Ort und Art des Gottesdienstes in Kanaan.

\12\

$12/1$ Dies sind die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die
ihr halten sollt, sie zu tun in dem Land, das der HERR, der Gott
deiner Vter, dir gegeben hat, es in Besitz zu nehmen, all die
Tage, die ihr auf dem Erdboden lebt:

$12/2$ Ihr sollt all die Sttten vollstndig ausrotten, wo die
Nationen, die ihr vertreiben werdet, ihren Gttern gedient haben
auf den hohen Bergen, auf den Hgeln und unter jedem grnen
Baum. $12/3$ Und ihr sollt ihre Altre niederreien und ihre
Gedenksteine zerbrechen und ihre Ascherim mit Feuer verbrennen
und die Bilder ihrer Gtter umhauen. Und ihr sollt ihren Namen
von jener Sttte ausrotten.

$12/4$ Den HERRN, euren Gott, drft ihr so nicht verehren.
$12/5$ Sondern ihr sollt die Sttte aufsuchen, die der HERR,
euer Gott, aus all euren Stmmen erwhlen wird, um seinen Namen
dort niederzulegen, da er [dort] wohne, und dahin sollst du
kommen. $12/6$ Und dahin sollt ihr eure Brandopfer bringen und
eure Schlachtopfer, eure Zehnten und das Hebopfer eurer Hand und
eure Gelbde und eure freiwilligen Gaben und die Erstgeburten
eurer Rinder und Schafe. $12/7$ Und dort sollt ihr vor dem
HERRN, eurem Gott, essen und euch freuen, ihr und eure Familien,
an allem, was eure Hand erworben hat, worin der HERR, dein Gott,
dich gesegnet hat. $12/8$ Ihr drft es nicht [mehr] so machen
nach allem, wie wir [es] heute hier tun, [da] jeder all [das
tut, was] in seinen Augen recht ist. $12/9$ Denn ihr seid bis
jetzt noch nicht zu der Ruhe und zu dem Erbteil gekommen, das
der HERR, dein Gott, dir gibt. $12/10$ Seid ihr aber ber den
Jordan gezogen und wohnt in dem Land, das der HERR, euer Gott,
euch erben lt und hat er euch Ruhe verschafft vor all euren
Feinden ringsum, da ihr sicher wohnt, $12/11$ dann soll es
geschehen: die Sttte, die der HERR, euer Gott, erwhlen wird,
seinen Namen dort wohnen zu lassen, dahin sollt ihr alles
bringen, was ich euch gebiete: eure Brandopfer und eure
Schlachtopfer, eure Zehnten und das Hebopfer eurer Hand und all
das Auserlesene eurer Gelbde, die ihr dem HERRN geloben werdet.
$12/12$ Und ihr sollt euch vor dem HERRN, eurem Gott, freuen,
ihr und eure Shne und eure Tchter und eure Sklaven und eure
Sklavinnen und der Levit, der in euren Toren [wohnt], denn er
hat weder Anteil noch Erbe mit euch.

$12/13$ Hte dich, da du ja nicht deine Brandopfer an jeder
Sttte opferst, die du siehst! $12/14$ Sondern an der Sttte,
die der HERR in einem deiner Stmme erwhlen wird, dort sollst
du deine Brandopfer opfern, und dort sollst du alles tun, was
ich dir gebiete. $12/15$ Doch magst du ganz nach Herzenslust
schlachten und Fleisch essen in all deinen Toren nach dem Segen
des HERRN, deines Gottes, den er dir gegeben hat. Der Unreine
und der Reine mgen es essen, wie [man] die Gazelle und wie
[man] den Hirsch [it] . $12/16$ Nur das Blut drft ihr nicht
essen, auf die Erde sollt ihr es gieen wie Wasser. - $12/17$ In
deinen Toren darfst du nicht essen den Zehnten deines Getreides
und deines Mostes und deines les noch die Erstgeburten deiner
Rinder und deiner Schafe, noch irgend etwas von deinen Gelbden,
die du geloben wirst, noch deine freiwilligen Gaben, noch das
Hebopfer deiner Hand. $12/18$ Sondern vor dem HERRN, deinem
Gott, an der Sttte, die der HERR, dein Gott, erwhlen wird,
sollst du es essen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein
Sklave und deine Sklavin und der Levit, der in deinen Toren
[wohnt]. Und du sollst dich vor dem HERRN, deinem Gott, freuen
an allem, was deine Hand erworben hat. $12/19$ Hte dich, da du
den Leviten ja nicht [im Stich] lt all deine Tage [, die du]
in deinem Land [lebst]!

$12/20$ Wenn der HERR, dein Gott, dein Gebiet erweitern wird, so
wie er zu dir geredet hat, und du sagst: `Ich will Fleisch essen
!', weil deine Seele Fleisch zu essen begehrt, so magst du nach
Herzenslust Fleisch essen. $12/21$ Wenn die Sttte, die der
HERR, dein Gott, erwhlen wird, um seinen Namen dort
niederzulegen, zu weit entfernt von dir ist, so magst du
schlachten von deinen Rindern und von deinen Schafen, die der
HERR dir gegeben hat, so wie ich dir geboten habe, und magst
nach Herzenslust in deinen Toren essen. $12/22$ Gerade wie die
Gazelle und der Hirsch gegessen werden, so magst du es essen;
der Unreine und der Reine mgen es gleichermaen essen. $12/23$
Nur halte fest [daran], kein Blut zu essen! Denn das Blut ist
die Seele, und du sollst nicht die Seele mit dem Fleisch essen,
$12/24$ du sollst es nicht essen; auf die Erde sollst du es
gieen wie Wasser. $12/25$ Du sollst es nicht essen, damit es
dir und deinen Kindern nach dir gutgeht, weil du tust, was in
den Augen des HERRN recht ist. $12/26$ Jedoch deine heiligen
Gaben, die dir [aufgetragen] sind, und deine Gelbde sollst du
nehmen und zu der Sttte kommen, die der HERR erwhlen wird.
$12/27$ Und deine Brandopfer, das Fleisch und das Blut, sollst
du auf dem Altar des HERRN, deines Gottes, zurichten. Und das
Blut deiner Schlachtopfer soll an den Altar des HERRN, deines
Gottes, gegossen werden, und das Fleisch magst du essen. $12/28$
Hab acht und hre auf all diese Worte, die ich dir gebiete,
damit es dir und deinen Kindern nach dir fr ewig gutgeht, weil
du tust, was gut und recht ist in den Augen des HERRN, deines
Gottes!

$12/29$ Wenn der HERR, dein Gott, die Nationen ausrottet, zu
denen du kommst, um sie vor dir zu vertreiben, und du vertreibst
sie und wohnst in ihrem Land, $12/30$ so hte dich, da du dich
ja nicht verfhren lt, [es] ihnen nach[zutun], nachdem sie vor
dir vernichtet sind, und da du nicht nach ihren Gttern fragst,
indem du sagst: Wie dienten diese Nationen ihren Gttern? Auch
ich will es so tun! $12/31$ Dem HERRN, deinem Gott, sollst du so
[etwas] nicht antun. Denn alles, [was] dem HERRN ein Greuel
[ist], was er hat, haben sie fr ihre Gtter getan; denn sogar
ihre Shne und ihre Tchter haben sie fr ihre Gtter im Feuer
verbrannt.

Strafe fr falsche Propheten und Gtzendiener.

\13\

$13/41$ Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr
bewahren, um es zu tun. Du sollst zu ihm nichts hinzufgen und
nichts von ihm wegnehmen.

$13/2$ Wenn in deiner Mitte ein Prophet aufsteht oder einer, der
Trume hat, und er gibt dir ein Zeichen oder ein Wunder, $13/3$
und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem er zu dir
geredet hat, indem er sagte: `La uns anderen Gttern - die du
nicht gekannt hast - nachlaufen und ihnen dienen!', $13/4$ dann
sollst du nicht auf die Worte dieses Propheten hren oder auf
den, der die Trume hat. Denn der HERR, euer Gott, prft euch,
um zu erkennen, ob ihr den HERRN, euren Gott, mit eurem ganzen
Herzen und mit eurer ganzen Seele liebt. $13/5$ Dem HERRN, eurem
Gott, sollt ihr nachfolgen, und ihn sollt ihr frchten. Seine
Gebote sollt ihr halten und seiner Stimme gehorchen; ihm sollt
ihr dienen und ihm anhngen. $13/6$ Und jener Prophet oder der,
der die Trume hat, soll gettet werden. Denn er hat Abfall vom
HERRN, eurem Gott, gepredigt, der euch aus dem Land gypten
herausgefhrt und dich erlst hat aus dem Sklavenhaus -, um dich
abzubringen von dem Weg, auf dem zu gehen der HERR, dein Gott,
dir geboten hat. Und du sollst das Bse aus deiner Mitte
wegschaffen.

