Das fnfte Buch Mose (Deuteronomium).

Weg Israels vom Sinai bis Kadesch.

\1\

$1/1$ Dies sind die Worte, die Mose zu ganz Israel geredet hat
jenseits des Jordan, in der Wste, in der Ebene, Suf gegenber,
zwischen Paran und Tofel, Laban, Hazerot und Di-Sahab. $1/2$ Elf
Tage sind es vom Horeb, auf dem Weg zum Gebirge Seir, bis
Kadesch-Barnea.

$1/3$ Und es geschah im vierzigsten Jahr, im elften Monat, am
Ersten des Monats, da redete Mose zu den Shnen Israel nach
allem, was ihm der HERR fr sie geboten hatte, $1/4$ nachdem er
Sihon, den Knig der Amoriter, der in Heschbon wohnte,
geschlagen hatte und Og, den Knig von Basan, der in Aschtarot
[und] in Edrei wohnte. $1/5$ Jenseits des Jordan, im Land Moab,
fing Mose an, dieses Gesetz auszulegen, indem er sprach: $1/6$
Der HERR, unser Gott, redete zu uns am Horeb und sprach: Lange
genug seid ihr an diesem Berg geblieben. $1/7$ Wendet euch,
brecht auf und zieht zum Gebirge der Amoriter und zu allen ihren
Nachbarn in der Ebene, auf dem Gebirge, in der Niederung und im
Sden und an der Kste des Meeres, in das Land der Kanaaniter
und zum Libanon, bis an den groen Strom, den Euphratstrom!
$1/8$ Siehe, ich habe das Land vor euch dahingegeben. Geht
hinein und nehmt das Land in Besitz, von dem der HERR euren
Vtern, Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, [es] ihnen und
ihren Nachkommen nach ihnen zu geben! $1/9$ Und in jener Zeit
sprach ich zu euch: Ich allein kann euch nicht tragen. $1/10$
Der HERR, euer Gott, hat euch zahlreich werden lassen, und
siehe, ihr seid heute wie die Sterne des Himmels an Menge.
$1/11$ Der HERR, der Gott eurer Vter, fge zu euch [noch]
tausendmal [so viel], wie ihr seid, hinzu und segne euch, wie er
zu euch geredet hat! $1/12$ Wie knnte ich allein eure Brde und
eure Last und euren Rechtsstreit tragen? $1/13$ Bringt weise und
verstndige und anerkannte Mnner fr eure Stmme, da ich sie
als Oberhupter ber euch einsetze! $1/14$ Und ihr antwortetet
mir und sagtet: Gut ist die Sache, die zu tun du angekndigt
hast. $1/15$ Und ich nahm die Oberhupter eurer Stmme, weise
und anerkannte Mnner, und setzte sie als Oberhupter ber euch
ein, als Oberste ber Tausend und Oberste ber Hundert und
Oberste ber Fnfzig und Oberste ber Zehn und als Verwalter fr
eure Stmme. $1/16$ Und ich gebot euren Richtern in jener Zeit:
Hrt [die Streitsachen] zwischen euren Brdern und richtet
gerecht zwischen einem Mann und seinem Bruder und dem Fremden
bei ihm! $1/17$ Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen;
den Kleinen wie den Groen sollt ihr hren. Ihr sollt euch vor
niemandem frchten, denn das Gericht ist Gottes Sache. Die Sache
aber, die zu schwer fr euch ist, bringt vor mich, da ich sie
hre! $1/18$ So gebot ich euch in jener Zeit all die Dinge, die
ihr tun solltet.

V. 19-46: 4Mo 13; 14.

$1/19$ Und wir brachen auf vom Horeb und zogen durch diese ganze
groe und schreckliche Wste, die ihr gesehen habt auf dem Weg
zum Gebirge der Amoriter, wie der HERR, unser Gott es uns
geboten hatte; und wir kamen bis Kadesch-Barnea. $1/20$ Und ich
sagte zu euch: Ihr seid bis zu dem Gebirge der Amoriter
gekommen, das der HERR, unser Gott, uns gibt. $1/21$ Siehe, der
HERR, dein Gott, hat das Land vor dir dahingegeben. Zieh hinauf,
nimm in Besitz, wie der HERR, der Gott deiner Vter, zu dir
geredet hat! Frchte dich nicht und sei nicht niedergeschlagen!
$1/22$ Da tratet ihr alle zu mir und sagtet: Lat uns Mnner vor
uns hersenden, da sie das Land fr uns erkunden und uns Bericht
erstatten ber den Weg, auf dem wir hinaufziehen, und ber die
Stdte, zu denen wir kommen sollen! $1/23$ Und die Sache war gut
in meinen Augen. Und ich nahm zwlf Mnner von euch, je einen
Mann fr den Stamm. $1/24$ Und sie wandten sich und zogen ins
Gebirge hinauf, und sie kamen bis zum Tal Eschkol und
kundschafteten es aus. $1/25$ Und sie nahmen von den Frchten
des Landes in ihre Hand und brachten [sie] zu uns herab. Und sie
erstatteten uns Bericht und sagten: Das Land ist gut, das der
HERR, unser Gott, uns gibt. $1/26$ Aber ihr wolltet nicht
hinaufziehen und wart widerspenstig gegen den Befehl des HERRN,
eures Gottes. $1/27$ Und ihr murrtet in euren Zelten und sagtet:
Weil der HERR uns hat, hat er uns aus dem Land gypten
herausgefhrt, um uns in die Hand der Amoriter zu geben, damit
sie uns vernichten. $1/28$ Wohin ziehen wir? Unsere Brder haben
unser Herz verzagt gemacht, indem sie sagten: Ein Volk, grer
und hhergewachsen als wir, Stdte, gro und bis an den Himmel
befestigt, und sogar Enakitershne haben wir dort gesehen!
$1/29$ Da sagte ich zu euch: Erschreckt nicht und frchtet euch
nicht vor ihnen! $1/30$ Der HERR, euer Gott, der vor euch
herzieht, er wird fr euch kmpfen nach allem, was er in gypten
vor euren Augen fr euch getan hat, $1/31$ und in der Wste, wo
du gesehen hast, da der HERR, dein Gott, dich getragen hat, wie
ein Mann seinen Sohn trgt, auf dem ganzen Weg, den ihr gezogen
seid, bis ihr an diesen Ort kamt. $1/32$ Aber trotzdem hatte
niemand von euch Vertrauen in den HERRN, euren Gott, $1/33$ der
auf dem Weg vor euch herzog, um euch einen Ort auszusuchen,
damit ihr euch lagern konntet: bei Nacht im Feuer, damit ihr auf
dem Weg sehen konntet, auf dem ihr zoget, und bei Tag in der
Wolke. $1/34$ Der HERR aber hatte den Lrm eurer Reden gehrt.
Da wurde er zornig und schwor: $1/35$ Wenn irgend jemand unter
diesen Mnnern, [von] dieser bsen Generation, das gute Land
sehen wird, das ich euren Vtern zu geben geschworen habe!
$1/36$ Nur Kaleb, der Sohn des Jefunne, er soll es sehen, und
ihm und seinen Shnen werde ich das Land geben, das er betreten
hat, dafr, da er ganz und gar hinter dem HERRN [stand]. -
$1/37$ Auch gegen mich wurde der HERR zornig euretwegen und
sprach: Auch du sollst nicht dort hineinkommen! $1/38$ Josua,
der Sohn des Nun, der vor dir steht, er soll dorthin kommen! Ihn
strke, denn er soll es Israel als Erbe austeilen! - $1/39$ Und
eure [kleinen] Kinder, von denen ihr sagtet: `Sie werden zur
Beute werden!', und eure Shne, die heute weder Gutes noch Bses
kennen, sie sollen dorthin kommen, und ihnen werde ich es geben,
und sie sollen es in Besitz nehmen. $1/40$ Ihr aber, wendet euch
und brecht auf zur Wste, auf dem Weg zum Schilfmeer!

