Verheiung der Wiederannahme Jerusalems.

$16/53$ Und ich wende ihr Geschick, das Geschick Sodoms und
ihrer Tchter und das Geschick Samarias und ihrer Tchter, und
ich wende dein Geschick in ihrer Mitte: $16/54$ damit du deine
Schmach trgst und dich all dessen schmst, was du getan hast,
wodurch du sie trstest. $16/55$ Und deine Schwestern, Sodom und
ihre Tchter, werden in ihren frheren Zustand zurckkehren, und
Samaria und ihre Tchter werden in ihren frheren Zustand
zurckkehren, und auch du und deine Tchter, ihr werdet in euren
frheren Zustand zurckkehren. $16/56$ Hat nicht deine Schwester
Sodom zu einer [abschreckenden] Kunde in deinem Mund gedient am
Tag deines Hochmutes, $16/57$ bevor deine [eigene] Bosheit
aufgedeckt wurde, so wie jetzt das Hhnen der Tchter Edoms -
und all derer, die rings um sie her [wohnen], der Tchter der
Philister, die dich verachteten - von allen Seiten [ber dich
ertnt]? $16/58$ Deine Schandtat und deine Greuel, die mut du
[jetzt] tragen, spricht der HERR. $16/59$ Denn so spricht der
Herr, HERR: Ja, ich will dir tun, wie du getan, die du den Eid
verachtet, indem du den Bund gebrochen hast. $16/60$ Ich aber,
ich will an meinen Bund denken, [den ich] mit dir in den Tagen
deiner Jugend [geschlossen habe], und will dir einen ewigen Bund
aufrichten. $16/61$ Und du wirst an deine Wege denken und dich
schmen, wenn du deine Schwestern [zu dir] nimmst, die grer
sind als du, samt denen, die kleiner sind als du, und ich sie
dir zu Tchtern gebe, aber nicht wegen deines
Bundes[verhaltens]. $16/62$ Und ich selbst werde meinen Bund mit
dir aufrichten, und du wirst erkennen, da ich der HERR bin:
$16/63$ damit du daran denkst und dich schmst und den Mund
nicht mehr ffnest wegen deiner Schmach, wenn ich dir alles
vergebe, was du getan hast, spricht der Herr, HERR.

Gleichnis von Adler und Zeder: Treubruch des Knigs von Juda
gegen den Knig von Babel.

\17\

$17/1$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $17/2$
Menschensohn, gib ein Rtsel auf und rede ein Gleichnis zum Haus
Israel, $17/3$ und sprich: So spricht der Herr, HERR: Der groe
Adler mit groen Flgeln, langen Schwingen, vollem Gefieder, der
bunte [Federn] hatte, kam zum Libanon und nahm den Wipfel der
Zeder. $17/4$ Den obersten ihrer Triebe brach er ab und brachte
ihn ins Land der Hndler, in die Stadt der Kaufleute setzte er
ihn. $17/5$ Und er nahm von dem Samen des Landes und setzte ihn
in ein Saatfeld, als Weide an reichlich [strmendes] Wasser, als
Ufergewchs setzte er ihn, $17/6$ damit er wachse und zu einem
wuchernden Weinstock werde von niedrigem Wuchs, damit seine
Ranken sich zu ihm hin wendeten und seine Wurzeln unter ihm
wren. Und er wurde zu einem Weinstock und bildete Triebe und
streckte [seine] ste aus. - $17/7$ Und da war ein Adler, ein
anderer, groer, mit groen Flgeln und viel Gefieder. Und
siehe, dieser Weinstock drehte seine Wurzeln zu ihm hin und
streckte seine Ranken nach ihm aus, damit er ihn trnke, weg von
dem Beet, in das er gepflanzt war. $17/8$ In ein gutes Feld, an
reichlich [strmende] Wasser war er gepflanzt, um Zweige zu
treiben und Frucht zu tragen, um zu einem herrlichen Weinstock
zu werden. $17/9$ Sage: So spricht der Herr, HERR: Wird er
gedeihen? Wird man nicht seine Wurzeln ausreien und seine
Frucht abschneiden, so da alle frischen [Bltter] seines
Sprosses verdorren? [Ja], er wird [ganz] verdorren! [Es wird]
nicht [ntig sein,] mit starkem Arm und zahlreichem Volk ihn aus
seinen Wurzeln loszureien. $17/10$ Und siehe, ist er [auch]
gepflanzt, wird er gedeihen? Wird er nicht, sobald der Ostwind
ihn berhrt, ganz verdorren? Auf dem Beet, auf dem er sprote,
wird er verdorren.

$17/11$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $17/12$ Sprich
doch zu dem widerspenstigen Haus: Erkennt ihr nicht, was das
ist? Sage: Siehe, der Knig von Babel ist nach Jerusalem
gekommen und hat seinen Knig und seine Obersten weggenommen und
hat sie zu sich nach Babel weggefhrt. $17/13$ Und er nahm
[einen] von den kniglichen Nachkommen und schlo mit ihm einen
Bund und lie ihn einen Eid eingehen. Die Mchtigen des Landes
aber nahm er [gefangen], $17/14$ damit das Knigtum niedrig
bleibe [und] damit es sich nicht erhebe [und] damit es seinen
Bund halte, da es bestehen bleibe. $17/15$ Aber er emprte sich
gegen ihn, indem er seine Boten nach gypten sandte, damit es
ihm Pferde und viel [Kriegs-]Volk gebe. Wird es Gedeihen haben?
Wird er, der das getan hat, entkommen? Da er den Bund gebrochen
hat, sollte er entkommen? $17/16$ So wahr ich lebe, spricht der
Herr, HERR, wenn er an dem Ort des Knigs, der ihn zum Knig
gemacht hat, dessen Eid er verachtet und dessen Bund er
gebrochen hat, [wenn er] bei ihm in Babel nicht sterben wird!
$17/17$ Und der Pharao wird ihm nicht mit einem groen Heer und
mit einer zahlreichen Schar im Krieg beistehen, wenn man einen
Belagerungswall aufschttet und Belagerungstrme baut, um viele
Seelen auszurotten. $17/18$ Hat er doch den Eid verachtet und
den Bund gebrochen! Siehe, er hatte ja seine Hand darauf gegeben
und tat [dennoch] all dieses. Er wird nicht entkommen. $17/19$
Darum spricht der Herr, HERR: So wahr ich lebe, wenn ich meinen
Eid, den er verachtet, und meinen Bund, den er gebrochen hat,
ihm nicht auf seinen Kopf bringe! $17/20$ Und ich spanne mein
Fangnetz ber ihn aus, und in meinem Jagdnetz wird er gefangen;
und ich bringe ihn nach Babel, und dort gehe ich mit ihm ins
Gericht wegen seiner Untreue, die er gegen mich begangen hat,
$17/21$ [mit ihm] und mit all seinen ausgewhlten Truppen. Unter
all seinen Scharen werden sie durchs Schwert fallen, und die
briggebliebenen werden in alle Winde zerstreut. Und ihr werdet
erkennen, da ich, der HERR, geredet habe.

Zuknftige Wiederherstellung des Knigtums Davids.

$17/22$ So spricht der Herr, HERR: Und ich selbst werde von dem
Wipfel der hohen Zeder [einen Trieb] nehmen und [ihn] einsetzen;
von dem obersten ihrer Triebe werde ich einen zarten abbrechen
und werde ihn selber einpflanzen auf einem hohen und aufragenden
Berg. $17/23$ Auf den hohen Berg Israels werde ich ihn pflanzen;
und er wird Zweige treiben und Frucht tragen und zu einer
herrlichen Zeder werden. Und unter ihr werden alle Vgel wohnen,
alles, was Flgel hat; im Schatten ihrer Zweige werden sie
wohnen. $17/24$ Und alle Bume des Feldes werden erkennen, da
ich, der HERR, den hohen Baum erniedrige, den niedrigen Baum
erhhe, da ich den grnen Baum vertrocknen lasse und den drren
Baum zum Blhen bringe. Ich, der HERR, habe geredet und werde es
tun.

Gottes Vergeltung und persnliche Verantwortung - Mglichkeit
der Umkehr.

\18\

$18/1$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $18/2$ Was habt
ihr, da ihr dieses Sprichwort im Land Israel gebraucht und
sprecht: Die Vter essen unreife Trauben, und die Zhne der
Shne werden stumpf? $18/3$ So wahr ich lebe, spricht der Herr,
HERR, wenn ihr diesen Spruch in Israel noch gebraucht! $18/4$
Siehe, alle Seelen gehren mir; wie die Seele des Vaters, so
auch die Seele des Sohnes. Sie gehren mir. Die Seele, die
sndigt, sie [allein] soll sterben.