$13/7$ Wenn dein Bruder, der Sohn deiner Mutter, oder dein Sohn
oder deine Tochter oder die Frau an deinem Busen oder dein
Freund, der dir wie dein Leben ist, dich heimlich verfhrt,
indem er sagt: La uns gehen und anderen Gttern dienen! - die
du nicht gekannt hast, [weder] du noch deine Vter, $13/8$ von
den Gttern der Vlker, die rings um euch her sind, nahe bei dir
oder fern von dir, von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende
der Erde -, $13/9$ dann darfst du ihm nicht zu Willen sein, und
du sollst seinetwegen nicht betrbt sein, nicht auf ihn hren
und nicht schonen noch Mitleid [mit ihm] haben, noch ihn decken;
$13/10$ sondern du sollst ihn unbedingt umbringen. Deine Hand
soll zuerst gegen ihn sein, ihn zu tten, und danach die Hand
des ganzen Volkes. $13/11$ Und du sollst ihn steinigen, da er
stirbt. Denn er hat versucht, dich vom HERRN, deinem Gott,
abzubringen, der dich herausgefhrt hat aus dem Land gypten,
aus dem Sklavenhaus. $13/12$ Und ganz Israel soll es hren, da
sie sich frchten und in deiner Mitte nicht lnger [so etwas]
wie diese bse Sache tun.

$13/13$ Wenn du von einer deiner Stdte, die der HERR, dein
Gott, dir gibt, dort zu wohnen, hrst: $13/14$ Es sind Mnner,
ruchlose Leute, aus deiner Mitte hervorgetreten und haben die
Bewohner ihrer Stadt verleitet, indem sie sagten: Lat uns gehen
und anderen Gttern dienen - die ihr nicht gekannt habt -,
$13/15$ dann sollst du untersuchen und nachforschen und genau
fragen. Und siehe, ist es Wahrheit, steht die Sache fest, ist
dieser Greuel in deiner Mitte verbt worden, $13/16$ dann sollst
du die Bewohner dieser Stadt unbedingt mit der Schrfe des
Schwertes erschlagen. Du sollst an ihnen und an allem, was in
ihr ist, den Bann vollstrecken, auch an ihrem Vieh, mit der
Schrfe des Schwertes. $13/17$ Und alle Beute in ihr sollst du
mitten auf ihren Platz zusammentragen und die Stadt und alle
Beute in ihr dem HERRN, deinem Gott, als Ganzopfer mit Feuer
verbrennen. Ewig soll sie ein Schutthaufen sein, sie soll nie
mehr aufgebaut werden. $13/18$ Und nichts von dem Gebannten soll
an deiner Hand haften bleiben, damit der HERR sich von der Glut
seines Zornes abwende und dir Barmherzigkeit erweise und sich
ber dich erbarme und dich mehre, wie er [es] deinen Vtern
geschworen hat, $13/19$ wenn du der Stimme des HERRN, deines
Gottes, gehorchst, alle seine Gebote zu bewahren, die ich dir
heute gebiete, da du tust, was recht ist in den Augen des
HERRN, deines Gottes.

Verbot heidnischer Trauerbruche - Reine und unreine Tiere.

\14\

$14/1$ Ihr seid Kinder fr den HERRN, euren Gott. Ihr drft euch
nicht wegen eines Toten Schnittwunden beibringen und euch nicht
zwischen euren Augen kahlscheren. $14/2$ Denn ein heiliges Volk
bist du dem HERRN, deinem Gott. Und dich hat der HERR erwhlt,
ihm ein Eigentumsvolk zu sein aus allen Vlkern, die auf dem
Erdboden sind.

$14/3$ Du sollst keinerlei Greuel essen.

V. 4-19: 3Mo 11.

$14/4$ Das sind die Tiere, die ihr essen drft: Rind, Schaf und
Ziege, $14/5$ Hirsch und Gazelle und Damhirsch und Steinbock und
Wisent und Antilope und Wildschaf. $14/6$ Und jedes Tier, das
gespaltene Hufe hat, und zwar wirklich aufgespaltene Hufe, [und]
das wiederkut unter den Tieren, das drft ihr essen. $14/7$ Nur
diese drft ihr nicht essen von den wiederkuenden und von
denen, die mit gespaltenen, [und zwar] aufgespaltenen, Hufen
versehen sind: das Kamel und den Hasen und den Klippdachs; denn
sie kuen wieder, aber sie haben keine gespaltenen Hufe: unrein
sollen sie fr euch sein; $14/8$ und das Schwein, denn es hat
gespaltene Hufe, aber es kut nicht wieder: unrein soll es fr
euch sein. Von ihrem Fleisch drft ihr nicht essen, und ihr Aas
drft ihr nicht berhren.

$14/9$ Dieses drft ihr essen von allem, was im Wasser ist:
alles, was Flossen und Schuppen hat, drft ihr essen; $14/10$
aber alles, was keine Flossen und Schuppen hat, drft ihr nicht
essen: unrein soll es fr euch sein.

$14/11$ Alle reinen Vgel drft ihr essen. $14/12$ Aber diese
[sind es], von denen ihr nicht essen drft: der Adler und der
Lmmergeier und der Mnchsgeier $14/13$ und die Gabelweihe und
die Knigsweihe und der Geier nach seiner Art $14/14$ und alle
Raben nach ihrer Art $14/15$ und die Strauhenne und der Falke
und die Seemwe und der Habicht nach seiner Art, $14/16$ der
Steinkauz und der Ibis und die Schleiereule $14/17$ und der
Wstenkauz und der Aasgeier und die Fischeule $14/18$ und der
Storch und der Fischreiher nach seiner Art und der Wiedehopf und
die Fledermaus. $14/19$ Und alles geflgelte Kleingetier soll
fr euch unrein sein; es darf nicht gegessen werden. $14/20$
Alle reinen Vgel drft ihr essen.

$14/21$ Ihr drft keinerlei Aas essen. Dem Fremden, der in
deinen Toren [wohnt], magst du es geben, da er es it, oder du
magst es einem Auslnder verkaufen; denn ein heiliges Volk bist
du dem HERRN, deinem Gott. - Du sollst ein Bckchen nicht in der
Milch seiner Mutter kochen.

Der Zehnte.

$14/22$ Du sollst gewissenhaft allen Ertrag deiner Saat
verzehnten, was auf dem Feld wchst, Jahr fr Jahr, $14/23$ und
sollst essen vor dem HERRN, deinem Gott, an der Sttte, die er
erwhlen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen, [nmlich]
den Zehnten deines Getreides, deines Mostes und deines les und
die Erstgeborenen deiner Rinder und deiner Schafe, damit du
lernst, den HERRN, deinen Gott, alle Tage zu frchten. $14/24$
Wenn aber der Weg zu weit fr dich ist, da du es nicht
hinbringen kannst, weil die Sttte fr dich zu fern ist, die der
HERR, dein Gott, erwhlen wird, um seinen Namen dort hinzulegen,
wenn der HERR, dein Gott, dich segnet: $14/25$ dann sollst du es
fr Geld geben. Und dann binde das Geld in deine Hand zusammen
und geh an die Sttte, die der HERR, dein Gott, erwhlen wird!
$14/26$ Und gib das Geld fr alles, was deine Seele begehrt, fr
Rinder und Schafe, fr Wein und Rauschtrank und fr alles, was
deine Seele wnscht! Und i dort vor dem HERRN, deinem Gott, und
freue dich, du und dein Haus! $14/27$ Und den Leviten, der in
deinen Toren [wohnt], den sollst du nicht verlassen; denn er hat
keinen Anteil noch Erbe mit dir.

$14/28$ Am Ende von drei Jahren sollst du den ganzen Zehnten
deines Ertrages von jenem Jahr aussondern und ihn in deinen
Toren niederlegen. $14/29$ Und der Levit - denn er hat keinen
Anteil noch Erbe mit dir - und der Fremde und die Waise und die
Witwe, die in deinen Toren [wohnen], sollen kommen und essen und
sich sttigen, damit der HERR, dein Gott, dich in allem Werk
deiner Hand, das du tust, segnet.

Das Erlajahr.




\15\

$15/1$ Am Ende von sieben Jahren sollst du einen Schulderla
halten. $15/2$ Das aber ist die Sache mit dem Schulderla: Jeder
Glubiger soll das Darlehen seiner Hand, das er seinem Nchsten
geliehen hat, erlassen. Er soll seinen Nchsten und seinen
Bruder nicht drngen; denn man hat fr den HERRN einen
Schulderla ausgerufen. $15/3$ Den Auslnder magst du drngen.
Was du aber bei deinem Bruder hast, soll deine Hand erlassen,
$15/4$ damit nur ja kein Armer unter dir ist. Denn der HERR wird
dich reichlich segnen in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir
als Erbteil gibt, es in Besitz zu nehmen, $15/5$ wenn du nur der
Stimme des HERRN, deines Gottes, genau gehorchst, darauf zu
achten, dieses ganze Gebot zu tun, das ich dir heute befehle.
$15/6$ Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen, wie er zu dir
geredet hat. Und du wirst vielen Nationen ausleihen, du aber
wirst dir nichts leihen. Und du wirst ber viele Nationen
herrschen, ber dich aber werden sie nicht herrschen.

$15/7$ Wenn es einen Armen bei dir geben wird, irgendeinen
deiner Brder in einem deiner Tore in deinem Land, das der HERR,
dein Gott, dir gibt, dann sollst du dein Herz nicht verhrten
und deine Hand vor deinem Bruder, dem Armen, nicht verschlieen.
$15/8$ Sondern du sollst ihm deine Hand weit ffnen und ihm
willig ausleihen, was fr den Mangel ausreicht, den er hat.
$15/9$ Hte dich, da in deinem Herzen nicht der boshafte
Gedanke entsteht: Das siebte Jahr, das Erlajahr, ist nahe! -
und da dein Auge [dann] bse auf deinen Bruder, den Armen
[sieht] und du ihm nichts gibst. Er aber wrde ber dich zum
HERRN schreien, und Snde wre an dir! $15/10$ Willig sollst du
ihm geben, und dein Herz soll nicht bse sein, wenn du ihm
gibst. Denn wegen dieser Sache wird der HERR, dein Gott, dich
segnen in all deinem Tun und in allem Geschft deiner Hand.
$15/11$ Denn der Arme wird nicht aus dem Land verschwinden.
Darum befehle ich dir: Deinem Bruder, deinem Elenden und deinem
Armen in deinem Land, sollst du deine Hand weit ffnen.