$1/41$ Da antwortetet ihr und sagtet zu mir: Wir haben gegen den
HERRN gesndigt! Wir wollen hinaufziehen und kmpfen nach allem,
was der HERR, unser Gott, uns geboten hat. Und ihr grtetet ein
jeder seine Waffen um und hieltet es fr ein Leichtes, ins
Gebirge hinaufzuziehen. $1/42$ Da sprach der HERR zu mir: Sprich
zu ihnen: Zieht nicht hinauf und kmpft nicht, denn ich bin
nicht in eurer Mitte; damit ihr nicht vor euren Feinden
geschlagen werdet! $1/43$ So redete ich zu euch, aber ihr hrtet
nicht. Und ihr wart widerspenstig gegen den Befehl des HERRN und
handeltet vermessen und zogt in das Gebirge hinauf. $1/44$ Da
zogen die Amoriter aus, die auf jenem Gebirge wohnten, euch
entgegen und jagten euch nach, wie es die Bienen tun, und
zersprengten euch in Seir bis nach Horma. $1/45$ Und ihr kehrtet
zurck und weintet vor dem HERRN. Aber der HERR hrte nicht auf
eure Stimme und neigte sein Ohr nicht zu euch. - $1/46$ Und ihr
bliebet in Kadesch viele Tage, eben die Zeit, die ihr [dort]
bliebet.

Weg Israels durch die Wste - Sieg ber Sihon.

\2\

$2/1$ Und wir wandten uns und brachen auf zur Wste, auf dem Weg
zum Schilfmeer, wie der HERR zu mir geredet hatte. Und wir
umzogen das Gebirge Seir viele Tage [lang]. $2/2$ Und der HERR
redete zu mir und sprach: $2/3$ Lange genug habt ihr dieses
Gebirge umzogen. Wendet euch nach Norden! $2/4$ Und gebiete dem
Volk und sage: Ihr werdet nun das Gebiet eurer Brder, der Shne
Esau, durchziehen, die in Seir wohnen, und sie werden sich vor
euch frchten. Aber htet euch wohl! $2/5$ Lat euch nicht in
Streit mit ihnen ein, denn ich werde euch von ihrem Land auch
nicht die Breite einer Fusohle geben! Denn das Gebirge Seir
habe ich dem Esau zum Besitz gegeben. $2/6$ Nahrung sollt ihr
fr Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu essen habt, und auch
Wasser sollt ihr fr Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu trinken
habt. $2/7$ Denn der HERR, dein Gott, hat dich in allem Tun
deiner Hand gesegnet. Er gab acht auf deine Wanderung durch
diese groe Wste: diese vierzig Jahre ist der HERR, dein Gott,
mit dir gewesen; es hat dir an nichts gemangelt.

$2/8$ Und wir zogen von unseren Brdern, den Shnen Esau, die in
Seir wohnen, weiter [weg] von der Arabastrae, von Elat und von
Ezjon-Geber und wandten uns und zogen auf dem Weg zur Wste
Moabs. $2/9$ Da sprach der HERR zu mir: Befehde Moab nicht und
la dich nicht in einen Krieg mit ihnen ein, denn ich werde dir
von seinem Land keinen Besitz geben! Denn Ar habe ich den Shnen
Lot zum Besitz gegeben. - $2/10$ Frher wohnten die Emiter
darin, ein groes und zahlreiches und hochgewachsenes Volk wie
die Enakiter. $2/11$ Auch sie werden fr Riesen gehalten wie die
Enakiter; die Moabiter aber nennen sie Emiter. $2/12$ Und in
Seir wohnten frher die Horiter. Aber die Shne Esau verdrngten
sie und vernichteten sie vor sich her und wohnten an ihrer
Stelle, so wie Israel es mit dem Land seines Besitzes getan hat,
das der HERR ihnen gegeben hat. - $2/13$ Nun macht euch auf und
zieht ber den Bach Sered! Und wir zogen ber den Bach Sered.

$2/14$ Die Tage aber, die wir von Kadesch-Barnea wanderten, bis
wir ber den Bach Sered zogen, [betrugen] 38 Jahre, bis die
Generation der kriegstchtigen Mnner aus dem Lager vollstndig
[aufgerieben war], so wie der HERR ihnen geschworen hatte.
$2/15$ Und zwar war die Hand des HERRN gegen sie, um sie aus dem
Lager vollstndig auszutilgen.

$2/16$ Und es geschah, als die kriegstchtigen Mnner aus der
Mitte des Volkes vollstndig weggestorben waren, $2/17$ da
redete der HERR zu mir und sprach: $2/18$ Du wirst heute das
Gebiet von Moab, von Ar, durchziehen $2/19$ und dich den Shnen
Ammon nhern, [bis du ihrer Grenze] gegenber[stehst]. Du sollst
sie nicht befehden und dich nicht in Streit mit ihnen einlassen,
denn ich werde dir von dem Land der Shne Ammon keinen Besitz
geben! Denn ich habe es den Shnen Lot zum Besitz gegeben. -
$2/20$ Auch dieses wird fr ein Land der Riesen gehalten. Riesen
wohnten frher darin, und die Ammoniter nennen sie Samsummiter:
$2/21$ ein groes und zahlreiches und hochgewachsenes Volk, wie
die Enakiter. Und der HERR vernichtete sie vor ihnen, und sie
verdrngten sie und wohnten an ihrer Stelle, $2/22$ so wie er
[es] fr die Shne Esau getan hat, die in Seir wohnen, vor denen
er die Horiter vernichtete, so da sie sie verdrngten und an
ihrer Stelle wohnten bis auf diesen Tag. $2/23$ Und [was] die
Awiter [betrifft], die in Drfern bis Gaza hin wohnten: die
Kaftoriter, die aus Kaftor ausgezogen waren, haben sie
vernichtet und wohnten an ihrer Stelle. - $2/24$ Macht euch auf,
brecht auf und zieht ber den Flu Arnon! Siehe, ich habe den
Amoriter Sihon, den Knig von Heschbon, und sein Land in deine
Hand gegeben. Fang an, nimm [es] in Besitz und la dich in einen
Krieg mit ihm ein! $2/25$ An diesem Tag will ich anfangen,
Schrecken und Furcht vor dir auf die Vlker unter dem ganzen
Himmel zu legen: Wenn sie die Nachricht von dir hren, werden
sie vor dir zittern und beben.

$2/26$ Da sandte ich Boten aus der Wste Kedemot an Sihon, den
Knig von Heschbon, mit Worten des Friedens und lie [ihm]
sagen: $2/27$ Ich mchte durch dein Land ziehen auf der Strae!
[Nur] auf der Strae will ich gehen, ich will weder zur Rechten
noch zur Linken abweichen. $2/28$ Nahrung sollst du mir fr Geld
verkaufen, da ich esse, und Wasser sollst du mir fr Geld
geben, da ich trinke. Ich will nur hindurchziehen mit meinen
Fen - $2/29$ wie mir die Shne Esau getan haben, die in Seir
wohnen, und die Moabiter, die in Ar wohnen -, bis ich ber den
Jordan hinberziehe in das Land, das der HERR, unser Gott, uns
gibt. $2/30$ Aber Sihon, der Knig von Heschbon, wollte uns
nicht bei sich durchziehen lassen. Denn der HERR, dein Gott,
hatte seinen Geist verhrtet und sein Herz verstockt, damit er
ihn in deine Hand gbe, so wie es heute ist. $2/31$ Und der HERR
sprach zu mir: Siehe, ich habe begonnen, Sihon und sein Land vor
dir dahinzugeben. Fang an, nimm es in Besitz, damit dir sein
Land gehrt!