$18/5$ Und wenn jemand gerecht ist und Recht und Gerechtigkeit
bt, $18/6$ auf den Bergen nicht it und seine Augen nicht
erhebt zu den Gtzen des Hauses Israel und die Frau seines
Nchsten nicht unrein macht und einer Frau [zur Zeit ihrer]
Unreinheit nicht naht $18/7$ und niemanden unterdrckt, das
Pfand des Schuldners zurckgibt, keinen Raub begeht, sein Brot
dem Hungernden gibt und den Nackten mit Kleidung bedeckt, $18/8$
auf Zins nicht gibt und Aufschlag nicht nimmt, seine Hand vom
Unrecht zurckhlt, rechtes Gericht bt zwischen Mann und Mann,
$18/9$ in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen
hlt, um [sie] getreu zu befolgen: gerecht ist er. Leben soll
er, spricht der Herr, HERR. - $18/10$ Zeugt er aber einen
gewaltttigen Sohn, der Blut vergiet und eines von diesen
[Dingen] tut - $18/11$ er selbst aber hat alles das nicht getan
-, wenn [der] sogar auf den Bergen it und die Frau seines
Nchsten unrein macht, $18/12$ den Elenden und den Armen
unterdrckt, Raub an sich reit, das Pfand nicht zurckgibt und
seine Augen zu den Gtzen erhebt, Greuel verbt, $18/13$ auf
Zins gibt und Aufschlag nimmt: sollte er leben? Er soll nicht
leben! All diese Greuel hat er verbt: er mu gettet werden,
sein Blut wird auf ihm sein. $18/14$ Und siehe, der zeugt einen
Sohn, und dieser sieht alle Snden seines Vaters, die der tut;
er sieht [sie] und tut nicht desgleichen: $18/15$ Er it nicht
auf den Bergen und erhebt seine Augen nicht zu den Gtzen des
Hauses Israel, er macht nicht die Frau seines Nchsten unrein,
$18/16$ und er unterdrckt niemanden, pfndet kein Pfand und
begeht keinen Raub, er gibt dem Hungernden sein Brot und bedeckt
den Nackten mit Kleidung, $18/17$ er hlt seine Hand vom Unrecht
zurck, nimmt weder Zins noch Aufschlag, er befolgt meine
Rechtsbestimmungen, lebt in meinen Ordnungen: der wird nicht
wegen der Schuld seines Vaters sterben. Leben soll er! $18/18$
Sein Vater, weil er Erpressung verbt, am Bruder Raub begangen
und das, was nicht gut war, inmitten seines Volkes getan hat:
siehe, er [allein] soll um seiner Schuld willen sterben.

V. 19-32: Kap. 33,7-20.

$18/19$ Ihr aber sagt: `Warum trgt der Sohn nicht an der Schuld
des Vaters [mit]? Dabei hat der Sohn [doch] Recht und
Gerechtigkeit gebt, hat alle meine Ordnungen bewahrt und sie
getan: Leben soll er! $18/20$ Die Seele, die sndigt, sie soll
sterben. Ein Sohn soll nicht an der Schuld des Vaters
[mit-]tragen, und ein Vater soll nicht an der Schuld des Sohnes
[mit-]tragen. Die Gerechtigkeit des Gerechten soll auf ihm sein,
und die Gottlosigkeit des Gottlosen soll auf ihm sein.

$18/21$ Wenn aber der Gottlose umkehrt von all seinen Snden,
die er getan hat, und alle meine Ordnungen bewahrt und Recht und
Gerechtigkeit bt: leben soll er [und] nicht sterben. $18/22$
All seine Vergehen, die er begangen hat, sollen ihm nicht
angerechnet werden; um seiner Gerechtigkeit willen, die er gebt
hat, soll er leben. $18/23$ Sollte ich wirklich Gefallen haben
am Tod des Gottlosen, spricht der Herr, HERR, nicht [vielmehr]
daran, da er von seinen Wegen umkehrt und lebt? $18/24$ Wenn
aber ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit umkehrt und Unrecht
tut nach all den Greueln, die der Gottlose verbt hat - tut er
es, sollte er leben? -: An all seine gerechten Taten, die er
getan hat, soll nicht gedacht werden. Wegen seiner Untreue, die
er begangen, und wegen seiner Snde, die er getan hat,
ihretwegen soll er sterben.

$18/25$ Aber ihr sagt: `Der Weg des Herrn ist nicht recht. Hrt
doch, Haus Israel: Ist mein Weg nicht recht? Sind nicht
[vielmehr] eure Wege nicht recht? $18/26$ Wenn ein Gerechter von
seiner Gerechtigkeit umkehrt und Unrecht tut und um dieser
[Snden] willen stirbt, so stirbt er wegen seines Unrechts, das
er getan hat. $18/27$ Wenn aber ein Gottloser von seiner
Gottlosigkeit, die er begangen hat, umkehrt und Recht und
Gerechtigkeit bt: er wird seine Seele am Leben erhalten.
$18/28$ Sieht er es ein und kehrt er um von all seinen Vergehen,
die er begangen hat: leben soll er [und] nicht sterben. -
$18/29$ Aber das Haus Israel sagt: `Der Weg des Herrn ist nicht
recht. Sind meine Wege nicht recht, Haus Israel? Sind nicht
[vielmehr] eure Wege nicht recht? $18/30$ Darum werde ich euch
richten, Haus Israel, jeden nach seinen Wegen, spricht der Herr,
HERR. Kehrt um und wendet euch ab von allen euren Vergehen, da
es euch nicht ein Ansto zur Schuld wird! $18/31$ Werft von euch
alle eure Vergehen, mit denen ihr euch vergangen habt, und
schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist! Ja, wozu
wollt ihr sterben, Haus Israel? $18/32$ Denn ich habe kein
Gefallen am Tod dessen, der sterben mu, spricht der Herr, HERR.
So kehrt um, damit ihr lebt!

Klagelied ber das Knigshaus von Juda.

\19\

$19/1$ Und du, erhebe ein Klagelied ber die Frsten Israels,
$19/2$ und sage: Was war [doch] deine Mutter fr eine Lwin
unter Lwen! Sie lagerte unter Junglwen, zog ihre Jungen gro.
$19/3$ Und sie zog eins von ihren Jungen auf, es wurde ein
Junglwe; und er lernte Raub rauben, er fra Menschen. $19/4$ Da
bot man Nationen gegen ihn auf, in ihrer Grube wurde er
gefangen; und sie brachten ihn mit Haken in das Land gypten.
$19/5$ Und als sie sah, da ihre Hoffnung dahin, verloren war,
da nahm sie ein anderes von ihren Jungen und machte es zu einem
Junglwen. $19/6$ Und es lebte unter Lwen, wurde ein Junglwe;
und er lernte Raub rauben, er fra Menschen. $19/7$ Und er
zerbrach ihre Palste, ihre Stdte legte er in Trmmer; und das
Land und seine Flle entsetzte sich vor der Stimme seines
Gebrlls. $19/8$ Da setzte man gegen ihn die Nationen ringsum
aus den Provinzen ein; und sie spannten ihr Fangnetz ber ihn
aus, in ihrer Grube wurde er gefangen. $19/9$ Und sie setzten
ihn mit Haken in den Kfig und brachten ihn zum Knig von Babel,
[und] er brachte ihn in Gewahrsam, damit seine Stimme nicht mehr
gehrt wrde auf den Bergen Israels.

$19/10$ Deine Mutter ist einem Weinstock gleichgeworden, an
Wassern gepflanzt; er wurde fruchtbar und voller Ranken vom
vielen Wasser. $19/11$ Und er bekam starke Zweige, [geeignet]
fr Herrscher-Zepter, und sein Wuchs erhob sich empor zwischen
das dichte Laub [der Bume]; und er wurde sichtbar durch seine
Hhe, durch die Menge seiner Ranken. $19/12$ Aber er wurde
ausgerissen im Zorn, zu Boden geworfen, und der Ostwind lie
seine Frucht verdorren; sie wurden abgerissen und vertrockneten;
sein starker Zweig - Feuer verzehrte ihn. $19/13$ Und nun ist er
in die Wste gepflanzt, in ein drres und durstiges Land.
$19/14$ Und ein Feuer ging vom Gezweig seiner Triebe aus [und]
hat seine Frucht verzehrt; und kein starker Zweig war [mehr] an
ihm, kein Zepter zum Herrschen.

Ein Klagelied ist es, und zum Klagelied wurde es.

Israels Snden - Gottes Gerichts- und Heilshandeln.

\20\

$20/1$ Und es geschah im siebten Jahr, im fnften [Monat], am
Zehnten des Monats, da kamen Mnner von den ltesten Israels, um
den HERRN zu befragen; und sie setzten sich vor mir nieder.
$20/2$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $20/3$
Menschensohn, rede zu den ltesten Israels, und sage zu ihnen:
So spricht der Herr, HERR: Um mich zu befragen, seid ihr
gekommen? So wahr ich lebe, wenn ich mich von euch befragen
lasse! spricht der Herr, HERR. $20/4$ Willst du sie [nicht
vielmehr] richten? Willst du richten, Menschensohn? Die Greuel
ihrer Vter la sie erkennen, $20/5$ und sage zu ihnen: So
spricht der Herr, HERR: An dem Tag, als ich Israel erwhlte, da
erhob ich meine Hand der Nachkommenschaft des Hauses Jakob [zum
Schwur] und gab mich ihnen im Land gypten kund und erhob meine
Hand ihnen [zum Schwur] und sprach: Ich bin der HERR, euer Gott!
$20/6$ An jenem Tag erhob ich fr sie meine Hand [zum Schwur],
da ich sie aus dem Land gypten herausfhren wrde in ein Land,
das ich fr sie ausgekundschaftet hatte, das von Milch und Honig
berfliet; die Zierde ist es unter allen Lndern. $20/7$ Und
ich sprach zu ihnen: Werft die Scheusale weg, an denen eure
Augen hngen, und macht euch nicht mit den Gtzen gyptens
unrein! Ich bin der HERR, euer Gott.

