$ Und es geschah, als Jerusalem eingenommen wurde - im
neunten Jahr Zedekias, des Knigs von Juda, im zehnten Monat,
war Nebukadnezar, der Knig von Babel, und sein ganzes Heer
gegen Jerusalem gekommen, und sie belagerten es; $39/2$ im
elften Jahr Zedekias, im vierten Monat, am Neunten des Monats,
wurde eine Bresche in die Stadt[mauer] gebrochen -, $39/3$ da
zogen alle Obersten des Knigs von Babel ein und lieen sich im
Mitteltor nieder: Nergal-Sarezer, Samgar-Nebu-Sar-Sechim, der
Rab-Saris - Nergal-Sarezer [aber] war Rab-Mag und alle brigen
Obersten des Knigs von Babel. $39/4$ Und es geschah, als
Zedekia, der Knig von Juda, und alle Kriegsleute sie sahen,
flohen sie und zogen nachts aus der Stadt hinaus auf dem Weg zum
Knigsgarten, durch das Tor zwischen den beiden Mauern. Und er
zog hinaus auf dem Weg zur Ebene. $39/5$ Aber das Heer der
Chalder jagte ihnen nach, und sie erreichten Zedekia in den
Ebenen von Jericho. Und sie nahmen ihn gefangen und fhrten ihn
hinauf zu Nebukadnezar, dem Knig von Babel, nach Ribla im Land
Hamat; und er sprach das Urteil ber ihn. $39/6$ Und der Knig
von Babel schlachtete die Shne Zedekias in Ribla vor dessen
Augen, und der Knig von Babel schlachtete alle Edlen von Juda.
$39/7$ Und er blendete die Augen Zedekias, und er band ihn mit
ehernen Fesseln, um ihn nach Babel zu bringen. $39/8$ Und die
Chalder verbrannten das Haus des Knigs und die Huser des
Volkes mit Feuer und rissen die Mauern von Jerusalem nieder.
$39/9$ Und den Rest des Volkes, die in der Stadt
briggebliebenen, und die berlufer, die zu ihm bergelaufen
waren, und den Rest des Volkes, die briggebliebenen, fhrte
Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, nach Babel gefangen
fort. $39/10$ Aber von dem Volk, den Geringen, die nichts
hatten, lie Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, [einen
Rest] im Land Juda zurck. Und er gab ihnen Weinberge und cker
an jenem Tag.

Rettung Jeremias und Ebed-Melechs - Jeremia beim Statthalter
Gedalja

Kap. 40,1-6

$39/11$ Und ber Jeremia gab Nebukadnezar, der Knig von Babel,
durch Nebusaradan, den Obersten der Leibwache, den Befehl:
$39/12$ Nimm ihn und richte deine Augen auf ihn und tu ihm ja
nichts Bses an, sondern wie er zu dir reden wird, so tu mit
ihm! $39/13$ Da sandten Nebusaradan, der Oberste der Leibwache,
und Nebuschasban, der Rab-Saris und Nergal-Sarezer, der Rab-Mag,
und alle Groen des Knigs von Babel, $39/14$ sie sandten hin
und lieen Jeremia aus dem Wachhof holen. Und sie bergaben ihn
Gedalja, dem Sohn des Ahikam, des Sohnes Schafans, da er ihn
ins Haus hinausfhre. Und so wohnte er mitten unter dem Volk.
$39/15$ Und das Wort des HERRN war zu Jeremia geschehen, als er
im Wachhof eingeschlossen war: $39/16$ Geh und sage zu
Ebed-Melech, dem Kuschiten: So spricht der HERR der Heerscharen,
der Gott Israels: Siehe, ich bringe meine Worte ber diese Stadt
[zur Erfllung], [ihr] zum Bsen und nicht zum Guten, und sie
werden an jenem Tag vor dir geschehen! $39/17$ Aber ich werde
dich an jenem Tag erretten, spricht der HERR, und du wirst nicht
in die Hand der Mnner gegeben, vor denen du dich frchtest.
$39/18$ Denn ich werde dich gewi entkommen lassen, und du wirst
nicht durch das Schwert fallen. Und du sollst dein Leben als
Beute haben, weil du auf mich vertraut hast, spricht der HERR.