V. 32-37: Kap. 3,1-10; Jos 12,1-6.

$2/32$ Und Sihon zog zum Kampf aus, uns entgegen nach Jahza, er
und all sein Volk. $2/33$ Aber der HERR, unser Gott, gab ihn vor
uns dahin; und wir schlugen ihn und seine Shne und all sein
Volk. $2/34$ In jener Zeit nahmen wir alle seine Stdte ein, und
wir vollstreckten den Bann an jeder Stadt, an Mnnern, Frauen
und Kindern; wir lieen keinen brig, der entkam. $2/35$ Nur das
Vieh erbeuteten wir fr uns und die Beute der Stdte, die wir
einnahmen. $2/36$ Von Aroer, das am Ufer des Flusses Arnon
[liegt], und von der Stadt, die im Flutal [liegt], bis Gilead
gab es keine Stadt, die uns zu stark gewesen wre: alles gab der
HERR, unser Gott, vor uns dahin. $2/37$ Nur dem Land der Shne
Ammon, dem ganzen Gebiet am Flu Jabbok, hast du dich nicht
genhert, noch den Stdten des Gebirges, nach allem, was der
HERR, unser Gott, geboten hatte.

Sieg ber Og von Basan.

V. 1-10: Kap. 2,32-37; V. 1-17: Jos 12,1-6.

\3\

$3/1$ Und wir wandten uns und zogen den Weg nach Basan hinauf.
Und Og, der Knig von Basan, zog zum Kampf aus, uns entgegen
nach Edrei, er und all sein Volk. $3/2$ Und der HERR sprach zu
mir: Frchte ihn nicht, denn in deine Hand habe ich ihn und all
sein Volk und sein Land gegeben! Und tu [mit] ihm, wie du [mit]
Sihon, dem Knig der Amoriter, getan hast, der in Heschbon
wohnte! $3/3$ Und der HERR, unser Gott, gab auch Og, den Knig
von Basan, und all sein Volk in unsere Hand. Und wir schlugen
ihn, bis ihm keiner brigblieb, der entkam. $3/4$ Und alle seine
Stdte nahmen wir in jener Zeit ein. Es gab keine Stadt, die wir
ihnen nicht nahmen: sechzig Stdte, den ganzen Landstrich Argob,
das Knigreich des Og in Basan; $3/5$ alle diese Stdte waren
befestigt mit hohen Mauern, Toren und Riegeln; abgesehen von den
sehr vielen offenen Landstdten. $3/6$ Und wir vollstreckten den
Bann an ihnen, wie wir es bei Sihon, dem Knig von Heschbon,
getan hatten. Wir vollstreckten an ihrer ganzen Bevlkerung den
Bann: an Mnnern, Frauen und Kindern. $3/7$ Aber alles Vieh und
die Beute der Stdte erbeuteten wir fr uns.

V. 8-17: 4Mo 32,33-42; Jos 13,8-33.

$3/8$ So nahmen wir in jener Zeit aus der Hand der beiden Knige
der Amoriter das Land, das jenseits des Jordan ist, vom Flu
Arnon bis an den Berg Hermon $3/9$ - die Sidonier nennen den
Hermon Sirjon, und die Amoriter nennen ihn Senir -: $3/10$ alle
Stdte der Ebene und das ganze Gilead und das ganze Basan bis
nach Salcha und Edrei, den Stdten im Knigreich des Og in
Basan. $3/11$ Denn nur Og, der Knig von Basan, war von dem Rest
der Riesen [noch] briggeblieben. Siehe, sein Bett, ein Bett aus
Eisen, ist es nicht in Rabba, [der Hauptstadt] der Shne Ammon?
Seine Lnge [betrgt] neun Ellen und seine Breite vier Ellen,
nach der Elle eines Mannes.

Verteilung des Ostjordanlandes.

$3/12$ Dieses Land nahmen wir zu jener Zeit in Besitz. [Das
Land] von Aroer an, das am Flu Arnon [liegt], und die Hlfte
des Gebirges Gilead und seine Stdte gab ich den Rubenitern und
den Gaditern. $3/13$ Und den Rest von Gilead und das ganze
Basan, das Knigreich des Og, gab ich dem halben Stamm Manasse,
den ganzen Landstrich Argob. Dieses ganze Basan wird das Land
der Riesen genannt. $3/14$ Jair, der Sohn Manasses, nahm den
ganzen Landstrich Argob bis zur Grenze der Geschuriter und der
Maachatiter und nannte sie, [die Ortschaften von] Basan, nach
seinem Namen: Zeltdrfer Jairs; [so heien sie] bis auf diesen
Tag. $3/15$ Und dem Machir gab ich Gilead. $3/16$ Und den
Rubenitern und den Gaditern gab ich [das Land] von Gilead bis
zum Flu Arnon, und zwar bis zur Mitte des Flutales als Grenze
und bis zum Flu Jabbok, der Grenze der Shne Ammon, $3/17$ und
die Ebene mit dem Jordan als Grenze, von Kinneret bis zum Meer
der Ebene, dem Salzmeer, unterhalb der Abhnge des Pisga nach
Osten zu.

$3/18$ Und ich gebot euch zu jener Zeit und sagte: Der HERR,
euer Gott, hat euch dieses Land gegeben, es in Besitz zu nehmen.
Gerstet sollt ihr vor euren Brdern, den Shnen Israel,
hinberziehen, alle Kriegstchtigen. $3/19$ Nur eure Frauen und
eure Kinder und euer Vieh - ich wei, da ihr viel Vieh habt -
sollen in euren Stdten bleiben, die ich euch gegeben habe,
$3/20$ bis der HERR euren Brdern Ruhe verschafft wie euch und
auch sie das Land in Besitz nehmen, das der HERR, euer Gott,
ihnen jenseits des Jordan gibt. Dann sollt ihr zurckkehren,
jeder zu seinem Besitz, den ich euch gegeben habe. $3/21$ Und
dem Josua gebot ich zu jener Zeit und sprach: Deine Augen haben
alles gesehen, was der HERR, euer Gott, diesen beiden Knigen
getan hat. So wird der HERR allen Knigreichen tun, zu denen du
hinberziehst. $3/22$ Frchtet sie nicht! Denn der HERR, euer
Gott, er ist es, der fr euch kmpft.

Mose soll nicht nach Kanaan kommen.

$3/23$ Und ich flehte zu jener Zeit zum HERRN um Erbarmen:
$3/24$ Herr, HERR, du hast begonnen, deinen Knecht deine Gre
und deine starke Hand sehen zu lassen. Denn wo im Himmel und auf
Erden ist ein Gott, der [so etwas] wie deine Werke und wie deine
Machttaten tun knnte? $3/25$ Ich mchte doch [auch]
hinberziehen und das gute Land sehen, das jenseits des Jordan
[liegt], dieses gute Bergland und den Libanon. $3/26$ Aber der
HERR war euretwegen ber mich erzrnt und hrte nicht auf mich.
Und der HERR sprach zu mir: La es genug sein! Rede mir nicht
mehr weiter von dieser Sache! $3/27$ Steige auf den Gipfel des
Pisga und erhebe deine Augen nach Westen und nach Norden, nach
Sden und nach Osten und sieh mit deinen Augen! Denn du wirst
nicht ber diesen Jordan gehen. $3/28$ Und beauftrage Josua,
strke ihn und festige ihn! Denn er soll vor diesem Volk
hinberziehen, und er soll ihnen das Land, das du sehen wirst,
als Erbe austeilen. - $3/29$ Und wir blieben im Tal, Bet-Peor
gegenber.

Aufforderung zum Gehorsam - Warnung vor Gtzendienst.