Freilassung gekaufter Sklaven.

2Mo 21,1-11.

$15/12$ Wenn dein Bruder, ein Hebrer oder eine Hebrerin, sich
dir verkauft, dann soll er dir sechs Jahre dienen, und im
siebten Jahr sollst du ihn von dir als Freien entlassen. $15/13$
Und wenn du ihn als Freien von dir entlt, sollst du ihn nicht
mit leeren Hnden entlassen: $15/14$ du sollst ihm reichlich
aufladen von deinen Schafen, von deiner Tenne und von deiner
Kelterkufe. [Von allem], womit der HERR, dein Gott, dich
gesegnet hat, sollst du ihm geben. $15/15$ Und du sollst daran
denken, da [auch] du im Land gypten Sklave warst und da der
HERR, dein Gott, dich erlst hat; darum befehle ich dir heute
diese Sache. $15/16$ Und es soll geschehen, wenn er zu dir sagt:
Ich will nicht von dir weggehen - weil er dich und dein Haus
liebt, weil es ihm bei dir gutgeht -, $15/17$ dann sollst du
einen Pfriem nehmen und ihn durch sein Ohr in die Tr stechen,
und er wird fr immer dein Sklave sein; und auch deine Sklavin
sollst du so behandeln. $15/18$ Es soll nicht schwer sein in
deinen Augen, wenn du ihn als Freien von dir entlt. Denn das
Doppelte des Lohnes eines Tagelhners hat er dir sechs Jahre
lang erarbeitet. Und der HERR, dein Gott, wird dich segnen in
allem, was du tust.

Heiligung der Erstgeburt vom Vieh.

$15/19$ Alles mnnliche Erstgeborene, das unter deinen Rindern
und unter deinen Schafen geboren wird, sollst du dem HERRN,
deinem Gott, heiligen. Du sollst mit dem Erstgeborenen deines
Rindes nicht arbeiten, und du sollst das Erstgeborene deiner
Schafe nicht scheren: $15/20$ vor dem HERRN, deinem Gott, sollst
du es essen, du und dein Haus, Jahr fr Jahr, an der Sttte, die
der HERR erwhlen wird. $15/21$ Wenn aber ein Makel an ihm ist,
[da es] lahm oder blind [ist], irgendein schlimmer Makel,
darfst du es dem HERRN, deinem Gott, nicht opfern. $15/22$ In
deinen Toren magst du es essen, der Unreine und der Reine
gleichermaen, wie die Gazelle und wie den Hirsch. $15/23$ Nur
sein Blut darfst du nicht essen; auf die Erde sollst du es
gieen wie Wasser.

Verordnungen ber das Passah, das Fest der Wochen und das Fest
der Laubhtten.

2Mo 23,14-19.




\16\

$16/1$ Beachte den Monat Abib und feiere Passah dem HERRN,
deinem Gott!Denn im Monat Abib hat der HERR, dein Gott, dich
nachts aus gypten herausgefhrt. $16/2$ Und du sollst fr den
HERRN, deinen Gott, das Passah schlachten, Schafe und Rinder, an
der Sttte, die der HERR erwhlen wird, um seinen Namen dort
wohnen zu lassen. $16/3$ Du sollst kein Gesuertes dazu essen.
Sieben Tage sollst du ungesuerte Brote dazu essen, Brot des
Elends - denn in Hast bist du aus dem Land gypten ausgezogen -,
damit du an den Tag deines Auszugs aus dem Land gypten denkst
alle Tage deines Lebens. $16/4$ Und sieben Tage [lang] soll kein
Sauerteig bei dir gesehen werden in deinem ganzen Gebiet. Und
von dem Fleisch, das du am ersten Tag abends schlachtest, soll
nichts ber Nacht bleiben bis zum Morgen. - $16/5$ Du kannst das
Passah nicht in einem deiner Tore schlachten, die der HERR, dein
Gott, dir gibt. $16/6$ Sondern an der Sttte, die der HERR, dein
Gott, erwhlen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen,
sollst du das Passah schlachten am Abend, beim Untergang der
Sonne, zur Zeit deines Auszugs aus gypten. $16/7$ Und du sollst
es braten und essen an der Sttte, die der HERR, dein Gott,
erwhlen wird. Und am [nchsten] Morgen sollst du dich wenden
und zu deinen Zelten gehen. $16/8$ Sechs Tage sollst du
ungesuerte Brote essen. Am siebten Tag aber ist eine
Festversammlung fr den HERRN, deinen Gott; du sollst keine
Arbeit tun.

$16/9$ Sieben Wochen sollst du dir abzhlen. Von da an, wo man
beginnt, die Sichel an die Saat [zu legen], sollst du anfangen,
sieben Wochen zu zhlen. $16/10$ Dann sollst du das Fest der
Wochen fr den HERRN, deinen Gott, feiern, je nach der
freiwilligen Gabe deiner Hand, die du geben wirst, so wie der
HERR, dein Gott, dich segnen wird. $16/11$ Und du sollst dich
vor dem HERRN, deinem Gott, freuen, du und dein Sohn und deine
Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und der Levit, der in
deinen Toren [wohnt], und der Fremde und die Waise und die
Witwe, die in deiner Mitte [wohnen], an der Sttte, die der
HERR, dein Gott, erwhlen wird, um seinen Namen dort wohnen zu
lassen. $16/12$ Und du sollst daran denken, da du Sklave in
gypten warst, und sollst diese Ordnungen bewahren und tun.

$16/13$ Das Fest der Laubhtten sollst du sieben Tage [lang]
feiern, wenn du [den Ertrag] von deiner Tenne und von deiner
Kelterkufe einsammelst. $16/14$ Und du sollst dich an deinem
Fest freuen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave
und deine Sklavin und der Levit und der Fremde und die Waise und
die Witwe, die in deinen Toren [wohnen]. $16/15$ Sieben Tage
sollst du fr den HERRN, deinen Gott, das Fest feiern an der
Sttte, die der HERR erwhlen wird. Denn der HERR, dein Gott,
wird dich segnen in all deinem Ertrag und in allem Tun deiner
Hnde, und du sollst wirklich frhlich sein.

$16/16$ Dreimal im Jahr soll alles bei dir, was mnnlich ist,
vor dem HERRN, deinem Gott, erscheinen an der Sttte, die er
erwhlen wird: am Fest der ungesuerten Brote und am Fest der
Wochen und am Fest der Laubhtten. Und man soll nicht mit leeren
Hnden vor dem HERRN erscheinen: $16/17$ jeder nach dem, was
seine Hand geben kann, nach dem Segen des HERRN, deines Gottes,
den er dir gegeben hat.

Rechtspflege - Strafe wegen Gtzendienstes.

$16/18$ Richter und Aufseher sollst du dir einsetzen in allen
deinen Toren, die der HERR, dein Gott, dir nach deinen Stmmen
gibt, damit sie das Volk richten mit gerechtem Gericht. $16/19$
Du sollst das Recht nicht beugen, du sollst die Person nicht
ansehen und kein Bestechungsgeschenk nehmen. Denn das
Bestechungsgeschenk macht die Augen der Weisen blind und
verdreht die Sache der Gerechten. $16/20$ Der Gerechtigkeit [und
nur] der Gerechtigkeit sollst du nachjagen, damit du lebst und
das Land in Besitz nimmst, das der HERR, dein Gott, dir gibt.

$16/21$ Du sollst dir keine Aschera pflanzen, irgendein Holz
neben dem Altar des HERRN, deines Gottes, den du dir machen
wirst. $16/22$ Und du sollst dir keine Gedenksteine aufrichten,
die der HERR, dein Gott, hat.

\17\

$17/1$ Du sollst dem HERRN, deinem Gott, kein Rind oder Schaf
opfern, an dem ein Makel ist, irgend etwas Schlimmes; denn ein
Greuel ist das fr den HERRN, deinen Gott.

$17/2$ Wenn in deiner Mitte, in einem deiner Tore, die der HERR,
dein Gott, dir gibt, jemand gefunden wird - ein Mann oder eine
Frau -, der das tut, was bse ist in den Augen des HERRN, deines
Gottes, indem er seinen Bund bertritt, $17/3$ so da er geht
und anderen Gttern dient und sich vor ihnen niederwirft, und
zwar vor der Sonne oder vor dem Mond oder vor dem ganzen Heer
des Himmels, was ich nicht befohlen habe, $17/4$ und es wird dir
berichtet und du hrst es, dann sollst du [es] genau
untersuchen; und siehe, [wenn es sich herausstellt]: es ist
Wahrheit, die Sache steht fest, dieser Greuel ist in Israel
verbt worden, $17/5$ dann sollst du diesen Mann oder diese
Frau, die diese bse Sache getan haben, zu deinen Toren
hinausfhren, den Mann oder die Frau, und sollst sie steinigen,
da sie sterben. $17/6$ Auf die Aussage zweier Zeugen oder
dreier Zeugen hin soll gettet werden, wer sterben soll. Er darf
nicht auf die Aussage eines einzelnen Zeugen hin gettet werden.
$17/7$ Die Hand der Zeugen soll zuerst gegen ihn sein, ihn zu
tten, und danach die Hand des ganzen Volkes. Und du sollst das
Bse aus deiner Mitte wegschaffen.