$20/8$ Aber sie waren widerspenstig gegen mich und wollten nicht
auf mich hren; keiner warf die Scheusale weg, an denen seine
Augen hingen, und die Gtzen gyptens verlieen sie nicht. Da
gedachte ich, meinen Grimm ber sie auszugieen, meinen Zorn an
ihnen zu vollenden mitten im Land gypten. $20/9$ Aber ich
handelte [gndig] um meines Namens willen, damit er nicht
entweiht wrde vor den Augen der Nationen, in deren Mitte sie
waren und vor deren Augen ich mich ihnen kundgegeben hatte,
[indem ich schwor], sie aus dem Land gypten herauszufhren.
$20/10$ Und ich fhrte sie aus dem Land gypten und brachte sie
in die Wste. $20/11$ Und ich gab ihnen meine Ordnungen, und
meine Rechtsbestimmungen lie ich sie wissen, durch die der
Mensch, wenn er sie tut, lebt. $20/12$ Und auch meine Sabbate
gab ich ihnen, da sie zum [Bundes-] Zeichen seien zwischen mir
und ihnen, damit man erkenne, da ich, der HERR, es bin, der sie
heiligt. - $20/13$ Aber das Haus Israel war widerspenstig gegen
mich in der Wste; sie lebten nicht in meinen Ordnungen und
verwarfen meine Rechtsbestimmungen, durch die der Mensch, wenn
er sie tut, lebt; und meine Sabbate entweihten sie sehr. Da
gedachte ich, meinen Grimm in der Wste ber sie auszugieen, um
sie zu vernichten. $20/14$ Aber ich handelte [gndig] um meines
Namens willen, damit er nicht entweiht wrde vor den Augen der
Nationen, vor deren Augen ich sie herausgefhrt hatte. $20/15$
Doch auch erhob ich ihnen meine Hand in der Wste [zum Schwur],
da ich sie nicht in das Land bringen wrde, das ich [ihnen]
gegeben hatte, das von Milch und Honig berfliet - die Zierde
ist es unter allen Lndern -, $20/16$ weil sie meine
Rechtsbestimmungen verwarfen und in meinen Ordnungen nicht
lebten und meine Sabbate entweihten; denn ihr Herz lief ihren
Gtzen nach. $20/17$ Aber ich war ihretwegen betrbt, so da ich
sie nicht vernichtete, und ich machte mit ihnen kein Ende in der
Wste.

$20/18$ Und ich sprach zu ihren Shnen in der Wste: Lebt nicht
in den Ordnungen eurer Vter, und ihre Rechtsbestimmungen
bewahrt nicht, und mit ihren Gtzen macht euch nicht unrein!
$20/19$ Ich bin der HERR, euer Gott: Lebt in meinen Ordnungen,
und bewahrt meine Rechtsbestimmungen und tut sie! $20/20$ Und
heiligt meine Sabbate, damit sie zum [Bundes-]Zeichen seien
zwischen mir und euch, damit ihr erkennt, da ich der HERR, euer
Gott bin. - $20/21$ Aber [auch] die Shne waren widerspenstig
gegen mich; in meinen Ordnungen lebten sie nicht, und meine
Rechtsbestimmungen bewahrten sie nicht, sie zu tun, durch die
[doch] der Mensch, wenn er sie tut, lebt. Und meine Sabbate
entweihten sie. Da gedachte ich, meinen Grimm ber sie
auszugieen, meinen Zorn an ihnen zu vollenden in der Wste.
$20/22$ Aber ich wandte meine Hand zurck und handelte [gndig]
um meines Namens willen, damit er nicht entweiht wrde vor den
Augen der Nationen, vor deren Augen ich sie herausgefhrt hatte.
$20/23$ [Doch] auch erhob ich ihnen meine Hand in der Wste [zum
Schwur], da ich sie unter die Nationen versprengen und sie in
die Lnder zerstreuen wrde, $20/24$ weil sie meine
Rechtsbestimmungen nicht taten und meine Ordnungen verwarfen und
meine Sabbate entweihten und ihre Augen hinter den Gtzen ihrer
Vter her waren. $20/25$ Und auch ich gab ihnen Ordnungen, die
nicht gut waren, und Rechtsbestimmungen, durch die sie nicht
leben konnten. $20/26$ Und ich machte sie durch ihre Gaben
unrein, indem sie alle Erstgeburt des Mutterleibes durch [das
Feuer] gehen lieen: damit ich ihnen Entsetzen einflte, damit
sie erkannten, da ich der HERR bin.

$20/27$ Darum, Menschensohn, rede zum Haus Israel und sage zu
ihnen: So spricht der Herr, HERR: [Auch] noch dadurch haben eure
Vter mich gelstert, da sie Untreue gegen mich begingen:
$20/28$ Als ich sie in das Land gebracht, das ihnen zu geben ich
meine Hand [zum Schwur] erhoben hatte, ersahen sie [sich] jeden
hohen Hgel und jeden dichtbelaubten Baum und opferten dort ihre
Schlachtopfer und gaben dort ihre widerwrtigen Opfergaben und
brachten dort ihren wohlgeflligen Geruch dar und spendeten ihre
Trankopfer. $20/29$ Und ich sprach zu ihnen: Was ist das fr
eine Hhe, wohin ihr geht? So wurde ihr Name Bama genannt, bis
auf diesen Tag.

$20/30$ Darum sage zum Haus Israel: So spricht der Herr, HERR:
Wollt ihr euch auf die Weise eurer Vter unrein machen und ihren
Scheusalen nachhuren? $20/31$ Ja, indem ihr eure Gaben darbringt
und eure Shne durchs Feuer gehen lat, macht ihr euch unrein
bis heute an all euren Gtzen! Da sollte ich mich von euch
befragen lassen, Haus Israel? So wahr ich lebe, spricht der
Herr, HERR, wenn ich mich von euch befragen lasse! $20/32$ Und
was in eurem Geist aufgestiegen ist, soll niemals geschehen, da
ihr [nmlich] sagt: Wir wollen sein wie die Nationen und wie die
Geschlechter der Lnder, um im Dienst von Holz und Stein zu
stehen. $20/33$ So wahr ich lebe, spricht der Herr, HERR, wenn
ich nicht mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit
ausgegossenem Grimm als Knig ber euch herrschen werde! $20/24$
Und ich werde euch aus den Vlkern herausfhren und euch aus den
Lndern, in die ihr zerstreut worden seid, mit starker Hand und
mit ausgestrecktem Arm und mit ausgegossenem Grimm sammeln.
$20/35$ Und ich werde euch in die Wste der Vlker bringen und
dort mit euch ins Gericht gehen von Angesicht zu Angesicht;
$20/36$ wie ich mit euren Vtern ins Gericht gegangen bin in der
Wste des Landes gypten, ebenso werde ich mit euch ins Gericht
gehen, spricht der Herr, HERR. $20/37$ Und ich werde euch unter
dem [Hirten]stab hindurchziehen lassen und euch abgezhlt
hineinbringen. $20/38$ Und ich werde von euch ausscheiden, die
sich emprten und mit mir brachen; ich werde sie aus dem Land
ihrer Fremdlingschaft herausfhren, aber in das Land Israel
sollen sie nicht kommen. Und ihr werdet erkennen, da ich der
HERR bin.

$20/39$ Ihr aber, Haus Israel, so spricht der Herr, HERR: Geht
[doch] hin, dient ein jeder seinen Gtzen! Aber nachher -
solltet ihr wirklich nicht auf mich hren? - dann werdet ihr
meinen heiligen Namen nicht mehr entweihen mit euren Gaben und
mit euren Gtzen. $20/40$ Denn auf meinem heiligen Berg, auf dem
hohen Berg Israels, spricht der Herr, HERR, dort wird mir das
ganze Haus Israel insgesamt dienen im Land. Dort werde ich sie
wohlgefllig annehmen, und dort werde ich eure Hebopfer
einfordern und die Erstlinge eurer Geschenke, all eure heiligen
Gaben. $20/41$ Beim wohlgeflligen Geruch [eurer Opfer] werde
ich euch wohlgefllig annehmen, wenn ich euch aus den Vlkern
herausfhre und euch aus den Lndern sammle, in die ihr
zerstreut worden seid, und ich mich an euch als heilig erweise
vor den Augen der Nationen. $20/42$ Und ihr werdet erkennen, da
ich der HERR bin, wenn ich euch in das Land Israel bringe, in
das Land, [ber] das ich meine Hand [zum Schwur] erhoben habe,
es euren Vtern zu geben. $20/43$ Und ihr werdet dort an eure
Wege und all eure Taten denken, mit denen ihr euch unrein
gemacht habt; und ihr werdet an euch selbst Ekel empfinden wegen
all eurer bsen Taten, die ihr begangen habt. $20/44$ Und ihr
werdet erkennen, da ich der HERR bin, wenn ich mit euch handle
um meines Namens willen [und] nicht nach euren bsen Wegen und
nach euren verderbenbringenden Taten, Haus Israel, spricht der
Herr, HERR.

Gottes Gerichtswort ber Jerusalem und Ammon.

V. 1-5: Kap. 15.

\21\

$21/1$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $21/2$
Menschensohn, richte dein Gesicht nach Sden, und rede zum
Mittag hin und weissage gegen den Wald des Gefildes im Sdland!
$21/3$ Und sage zum Wald des Sdlandes: Hre das Wort des HERRN!
So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich will in dir ein Feuer
anznden; das wird jeden grnen Baum und jeden drren Baum in
dir verzehren. Die lodernde Flamme wird nicht verlschen, und
vom Sden bis zum Norden werden alle Gesichter durch sie
versengt. $21/4$ Und alles Fleisch soll sehen, da ich, der
HERR, es angezndet habe. Es wird nicht erlschen. $21/5$ Und
ich sprach: Ach, Herr, HERR! Sie sagen von mir: Redet er nicht
in Gleichnissen?