\4\

$4/1$ Und nun, Israel, hre auf die Ordnungen und auf die
Rechtsbestimmungen, die ich euch zu tun lehre, damit ihr lebt
und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, das der HERR, der
Gott eurer Vter, euch gibt! $4/2$ Ihr sollt nichts hinzufgen
zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt nichts davon
wegnehmen, damit ihr die Gebote des HERRN, eures Gottes, haltet,
die ich euch gebiete! $4/3$ Eure Augen haben gesehen, was der
HERR wegen des Baal-Peor getan hat. Denn jeden, der dem
Baal-Peor nachgelaufen ist, den hat der HERR, dein Gott, aus
deiner Mitte vernichtet. $4/4$ Ihr aber, die ihr dem HERRN,
eurem Gott, anhinget, ihr seid heute alle am Leben. $4/5$ Siehe,
ich habe euch Ordnungen und Rechtsbestimmungen gelehrt, so wie
der HERR, mein Gott, mir geboten hat, damit ihr danach handelt
mitten in dem Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen.
$4/6$ So bewahrt und tut sie! Denn das ist eure Weisheit und
eure Einsicht in den Augen der Vlker, die all diese Ordnungen
hren. Und sie werden sagen: Ein wahrhaft weises und
verstndiges Volk ist diese groe Nation! $4/7$ Denn wo gibt es
eine groe Nation, die Gtter htte, die ihr [so] nahe wren wie
der HERR, unser Gott, in allem, [worin] wir zu ihm rufen? $4/8$
Und wo gibt es eine groe Nation, die [so] gerechte Ordnungen
und Rechtsbestimmungen htte wie dieses ganze Gesetz, das ich
euch heute vorlege? $4/9$ Nur hte dich und hte deine Seele
sehr, da du die Dinge nicht vergit, die deine Augen gesehen
haben, und da sie nicht aus deinem Herzen schwinden alle Tage
deines Lebens! Und tue sie deinen Kindern und deinen
Kindeskindern kund: $4/10$ An dem Tag, an dem du vor dem HERRN,
deinem Gott, am Horeb standest, als der HERR zu mir sprach:
`Versammle mir das Volk, da ich sie meine Worte hren lasse,
die sie lernen sollen, um mich zu frchten all die Tage, solange
sie auf dem Erdboden leben und die sie ihre Kinder lehren
sollen!', $4/11$ da tratet ihr hinzu und standet unten am Berg.
Der Berg aber brannte im Feuer bis ins Herz des Himmels, [und da
war] Finsternis, Gewlk und Dunkel. $4/12$ Und der HERR redete
zu euch mitten aus dem Feuer. Die Stimme der Worte hrtet ihr,
aber ihr saht keine Gestalt, nur eine Stimme [war zu hren].
$4/13$ Und er verkndigte euch seinen Bund, den zu halten er
euch gebot: die zehn Worte. Und er schrieb sie auf zwei
steinerne Tafeln. $4/14$ Und mir gebot der HERR zu jener Zeit,
euch Ordnungen und Rechtsbestimmungen zu lehren, damit ihr sie
hieltet in dem Land, in das ihr hinberzieht, um es in Besitz zu
nehmen.

$4/15$ So htet eure Seelen sehr - denn ihr habt keinerlei
Gestalt gesehen an dem Tag, als der HERR am Horeb mitten aus dem
Feuer zu euch redete -, $4/16$ da ihr nicht zu [eurem]
Verderben handelt und euch ein Gtterbild macht in Gestalt
irgendeines Gtzenbildes, das Abbild eines mnnlichen oder eines
weiblichen [Wesens], $4/17$ das Abbild irgendeines Tieres, das
[es] auf der Erde [gibt], das Abbild irgendeines geflgelten
Vogels, der am Himmel fliegt, $4/18$ das Abbild von irgend
etwas, das auf dem Erdboden kriecht, das Abbild irgendeines
Fisches, der im Wasser unter der Erde ist, $4/19$ und da du
deine Augen nicht zum Himmel erhebst und, wenn du die Sonne und
den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels siehst, dich
verleiten lt und dich vor ihnen niederwirfst und ihnen dienst,
die doch der HERR, dein Gott, allen Vlkern unter dem ganzen
Himmel zugeteilt hat! $4/20$ Euch aber hat der HERR genommen und
euch herausgefhrt aus dem eisernen Schmelzofen, aus gypten,
damit ihr das Volk seines Erbteils wret, so wie [es] heute
[ist].

$4/21$ Und der HERR war euretwegen ber mich erzrnt, und er
schwor, da ich nicht ber den Jordan gehen und nicht in das
gute Land kommen sollte, das der HERR, dein Gott, dir als
Erbteil gibt. $4/22$ Denn ich sterbe in diesem Land, ich gehe
nicht ber den Jordan. Ihr aber werdet hinberziehen und dieses
gute Land in Besitz nehmen. $4/23$ Htet euch, da ihr ja nicht
den Bund des HERRN, eures Gottes, verget, den er mit euch
geschlossen hat, und euch ein Gtterbild macht in der Gestalt
von irgend etwas, das der HERR, dein Gott, dir verboten hat.
$4/24$ Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein
eiferschtiger Gott!

$4/25$ Wenn du Kinder und Kindeskinder zeugst und ihr im Lande
alteingesessen seid und ihr zu [eurem] Verderben handelt und
euch ein Gtterbild macht in der Gestalt irgendeines
[Lebewesens] und tut, was bse ist in den Augen des HERRN,
deines Gottes, ihn zu reizen, $4/26$ so rufe ich heute den
Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch auf, da ihr mit
Sicherheit schnell weggerafft werdet aus dem Land, in das ihr
ber den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen. Ihr werdet
eure Tage darin nicht verlngern, sondern vllig vernichtet
werden. $4/27$ Und der HERR wird euch unter die Vlker
zerstreuen, und ihr werdet brigbleiben, ein geringes Huflein
unter den Nationen, wohin der HERR euch fhren wird. $4/28$ Dort
werdet ihr Gttern dienen, dem Werk von Menschenhnden, aus Holz
und Stein, die nicht sehen und nicht hren, nicht essen und
nicht riechen knnen.

$4/29$ Dann werdet ihr von dort aus den HERRN, deinen Gott,
suchen. Und du wirst ihn finden, wenn du mit deinem ganzen
Herzen und mit deiner ganzen Seele nach ihm fragen wirst. $4/30$
Wenn du in Not bist und wenn alle diese Dinge dich getroffen
haben am Ende der Tage, wirst du zum HERRN, deinem Gott,
umkehren und auf seine Stimme hren. $4/31$ Denn ein
barmherziger Gott ist der HERR, dein Gott. Er wird dich nicht
aufgeben und dich nicht vernichten und wird den Bund deiner
Vter nicht vergessen, den er ihnen geschworen hat. $4/32$ Denn
frage doch nach den frheren Tagen, die vor dir gewesen sind,
von dem Tag an, als Gott den Menschen auf der Erde geschaffen
hat, und von einem Ende des Himmels bis zum anderen Ende des
Himmels, ob [je] eine solch groe Sache geschehen oder ob
dergleichen gehrt worden sei. $4/33$ Hat [je] ein Volk die
Stimme Gottes mitten aus dem Feuer reden hren, wie du sie
gehrt hast, und ist am Leben geblieben? - $4/34$ Oder hat [je]
ein Gott versucht hinzugehen, um sich eine Nation mitten aus
einer [anderen] Nation zu holen durch Prfungen, durch Zeichen
und durch Wunder und durch Krieg und mit starker Hand und mit
ausgestrecktem Arm und durch groe Schreckenstaten nach allem,
was der HERR, euer Gott, in gypten vor deinen Augen fr euch
getan hat? $4/35$ Du hast es zu sehen bekommen, damit du
erkennst, da der HERR der [alleinige] Gott ist. Auer ihm gibt
es sonst keinen. $4/36$ Vom Himmel her hat er dich seine Stimme
hren lassen, um dich zu unterweisen. Und auf der Erde hat er
dich sein groes Feuer sehen lassen, und mitten aus dem Feuer
hast du seine Worte gehrt. $4/37$ Und weil er deine Vter
geliebt und ihre Nachkommen nach ihnen erwhlt hat, hat er dich
mit seinem Angesicht, mit seiner groen Kraft aus gypten
herausgefhrt, $4/38$ um Nationen vor dir zu vertreiben, grer
und strker als du, um dich herzubringen [und] dir ihr Land als
Erbteil zu geben, so wie [es] heute [ist].