Kap. 39,11-14

\40\

$40/1$ Das Wort, das von dem HERRN zu Jeremia geschah, nachdem
Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, ihn von Rama entlassen
hatte, als er ihn holen lie; - er war nmlich mit Ketten
gebunden mitten unter allen Weggefhrten von Jerusalem und Juda,
die gefangen nach Babel weggefhrt werden sollten. $40/2$ Und
der Oberste der Leibwache lie Jeremia holen und sagte zu ihm:
Der HERR, dein Gott, hat dieses Unheil ber diesen Ort angesagt.
$40/3$ Und der HERR hat es so kommen lassen und hat getan, wie
er geredet hatte. Denn ihr habt gegen den HERRN gesndigt und
auf seine Stimme nicht gehrt, darum ist das mit euch geschehen.
$40/4$ Und nun siehe, ich lse dich heute von den Ketten, die an
deinen Hnden sind. Wenn es gut ist in deinen Augen, mit mir
nach Babel zu kommen, so komm, und ich werde mein Auge auf dich
richten. Wenn es aber bel ist in deinen Augen, mit mir nach
Babel zu kommen, so la es. Siehe, das ganze Land ist vor dir.
Du kannst gehen, wohin du willst. - $40/5$ Und da er sich noch
nicht [dahin oder dorthin] wenden wollte [, sagte er]: So kehre
zurck zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, den
der Knig von Babel ber die Stdte Judas [als Statthalter]
eingesetzt hat, und wohne bei ihm mitten unter dem Volk! Oder
wohin irgend es recht ist in deinen Augen zu gehen, [dahin]
gehe! Und der Oberste der Leibwache gab ihm Wegzehrung und ein
Geschenk und entlie ihn. $40/6$ Und Jeremia kam zu Gedalja, dem
Sohn Ahikams, nach Mizpa. Und er wohnte bei ihm mitten unter dem
Volk, das im Land briggeblieben war.

Gedaljas Statthalterschaft und seine Ermordung durch Ismael

V. 7-9: 2K 25,22-24

$40/7$ Und als alle Heerobersten, die [sich noch] im offenen
Land [befanden], sie und ihre Mnner, hrten, da der Knig von
Babel Gedalja, den Sohn Ahikams, [zum Statthalter] ber das Land
eingesetzt und da er ihm Mnner, Frauen und Kinder und [Leute]
von den Geringen des Landes anvertraut hatte, von denen, die
nicht gefangen nach Babel weggefhrt worden waren, $40/8$ da
kamen sie zu Gedalja nach Mizpa: nmlich Ismael, der Sohn des
Netanja, und Johanan und Jonatan, die Shne des Kareach, und
Seraja, der Sohn des Tanhumet, und die Shne Efais, des
Netofatiters, und Jesanja, der Sohn des Maachatiters, sie und
ihre Mnner. $40/9$ Und Gedalja, der Sohn Ahikams, des Sohnes
Schafans, schwor ihnen und ihren Mnnern: Frchtet euch nicht,
den Chaldern zu dienen! Bleibt im Land und dient dem Knig von
Babel, dann wird es euch gutgehen! $40/10$ Und ich, siehe, ich
bleibe in Mizpa, um vor den Chaldern zu stehen, die zu uns
kommen werden. Ihr aber sammelt Wein, Sommerobst und l ein und
tut sie in eure Gefe! Und wohnt in euren Stdten, die ihr in
Besitz genommen habt! $40/11$ Und auch alle Juder, die in Moab
und unter den Shnen Ammon und in Edom und die in allen diesen
Lndern waren, hrten, da der Knig von Babel einen berrest in
Juda gelassen und da er Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes
Schafans, [zum Statthalter] ber sie
eingesetzt hatte. $40/12$ Da kehrten alle Juder aus all den
Orten zurck, wohin sie vertrieben worden waren, und sie kamen
ins Land Juda zu Gedalja nach Mizpa. Und sie sammelten sehr viel
Wein und Sommerobst ein.

$40/13$ Und Johanan, der Sohn des Kareach, und alle
Heerobersten, die [sich noch] im offenen Land [aufgehalten
hatten], kamen zu Gedalja nach Mizpa, $40/14$ und sie sagten zu
ihm: Weit du auch, da Baalis, der Knig der Shne Ammon,
Ismael, den Sohn des Netanja, ausgesandt hat, um dich zu
ermorden? Aber Gedalja, der Sohn Ahikams, glaubte ihnen nicht.
$40/15$ Und Johanan, der Sohn des Kareach, sagte heimlich zu
Gedalja in Mizpa: La mich doch hingehen und Ismael, den Sohn
des Netanja, erschlagen, und niemand wird es erfahren! Warum
soll er dich ermorden, da alle Juder, die sich bei dir
versammelt haben, zerstreut werden und der berrest von Juda
verlorengeht? $40/16$ Aber Gedalja, der Sohn Ahikams, sagte zu
Johanan, dem Sohn des Kareach: Tu diese Sache nicht, denn du
redest eine Lge ber Ismael!

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