$21/6$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir: $21/7$
Menschensohn, richte dein Gesicht nach Jerusalem, und rede gegen
die Heiligtmer und weissage gegen das Land Israel! $21/8$ Und
sprich zu dem Land Israel: So spricht der HERR: Siehe, ich will
an dich und werde mein Schwert aus seiner Scheide ziehen; und
ich werde aus dir den Gerechten und den Ungerechten ausrotten!
$21/9$ Weil ich aus dir den Gerechten und den Ungerechten
ausrotten will, darum soll mein Schwert aus seiner Scheide
fahren gegen alles Fleisch vom Sden bis zum Norden. $21/10$ Und
alles Fleisch wird erkennen, da ich, der HERR, mein Schwert aus
seiner Scheide gezogen habe; es soll nicht wieder [dahin]
zurckkehren. $21/11$ Und du, Menschensohn, sthne! Mit
brechenden Hften und mit bitterem [Schmerz] sollst du vor ihren
Augen sthnen! $21/12$ Und es soll geschehen, wenn sie zu dir
sagen: `Weswegen sthnst du?, dann sollst du sagen: `Wegen der
kommenden Nachricht. Und jedes Herz wird zerschmelzen, und alle
Hnde werden erschlaffen, und jeder Geist wird verzagen, und
alle Knie werden von Wasser triefen. Siehe, es kommt und
geschieht, spricht der Herr, HERR.

$21/13$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $21/14$
Menschensohn, weissage! Und du sollst sagen: So spricht der
Herr: Sage: Ein Schwert, ein Schwert, geschrft und auch
geschliffen! $21/15$ Damit es ein Schlachten anrichtet, ist es
geschrft; damit es blitzt, ist es geschliffen. - Oder sollen
wir uns freuen [und sagen]: Das Zepter meines Sohnes verwirft
alles Holz? - $21/16$ Und man hat es zum Schleifen gegeben, um
es mit der Faust zu packen. Geschrft ist es, das Schwert, es
ist geschliffen, damit man es in die Hand eines Mrders gebe.
$21/17$ Schreie um Hilfe und heule, Menschensohn! Denn es
richtet sich gegen mein Volk, es [richtet sich] gegen alle
Frsten Israels: Sie sind dem Schwert verfallen samt meinem
Volk. Darum schlag dir auf die Hften! $21/18$ Denn die Probe
ist gemacht. Und warum sollte es, wenn du sogar das Zepter
verwirfst, nicht geschehen? spricht der Herr, HERR. - $21/19$
Und du, Menschensohn, weissage und schlag die Hnde zusammen! Da
verdoppelt sich das Schwert, [ja] verdreifacht sich, ein Schwert
der Erschlagenen ist es, ein gewaltiges Schwert der
Erschlagenen, das tief in sie eindringt. $21/20$ Damit das Herz
verzage und viele zum Strzen gebracht werden, bringe ich an all
ihre Tore das Schlachten des Schwertes! Wehe! Zum Blitzen ist es
gemacht, zum Schlachten geschrft. $21/21$ Erweise deine
Schrfe, [und] wende dich nach rechts, wende dich nach links,
wohin deine Schneide [gerade] gerichtet ist! $21/22$ Und auch
ich will meine Hnde zusammenschlagen und meinen Grimm stillen.
Ich, der HERR, habe geredet.

$21/23$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $21/24$ Und
du, Menschensohn, mache dir zwei Wege, auf denen das Schwert des
Knigs von Babel kommt! Von einem Land sollen sie beide
ausgehen. Und setze einen Wegweiser, an den Anfang des Weges zur
Stadt setze [ihn]! $21/25$ Du sollst einen Weg machen, damit das
Schwert komme nach Rabba der Shne Ammon und nach Juda, das [nur
noch] in Jerusalem befestigt ist. $21/26$ Denn der Knig von
Babel bleibt am Kreuzweg stehen, am Anfang der beiden Wege, um
das Losorakel zu befragen; er schttelt die Pfeile, befragt die
Teraphim, beschaut die Leber. $21/27$ In seiner Rechten ist das
Losorakel `Jerusalem, da er Sturmbcke aufstelle, den Mund
ffne mit Geschrei, die Stimme erhebe mit Kriegsgeschrei,
Sturmbcke gegen die Tore aufstelle, Belagerungswlle aufschtte
und Belagerungstrme baue. - $21/28$ In ihren Augen aber ist es
ihnen wie ein falsches Orakel - sie haben ja die heiligsten Eide
-; er aber bringt [ihre] Schuld in Erinnerung, damit sie gefat
werden.

$21/29$ Darum, so spricht der Herr, HERR: Weil ihr eure Schuld
in Erinnerung bringt, indem eure Verbrechen offenbar werden, so
da eure Snden in allen euren Taten gesehen werden, weil ihr
angezeigt worden seid, werdet ihr mit [harter] Hand gefat
werden. $21/30$ Und du, erschlagener Gottloser, Frst Israels,
dessen Tag gekommen ist zur Zeit der endgltigen Strafe! $21/31$
So spricht der Herr, HERR: Weg mit dem Kopfbund, und fort mit
der Krone! Nichts bleibt, wie es ist. Das Niedrige soll erhht
und das Hohe erniedrigt werden! $21/32$ Zu Trmmern, Trmmern,
Trmmern mache ich es. Auch das bleibt nicht - bis der kommt,
dem das Recht gehrt; dem gebe ich es.

V. 33-37: Kap. 25,1-7; Jer 49,1-6; Am 1,13-15; Zeph 2,8-11.

$21/33$ Und du, Menschensohn, weissage und sprich: So spricht
der Herr, HERR, ber die Shne Ammon und ber ihr Hhnen. Und
sprich: Schwert, Schwert, zum Schlachten gezckt, zum Fressen
geschliffen, damit es als Blitz dreinfahre, $21/34$ um dich,
whrend man dir Nichtiges schaut, whrend man dir Lge wahrsagt,
an die Hlse der [tdlich] verwundeten Gottlosen zu legen, deren
Tag gekommen ist zur Zeit der endgltigen Strafe! $21/35$ Stecke
es wieder in seine Scheide! An dem Ort, wo du geschaffen bist,
in dem Land deiner Herkunft, werde ich dich richten. $21/36$ Und
ich werde meinen Zorn ber dich ausgieen, das Feuer meines
Grimms gegen dich anfachen; und ich werde dich in die Hand roher
Mnner geben, die Verderben schmieden. $21/37$ Du wirst dem
Feuer zum Fra [gegeben] werden, dein Blut wird mitten im Land
sein; an dich wird nicht mehr gedacht werden. Denn ich, der
HERR, habe geredet.

Schuld und Bestrafung von Jerusalem und Juda.

\22\

$22/1$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $22/2$ Und du,
Menschensohn, willst du richten, willst du richten die Stadt der
Blutschuld? So la sie alle ihre Greuel erkennen, $22/3$ und
sage: So spricht der Herr, HERR: [Du] Stadt, die in ihrer Mitte
Blut vergiet, damit ihre [Gerichts]zeit komme, und die sich
Gtzen macht, so da sie sich unrein mache! $22/4$ Durch dein
Blut, das du vergossen hast, bist du schuldig geworden; und
durch deine Gtzen, die du gemacht, hast du dich unrein gemacht;
und du hast deine [Gerichts]tage herbeigefhrt und bist zu
deinen Jahren gekommen. Darum habe ich dich zum Hohn fr die
Nationen gemacht und zum Gesptt fr alle Lnder. $22/5$ Die
[dir] nahe und die von dir entfernt [wohnen], verspotten dich,
deren Ruf befleckt, deren Bestrzung gewaltig ist. - $22/6$
Siehe, die Frsten Israels waren in dir - jeder [pochte] auf
seine Macht -, um Blut zu vergieen. $22/7$ Vater und Mutter
verachtet man in dir, dem Fremden tut man Gewalt an in deiner
Mitte, Waise und Witwe unterdrckt man in dir. $22/8$ Meine
heiligen Dinge verachtest du, und meine Sabbate entweihst du.
$22/9$ Verleumder sind in dir, um Blut zu vergieen. Und auf den
Bergen it man in dir, Schandtaten verbt man in deiner Mitte.
$22/10$ Die Ble des Vaters deckt man auf in dir, die in ihrer
Absonderung Unreine schwcht man in dir. $22/11$ Der eine verbt
Greuel mit der Frau seines Nchsten, der andere macht seine
Schwiegertochter durch Schandtat unrein, und ein anderer
schwcht in dir seine Schwester, die Tochter seines Vaters.
$22/12$ Bestechungsgeschenke nimmt man in dir, um Blut zu
vergieen; Zins und Aufschlag nimmst du und bervorteilst deinen
Nchsten mit Gewalt. Mich aber vergit du, spricht der Herr,
HERR.

$22/13$ Und siehe, ich schlage in meine Hand wegen deines
unrechten Gewinns, den du gemacht hast, und ber deine
Blutschuld, die in deiner Mitte ist. $22/14$ Wird dein Herz fest
bleiben, oder werden deine Hnde stark sein in den Tagen, da ich
mit dir handeln werde? Ich, der HERR, habe geredet und werde
handeln. $22/15$ Und ich werde dich versprengen unter die
Nationen und dich zerstreuen in die Lnder und deine Unreinheit
ganz aus dir wegschaffen. $22/16$ Und du wirst durch dich selbst
entweiht werden vor den Augen der Nationen; und du wirst
erkennen, da ich der HERR bin.

$22/17$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $22/18$
Menschensohn, das Haus Israel ist fr mich zu Schlacken
geworden; sie alle sind Kupfer und Zinn und Eisen und Blei im
Schmelzofen; Silberschlacken sind sie geworden. $22/19$ Darum,
so spricht der Herr, HERR: Weil ihr alle zu Schlacken geworden
seid, darum, siehe, werde ich euch in Jerusalem zusammentun.
$22/20$ [Wie] man Silber und Kupfer und Eisen und Blei und Zinn
in einen Schmelzofen zusammentut, um Feuer darunter anzublasen,
um es zu schmelzen, so werde ich euch in meinem Zorn und in
meinem Grimm zusammentun und euch hineinlegen und schmelzen.
$22/21$ Und ich werde euch sammeln und das Feuer meines Grimms
gegen euch anblasen, da ihr darin geschmolzen werdet. $22/22$
Wie Silber im Ofen geschmolzen wird, so werdet ihr mitten in ihm
geschmolzen werden. Und ihr werdet erkennen, da ich, der HERR,
meinen Grimm ber euch ausgegossen habe.