$4/39$ So erkenne denn heute und nimm dir zu Herzen, da der
HERR der [alleinige] Gott ist im Himmel oben und auf der Erde
unten, keiner sonst! $4/40$ Und halte seine Ordnungen und seine
Gebote, die ich dir heute gebiete, damit es dir und deinen
Kindern nach dir gut geht und damit du deine Tage verlngerst in
dem Land, das der HERR, dein Gott, dir fr immer gibt.

Zufluchtsstdte im Ostjordanland.

$4/41$ Damals sonderte Mose drei Stdte aus jenseits des Jordan,
gegen Sonnenaufgang, $4/420$ damit ein Totschlger dahin fliehen
kann, der seinen Nchsten unabsichtlich erschlagen hat und ihn
nicht schon vorher hate - da er in eine von diesen Stdten
fliehen und am Leben bleiben kann: $4/43$ Bezer in der Wste, im
Land der Ebene, fr die Rubeniter und Ramot in Gilead fr die
Gaditer und Golan in Basan fr die Manassiter.

Einleitung zum Gesetz.

V. 46-49: Jos 12,1-6.

$4/44$ Und dies ist das Gesetz, das Mose den Shnen Israel
vorlegte. $4/45$ Dies sind die Zeugnisse, die Ordnungen und die
Rechtsbestimmungen, die Mose zu den Shnen Israel redete, als
sie aus gypten zogen, $4/46$ jenseits des Jordan im Tal,
Bet-Peor gegenber, im Land des Sihon, des Knigs der Amoriter,
der in Heschbon wohnte, den Mose und die Shne Israel geschlagen
haben, als sie aus gypten zogen. $4/47$ Und sie nahmen sein
Land in Besitz und das Land des Og, des Knigs von Basan, [das
Land] der beiden Knige der Amoriter, die jenseits des Jordan
[wohnten, gegen] Sonnenaufgang, $4/48$ von Aroer an, das am Ufer
des Flusses Arnon [liegt], bis an den Berg Sion, das ist der
Hermon, $4/49$ und die ganze Ebene jenseits des Jordan, nach
Osten zu und bis an das Meer der Ebene unterhalb der Abhnge des
Pisga.

Die zehn Gebote.

\5\

$5/1$ Und Mose rief ganz Israel herbei und sprach zu ihnen:
Hre, Israel, die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die ich
heute vor euren Ohren rede! Lernt sie und achtet darauf, sie zu
tun!

$5/2$ Der HERR, unser Gott, hat am Horeb einen Bund mit uns
geschlossen. $5/3$ Nicht mit unsern Vtern hat der HERR diesen
Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier alle am
Leben sind. $5/4$ Von Angesicht zu Angesicht hat der HERR auf
dem Berg mitten aus dem Feuer mit euch geredet - $5/5$ ich stand
zwischen dem HERRN und euch zu jener Zeit, um euch das Wort des
HERRN zu verknden; denn ihr frchtetet euch vor dem Feuer und
stieget nicht auf den Berg -, indem er sprach:

V. 6-21: 2Mo 20,1-17.

$5/6$ Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land
gypten, aus dem Sklavenhaus herausgefhrt habe. $5/7$ Du sollst
keine anderen Gtter haben neben mir . - $5/8$ Du sollst dir
kein Gtterbild machen, irgendein Abbild dessen, was oben im
Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter
der Erde ist. $5/9$ Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen
und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein
eiferschtiger Gott, der die Schuld der Vter heimsucht an den
Kindern und an der dritten und vierten [Generation] von denen,
die mich hassen, $5/10$ der aber Gnade erweist auf Tausende hin
denen, die mich lieben und meine Gebote halten. - $5/11$ Du
sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu Nichtigem
aussprechen. Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der
seinen Namen zu Nichtigem ausspricht. - $5/12$ Beachte den
Sabbattag, um ihn heilig zu halten, so wie der HERR, dein Gott,
es dir geboten hat! $5/13$ Sechs Tage sollst du arbeiten und all
deine Arbeit tun; $5/14$ aber der siebte Tag ist Sabbat fr den
HERRN, deinen Gott. Du sollst [an ihm] keinerlei Arbeit tun, du
und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine
Sklavin und dein Rind und dein Esel und all dein Vieh und der
Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore [wohnt], damit dein
Sklave und deine Sklavin ruhen wie du. $5/15$ Und denke daran,
da du Sklave warst im Land gypten und da der HERR, dein Gott,
dich mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm von dort
herausgefhrt hat! Darum hat der HERR, dein Gott, dir geboten,
den Sabbattag zu feiern. - $5/16$ Ehre deinen Vater und deine
Mutter, wie der HERR, dein Gott, [es] dir geboten hat, damit
deine Tage lange whren und damit es dir gutgeht in dem Land,
das der HERR, dein Gott, dir gibt! - $5/17$ Du sollst nicht
tten. - $5/18$ Und du sollst nicht ehebrechen. - $5/19$ Und du
sollst nicht stehlen. - $5/20$ Und du sollst kein falsches
Zeugnis gegen deinen Nchsten ablegen . - $5/21$ Und du sollst
die Frau deines Nchsten nicht begehren. Und du sollst dich
nicht gelsten lassen nach dem Haus deines Nchsten [noch] nach
seinem Feld, noch nach seinem Knecht, noch nach seiner Magd,
[noch] nach seinem Rind, noch nach seinem Esel, noch nach allem,
was dein Nchster hat.

$5/22$ Diese Worte redete der HERR auf dem Berg zu eurer ganzen
Versammlung mitten aus dem Feuer, dem Gewlk und dem Dunkel mit
gewaltiger Stimme und fgte nichts hinzu. Und er schrieb sie auf
zwei steinerne Tafeln und gab sie mir.

$5/23$ Mose als Mittler zwischen Gott und Israel

Und es geschah, als ihr die Stimme mitten aus der Finsternis
hrtet, whrend der Berg im Feuer brannte, da tratet ihr zu mir
heran, alle Oberhupter eurer Stmme und eure ltesten, $5/24$
und sagtet: Siehe, der HERR, unser Gott, hat uns seine
Herrlichkeit und seine Gre sehen lassen, und wir haben seine
Stimme mitten aus dem Feuer gehrt. An diesem Tag haben wir
gesehen, da Gott mit dem Menschen reden kann und der am Leben
bleibt. $5/25$ Und nun, wozu sollen wir sterben? Denn dieses
groe Feuer wird uns verzehren. Wenn wir die Stimme des HERRN,
unseres Gottes, noch weiter hren, dann werden wir sterben.
$5/26$ Denn wer ist unter allen Sterblichen, der die Stimme des
lebendigen Gottes mitten aus dem Feuer htte reden hren wie wir
und wre am Leben geblieben? $5/27$ Tritt du hinzu und hre
alles, was der HERR, unser Gott, sagen wird. Und du, du sollst
alles zu uns reden, was der HERR, unser Gott, zu dir reden wird,
und wir wollen es hren und tun. $5/28$ Und der HERR hrte die
Stimme eurer Worte, als ihr zu mir redetet. Da sprach der HERR
zu mir: Ich habe die Stimme der Worte dieses Volkes gehrt, die
sie zu dir geredet haben. Sie haben recht geredet mit allem, was
sie gesagt haben. $5/29$ Mge doch diese ihre Gesinnung bleiben,
mich allezeit zu frchten und alle meine Gebote zu halten, damit
es ihnen und ihren Kindern ewig gutgeht! $5/30$ Geh, sage zu
ihnen: Kehrt in eure Zelte zurck! $5/31$ Du aber bleibe hier
bei mir stehen! Und ich will all die Gebote und die Ordnungen
und die Rechtsbestimmungen zu dir reden, die du sie lehren
sollst, damit sie sie tun in dem Land, das ich ihnen gebe, es in
Besitz zu nehmen. - $5/32$ Achtet nun darauf, zu tun, wie der
HERR, euer Gott, [es] euch geboten hat! Weicht nicht [davon] ab
zur Rechten noch zur Linken! $5/33$ Auf dem ganzen Weg, den der
HERR, euer Gott, euch geboten hat, sollt ihr gehen, damit ihr
lebt und es euch gutgeht und ihr eure Tage verlngert in dem
Land, das ihr in Besitz nehmen werdet.