$17/8$ Wenn [von den] Streitsachen in deinen Toren eine
[Rechts]sache zwischen Blut und Blut, zwischen Rechtsanspruch
und Rechtsanspruch, zwischen Krperverletzung und
Krperverletzung fr dich zu schwierig ist zum Urteil, dann
sollst du dich aufmachen und an die Sttte hinaufziehen, die der
HERR, dein Gott, erwhlen wird. $17/9$ Und du sollst zu den
Priestern, den Leviten, kommen und zu dem Richter, der in jenen
Tagen sein wird, und dich erkundigen; und sie werden dir den
Urteilsspruch verknden. $17/10$ Und du sollst dem Spruch gem
handeln, den sie dir verknden werden von jener Sttte aus, die
der HERR erwhlen wird, und sollst darauf achten, nach allem zu
handeln, was sie dich lehren werden. $17/11$ Dem Gesetz gem,
das sie dich lehren, und nach dem Recht, das sie dir sagen
werden, sollst du handeln. Von dem Spruch, den sie dir verknden
werden, sollst du weder zur Rechten noch zur Linken abweichen.
$17/12$ Der Mann aber, der in Vermessenheit handelt, da er
nicht auf den Priester hrt, der dasteht, um dort den Dienst des
HERRN, deines Gottes, zu verrichten, oder auf den Richter:
dieser Mann soll sterben. Und du sollst das Bse aus Israel
wegschaffen. $17/13$ Und das ganze Volk soll es hren. Und sie
sollen sich frchten und nicht mehr vermessen handeln.

Gesetz wegen des Knigs.

$17/14$ Wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir
gibt, und es in Besitz genommen hast und darin wohnst und sagst:
`Ich will einen Knig ber mich setzen, wie alle Nationen, die
rings um mich her sind!', $17/15$ dann sollst du nur den Knig
ber dich setzen, den der HERR, dein Gott, erwhlen wird. Aus
der Mitte deiner Brder sollst du einen Knig ber dich setzen.
Du sollst nicht einen Auslnder ber dich setzen, der nicht dein
Bruder ist. $17/16$ Nur soll er sich nicht viele Pferde
anschaffen, und [er] soll das Volk nicht nach gypten
zurckfhren, um sich noch mehr Pferde anzuschaffen, denn der
HERR hat euch gesagt: Ihr sollt nie wieder auf diesem Weg
zurckkehren. $17/17$ Und er soll sich nicht viele Frauen
anschaffen, damit sein Herz sich nicht [von Gott] abwendet. Auch
Silber und Gold soll er sich nicht bermig anschaffen. $17/18$
Und es soll geschehen, wenn er auf dem Thron seines Knigreiches
sitzt, dann soll er sich eine Abschrift dieses Gesetzes in ein
Buch schreiben, aus [dem Buch, das] den Priestern, den Leviten,
vor[liegt]. $17/19$ Und sie soll bei ihm sein, und er soll alle
Tage seines Lebens darin lesen, damit er den HERRN, seinen Gott,
frchten lernt, um alle Worte dieses Gesetzes und diese
Ordnungen zu bewahren, sie zu tun, $17/20$ damit sein Herz sich
nicht ber seine Brder erhebt und er von dem Gebot weder zur
Rechten noch zur Linken abweicht, damit er die Tage in seiner
Knigsherrschaft verlngert, er und seine Shne, in der Mitte
Israels.

Versorgung der Priester.

\18\

$18/1$ Die Priester, die Leviten, der ganze Stamm Levi, sollen
keinen Anteil noch ein Erbe mit Israel haben. Die Feueropfer des
HERRN und sein Erbteil sollen sie essen. $18/2$ Aber ein Erbteil
inmitten seiner Brder soll er nicht haben. Der HERR ist sein
Erbteil, so wie er zu ihm geredet hat. - $18/3$ Das aber ist der
Rechtsanspruch der Priester an das Volk, an die, die ein
Schlachtopfer opfern, es sei Rind oder Schaf. Man soll dem
Priester die Vorderkeule geben und die Kinnbacken und den Magen.
$18/4$ Die Erstlinge deines Getreides, deines Mostes und deines
les, und die Erstlinge von der Schur deiner Schafe sollst du
ihm geben. $18/5$ Denn ihn hat der HERR, dein Gott, aus allen
deinen Stmmen erwhlt, damit er dastehe, um den Dienst im Namen
des HERRN zu verrichten, er und seine Shne, alle Tage. - $18/6$
Und wenn der Levit aus einem deiner Tore kommen wird, aus ganz
Israel, wo er sich als Fremder aufhlt, dann mag er nach
Herzenslust an die Sttte kommen, die der HERR erwhlen wird,
$18/7$ und im Namen des HERRN, seines Gottes, den Dienst
verrichten wie alle seine Brder, die Leviten, die dort vor dem
HERRN stehen. $18/8$ Zu gleichen Teilen sollen sie [davon]
essen; [davon] ausgenommen ist, was er aufgrund von
Familien[besitz] verkauft hat.

Warnung vor Zauberei und Wahrsagerei.

$18/9$ Wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir
gibt, dann sollst du nicht lernen, es den Greueln dieser
Nationen gleichzutun. $18/10$ Es soll unter dir niemand gefunden
werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen
lt, keiner, der Wahrsagerei treibt, kein Zauberer oder
Beschwrer oder Magier $18/11$ oder Bannsprecher oder
Totenbeschwrer oder Wahrsager oder der die Toten befragt.
$18/12$ Denn ein Greuel fr den HERRN ist jeder, der diese Dinge
tut. Und um dieser Greuel willen treibt der HERR, dein Gott, sie
vor dir aus. $18/13$ Du sollst dich ungeteilt an den HERRN,
deinen Gott, halten. $18/14$ Denn diese Nationen, die du
austreiben wirst, hren auf Zauberer und auf Wahrsager. Du aber
- so etwas hat der HERR, dein Gott, dir nicht gestattet!

Ankndigung des rechten Propheten.

$18/15$ Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott,
aus deiner Mitte, aus deinen Brdern, erstehen lassen. Auf ihn
sollt ihr hren $18/16$ nach allem, was du vom HERRN, deinem
Gott, am Horeb erbeten hast am Tag der Versammlung, indem du
sagtest: Ich mchte die Stimme des HERRN, meines Gottes, nicht
lnger hren, und dieses groe Feuer mchte ich nicht mehr
sehen, damit ich nicht sterbe! $18/17$ Da sprach der HERR zu
mir: Sie haben recht getan [mit dem], was sie geredet haben.
$18/18$ Einen Propheten wie dich will ich ihnen aus der Mitte
ihrer Brder erstehen lassen. Ich will meine Worte in seinen
Mund legen, und er wird zu ihnen alles reden, was ich ihm
befehlen werde. $18/19$ Und es wird geschehen, der Mann, der
nicht auf meine Worte hrt, die er in meinem Namen reden wird,
von dem werde ich Rechenschaft fordern. - $18/20$ Doch der
Prophet, der sich vermessen sollte, in meinem Namen ein Wort zu
reden, das ich ihm nicht befohlen habe zu reden, oder der im
Namen anderer Gtter reden wird: dieser Prophet mu sterben.
$18/21$ Und wenn du in deinem Herzen sagst: `Wie sollen wir das
Wort erkennen, das nicht der HERR geredet hat?', $18/22$ wenn
der Prophet im Namen des HERRN redet, und das Wort geschieht
nicht und trifft nicht ein, so ist das das Wort, das nicht der
HERR geredet hat. In Vermessenheit hat der Prophet es geredet;
du brauchst dich nicht vor ihm zu frchten.

Zufluchtsstdte - Keine Grenzverletzung.

V. 1-13: 4Mo 35,9-29; Jos 20,1-9.




\19\

$19/1$ Wenn der HERR, dein Gott, die Nationen ausrotten wird,
deren Land der HERR, dein Gott, dir gibt, und du sie vertreibst
und in ihren Stdten und in ihren Husern wohnst, $19/2$ dann
sollst du dir drei Stdte aussondern mitten in deinem Land, das
der HERR, dein Gott, dir gibt, es in Besitz zu nehmen. $19/3$ Du
sollst dir den Weg [dahin] instandhalten und das Gebiet deines
Landes, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil geben wird, in
drei Teile teilen. Und es soll [dazu] geschehen, da jeder
Totschlger dahin fliehen [kann].