$22/23$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $22/24$
Menschensohn, sprich zu ihm: Du bist ein Land, das nicht
benetzt, nicht beregnet ist am Tag des Zorns, $22/25$ dessen
Obere in seiner Mitte sind wie ein brllender Lwe, der Beute
reit. Seelen fressen sie, Reichtum und Kostbarkeiten nehmen
sie, seine Witwen lassen sie zahlreich werden in seiner Mitte.
$22/26$ Seine Priester tun meinem Gesetz Gewalt an und entweihen
meine heiligen Dinge; zwischen heilig und nicht heilig
unterscheiden sie nicht, und [den Unterschied] zwischen unrein
und rein lassen sie nicht erkennen; und vor meinen Sabbaten
verhllen sie ihre Augen. So werde ich in ihrer Mitte entweiht.
$22/27$ Seine Obersten sind in seiner Mitte wie Wlfe, die Beute
reien, um Blut zu vergieen, Seelen zugrunde zu richten, damit
sie unrechten Gewinn erlangen. $22/28$ Und seine Propheten
streichen ihnen Tnche [darber], indem sie Nichtiges schauen
und ihnen Lgen wahrsagen und sprechen: So spricht der Herr,
HERR! Und doch hat der HERR nicht geredet. $22/29$ Das Volk des
Landes verbt Erpressung und begeht Raub; und den Elenden und
Armen unterdrcken sie, und am Fremden handeln sie gegen [jedes]
Recht. $22/30$ Und ich suchte einen Mann unter ihnen, der die
Mauer zumauern und vor mir fr das Land in den Ri treten
knnte, damit ich es nicht verheeren mte; aber ich fand
keinen. $22/31$ So giee ich meinen Zorn ber sie aus, im Feuer
meines Grimms vernichte ich sie, ihren Weg bringe ich auf ihren
Kopf, spricht der Herr, HERR.

Die beiden unzchtigen Schwestern Ohola und Oholiba.

Kap. 16.

\23\

$23/1$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $23/2$
Menschensohn, [da gab es] zwei Frauen, Tchter einer Mutter
waren sie. $23/3$ Die hurten in gypten, [bereits] in ihrer
Jugend hurten sie; dort wurden ihre Brste gedrckt, und dort
betastete man ihren jungfrulichen Busen. $23/4$ Die ltere hie
Ohola und ihre Schwester Oholiba. Und sie wurden mein und
gebaren Shne und Tchter. Und [was] ihre Namen [betrifft]:
Samaria ist Ohola, und Jerusalem ist Oholiba.

$23/5$ Und Ohola hurte von mir weg. Und sie hatte Verlangen nach
ihren Liebhabern, den kampftchtigen Assyrern, $23/6$ gekleidet
in violetten Purpur, den Statthaltern und Befehlshabern,
anmutige junge Mnner waren sie alle, Reiter, auf Pferden
reitend. $23/7$ Und sie richtete ihre Hurereien auf sie. Die
Auslese der Shne Assur waren sie alle; und mit allen, nach
denen sie Verlangen hatte, [und] mit all deren Gtzen machte sie
sich unrein. $23/8$ Auch ihre von gypten her [gewohnten]
Hurereien lie sie nicht; denn [schon] in ihrer Jugend hatten
sie bei ihr gelegen und hatten ihren jungfrulichen Busen
betastet und ihre Hurerei ber sie ausgegossen. $23/9$ Darum
habe ich sie in die Hand ihrer Liebhaber gegeben, in die Hand
der Shne Assur, nach denen sie Verlangen hatte. $23/10$ Die
haben ihre Ble aufgedeckt, ihre Shne und ihre Tchter
weggenommen, und sie selbst haben sie mit dem Schwert
erschlagen, so da sie zum Gerede bei den Frauen wurde, und
haben Strafgerichte an ihr gebt.

$23/11$ Und ihre Schwester Oholiba sah es, und sie trieb es mit
ihrem Verlangen verderblicher als sie und mit ihren Hurereien
[schlimmer] als ihre Schwester mit [ihren] Hurereien. $23/12$
Sie bekam Verlangen nach den Shnen Assur, Statthaltern und
Befehlshabern, Kmpfern, prchtig gekleidet, Reitern, auf
Pferden reitend; anmutige junge Mnner waren sie alle. $23/13$
Und ich sah, da sie sich unrein gemacht hatte: Dieselbe Art
hatten sie beide. $23/14$ Aber sie trieb ihre Hurereien [noch]
weiter: Denn sie sah Mnner in Zeichnung an der Wand, Bilder von
Chaldern, mit roter Farbe eingezeichnet, $23/15$ gegrtet mit
einem Gurt an ihren Hften, herabhngenden Turbanen auf ihren
Kpfen, sie alle vom Aussehen hervorragender Kmpfer, ein Abbild
der Shne Babels, deren Geburtsland Chalda ist. $23/16$ Und als
ihre Augen sie sahen, bekam sie Verlangen nach ihnen, und sie
sandte Boten zu ihnen nach Chalda. $23/17$ Da kamen die Shne
Babels zu ihr zum Liebeslager und machten sie durch ihre Hurerei
unrein. Doch als sie sich an ihnen unrein gemacht hatte, wandte
sich ihre Seele jh von ihnen ab. $23/18$ Und als sie [so] ihre
Hurereien aufgedeckt hatte und ihre Ble aufgedeckt hatte, da
wandte sich meine Seele jh von ihr ab, ebenso wie meine Seele
sich von ihrer Schwester jh abgewandt hatte. $23/19$ Sie aber
vermehrte [noch] ihre Hurereien, indem sie an die Tage ihrer
Jugend dachte, als sie im Land gypten gehurt hatte. $23/20$ Und
sie bekam Verlangen nach ihren Liebhabern, deren Fleisch wie das
Fleisch der Esel und deren Ergu wie der Ergu der Pferde ist.
$23/21$ Und du sehntest dich nach der Schandtat deiner Jugend,
als man in gypten deinen Busen betastete um deiner jugendlichen
Brste willen. - $23/22$ Darum, Oholiba, so spricht der Herr,
HERR: Siehe, ich erwecke gegen dich deine Liebhaber, von denen
deine Seele sich jh abgewandt hat, und lasse sie von allen
Seiten ber dich kommen: $23/23$ die Shne Babels und alle
Chalder, Pekod und Schoa und Koa, alle Shne Assur mit ihnen,
anmutige junge Mnner, Statthalter und Befehlshaber sind sie
alle, hervorragende Kmpfer und Rte, sie alle auf Pferden
reitend. $23/24$ Die kommen ber dich von Norden, [mit] Wagen
und Rdern und Scharen von Vlkern; Langschild und Kleinschild
und Helm richten sie ringsum gegen dich. Und ich bergebe ihnen
das Gericht, und sie werden dich nach ihren Rechtsstzen
richten. $23/25$ Und ich bringe meinen Eifer ber dich, und sie
werden im Grimm mit dir verfahren: deine Nase und deine Ohren
werden sie abschneiden, und was nach dir [brigbleibt], wird
durch das Schwert fallen; deine Shne und deine Tchter werden
sie wegnehmen, und was nach dir [brigbleibt], wird durch das
Feuer verzehrt werden. $23/26$ Und sie werden dir deine Kleider
ausziehen und deine prchtigen Geschmeide nehmen. $23/27$ Und
ich will ein Ende machen deiner Schandtat von dir und deiner
Hurerei vom Land gypten her, so da du deine Augen nicht mehr
zu ihnen erheben und nicht mehr denken wirst an gypten.

$23/28$ Denn so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich gebe dich in
die Hand derer, die du hat, in die Hand derer, von denen deine
Seele sich jh abgewandt hat. $23/29$ Und sie werden voller Ha
mit dir verfahren und all dein Erworbenes wegnehmen und dich
nackt und blo zurcklassen. Da sollen deine hurerische Ble
und deine Schandtat und deine Hurereien aufgedeckt werden.
$23/30$ Das wird dir geschehen, weil du den Nationen nachgehurt,
weil du dich mit ihren Gtzen unrein gemacht hast. $23/31$ Auf
dem Weg deiner Schwester bist du gegangen, so gebe ich ihren
Becher in deine Hand. $23/32$ So spricht der Herr, HERR: Du
wirst den Becher deiner Schwester trinken, den tiefen und weiten
- zum Gelchter und zum Spott wird sie -, der so viel fat.
$23/33$ Von Trunkenheit und Kummer wirst du voll werden; ein
Becher des Entsetzens und der Verdung ist der Becher deiner
Schwester Samaria. $23/34$ Und du wirst ihn trinken und
ausschlrfen und wirst seine Scherben benagen und deine Brste
zerreien; denn ich habe geredet, spricht der Herr, HERR. -
$23/35$ Darum, so spricht der Herr, HERR: Weil du mich vergessen
und mich hinter deinen Rcken geworfen hast, so trage du auch
deine Schandtat und deine Hurereien!