Aufforderung zur Verehrung des einen Gottes.

\6\

$6/1$ Und dies ist das Gebot, die Ordnungen und die
Rechtsbestimmungen, die der HERR, euer Gott, geboten hat, euch
zu ehren, damit ihr sie tut in dem Land, in das ihr
hinberzieht, um es in Besitz zu nehmen, $6/2$ damit du den
HERRN, deinen Gott, frchtest alle Tage deines Lebens, um alle
seine Ordnungen und seine Gebote zu bewahren, die ich dir
gebiete - du und dein Sohn und deines Sohnes Sohn -, und damit
deine Tage lange whren. $6/3$ Hre nun, Israel, und achte
darauf, [sie] zu tun, damit es dir gutgeht und ihr sehr
zahlreich werdet - wie der HERR, der Gott deiner Vter, zu dir
geredet hat - in einem Land, das von Milch und Honig berfliet!

$6/4$ Hre, Israel: Der HERR ist unser Gott, der HERR allein!
$6/5$ Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem
ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen
Kraft. $6/6$ Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen
in deinem Herzen sein. $6/7$ Und du sollst sie deinen Kindern
einschrfen, und du sollst davon reden, wenn du in deinem Hause
sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich hinlegst und
wenn du aufstehst. $6/8$ Und du sollst sie als Zeichen auf deine
Hand binden, und sie sollen als Merkzeichen zwischen deinen
Augen sein, $6/9$ und du sollst sie auf die Pfosten deines
Hauses und an deine Tore schreiben. $6/10$ Und es soll
geschehen, wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land bringt,
das er deinen Vtern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat,
dir zu geben: groe und gute Stdte, die du nicht gebaut hast,
$6/11$ und Huser voll von allem Guten, die du nicht gefllt
hast, und ausgehauene Zisternen, die du nicht ausgehauen hast,
Weinberge und Olivenbume, die du nicht gepflanzt hast, und
[wenn] du dann essen und satt werden wirst, $6/12$ so hte dich,
da du den HERRN ja nicht vergit, der dich herausgefhrt hat
aus dem Land gypten, aus dem Sklavenhaus. $6/13$ Den HERRN,
deinen Gott, sollst du frchten und ihm dienen, und bei seinem
Namen sollst du schwren. $6/14$ Ihr sollt nicht anderen
Gttern, von den Gttern der Vlker, die rings um euch her sind,
nachlaufen - $6/15$ denn als ein eiferschtiger Gott ist der
HERR, dein Gott, in deiner Mitte -, damit nicht der Zorn des
HERRN, deines Gottes, gegen dich entbrennt und er dich vom
Erdboden weg vernichtet.

$6/16$ Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht prfen, wie ihr
ihn zu Massa geprft habt. $6/17$ Halten, ja, halten sollt ihr
die Gebote des HERRN, eures Gottes, und seine Zeugnisse und
seine Ordnungen, die er dir geboten hat. $6/18$ Und du sollst
tun, was recht und gut ist in den Augen des HERRN, damit es dir
gutgeht und du hineinkommst und das gute Land in Besitz nimmst,
das der HERR deinen Vtern zugeschworen hat, $6/19$ um alle
deine Feinde vor dir hinauszustoen, so wie der HERR geredet
hat.

$6/20$ Wenn dein Sohn dich knftig fragt: Was [bedeuten] die
Zeugnisse und die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die der
HERR, unser Gott, euch geboten hat?, $6/21$ dann sollst du
deinem Sohn sagen: Sklaven waren wir beim Pharao in gypten. Der
HERR aber hat uns mit starker Hand aus gypten herausgefhrt,
$6/22$ und der HERR tat vor unseren Augen groe und unheilvolle
Zeichen und Wunder an gypten, an dem Pharao und an seinem
ganzen Haus. $6/23$ Uns aber fhrte er von dort heraus, um uns
herzubringen, uns das Land zu geben, das er unsern Vtern
zugeschworen hat. $6/24$ Und der HERR hat uns geboten, alle
diese Ordnungen zu tun, den HERRN, unsern Gott, zu frchten,
damit es uns gutgeht alle Tage und er uns am Leben erhlt, so
wie [es] heute [ist]. $6/25$ Und es wird unsere Gerechtigkeit
sein, wenn wir darauf achten, dieses ganze Gebot vor dem HERRN,
unserm Gott, zu tun, so wie er [es] uns befohlen hat.

Gebot der Ausrottung der Kanaaniter und ihres Gtzendienstes.

\7\

$7/1$ Wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land bringt, in das
du [jetzt] hineinkommst, um es in Besitz zu nehmen, und [wenn er
dann] viele Nationen vor dir hinaustreibt: die Hetiter und die
Girgasiter und die Amoriter und die Kanaaniter und die Perisiter
und die Hewiter und die Jebusiter, sieben Nationen, grer und
strker als du, $7/2$ und [wenn] der HERR, dein Gott, sie vor
dir dahingibt, und du sie schlgst, [dann] sollst du unbedingt
an ihnen den Bann vollstrecken. Du sollst keinen Bund mit ihnen
schlieen noch ihnen gndig sein. $7/3$ Und du sollst dich nicht
mit ihnen verschwgern. Deine Tochter darfst du nicht seinem
Sohn geben, und seine Tochter darfst du nicht fr deinen Sohn
nehmen. $7/4$ Denn er wrde deinen Sohn von mir abwenden, da er
andern Gttern dient, und der Zorn des HERRN wrde gegen euch
entbrennen, und er wrde dich schnell vernichten. $7/5$ Sondern
so sollt ihr an ihnen tun: Ihre Altre sollt ihr niederreien
und ihre Gedenksteine zerbrechen und ihre Ascherim umhauen und
ihre Gtterbilder mit Feuer verbrennen. $7/6$ Denn du bist dem
HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk. Dich hat der HERR, dein
Gott, erwhlt, da du ihm als Eigentumsvolk gehrst aus allen
Vlkern, die auf dem Erdboden sind. $7/7$ Nicht weil ihr mehr
wret als alle Vlker, hat der HERR sich euch zugeneigt und euch
erwhlt - ihr seid ja das geringste unter allen Vlkern -, $7/8$
sondern wegen der Liebe des HERRN zu euch, und weil er den Eid
hielt, den er euren Vtern geschworen, hat der HERR euch mit
starker Hand herausgefhrt und dich erlst aus dem Sklavenhaus,
aus der Hand des Pharao, des Knigs von gypten.