$19/4$ Das aber ist die Sache mit dem Totschlger, der dahin
flieht, damit er am Leben bleibt: Wer seinen Nchsten
unabsichtlich erschlgt und ihn nicht schon vorher hate $19/5$
- [etwa] wer mit seinem Nchsten in den Wald geht, um Holz zu
schlagen, und seine Hand holt mit der Axt aus, um das Holz
abzuhauen, und das Eisen fhrt vom Stiel und trifft seinen
Nchsten, da er stirbt -, der soll in eine dieser Stdte
fliehen, damit er am Leben bleibt, $19/6$ damit nicht der
Blutrcher wutentbrannt dem Totschlger nachjagt und ihn
einholt, weil der Weg zu lang ist, und ihn totschlgt, obwohl
ihn kein Todesurteil [traf], weil er ihn nicht schon vorher
hate. $19/7$ Darum befehle ich dir: Drei Stdte sollst du dir
aussondern. - $19/8$ Und wenn der HERR, dein Gott, dein Gebiet
erweitern wird, wie er deinen Vtern geschworen hat, und dir das
ganze Land gibt, das er deinen Vtern zu geben zugesagt hat -
$19/9$ wenn du darauf achtest, dieses ganze Gebot zu tun, das
ich dir heute befehle, indem du den HERRN, deinen Gott, liebst
und alle Tage auf seinen Wegen gehst -, dann sollst du dir noch
drei Stdte zu diesen dreien hinzufgen, $19/10$ damit nicht
unschuldiges Blut vergossen wird mitten in deinem Land, das der
HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, und Blutschuld auf dir
ist. - $19/11$ Wenn aber ein Mann seinen Nchsten hat und ihm
auflauert und sich gegen ihn erhebt und ihn totschlgt, so da
er stirbt, und er flieht in eine dieser Stdte: $19/12$ dann
sollen die ltesten seiner Stadt hinsenden und ihn von dort
holen und ihn der Hand des Blutrchers bergeben, da er sterbe.
$19/13$ Du sollst seinetwegen nicht betrbt sein, sondern du
sollst unschuldig [vergossenes] Blut aus Israel wegschaffen,
damit es dir gutgeht.

$19/14$ Du sollst nicht die Grenze deines Nchsten verrcken,
die die Vorfahren gezogen haben in deinem Erbteil, das du erben
wirst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt, es in
Besitz zu nehmen.

Zeugen vor Gericht.

$19/15$ Ein einzelner Zeuge soll nicht gegen jemanden auftreten
wegen irgendeiner Ungerechtigkeit oder wegen irgendeiner Snde,
wegen irgendeiner Verfehlung, die er begeht. [Nur] auf zweier
Zeugen Aussage oder auf dreier Zeugen Aussage hin soll eine
Sache gltig sein. - $19/16$ Wenn ein falscher Zeuge gegen
jemanden auftritt, um ihn des Ungehorsams zu beschuldigen,
$19/17$ dann sollen die beiden Mnner, die den Rechtsstreit
fhren, vor den HERRN treten, vor die Priester und die Richter,
die in jenen Tagen dasein werden. $19/18$ Und die Richter sollen
[die Sache] genau untersuchen. Und siehe, ist der Zeuge ein
Lgenzeuge, hat er gegen seinen Bruder Lge bezeugt, $19/19$
dann sollt ihr ihm tun, wie er seinem Bruder zu tun gedachte.
Und du sollst das Bse aus deiner Mitte wegschaffen. $19/20$ Und
die brigen sollen es hren und sich frchten und nicht mehr
lnger eine solche bse Sache in deiner Mitte begehen. $19/21$
Und du sollst nicht schonen: Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn
um Zahn, Hand um Hand, Fu um Fu!

Kriegsgesetze.

\20\

$20/1$ Wenn du gegen deine Feinde zum Krieg ausziehst und siehst
Pferde und Wagen, ein Volk, zahlreicher als du, dann sollst du
dich nicht vor ihnen frchten. Denn der HERR, dein Gott, der
dich aus dem Land gypten herausgefhrt hat, ist mit dir. $20/2$
Und es soll geschehen, wenn ihr zum Kampf heranrckt, dann soll
der Priester herantreten und zum Volk reden $20/3$ und zu ihnen
sagen: Hre, Israel! Ihr rckt heute zum Kampf gegen eure Feinde
heran. Euer Herz verzage nicht, frchtet euch nicht und ngstigt
euch nicht und erschreckt nicht vor ihnen! $20/4$ Denn der HERR,
euer Gott, ist es, der mit euch zieht, um fr euch mit euren
Feinden zu kmpfen, um euch zu retten. $20/5$ Und die Aufseher
sollen zum Volk reden und sagen: Wer ist der Mann, der ein neues
Haus gebaut und es noch nicht eingeweiht hat? Er mache sich auf
und kehre in sein Haus zurck, damit er nicht in der Schlacht
sterbe und ein anderer Mann es einweihe. $20/6$ Und wer ist der
Mann, der einen Weinberg gepflanzt und ihn noch nicht genutzt
hat? Er mache sich auf und kehre in sein Haus zurck, damit er
nicht in der Schlacht sterbe und ein anderer Mann ihn nutze.
$20/7$ Und wer ist der Mann, der sich mit einer Frau verlobt und
sie noch nicht [zu sich] genommen hat? Er mache sich auf und
kehre in sein Haus zurck, damit er nicht in der Schlacht sterbe
und ein anderer Mann sie nehme. $20/8$ Und die Aufseher sollen
weiter zum Volk reden und sagen: Wer ist der Mann, der sich
frchtet und ein verzagtes Herz hat? Er mache sich auf und kehre
in sein Haus zurck, damit nicht das Herz seiner Brder verzagt
werde wie sein Herz. $20/9$ Und es soll geschehen, wenn die
Aufseher aufgehrt haben, zum Volk zu reden, dann sollen sie
Heeroberste an die Spitze des Volkes stellen.

$20/10$ Wenn du dich einer Stadt nherst, um gegen sie zu
kmpfen, dann sollst du ihr [zunchst] Frieden anbieten. $20/11$
Und es soll geschehen, wenn sie dir friedlich antwortet und dir
ffnet, dann soll alles Volk, das sich darin befindet, dir zur
Zwangsarbeit [unterworfen werden] und dir dienen. $20/12$ Und
wenn sie mit dir nicht Frieden schliet, sondern Krieg mit dir
fhrt, dann sollst du sie belagern. $20/13$ Und gibt der HERR,
dein Gott, sie in deine Hand, dann sollst du all ihre Mnnlichen
mit der Schrfe des Schwertes erschlagen. $20/14$ Doch die
Frauen und die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt
ist, all ihre Beute, sollst du fr dich rauben. Und du sollst
[von der] Beute deiner Feinde essen, die der HERR, dein Gott,
dir gegeben hat. $20/15$ So sollst du mit allen Stdten tun, die
weit von dir entfernt sind, die nicht von den Stdten dieser
Nationen hier sind. $20/16$ Jedoch von den Stdten dieser
Vlker, die der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, sollst du
nichts leben lassen, was Odem hat. $20/17$ Sondern du sollst an
ihnen unbedingt den Bann vollstrecken: an den Hetitern und an
den Amoritern, den Kanaanitern und den Perisitern, den Hewitern
und den Jebusitern, wie der HERR, dein Gott, dir befohlen hat,
$20/18$ damit sie euch nicht lehren, nach all ihren Greueln zu
tun, die sie ihren Gttern getan haben, und ihr so gegen den
HERRN, euren Gott, sndigt.

$20/19$ Wenn du eine Stadt viele Tage belagerst, um gegen sie zu
kmpfen und sie einzunehmen, sollst du ihre Bume nicht
vernichten, indem du die Axt gegen sie schwingst. Denn du kannst
von ihnen essen; du sollst sie nicht abhauen. Ist etwa der Baum
des Feldes ein Mensch, da er von dir mitbelagert werden sollte?
$20/20$ Nur die Bume, von denen du weit, da sie Bume sind,
von denen man nicht it, die darfst du vernichten und umhauen.
Und du kannst Belagerung[sgert davon] bauen gegen die Stadt,
die Krieg mit dir fhrt, bis sie gefallen ist.

Totschlag durch unbekannten Tter.

\21\

$21/1$ Wenn in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt, es
in Besitz zu nehmen, ein Erschlagener auf dem Feld liegend
gefunden wird, ohne da es bekannt ist, wer ihn erschlagen hat,
$21/2$ dann sollen deine ltesten und deine Richter hinausgehen
und [die Strecke] zu den Stdten hin abmessen, die im Umkreis
des Erschlagenen [liegen]. $21/3$ Und es soll geschehen: Die
Stadt, die dem Erschlagenen am nchsten [liegt] - die ltesten
jener Stadt sollen eine junge Kuh nehmen, mit der noch nicht
gearbeitet worden ist, die noch nicht am Joch gezogen hat.
$21/4$ Und die ltesten jener Stadt sollen das Kalb zu einem
immer flieenden Bach hinabfhren, wo nicht gearbeitet und nicht
gest wird, und sollen dem Kalb dort im Bach das Genick brechen.
$21/5$ Dann sollen die Priester, die Shne Levis, herantreten.
Denn sie hat der HERR, dein Gott, erwhlt, seinen Dienst zu
verrichten und im Namen des HERRN zu segnen; und nach ihrem
Ausspruch soll man bei jedem Rechsstreit und bei jeder Gewalttat
verfahren. $21/6$ Und alle ltesten jener Stadt, die dem
Erschlagenen am nchsten sind, sollen ber dem Kalb, dem das
Genick im Bach gebrochen wurde, ihre Hnde waschen $21/7$ und
sollen bezeugen und sagen: Unsere Hnde haben dieses Blut nicht
vergossen, und unsere Augen haben es nicht gesehen. $21/8$
Vergib, HERR, deinem Volk Israel, das du erlst hast, und lege
nicht unschuldiges Blut in die Mitte deines Volkes Israel! So
wird ihnen die Blutschuld vergeben werden. $21/9$ Und du, du
sollst das unschuldige Blut aus deiner Mitte wegschaffen; denn
du sollst tun, was in den Augen des HERRN recht ist.