$23/36$ Und der HERR sprach zu mir: Menschensohn, willst du die
Ohola und die Oholiba richten? Dann halte ihnen ihre Greuel vor!
$23/37$ Denn sie haben Ehebruch getrieben, und Blut ist an ihren
Hnden, und mit ihren Gtzen haben sie Ehebruch getrieben; und
sogar ihre Kinder, die sie mir geboren hatten, haben sie ihnen
zum Fra durch [das Feuer] gehen lassen. $23/38$ Und dies haben
sie mir noch [dazu] angetan: Sie haben am selben Tag mein
Heiligtum unrein gemacht und meine Sabbate entweiht. $23/39$
Denn wenn sie ihre Shne fr ihre Gtzen schlachteten, dann
kamen sie am selben Tag in mein Heiligtum, es zu entweihen; und
siehe, so haben sie es mitten in meinem Haus getrieben. $23/40$
Ja, sie haben sogar [Boten] zu Mnnern gesandt, die von fernher
kommen sollten - zu denen ein Bote gesandt worden war; und
siehe, sie kamen! -, fr die du dich gebadet, deine Augen
geschminkt und [dir] Schmuck angelegt hast $23/41$ und dich auf
ein prunkvolles Polster gesetzt hast, vor dem ein Tisch bereitet
war; und darauf hast du mein Rucherwerk und mein l gestellt.
$23/42$ Und mit lrmender Stimme sang man den Mnnern zu wegen
der Menge der Menschen, die aus der Wste gekommen waren; und
sie legten Armringe an ihre Hnde und [setzten] prachtvolle
Kronen auf ihre Kpfe.

$23/43$ Da sprach ich: [Noch immer] Ehebruch fr die
Verbrauchte? Jetzt treibt man ihre Hurereien, und sie [freut
sich darber]. $23/44$ Und man ging zu ihr ein, wie man zu einer
Hure eingeht; so gingen sie ein zu Ohola und zu Oholiba, den
unzchtigen Frauen. $23/45$ Aber gerechte Mnner, die werden sie
richten nach dem Recht fr Ehebrecherinnen und nach dem Recht
fr solche, die Blut vergieen; denn sie sind Ehebrecherinnen,
und Blut ist an ihren Hnden. - $23/46$ Denn so spricht der
Herr, HERR: Man fhre eine Versammlung gegen sie herauf, und
gebe sie der Mihandlung und der Plnderung preis! $23/47$ Und
die Versammlung soll sie steinigen und sie mit ihren Schwertern
zerhauen; ihre Shne und ihre Tchter soll man erschlagen und
ihre Huser mit Feuer vernichten! $23/48$ Und so werde ich die
Schandtat aus dem Land wegschaffen, damit alle Frauen sich
warnen lassen und nicht nach eurer Schandtat handeln. $23/49$
Und sie werden eure Schandtat auf euch bringen, und die Snden
[,die ihr mit] euren Gtzen [begangen habt,] werdet ihr tragen.
Und ihr werdet erkennen, da ich der Herr, HERR, bin.

Der Kochtopf als Bild fr die Zerstrung Jerusalems - Keine
Klage Hesekiels ber den Tod seiner Frau als Zeichenhandlung fr
das unbeklagte Jerusalem.

\24\

$24/1$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir im neunten Jahr, im
zehnten Monat, am Zehnten des Monats: $24/2$ Menschensohn,
schreibe dir den Namen des Tages auf, ebendieses Tages! An
ebendiesem Tag wirft sich der Knig von Babel [mit seinem Heer]
auf Jerusalem.

$24/3$ Und rede ein Gleichnis zu dem widerspenstigen Haus, und
sage zu ihnen: So spricht der Herr, HERR: Setze den Topf auf,
setze [ihn] auf, und giee auch Wasser hinein! $24/4$ Lege seine
[Fleisch]stcke zusammen hinein, lauter gute Stcke, Lende und
Schulter; auserlesene Knochen flle ein! $24/5$ Nimm auserlesene
Schafe, und schichte auch ringsherum die Holzstcke darunter;
la seine [Fleisch]stcke sieden; auch seine Knochen sollen
darin kochen! - $24/6$ Darum, so spricht der Herr, HERR: Wehe,
Stadt der Blutschuld! Topf, an dem sein Rost ist und dessen Rost
nicht von ihm abgeht! Stck fr Stck leere ihn aus, ohne da
darber das Los gefallen ist. $24/7$ Denn ihr Blut ist in ihrer
Mitte: sie hat es auf den kahlen Felsen getan, sie hat es nicht
auf die Erde gegossen, da man es mit Staub bedecken knnte.
$24/8$ Um Zorn heraufzufhren, um Rache zu ben, habe ich ihr
Blut auf den kahlen Felsen getan, damit es nicht bedeckt wird. -
$24/9$ Darum, so spricht der Herr, HERR: Wehe, Stadt der
Blutschuld! Auch ich werde den Holzsto gro machen. $24/10$
Hufe das Holz, znde das Feuer an, koche das Fleisch gar, und
schtte die Brhe weg, und die Knochen sollen angebrannt werden!
$24/11$ Und stelle ihn leer auf seine Kohlen, damit seine Bronze
hei wird und glht und seine Unreinheit in ihm schmilzt, sein
Rost abgeht! $24/12$ Vergebliche Mhe! Sein vieler Rost geht
nicht von ihm ab. Ins Feuer mit seinem Rost! - $24/13$ Wegen
deiner schndlichen Unreinheit, weil ich dich reinigte, du aber
nicht rein wurdest, so wirst du [nun] von deiner Unreinheit
nicht mehr rein werden, bis ich meinen Grimm an dir gestillt
habe. $24/14$ Ich, der HERR, habe geredet. Es kommt, und ich tue
es; ich lasse nicht nach; ich bin [deinetwegen] nicht betrbt
und lasse es mich nicht gereuen. Nach deinen Wegen und nach
deinen Taten richte ich dich, spricht der Herr, HERR.

$24/15$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $24/16$
Menschensohn, siehe, ich nehme die in deinen Augen
Begehrenswerte von dir weg durch pltzlichen Tod. Du aber sollst
nicht klagen und nicht weinen, und keine Trne soll dir kommen.
$24/17$ Sthne bewegungslos, Totenklage stell nicht an; binde
dir deinen Kopfbund um, und zieh deine Schuhe an deine Fe!
Deinen Bart sollst du nicht verhllen und Brot der Trauer nicht
essen!

$24/18$ Und ich redete zum Volk am Morgen, und am Abend starb
meine Frau. Und ich tat am Morgen, wie mir befohlen war. $24/19$
Da sprach das Volk zu mir: Willst du uns nicht mitteilen, was
uns das bedeuten soll, da du [so] handelst? $24/20$ Da sagte
ich zu ihnen: Das Wort des HERRN geschah zu mir so: $24/21$ Sage
zum Haus Israel: So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich entweihe
mein Heiligtum, den Stolz eurer Macht, das in euren Augen
Begehrenswerte und das Verlangen eurer Seele. Und eure Shne und
eure Tchter, die ihr zurckgelassen habt, werden durchs Schwert
fallen. $24/22$ Dann werdet ihr tun, wie ich getan habe: den
Bart werdet ihr nicht verhllen und Brot der Trauer nicht essen,
$24/23$ und eure Kopfbunde werden auf euren Kpfen [bleiben] und
eure Schuhe an euren Fen. Ihr werdet nicht klagen und nicht
weinen, sondern werdet dahinschwinden in euren Snden und
seufzen einer zum andern hin. $24/24$ So wird Hesekiel fr euch
zum Wahrzeichen werden; nach allem, was er getan hat, werdet ihr
tun. Wenn es kommt, dann werdet ihr erkennen, da ich der Herr,
HERR, bin.

$24/25$ Und du, Menschensohn, siehe, an dem Tag, da ich ihre
Zuflucht wegnehme von ihnen, die Freude ihrer Pracht, das in
ihren Augen Begehrenswerte und die Sehnsucht ihrer Seelen, ihre
Shne und ihre Tchter; $24/26$ an jenem Tag wird ein
Entkommener zu dir kommen, um es deine Ohren vernehmen zu
lassen. $24/27$ An jenem Tag wird dein Mund geffnet werden vor
dem Entkommenen, und du wirst reden und nicht mehr stumm sein.
So sollst du ihnen zu einem Wahrzeichen werden; und sie werden
erkennen, da ich der HERR bin.

Drohreden gegen Ammon, Moab, Edom und die Philister.

V. 1-7: Kap. 21,33-37; Jer 49,1-6; Am 1,13-15; Zeph 2,8-11.

\25\

$25/1$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $25/2$
Menschensohn, richte dein Gesicht gegen die Shne Ammon, und
weissage ber sie $25/3$ und sage zu den Shnen Ammon: Hrt das
Wort des Herrn, HERRN! So spricht der Herr, HERR: Da du `Haha!
sagst ber mein Heiligtum, weil es entweiht ist, und ber das
Land Israel, weil es verwstet ist, und ber das Haus Juda, weil
sie in die Gefangenschaft gegangen sind: $25/4$ darum, siehe,
werde ich dich den Shnen des Ostens zum Besitz geben, und sie
werden ihre Zeltlager in dir aufschlagen und ihre Wohnungen in
dir errichten; sie werden deine Frchte essen, und sie werden
deine Milch trinken. $25/5$ Und ich werde Rabba zum Weideplatz
der Kamele machen und die Shne Ammon zur Lagersttte der
Schafe. Und ihr werdet erkennen, da ich der HERR bin. - $25/6$
Denn so spricht der Herr, HERR: Weil du in die Hnde geklatscht
und mit dem Fu gestampft hast und dich von Herzen mit all
deiner Verachtung ber das Land Israel gefreut hast: $25/7$
siehe, darum strecke ich meine Hand gegen dich aus und gebe dich
den Nationen zur Beute, und ich rotte dich aus den Vlkern aus
und tilge dich aus den Lndern aus. Ich werde dich vernichten,
und du wirst erkennen, da ich der HERR bin.