$7/9$ So erkenne denn, da der HERR, dein Gott, der Gott ist,
der treue Gott, der den Bund und die Gte bis auf tausend
Generationen denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote
halten, $7/10$ und der denen, die ihn hassen, ins Angesicht
vergilt, um sie umkommen zu lassen. Nicht zgert er gegenber
dem, der ihn hat, ins Angesicht vergilt er ihm! $7/11$ So
sollst du das Gebot und die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen
halten, die zu tun ich dir heute befehle. $7/12$ Und es wird
geschehen: dafr da ihr diesen Rechtsbestimmungen gehorcht, sie
bewahrt und sie tut, wird der HERR, dein Gott, dir den Bund und
die Gte bewahren, die er deinen Vtern geschworen hat. $7/13$
Und er wird dich lieben und dich segnen und dich zahlreich
werden lassen. Er wird die Frucht deines Leibes segnen und die
Frucht deines Landes, dein Getreide, deinen Most und dein l,
den Wurf deiner Rinder und den Zuwachs deiner Schafe, in dem
Land, das er deinen Vtern geschworen hat, dir zu geben. $7/14$
Gesegnet wirst du sein vor allen Vlkern. Kein Unfruchtbarer und
keine Unfruchtbare wird bei dir sein noch bei deinem Vieh.
$7/15$ Und der HERR wird jede Krankheit von dir abwenden. Und
keine der bsen Seuchen gyptens, die du kennst, wird er auf
dich legen, sondern er wird sie auf alle deine Hasser bringen.
$7/16$ Und du wirst alle Vlker verzehren, die der HERR, dein
Gott, dir preisgibt. Du sollst ihretwegen nicht betrbt sein,
und du sollst ihren Gttern nicht dienen; denn das wre ein
Fallstrick fr dich. $7/17$ Wenn du in deinem Herzen sagst:
Diese Nationen sind grer als ich; wie knnte ich sie
vertreiben? -, $7/18$ frchte dich nicht vor ihnen! Denk doch
daran, was der HERR, dein Gott, dem Pharao und allen gyptern
angetan hat, $7/19$ an die groen Prfungen, die deine Augen
gesehen, und an die Zeichen und die Wunder und die starke Hand
und den ausgestreckten Arm, womit der HERR, dein Gott, dich
herausgefhrt hat! Ebenso wird der HERR, dein Gott, an all den
Vlkern tun, vor denen du dich frchtest. $7/20$ Und auch die
Hornissen wird der HERR, dein Gott, gegen sie senden, bis
[alle], die briggeblieben sind und die sich vor dir versteckt
haben, umgekommen sind. $7/21$ Erschrick nicht vor ihnen! Denn
der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein groer und
furchtbarer Gott. $7/22$ Und der HERR, dein Gott, wird diese
Nationen nach und nach vor dir hinaustreiben. Du wirst sie nicht
schnell vernichten knnen, damit sich das Wild des Feldes nicht
gegen dich vermehrt. $7/23$ Und der HERR, dein Gott, wird sie
vor dir dahingeben und sie in groe Bestrzung versetzen, bis
sie vernichtet sind. $7/24$ Und er wird ihre Knige in deine
Hand geben, und du wirst ihre Namen ausrotten unter dem Himmel.
Kein Mensch wird vor dir bestehen, bis du sie vernichtet hast.
$7/25$ Die Bilder ihrer Gtter sollt ihr mit Feuer verbrennen.
Du sollst nicht das Silber und das Gold[, das] an ihnen [ist,]
begehren und es dir nehmen, damit du dadurch nicht verstrickt
wirst; denn ein Greuel fr den HERRN, deinen Gott, ist es.
$7/26$ Und du sollst keinen Greuel in dein Haus bringen, damit
du nicht gleich ihm dem Bann verfllst. Du sollst es als
abscheulich verabscheuen und es fr einen greulichen Greuel
halten, denn Gebanntes ist es.

Ermahnung zur Dankbarkeit.

\8\

$8/1$ Das ganze Gebot, das ich dir heute gebiete, sollt ihr
halten, es zu tun, damit ihr lebt und zahlreich werdet und
hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, das der HERR euren
Vtern zugeschworen hat. $8/2$ Und du sollst an den ganzen Weg
denken, den der HERR, dein Gott, dich diese vierzig Jahre in der
Wste hat wandern lassen, um dich zu demtigen, um dich zu
prfen [und] um zu erkennen, was in deinem Herzen ist, ob du
seine Gebote halten wrdest oder nicht. $8/3$ Und er demtigte
dich und lie dich hungern. Und er speiste dich mit dem Man, das
du nicht kanntest und das deine Vter nicht kannten, um dich
erkennen zu lassen, da der Mensch nicht von Brot allein lebt.
Sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN hervorgeht, lebt
der Mensch. $8/4$ Deine Kleidung an dir ist nicht verschlissen,
und dein Fu ist nicht geschwollen diese vierzig Jahre. $8/5$ So
erkenne in deinem Herzen, da der HERR, dein Gott, dich erzieht
wie ein Mann seinen Sohn erzieht! $8/6$ Halte nun die Gebote des
HERRN, deines Gottes, indem du auf seinen Wegen gehst und ihn
frchtest. $8/7$ Denn der HERR, dein Gott, bringt dich in ein
gutes Land, ein Land von Wasserbchen, Quellen und Gewssern,
die in der Ebene und im Gebirge entspringen; $8/8$ ein Land des
Weizens und der Gerste, der Weinstcke, Feigenbume und
Granatbume; ein Land mit lreichen Olivenbumen und Honig;
$8/9$ ein Land, in dem du nicht in Armut [dein] Brot essen
wirst, in dem es dir an nichts fehlen wird; ein Land, dessen
Steine Eisen sind und aus dessen Bergen du Kupfer hauen wirst.
$8/10$ Und du wirst essen und satt werden, und du sollst den
HERRN, deinen Gott, fr das gute Land preisen, das er dir
gegeben hat. $8/11$ Hte dich, da du den HERRN, deinen Gott,
nicht vergit, indem du seine Gebote und seine
Rechtsbestimmungen und seine Ordnungen, die ich dir heute gebe,
nicht hltst! - $8/12$ da nicht, wenn du it und satt wirst und
schne Huser baust und bewohnst $8/13$ und deine Rinder und
deine Schafe sich vermehren und dein Silber und Gold sich mehren
und alles, was du hast, sich mehrt, $8/14$ [da dann nicht] dein
Herz sich erhebt und du den HERRN, deinen Gott, vergit, der
dich aus dem Land gypten, aus dem Sklavenhaus, herausfhrte;
$8/15$ der dich wandern lie in der groen und schrecklichen
Wste, [wo] feurige Schlangen und Skorpione sind, in dem drren
Land, wo kein Wasser ist; der dir Wasser aus dem Kieselfelsen
hervorbrachte; $8/16$ der dich in der Wste mit Man speiste, das
deine Vter nicht kannten, um dich zu demtigen und um dich zu
prfen, damit er dir am Ende wohltue $8/17$ und du [dann nicht]
in deinem Herzen sagst: Meine Kraft und die Strke meiner Hand
hat mir dieses Vermgen verschafft! $8/18$ Sondern du sollst an
den HERRN, deinen Gott, denken, da er es ist, der dir Kraft
gibt, Vermgen zu schaffen; - damit er seinen Bund
aufrechterhlt, den er deinen Vtern geschworen hat, so wie [es]
heute [ist]. $8/19$ Und es wird geschehen, wenn du je den HERRN,
deinen Gott, vergit und andern Gttern nachlufst und ihnen
dienst und dich vor ihnen niederwirfst, [so] bezeuge ich heute
gegen euch, da ihr ganz gewi umkommen werdet. $8/20$ Wie die
Nationen, die der HERR vor euch hat umkommen lassen, so werdet
ihr umkommen, dafr da ihr auf die Stimme des HERRN, eures
Gottes, nicht hrt.

Warnung vor berheblichkeit - Goldenes Kalb.

2Mo 32,1-35.