$21/10$ Anweisung zur Behandlung weiblicher Gefangener

Wenn du gegen deine Feinde zum Krieg ausziehst und der HERR,
dein Gott, sie in deine Hand gibt und du ihre Gefangenen
wegfhrst $21/11$ und du unter den Gefangenen eine Frau, schn
von Gestalt, siehst und hngst an ihr und nimmst [sie] dir zur
Frau, $21/12$ dann sollst du sie in das Innere deines Hauses
bringen. Und sie soll ihr Haupt scheren und ihre Ngel
beschneiden $21/13$ und die Kleidung ihrer Gefangenschaft von
sich ablegen und in deinem Haus bleiben und ihren Vater und ihre
Mutter einen vollen Monat lang beweinen. Danach magst du zu ihr
eingehen und sie heiraten, so da sie dir zur Frau wird. $21/14$
Und es soll geschehen, wenn du kein Gefallen [mehr] an ihr hast,
dann sollst du sie nach ihrem Wunsch entlassen. Aber du darfst
sie keineswegs fr Geld verkaufen; du sollst sie nicht als
Sklavin behandeln, weil du sie geschwcht hast.

Anweisungen zum Erstgeburtsrecht und ber die Bestrafung
ungehorsamer Shne.

$21/15$ Wenn ein Mann zwei Frauen hat, eine geliebte und eine
gehate, und sie gebren ihm Shne, die geliebte und die
gehate, und der erstgeborene Sohn ist von der gehaten: $21/16$
dann soll es geschehen an dem Tag, an dem er seine Shne erben
lt, was ihm gehrt, da er nicht den Sohn der geliebten zum
Erstgeborenen machen kann gegen den Sohn der gehaten, [der
doch] der Erstgeborene [ist]. $21/17$ Vielmehr soll er den
Erstgeborenen, den Sohn der gehaten, anerkennen, da er ihm
zwei Teile von allem gibt, was sich bei ihm findet. Denn er ist
der Erstling seiner Kraft, ihm gehrt das Recht der Erstgeburt.

$21/18$ Wenn ein Mann einen strrischen und widerspenstigen Sohn
hat, der auf die Stimme seines Vaters und auf die Stimme seiner
Mutter nicht hrt, und sie zchtigen ihn, er aber hrt
[weiterhin] nicht auf sie, $21/19$ dann sollen sein Vater und
seine Mutter ihn ergreifen und ihn hinausfhren zu den ltesten
seiner Stadt und zum Tor seines Ortes. $21/20$ Und sie sollen zu
den ltesten seiner Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist strrisch
und widerspenstig, er hrt nicht auf unsere Stimme, er ist ein
Schlemmer und Sufer! $21/21$ Dann sollen ihn alle Leute seiner
Stadt steinigen, da er stirbt; so sollst du das Bse aus deiner
Mitte wegschaffen. Und ganz Israel soll es hren und sich
frchten.

Anweisung zur Behandlung Gehenkter.

$21/22$ Und wenn bei einem Mann eine Snde geschieht, [auf die]
das Todesurteil [steht], und er wird gettet und du hngst ihn
an ein Holz, $21/23$ dann darf seine Leiche nicht ber Nacht an
dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn unbedingt am selben Tag
begraben. Denn ein Gehenkter ist ein Fluch Gottes. So sollst du
dein Land nicht unrein machen, das der HERR, dein Gott, dir als
Erbteil gibt.

Achtung des Eigentums anderer - Anweisungen zum Schutz von
Mensch und Tier.

\22\

$22/1$ Nicht darfst du zusehen, wie das Rind deines Bruders oder
sein Schaf umherirrt und dich ihnen entziehen; du sollst sie
deinem Bruder unbedingt zurckbringen. $22/2$ Wenn aber dein
Bruder nicht nahe bei dir [wohnt] oder du ihn nicht kennst, dann
sollst du es in dein Haus aufnehmen, und es soll bei dir sein,
bis dein Bruder es sucht. Dann gib es ihm zurck! $22/3$ Und
ebenso sollst du es mit seinem Esel machen, ebenso sollst du es
mit seinem Gewand machen, und ebenso sollst du es mit allem
Verlorenen deines Bruders machen, das ihm verloren geht und das
du findest; du kannst dich nicht entziehen. $22/4$ Du darfst
nicht zusehen, wie der Esel deines Bruders oder sein Rind auf
dem Weg fallen, und dich ihnen entziehen; du sollst [sie]
unbedingt mit ihm aufrichten.

$22/5$ Mnnerzeug darf nicht auf einer Frau sein, und ein Mann
darf nicht das Gewand einer Frau anziehen. Denn jeder, der
dieses tut, ist ein Greuel fr den HERRN, deinen Gott.

$22/6$ Wenn sich zufllig ein Vogelnest vor dir auf dem Weg
findet, auf irgendeinem Baum oder auf der Erde, mit Jungen oder
mit Eiern, und die Mutter sitzt auf den Jungen oder auf den
Eiern, dann darfst du die Mutter auf den Jungen nicht nehmen.
$22/7$ Du sollst die Mutter unbedingt fliegen lassen, die Jungen
aber magst du dir nehmen, damit es dir gutgeht und du deine Tage
verlngerst.

$22/8$ Wenn du ein neues Haus baust, dann sollst du ein Gelnder
um dein Dach machen, damit du nicht Blutschuld auf dein Haus
bringst, wenn irgend jemand von ihm herabfllt.

$22/9$ Du sollst deinen Weinberg nicht mit zweierlei [Samen]
besen, damit nicht das Ganze dem Heiligtum verfllt, der Same,
den du gest hast, und der Ertrag des Weinberges. - $22/10$ Du
sollst nicht mit einem Rind und einem Esel zusammen pflgen. -
$22/11$ Du sollst nicht Gewebe von verschiedenartigem Stoff
anziehen, Wolle und Leinen zusammen.

$22/12$ Quasten sollst du dir machen an den vier Zipfeln deines
Oberkleides, mit dem du dich kleidest.

Schutz der Frau vor Verleumdung und Vergewaltigung.

$22/13$ Wenn ein Mann eine Frau nimmt und zu ihr eingeht, und er
hat sie $22/14$ und legt ihr Taten zur Last, die sie ins Gerede
bringen, und bringt sie in schlechten Ruf und sagt: Diese Frau
habe ich genommen und mich ihr genaht und habe [die Zeichen der]
Jungfrauschaft nicht an ihr gefunden! -, $22/15$ dann sollen der
Vater der jungen Frau und ihre Mutter die [Zeichen der]
Jungfrauschaft der jungen Frau nehmen und zu den ltesten der
Stadt ins Tor hinausbringen. $22/16$ Dann soll der Vater der
jungen Frau zu den ltesten sagen: Ich habe meine Tochter diesem
Mann zur Frau gegeben, und er hat sie. $22/17$ Und siehe, er
legt ihr Taten zur Last, die sie ins Gerede bringen, indem er
sagt: Ich habe an deiner Tochter die [Zeichen der]
Jungfrauschaft nicht gefunden! Dies [hier] sind nun die [Zeichen
der] Jungfrauschaft meiner Tochter. Und sie sollen das Tuch vor
den ltesten der Stadt ausbreiten. $22/18$ Und die ltesten
jener Stadt sollen den Mann nehmen und ihn zchtigen. $22/19$
Und sie sollen ihm eine Geldbue von hundert [Schekel] Silber
auferlegen und sie dem Vater der jungen Frau geben, weil er eine
Jungfrau in Israel in schlechten Ruf gebracht hat. Und sie soll
[weiterhin] seine Frau sein; er kann sie nicht entlassen alle
seine Tage. - $22/20$ Wenn aber jene Sache Wahrheit gewesen ist,
die [Zeichen der] Jungfrauschaft sind an der jungen Frau nicht
gefunden worden, $22/21$ dann sollen sie die junge Frau
hinausfhren an den Eingang des Hauses ihres Vaters, und die
Mnner ihrer Stadt sollen sie steinigen, da sie stirbt, weil
sie eine Schandtat in Israel verbt hat, zu huren im Haus ihres
Vaters. Und du sollst das Bse aus deiner Mitte wegschaffen.

$22/22$ Wenn ein Mann bei einer Frau liegend angetroffen wird,
die einem Mann gehrt, dann sollen sie alle beide sterben, der
Mann, der bei der Frau lag, und die Frau. Und du sollst das Bse
aus Israel wegschaffen.

$22/23$ Wenn ein Mdchen, eine Jungfrau, einem Mann verlobt ist,
und es trifft sie ein Mann in der Stadt und liegt bei ihr,
$22/24$ dann sollt ihr sie beide zum Tor jener Stadt
hinausfhren und sie steinigen, da sie sterben: das Mdchen
deshalb, weil es in der Stadt nicht geschrieen hat, und den Mann
deshalb, weil er die Frau seines Nchsten geschwcht hat. Und du
sollst das Bse aus deiner Mitte wegschaffen. - $22/25$ Wenn
aber der Mann das verlobte Mdchen auf dem Feld trifft, und der
Mann ergreift sie und liegt bei ihr, dann soll der Mann, der bei
ihr gelegen hat, allein sterben. $22/26$ Aber dem Mdchen sollst
du nichts tun, das Mdchen hat keine Snde [begangen] [zum]
Tode. Diese Sache ist vielmehr so, wie wenn ein Mann sich erhebt
gegen seinen Nchsten und ihn totschlgt. $22/27$ Denn er hat
sie auf dem Feld getroffen. Das verlobte Mdchen schrie, aber
niemand war da, der es rettete.