V. 8-11: Jes 15; 16; Jer 48; Am 2,1-3; Zeph 2,8-11.

$25/8$ So spricht der Herr, HERR: Weil Moab und Seir sagen:
`Siehe, das Haus Juda ist wie alle Nationen: $25/9$ darum,
siehe, werde ich die Berghnge Moabs entblen von den Stdten,
von seinen Stdten ohne Ausnahme, der Zierde des Landes,
Bet-Jeschimot, Baal-Meon und bis nach Kirjatajim hin, $25/10$
und ich gebe es den Shnen des Ostens zum Besitz zu den Shnen
Ammon hinzu, damit an die Shne Ammon nicht mehr gedacht wird
unter den Nationen. $25/11$ So werde ich an Moab Strafgerichte
ben; und sie werden erkennen, da ich der HERR bin.

V. 12-14: Kap. 35; (Jes 21,11.12); Jes 34,5-17; Jer 49,7-22; Am
1,11.12; Ob.

$25/12$ So spricht der Herr, HERR: Weil Edom mit Rachsucht gegen
das Haus Juda gehandelt und sie sich sehr schuldig gemacht
haben, als sie sich an ihnen rchten: $25/13$ darum, so spricht
der Herr, HERR, werde ich meine Hand gegen Edom ausstrecken und
Menschen und Vieh aus ihm ausrotten; und ich werde es von Teman
an zur Trmmersttte machen, und bis nach Dedan hin werden sie
durchs Schwert fallen. $25/14$ Und ich werde meine Rache an Edom
in die Hand meines Volkes Israel legen, und sie werden an Edom
handeln nach meinem Zorn und nach meinem Grimm. Und sie werden
meine Rache erkennen, spricht der Herr, HERR.

V. 15-17: Jes 14,28-32; Jer 47; Am 1,6-8; Zeph 2,4-7; Sach
9,5-7.

$25/15$ So spricht der Herr, HERR: Weil die Philister mit
Rachsucht gehandelt und sich rachschtig gercht haben mit
Verachtung aus [vollem] Herzen zur Zerstrung in ewiger
Feindschaft: $25/16$ darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe,
ich strecke meine Hand gegen die Philister aus und rotte die
Kreter aus und tilge den berrest an der Kste des Meeres aus.
$25/17$ Und ich werde mit grimmigen Zchtigungen groe Rache an
ihnen ben. Und sie werden erkennen, da ich der HERR bin, wenn
ich meine Rache ber sie bringe.

Drohrede gegen Tyrus.

Kap. 27; 28,1-19; Jes 23; Am 1,9.10; Sach 9,2-4.

\26\

$26/1$ Und es geschah im elften Jahr, am Ersten des Monats, da
geschah das Wort des HERRN zu mir so: $26/2$ Menschensohn, weil
Tyrus ber Jerusalem sagt: `Haha! Zerbrochen ist das Tor der
Vlker; es fllt mir zu; ich werde erfllt, sie ist verwstet!:
$26/3$ darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich will an
dich, Tyrus! Und ich werde viele Nationen gegen dich
herauffhren, wie das Meer seine Wellen herauffhrt. $26/4$ Und
sie werden die Mauern von Tyrus zerstren und seine Trme
abbrechen; und ich werde seine Erde von ihm wegfegen und es zum
kahlen Felsen machen. $26/5$ Ein Trockenplatz fr Netze soll es
werden mitten im Meer, denn ich habe geredet, spricht der Herr,
HERR, und es wird den Nationen zur Beute werden. $26/6$ Und
seine Tchter, die auf dem Feld sind, sollen mit dem Schwert
erschlagen werden. Und sie werden erkennen, da ich der HERR
bin.

$26/7$ Denn so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich lasse
Nebukadnezar, den Knig von Babel, den Knig der Knige, von
Norden her ber Tyrus kommen, mit Pferden und Wagen und Reitern
und einem Aufgebot und mit viel Volk. $26/8$ Deine Tchter wird
er auf dem Feld mit dem Schwert erschlagen. Und er wird
Belagerungstrme gegen dich aufstellen und einen Belagerungswall
gegen dich aufschtten und Langschilde gegen dich aufrichten
$26/9$ und den Sto seines Mauerbrechers gegen deine Mauern
richten und deine Trme mit seinen Brecheisen niederreien.
$26/10$ Von der Menge seiner Pferde wird dich ihr Staub
bedecken; vor dem Lrm der Reiter und Rder und Wagen werden
deine Mauern erbeben, wenn er in deine Tore einzieht, wie man in
eine Stadt voller Breschen einzieht. $26/11$ Mit den Hufen
seiner Pferde wird er alle deine Straen zerstampfen; dein Volk
wird er mit dem Schwert erschlagen, und die Gedenksteine deiner
Macht werden zu Boden sinken. $26/12$ Und sie werden dein
Vermgen rauben und deinen Handelsgewinn plndern und deine
Mauern abbrechen und deine prchtigen Huser niederreien; und
deine Steine und dein Holz und deinen Schutt werden sie mitten
ins Wasser schtten. $26/13$ Und ich werde das Getn deiner
Lieder zum Schweigen bringen, und der Klang deiner Zithern wird
nicht mehr gehrt werden. $26/14$ Und ich werde dich zum kahlen
Felsen machen; ein Trockenplatz fr Netze sollst du werden, du
wirst nicht wieder aufgebaut werden. Denn ich, der HERR, habe
geredet, spricht der Herr, HERR.

$26/15$ So spricht der Herr, HERR, zu Tyrus: Werden nicht vom
Gedrhn deines Sturzes, wenn der Durchbohrte sthnt, wenn in
deiner Mitte gemordet wird, die Inseln erbeben? $26/16$ Und alle
Frsten des Meeres werden von ihren Thronen herabsteigen und
ihre Mntel ablegen und ihre buntgewirkten Kleider ausziehen. In
Schrecken werden sie sich kleiden, werden auf der Erde sitzen,
immer wieder erzittern und sich ber dich entsetzen. $26/17$ Und
sie werden ein Klagelied ber dich erheben und zu dir sagen: Wie
bist du verloren gegangen, vom Meer verschwunden, du berhmte
Stadt, die mchtig auf dem Meer war, sie und ihre Bewohner, die
allen, die dort wohnten, ihren Schrecken einflte. $26/18$ Nun
erzittern die Inseln am Tag deines Sturzes; und entsetzt sind
die Inseln im Meer wegen deines Endes.

$26/19$ Denn so spricht der Herr, HERR: Wenn ich dich zu einer
verwsteten Stadt mache, den Stdten gleich, die nicht [mehr]
bewohnt werden; wenn ich die Flut ber dich heraufsteigen lasse
und dich die gewaltigen Wasser bedecken, $26/20$ dann lasse ich
dich hinabfahren mit denen, die in die Grube hinabfahren zum
Volk der Urzeit, und lasse dich in den Tiefen [unter] der Erde
wohnen, in den Trmmersttten von der Vorzeit her, mit denen,
die in die Grube hinabgefahren sind, damit du nicht [mehr]
bewohnt wirst und erstehst im Land der Lebenden. $26/21$
[Tdlichen] Schrecknissen gebe ich dich preis; und du wirst
nicht mehr sein, und du wirst gesucht, aber nicht wiedergefunden
werden fr ewig, spricht der Herr, HERR.

Klagelied ber den Untergang der Stadt Tyrus.

Kap. 26; 28,1-19; Jes 23; Am 1,9.10; Sach 9,2-4.

\27\

$27/1$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $27/2$ Und du,
Menschensohn, erhebe ein Klagelied ber Tyrus, $27/3$ und sage
zu Tyrus, das an den Zugngen zum Meer wohnt und Handel treibt
mit den Vlkern nach vielen Inseln hin: So spricht der Herr,
HERR: Tyrus, du sagst: Ich bin von vollkommener Schnheit!
$27/4$ Dein Gebiet ist im Herzen der Meere; deine Bauleute haben
deine Schnheit vollkommen gemacht. $27/5$ Aus Wacholder vom
Senir bauten sie dir [auf beiden Seiten] alle Planken; sie
nahmen Zedern vom Libanon, um auf dir einen Mast zu machen;
$27/6$ aus Eichen von Baschan machten sie deine Ruder; dein Deck
machten sie aus Elfenbein, [eingefat] in Zypressen von den
Inseln der Kitter. $27/7$ Byssus in Buntwirkerei aus gypten
war dein Segel, um dir als Flagge zu dienen; violetter und roter
Purpur von den Inseln Elischas war dein Kajtendach. $27/8$ Die
Bewohner von Sidon und Arwad waren deine Ruderer; deine Weisen,
Tyrus, waren in dir, sie waren deine Matrosen; $27/9$ die
ltesten von Gebal und seine Weisen waren in dir als Ausbesserer
deiner Lecks.