$22/28$ Wenn ein Mann ein Mdchen trifft, eine Jungfrau, die
nicht verlobt ist, und ergreift sie und liegt bei ihr, und sie
werden [dabei] angetroffen: $22/29$ dann soll der Mann, der bei
ihr lag, dem Vater des Mdchens fnfzig [Schekel] Silber geben,
und es soll seine Frau werden, weil er sie geschwcht hat; er
kann sie nicht entlassen all seine Tage.

\23\

$23/1$ Ein Mann darf nicht die Frau seines Vaters nehmen und
darf die Decke seines Vaters nicht aufdecken.

Zugehrigkeit zur Gemeinde des HERRN.

$23/2$ Einer, dem die Hoden zerstoen sind oder die Harnrhre
abgeschnitten ist, darf nicht in die Versammlung des HERRN
kommen. $23/3$ Ein Bastard darf nicht in die Versammlung des
HERRN kommen; auch die zehnte Generation von ihm soll nicht in
die Versammlung des HERRN kommen. - $23/4$ Ein Ammoniter oder
Moabiter darf nicht in die Versammlung des HERRN kommen; auch
die zehnte Generation von ihnen darf nicht in die Versammlung
des HERRN kommen, fr ewig; $23/5$ deshalb, weil sie euch nicht
mit Brot und mit Wasser entgegengekommen sind auf dem Weg, als
ihr aus gypten zogt, und weil er Bileam, den Sohn des Beor, aus
Petor in Mesopotamien, gegen dich gedungen hat, dich zu
verfluchen. $23/6$ Aber der HERR, dein Gott, wollte nicht auf
Bileam hren, und der HERR, dein Gott, wandelte dir den Fluch in
Segen um; denn der HERR, dein Gott, hatte dich lieb. $23/7$ Du
sollst ihren Frieden und ihr Wohl nicht suchen alle deine Tage,
fr ewig.

$23/8$ Den Edomiter sollst du nicht verabscheuen, denn er ist
dein Bruder. Den gypter sollst du nicht verabscheuen, denn du
bist ein Fremder in seinem Land gewesen. $23/9$ Kinder, die
ihnen geboren werden, drfen von ihnen in der dritten Generation
in die Versammlung des HERRN kommen.

Reinerhaltung des Kriegslagers.

$23/10$ Wenn du gegen deine Feinde ins Kriegslager ausziehst,
dann sollst du dich vor allem Bsen hten:

$23/11$ Wenn ein Mann unter dir ist, der durch einen Zufall der
Nacht nicht rein ist, dann soll er nach drauen vor das Lager
hinausgehen. Er darf nicht ins Lager hineinkommen. $23/12$ Und
es soll geschehen, beim Anbruch des Abends soll er sich im
Wasser baden, und beim Untergang der Sonne darf er [wieder] ins
Lager kommen. $23/13$ Und du sollst einen Platz auerhalb des
Lagers haben, dahin kannst du [fr deine Notdurft] hinausgehen.
$23/14$ Und du sollst eine Schaufel bei deinem Gert haben. Und
es soll geschehen, wenn du dich drauen hinsetzt, so sollst du
[ein Loch] damit graben und deine Ausscheidung wieder zudecken.
$23/15$ Denn der HERR, dein Gott, lebt mitten in deinem Lager,
um dich zu erretten und deine Feinde vor dir dahinzugeben. Und
dein Lager soll heilig sein, da er nichts Anstiges unter dir
sieht und sich von dir abwendet.

Vorschriften ber Sklaven, Huren, Zinsen, Gelbde und
Fremdeigentum.

$23/16$ Einen Sklaven, der sich vor seinem Herrn zu dir rettet,
sollst du seinem Herrn nicht ausliefern. $23/17$ Bei dir soll er
wohnen, in deiner Mitte, an dem Ort, den er in einem deiner Tore
erwhlen wird, wo es ihn gut dnkt: du sollst ihn nicht
unterdrcken.

$23/18$ Eine Geweihte soll es unter den Tchtern Israel nicht
geben, und [auch] einen Geweihten soll es nicht unter den Shnen
Israel geben. $23/19$ Du sollst keinen Hurenlohn und [kein]
Hundegeld in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen fr
irgendein Gelbde; denn auch diese beiden sind ein Greuel fr
den HERRN, deinen Gott.

$23/20$ Du sollst deinem Bruder keinen Zins auferlegen, Zins fr
Geld, Zins fr Speise, Zins fr irgendeine Sache, die man gegen
Zins ausleiht. $23/21$ Dem Fremden magst du Zins auferlegen,
aber deinem Bruder darfst du nicht Zins auferlegen, damit der
HERR, dein Gott, dich segnet in allem Geschft deiner Hand in
dem Land, in das du kommst, um es in Besitz zu nehmen.

$23/22$ Wenn du fr den HERRN, deinen Gott, ein Gelbde ablegst,
sollst du nicht zgern, es zu erfllen. Denn der HERR, dein
Gott, wird es unbedingt von dir fordern, und Snde wrde an dir
sein. $23/23$ Wenn du es aber unterlt, [etwas] zu geloben,
wird keine Snde an dir sein. $23/24$ Was ber deine Lippen
gegangen ist, sollst du halten und ausfhren, wie du dem HERRN,
deinem Gott, freiwillig gelobt hast, was du mit deinem Mund
geredet hast.

$23/25$ Wenn du in den Weinberg deines Nchsten kommst, dann
magst du Trauben essen nach Herzenslust, [bis] du satt bist; in
dein Gef aber darfst du nichts tun. $23/26$ Wenn du in das
Getreide[feld] deines Nchsten kommst, dann darfst du hren mit
deiner Hand abpflcken; aber die Sichel sollst du nicht ber das
Getreide deines Nchsten schwingen.

Vorschriften ber den Scheidebrief - Kriegsdienst der
Jungverheirateten.

\24\

$24/1$ Wenn ein Mann eine Frau nimmt und sie heiratet und es
geschieht, da sie keine Gunst in seinen Augen findet, weil er
etwas Anstiges an ihr gefunden hat und er ihr einen
Scheidebrief geschrieben, ihn in ihre Hand gegeben und sie aus
seinem Haus entlassen hat, $24/2$ und sie ist aus seinem Haus
gezogen und ist hingegangen und [die Frau] eines anderen Mannes
geworden, $24/3$ [wenn dann] auch der andere Mann sie gehat und
ihr einen Scheidebrief geschrieben, ihn in ihre Hand gegeben und
sie aus seinem Haus entlassen hat oder wenn der andere Mann
stirbt, der sie sich zur Frau genommen hat, $24/4$ [dann] kann
ihr erster Mann, der sie entlassen hat, sie nicht wieder nehmen,
da sie seine Frau sei, nachdem sie unrein gemacht worden ist.
Denn ein Greuel ist das vor dem HERRN. Und du sollst das Land,
das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, nicht zur Snde
verfhren.

$24/5$ Wenn ein Mann erst kurz verheiratet ist, soll er nicht
mit dem Heer ausziehen, und es soll ihm keinerlei Verpflichtung
auferlegt werden. Er soll ein Jahr lang frei sein fr sein Haus
und seine Frau, die er genommen hat, erfreuen.

Verordnungen zum Schutz der Schwachen.

$24/6$ Man soll nicht Handmhle und Mhlstein pfnden; denn
[damit] pfndet man das Leben.

$24/7$ Wenn ein Mann gefunden wird, der einen von seinen
Brdern, [einen] von den Shnen Israel, geraubt hat und ihn als
Sklaven behandelt und verkauft hat, dann soll dieser Dieb
sterben. Und du sollst das Bse aus deiner Mitte wegschaffen.

$24/8$ Bei der Plage des Aussatzes hte dich, da du sehr darauf
achtest und alles tust, was euch die Priester, die Leviten,
lehren werden. Ihr sollt darauf achten, zu tun, wie ich ihnen
befohlen habe. $24/9$ Denk daran, was der HERR, dein Gott, an
Mirjam getan hat auf dem Weg, als ihr aus gypten zogt!

$24/10$ Wenn du deinem Nchsten irgendein Darlehen leihst, dann
sollst du nicht in sein Haus hineingehen, um von ihm ein Pfand
zu erheben. $24/11$ Drauen sollst du stehenbleiben, und der
Mann, dem du geliehen hast, soll das Pfand zu dir nach drauen
hinausbringen. $24/12$ Und wenn er ein bedrftiger Mann ist,
sollst du dich nicht mit seinem Pfand schlafen legen. $24/13$ Du
sollst ihm das Pfand unbedingt beim Untergang der Sonne
zurckgeben, damit er sich in seinem Mantel schlafen lege und
dich segne; und es wird fr dich als Gerechtigkeit gelten vor
dem HERRN, deinem Gott.

$24/14$ Du sollst den bedrftigen und armen Lohnarbeiter nicht
unterdrcken, [sei er einer] von deinen Brdern oder von deinen
Fremden, die in deinem Land, in deinen Toren [wohnen]. $24/15$
Am selben Tag sollst du ihm seinen Lohn geben, und die Sonne
soll nicht darber untergehen - denn er ist bedrftig und
verlangt sehnschtig danach -, damit er nicht ber dich zum
HERRN schreit und Snde an dir ist. $24/16$ Nicht sollen Vter
um der Shne willen gettet werden und Shne sollen nicht um der
Vter willen gettet werden; sie sollen jeder fr seine [eigene]
Snde gettet werden.