Alle Schiffe des Meeres und ihre Seeleute waren in dir, um deine
Tauschwaren einzutauschen. $27/10$ [Sldner aus] Paras und Lud
und Put waren in deinem Heer als deine Kriegsleute; Schild und
Helm hngten sie in dir auf, die verliehen dir Glanz. $27/11$
Die Shne Arwads waren mit deinem Heer auf deinen Mauern
ringsum, und die Gammaditer waren auf deinen Trmen; ihre
Schilde hngten sie ringsum an deinen Mauern auf. Die machten
deine Schnheit vollkommen. $27/12$ Tarsis war dein Aufkufer
wegen der Flle an allem Besitz; fr Silber, Eisen, Zinn und
Blei gaben sie deine Waren. $27/13$ Jawan, Tubal und Meschech
waren Hndler fr dich; [fr] Menschenseelen und bronzene Gerte
gaben sie deine Tauschware. $27/14$ Aus dem Haus Togarma: [Fr]
[Zug]pferde, Reitpferde und Maulesel gaben sie deine Waren.
$27/15$ Die Shne Dedans waren deine Hndler. Viele Inseln waren
Aufkufer in deinem Dienst: Elefantenzhne und Ebenholz
erstatteten sie dir als Abgabe. $27/16$ Edom war Aufkufer fr
dich wegen der Flle deiner Erzeugnisse; fr Rubin, roten Purpur
und Buntwirkerei und Byssus und Korallen und Edelsteine gaben
sie deine Waren. $27/17$ Juda und das Land Israel, sie waren
deine Hndler; fr Weizen [aus] Minnit und Feigen und Honig und
l und Balsam gaben sie deine Tauschware. $27/18$ Damaskus war
dein Aufkufer wegen der Flle deiner Erzeugnisse, wegen der
Flle an allem Besitz, gegen Wein von Helbon und Wolle von
Zachar. $27/19$ Und Wein gaben sie fr deine Ware; bearbeitetes
Eisen, Zimtblten und Wrzrohr waren da fr deine Tauschware.
$27/20$ Dedan war deine Hndlerin mit Satteldecken zum Reiten.
$27/21$ Arabien und alle Frsten von Kedar, sie waren Aufkufer
in deinem Dienst; fr Lmmer und Widder und Bcke, fr sie waren
sie deine Aufkufer. $27/22$ Die Kaufleute von Saba und Ragma
waren deine Hndler; fr das Beste von allem Balsam und fr
allerlei Edelsteine und Gold gaben sie deine Waren. $27/23$
Haran und Kanne und Eden, die Hndler von Saba, [dazu] Assur
[und] ganz Medien waren deine Hndlerschaft. $27/24$ Sie waren
deine Hndler fr Prachtgewnder, fr Mntel aus violettem
Purpur und Buntwirkerei und fr Teppiche aus zweifarbigem
Gewebe, fr gewundene und feste Seile auf deinem Markt. $27/25$
Die Schiffe von Tarsis waren deine Karawanen [fr] deine
Tauschware. Und du wurdest [mit Reichtum] angefllt und sehr
herrlich im Herzen der Meere.

V. 26-36: vgl. Offb 18,9-19.

$27/26$ Deine Ruderer fhrten dich ber gewaltige Wasser; der
Ostwind [aber] zerbrach dich im Herzen der Meere. $27/27$ Dein
Besitz und deine Waren, deine Tauschwaren, deine Seeleute und
deine Matrosen, die Ausbesserer deiner Lecks und die, die deine
Tauschwaren eintauschten, und alle deine Kriegsleute, die in dir
sind, und dein ganzes Aufgebot, das in deiner Mitte ist, werden
ins Herz der Meere fallen am Tag deines Sturzes. $27/28$ Von dem
lauten Geschrei deiner Matrosen werden die Weidegebiete erbeben.
$27/29$ Und alle, die das Ruder fhren, die Seeleute, alle
Matrosen des Meeres, werden von ihren Schiffen herabsteigen,
werden an Land bleiben $27/30$ und werden ihre Stimme ber dich
hren lassen und bitter schreien; und sie werden Staub auf ihre
Kpfe werfen, sich in der Asche wlzen. $27/31$ Und sie werden
sich deinetwegen eine Glatze scheren und sich Sacktuch umgrten
und werden deinetwegen weinen in Bitterkeit der Seele mit
bitterer Totenklage. $27/32$ Und sie werden ein Klagelied ber
dich erheben in ihrem Jammern und werden ber dich klagen: Wer
ist wie Tyrus, wie die Vernichtete mitten im Meer! $27/33$ Als
deine Waren von den Meeren herkamen, sttigtest du viele Vlker;
mit der Menge deiner Besitztmer und deiner Tauschwaren hast du
die Knige der Erde reich gemacht. $27/34$ Jetzt bist du
zerbrochen, von den Meeren [verschwunden] in den Tiefen des
Wassers, und deine Tauschwaren und dein ganzes Aufgebot in
deiner Mitte ist gesunken. $27/35$ Alle Bewohner der Inseln
entsetzen sich ber dich, und ihren Knigen stehen die Haare zu
Berge, ihre Gesichter sind verstrt. $27/36$ Die Aufkufer unter
den Vlkern pfeifen ber dich. Zum Schrecken bist du geworden
und bist dahin auf ewig.

Drohrede und Klagelied ber den Frsten von Tyrus.

V. 1-19: Kap. 26; 27; Jes 23; Am 1,9.10; Sach 9,2-4.

\28\

$28/1$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $28/2$
Menschensohn, sage zum Frsten von Tyrus: So spricht der Herr,
HERR: Weil dein Herz hoch hinaus will und du sagst: `Gott bin
ich, den Wohnsitz der Gtter bewohne ich im Herzen der Meere! -
whrend du [doch nur] ein Mensch bist und nicht Gott; du aber
erhebst dein Herz, als wre es Gottes Herz - $28/3$ siehe, du
bist weiser als Daniel, nichts Verborgenes ist dunkel fr dich;
$28/4$ durch deine Weisheit und durch deinen Verstand hast du
dir Reichtum erworben und hast Gold und Silber in deine
Schatzkammern geschafft; $28/5$ durch die Gre deiner Weisheit
hast du mit deinem Handel deinen Reichtum vermehrt, dein Herz
wollte wegen deines Reichtums hoch hinaus -: $28/6$ darum, so
spricht der Herr, HERR: Weil du dein Herz erhebst, als wre es
Gottes Herz, $28/7$ darum, siehe, ich bringe Fremde ber dich,
die gewaltttigsten Nationen, die werden ihre Schwerter ziehen
gegen die Schnheit deiner Weisheit und werden deinen Glanz
entweihen. $28/8$ In die Grube werden sie dich hinabfahren
lassen, und du wirst den Tod eines Erschlagenen sterben im
Herzen der Meere. $28/9$ Wirst du dann angesichts deiner Mrder
auch noch sagen: `Gott bin ich!, whrend du [doch nur] ein
Mensch bist und nicht Gott, in der Hand derer, die dich
durchbohren? $28/10$ Den Tod von Unbeschnittenen wirst du
sterben durch die Hand der Fremden; denn ich habe geredet,
spricht der Herr, HERR.

$28/11$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $28/12$
Menschensohn, erhebe ein Klagelied ber den Knig von Tyrus und
sage ihm: So spricht der Herr, HERR: Du warst das vollendete
Siegel, voller Weisheit und vollkommen an Schnheit, $28/13$ du
warst in Eden, dem Garten Gottes; aus Edelsteinen jeder [Art]
war deine Decke: Karneol, Topas und Jaspis, Trkis, Onyx und
Jade, Saphir, Rubin und Smaragd; und Arbeit in Gold waren deine
Ohrringe und deine Perlen an dir; am Tag, als du geschaffen
wurdest, wurden sie bereitet. $28/14$ Du warst ein mit
ausgebreiteten [Flgeln] schirmender Cherub, und ich hatte dich
[dazu] gemacht; du warst auf Gottes heiligem Berg, mitten unter
feurigen Steinen gingst du einher. $28/15$ Vollkommen warst du
in deinen Wegen von dem Tag an, als du geschaffen wurdest, bis
sich Unrecht an dir fand. $28/16$ Durch die Menge deines Handels
flltest du dein Inneres mit Gewalttat und sndigtest. Und ich
verstie dich vom Berg Gottes und trieb dich ins Verderben, du
schirmender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine. $28/17$
Dein Herz wollte hoch hinaus wegen deiner Schnheit, du hast
deine Weisheit zunichte gemacht um deines Glanzes willen. Ich
habe dich zu Boden geworfen, habe dich vor Knigen dahingegeben,
damit sie ihre Lust an dir sehen. $28/18$ Durch die Menge deiner
Snden, in der Unredlichkeit deines Handels, hast du deine
Heiligtmer entweiht. Darum habe ich aus deiner Mitte ein Feuer
ausgehen lassen, das hat dich verzehrt, und ich habe dich zu
Asche auf der Erde gemacht vor den Augen aller, die dich sehen.
$28/19$ Alle, die dich kennen unter den Vlkern, entsetzen sich
ber dich; ein Schrecken bist du geworden und bist dahin auf
ewig!

Drohrede gegen Sidon - Die zuknftige Heilszeit fr Israel.

$28/20$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $28/21$
Menschensohn, richte dein Gesicht gegen Sidon und weissage ber
es, $28/22$ und sage: So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich will
an dich, Sidon, und will mich in deiner Mitte verherrlichen; und
sie werden erkennen, da ich der HERR bin, wenn ich
Strafgerichte an ihm be und mich an ihm als heilig erweise.
$28/23$ Und ich werde die Pest hineinsenden und Blut auf seine
Straen; und Erschlagene werden in seiner Mitte fallen durch das
Schwert, [das] von allen Seiten ber es [kommt]. Und sie werden
erkennen, da ich der HERR bin. - $28/24$ Und fr das Haus
Israel soll es nicht mehr einen stechenden Dorn und einen
schmerzenden Stachel geben von allen [Nachbarn] um sie her, die
sie verachten. Und sie werden erkennen, da ich der Herr, HERR,
bin.

$28/25$ So spricht der Herr, HERR: Wenn ich das Haus Israel aus
den Vlkern sammle, unter die sie zerstreut worden sind, und ich
mich an ihnen vor den Augen der Nationen als heilig erweise,
dann werden sie in ihrem Land wohnen, das ich meinem Knecht
Jakob gegeben habe. $28/26$ Und sie werden in Sicherheit darin
wohnen und Huser bauen und Weinberge pflanzen; und sie werden
in Sicherheit wohnen, wenn ich Strafgerichte gebt habe an
allen, die sie verachteten aus ihrer Umgebung. Und sie werden
erkennen, da ich der HERR bin, ihr Gott.

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