$24/17$ Du sollst das Recht eines Fremden [und] einer Waise
nicht beugen; und das Kleid einer Witwe sollst du nicht pfnden.
$24/18$ Und du sollst daran denken, da du Sklave in gypten
warst und da der HERR, dein Gott, dich von dort erlst hat;
darum befehle ich dir, dieses Wort zu befolgen.

$24/19$ Wenn du deine Ernte auf deinem Feld einbringst und hast
eine Garbe auf dem Feld vergessen, sollst du nicht umkehren, um
sie zu holen. Fr den Fremden, fr die Waise und fr die Witwe
soll sie sein, damit der HERR, dein Gott, dich segnet in allem
Tun deiner Hnde. $24/20$ Wenn du deine Oliven abschlgst,
sollst du nicht hinterher die Zweige absuchen: fr den Fremden,
fr die Waise und fr die Witwe soll es sein. $24/21$ Wenn du in
deinem Weinberg Lese hltst, sollst du nicht hinterher Nachlese
halten. Fr den Fremden, fr die Waise und fr die Witwe soll es
sein. $24/22$ Und du sollst daran denken, da du Sklave warst im
Land gypten; darum befehle ich dir, dieses Wort zu befolgen.

Prgelstrafe.

\25\


$25/1$ Wenn ein Rechtsstreit zwischen Mnnern entsteht und sie
vor Gericht treten, und man richtet sie, dann soll man den
Gerechten gerecht sprechen und den Schuldigen schuldig. $25/2$
Und es soll geschehen, wenn der Schuldige Schlge verdient hat,
dann soll der Richter ihn hinlegen und ihm in seiner Gegenwart
nach [der festgesetzten] Zahl Schlge geben [lassen], seiner
Schuld entsprechend. $25/3$ Vierzig [Schlge] darf er ihm geben
[lassen] - nicht mehr -, damit nicht, wenn er fortfhrt, ihn
ber diese hinaus mit vielen Schlgen zu schlagen, dein Bruder
in deinen Augen entehrt wird.

$25/4$ Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er
drischt.

Schwagerehe.

$25/5$ Wenn Brder zusammen wohnen und einer von ihnen stirbt
und hat keinen Sohn, dann soll die Frau des Verstorbenen nicht
auswrts einem fremden Mann angehren. Ihr Schwager soll zu ihr
eingehen und sie sich zur Frau nehmen und mit ihr die
Schwagerehe vollziehen. $25/6$ Und es soll geschehen: der
Erstgeborene, den sie [dann] gebiert, soll den Namen seines
verstorbenen Bruders weiterfhren, damit dessen Name aus Israel
nicht ausgelscht wird. $25/7$ Wenn aber der Mann keine Lust
hat, seine Schwgerin zu nehmen, dann soll seine Schwgerin ins
Tor hinaufgehen zu den ltesten und soll sagen: Mein Schwager
weigert sich, seinem Bruder den Namen in Israel
aufrechtzuerhalten; er will die Schwagerehe mit mir nicht
eingehen. $25/8$ Und die ltesten seiner Stadt sollen ihn rufen
und mit ihm reden. Doch stellt er sich dann hin und sagt: Ich
habe keine Lust, sie zu nehmen, $25/9$ dann soll seine
Schwgerin vor den Augen der ltesten zu ihm hintreten und ihm
den Schuh von seinem Fu abziehen und ihm ins Gesicht spucken.
Und sie soll antworten und sagen: So soll dem Mann geschehen,
der das Haus seines Bruders nicht bauen will! $25/10$ Und sein
Name soll in Israel heien `Haus des Barfers'.

Warnung vor unzchtigem Verhalten und falschen Gewichten.

$25/11$ Wenn Mnner miteinander raufen, ein Mann und sein
Bruder, und die Frau des einen eilt herbei, um ihren Mann aus
der Hand dessen, der ihn schlgt, zu retten, und sie streckt
ihre Hand aus und greift an seine Geschlechtsteile: $25/12$ dann
sollst du ihr die Hand abhauen; du sollst nicht schonen.

$25/13$ Du sollst nicht zweierlei Gewichtsteine in deinem Beutel
haben, einen groen und einen kleinen. $25/14$ Du sollst nicht
zweierlei Efa in deinem Haus haben, ein groes und ein kleines.
$25/15$ Vollen und gerechten Gewichtstein sollst du haben, und
volles und gerechtes Efa sollst du haben, damit deine Tage lange
whren in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt. $25/16$
Denn ein Greuel fr den HERRN, deinen Gott, ist jeder, der
dieses tut, jeder, der unrecht tut.

Gebot der Ausrottung der Amalekiter.

$25/17$ Denk daran, was Amalek dir getan hat auf dem Weg, als
ihr aus gypten zogt, $25/18$ wie er dir auf dem Weg
entgegentrat und deine Nachzgler schlug, alle Schwachen hinter
dir, als du erschpft und mde warst, und da er Gott nicht
frchtete. $25/19$ Und wenn der HERR, dein Gott, dir Ruhe
verschafft hat vor allen deinen Feinden ringsum in dem Land, das
der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, es in Besitz zu
nehmen, dann sollst du die Erinnerung an Amalek unter dem Himmel
auslschen. Vergi es nicht!

Verordnungen ber Erstlingsfrchte und Zehnten.

\26\

$26/1$ Und es soll geschehen, wenn du in das Land kommst, das
der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, und du hast es in
Besitz genommen und wohnst darin, $26/2$ dann sollst du von den
Erstlingen aller Frucht des Erdbodens nehmen, die du von deinem
Land einbringst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, und sollst
sie in einen Korb legen und an die Sttte gehen, die der HERR,
dein Gott, erwhlen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen.
$26/3$ Und du sollst zu dem Priester kommen, der in jenen Tagen
da ist, und zu ihm sagen: Ich bezeuge heute dem HERRN, deinem
Gott, da ich in das Land gekommen bin, das uns zu geben der
HERR unseren Vtern geschworen hat. $26/4$ Und der Priester soll
den Korb aus deiner Hand nehmen und ihn vor den Altar des HERRN,
deines Gottes, niedersetzen. $26/5$ Du aber sollst vor dem
HERRN, deinem Gott, anheben und sprechen: Ein umherirrender
Aramer war mein Vater; und er zog nach gypten hinab und hielt
sich dort als Fremder auf, als ein geringes Huflein. Doch er
wurde dort zu einer groen, starken und zahlreichen Nation.
$26/6$ Und die gypter mihandelten uns, unterdrckten uns und
legten uns harte Arbeit auf. $26/7$ Da schrieen wir zu dem
HERRN, dem Gott unserer Vter, und der HERR hrte unsere Stimme
und sah unser Elend und unsere Mhsal und unsere Bedrngnis.
$26/8$ Und der HERR fhrte uns aus gypten heraus mit starker
Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit groem Schrecken und mit
Zeichen und Wundern . $26/9$ Und er brachte uns an diese Sttte
und gab uns dieses Land, ein Land, das von Milch und Honig
berfliet. $26/10$ Und nun siehe, ich habe die Erstlinge der
Frucht des Landes gebracht, das du, HERR, mir gegeben hast. -
Und du sollst sie vor dem HERRN, deinem Gott, niederlegen und
anbeten vor dem HERRN, deinem Gott. $26/11$ Und du sollst dich
an all dem Guten freuen, das der HERR, dein Gott, dir und deinem
Haus gegeben hat, du und der Levit und der Fremde, der in deiner
Mitte [wohnt].

$26/12$ Wenn du den ganzen Zehnten deines Ertrages im dritten
Jahr, dem Jahr des Zehnten, vollstndig entrichtet hast und ihn
dem Leviten, dem Fremden, der Waise und der Witwe gegeben hast,
damit sie in deinen Toren essen und sich sttigen, $26/13$ dann
sollst du vor dem HERRN, deinem Gott, sprechen: Ich habe das
Geheiligte aus dem Haus weggeschafft und habe es auch dem
Leviten und dem Fremden, der Waise und der Witwe gegeben nach
all deinem Gebot, das du mir befohlen hast; ich habe deine
Gebote nicht bertreten noch vergessen. $26/14$ Ich habe nichts
[davon] gegessen in meiner Trauer und habe nichts [davon] in
[meiner] Unreinheit weggeschafft und habe nichts [davon] fr
einen Toten gegeben. Ich habe der Stimme des HERRN, meines
Gottes, gehorcht, ich habe getan nach allem, was du mir geboten
hast. $26/15$ Blicke herab von deiner heiligen Wohnung vom
Himmel, und segne dein Volk Israel und das Land, das du uns
gegeben, wie du es unseren Vtern geschworen hast, ein Land, das
von Milch und Honig berfliet!

Pflichten und Rechte Israels.

$26/16$ Am heutigen Tag befiehlt dir der HERR, dein Gott, diese
Ordnungen und Rechtsbestimmungen zu tun. So bewahre und tue sie
mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele! $26/17$ Du
hast heute den HERRN sagen lassen, da er dein Gott sein will
und da du auf seinen Wegen gehen und seine Ordnungen und seine
Gebote und seine Rechtsbestimmungen bewahren und seiner Stimme
gehorchen willst. $26/18$ Und der HERR hat dich heute sagen
lassen, da du ihm ein Eigentumsvolk sein willst, wie er zu dir
geredet hat, und da du alle seine Gebote bewahren willst
$26/19$ und da er dich als hchste ber alle Nationen stellen
will, die er gemacht hat, zum Ruhm und zum Namen und zum Schmuck
und da du dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk sein
willst, wie er geredet hat.

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