\9\

$9/1$ Hre, Israel! Du gehst heute ber den Jordan, um
hineinzuziehen, [das Land von] Nationen in Besitz zu nehmen,
[die] grer und strker [sind] als du, Stdte, gro und bis an
den Himmel befestigt, $9/2$ ein groes und hochgewachsenes Volk,
die Shne der Enakiter, die du kennst und von denen du gehrt
hast: Wer kann vor den Shnen Enak bestehen? $9/3$ So erkenne
denn heute, da der HERR, dein Gott, es ist, der vor dir her
hinbergeht als ein verzehrendes Feuer. Er selbst wird sie
vernichten und er selbst wird sie vor dir demtigen. Und du
wirst sie vertreiben und sie schnell umkommen lassen, so wie der
HERR zu dir geredet hat. $9/4$ Wenn der HERR, dein Gott, sie vor
dir hinausstt, sprich nicht in deinem Herzen: Wegen meiner
Gerechtigkeit hat der HERR mich [hierher]gebracht, um dieses
Land in Besitz zu nehmen. Denn wegen der Gottlosigkeit dieser
Nationen wird der HERR sie vor dir vertreiben. $9/5$ Nicht wegen
deiner Gerechtigkeit und der Aufrichtigkeit deines Herzens
kommst du hinein, um ihr Land in Besitz zu nehmen. Sondern wegen
der Gottlosigkeit dieser Nationen vertreibt der HERR, dein Gott,
sie vor dir und damit er das Wort aufrechterhlt, das der HERR
deinen Vtern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat. $9/6$
So erkenne denn, da nicht wegen deiner Gerechtigkeit der HERR,
dein Gott, dir dieses gute Land gibt, es in Besitz zu nehmen!
Denn ein halsstarriges Volk bist du.

$9/7$ Denke daran, vergi nicht, wie du den HERRN, deinen Gott,
in der Wste erzrnt hast! Von dem Tag an, als du aus dem Land
gypten herausgezogen bist, bis ihr an diesen Ort kamt, seid ihr
widerspenstig gegen den HERRN gewesen. $9/8$ Und am Horeb
erzrntet ihr den HERRN, und der HERR ergrimmte ber euch, so
da er euch vernichten wollte. $9/9$ Als ich auf den Berg
gestiegen war, um die steinernen Tafeln zu empfangen, die Tafeln
des Bundes, den der HERR mit euch geschlossen hatte, da blieb
ich vierzig Tage und vierzig Nchte auf dem Berg - Brot a ich
nicht, und Wasser trank ich nicht -, $9/10$ und der HERR gab mir
die beiden steinernen Tafeln, beschrieben mit dem Finger Gottes.
Auf ihnen standen all die Worte, die der HERR auf dem Berg
mitten aus dem Feuer mit euch geredet hatte am Tag der
Versammlung. $9/11$ Und es geschah am Ende der vierzig Tage und
vierzig Nchte, da gab mir der HERR die beiden steinernen
Tafeln, die Tafeln des Bundes. $9/12$ Und der HERR sprach zu
mir: Mache dich auf, steig schnell von hier hinab! Denn dein
Volk, das du aus gypten herausgefhrt hast, hat sich
versndigt. Sie sind schnell von dem Weg abgewichen, den ich
ihnen geboten habe; sie haben sich ein gegossenes Bild gemacht.
$9/13$ Und der HERR sprach zu mir und sagte: Ich habe dieses
Volk gesehen, und siehe, ein halsstarriges Volk ist es. $9/14$
La mich, da ich sie vernichte und ihren Namen unter dem Himmel
auslsche! Dich aber will ich zu einer Nation machen, strker
und grer als sie. $9/15$ Da wandte ich mich und stieg vom Berg
herab, die zwei Tafeln des Bundes in meinen beiden Hnden, der
Berg aber brannte mit Feuer. $9/16$ Und ich sah, und siehe, ihr
hattet gegen den HERRN, euren Gott, gesndigt. Ihr hattet euch
ein gegossenes Kalb gemacht. Ihr wart schnell von dem Weg
abgewichen, den der HERR euch geboten hatte. $9/17$ Da fate ich
die beiden Tafeln und warf sie aus meinen beiden Hnden und
zerbrach sie vor euren Augen.

$9/18$ Und ich warf mich vor dem HERRN nieder wie das erste Mal
vierzig Tage und vierzig Nchte - Brot a ich nicht, und Wasser
trank ich nicht - wegen all eurer Snden, die ihr begangen
hattet, indem ihr tatet, was in den Augen des HERRN bse war,
ihn zu reizen. $9/19$ Denn ich frchtete mich vor dem Zorn und
dem Grimm, mit dem der HERR ber euch erzrnt war, so da er
euch vernichten wollte. Und der HERR erhrte mich auch dieses
Mal. $9/20$ Auch ber Aaron zrnte der HERR sehr, so da er ihn
vernichten wollte. Und ich bat zu jener Zeit auch fr Aaron.
$9/21$ Euer Sndenwerk aber, das ihr gemacht hattet, das Kalb,
nahm ich, verbrannte es mit Feuer und zerstie es, indem ich es
vllig zermalmte, bis es zu feinem Staub wurde. Und ich warf
seinen Staub in den Bach, der vom Berg herabfliet. - $9/22$
Auch bei Tabera und bei Massa und bei Kibrot-Hattaawa erzrntet
ihr den HERRN. - $9/23$ Und als der HERR euch aus Kadesch-Barnea
sandte und sprach: Zieht hinauf und nehmt das Land in Besitz,
das ich euch gegeben habe! - da wart ihr widerspenstig gegen den
Befehl des HERRN, eures Gottes, und ihr glaubtet ihm nicht und
gehorchtet seiner Stimme nicht. $9/24$ Widerspenstige seid ihr
gegen den HERRN gewesen von dem Tag an, da ich euch kenne.

$9/25$ Und ich warf mich vor dem HERRN nieder die vierzig Tage
und die vierzig Nchte, die ich dalag. Denn der HERR hatte
gesagt, da er euch vernichten wollte. $9/26$ Und ich betete zum
HERRN und sprach: Herr, HERR! Vernichte nicht dein Volk und dein
Erbteil, das du durch deine Gre erlst, das du mit starker
Hand aus gypten herausgefhrt hast! $9/27$ Denke an deine
Knechte, Abraham, Isaak und Jakob! Kehre dich nicht an die
Verstocktheit dieses Volkes und an seine Gottlosigkeit und an
seine Snde, $9/28$ damit das Land, aus dem du uns herausgefhrt
hast, nicht sagt: Weil der HERR nicht imstande war, sie in das
Land zu bringen, von dem er zu ihnen geredet hatte, und weil er
sie hate, hat er sie herausgefhrt, um sie in der Wste sterben
zu lassen! $9/29$ Sie sind ja dein Volk und dein Erbteil, das du
herausgefhrt hast mit deiner groen Kraft und mit deinem
ausgestreckten Arm.

Zweite Gesetzestafeln - Aarons Tod - Aussonderung der Leviten -
Moses Frbitte.

\10\

$10/1$ In jener Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwei
steinerne Tafeln aus wie die ersten und steige zu mir auf den
Berg herauf! Und mache dir eine Lade aus Holz! $10/2$ Und ich
werde auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten
Tafeln waren, die du zerbrochen hast. Und du sollst sie in die
Lade legen. $10/3$ Und ich machte eine Lade aus Akazienholz und
hieb zwei steinerne Tafeln aus wie die ersten. Und ich stieg auf
den Berg, die zwei Tafeln in meiner Hand. $10/4$ Und er schrieb
auf die Tafeln, [ebenso] wie die erste Schrift [war], die zehn
Worte, die der HERR auf dem Berg mitten aus dem Feuer zu euch
geredet hatte am Tag der Versammlung. Und der HERR gab sie mir.
$10/5$ Und ich wandte mich und stieg vom Berg herab. Und ich
legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte; und dort
blieben sie, wie der HERR mir geboten hatte.

$10/6$ Und die Shne Israel brachen auf von Beerot-Bene-Jaakan
nach Moser. Dort starb Aaron, und dort wurde er begraben. Und an
seiner Stelle bte sein Sohn, Eleasar, den Priesterdienst aus.
$10/7$ Von dort brachen sie auf nach Gudgoda und von Gudgoda
nach Jotbata, einem Land mit Wasserbchen.

$10/8$ In jener Zeit sonderte der HERR den Stamm Levi dazu aus,
die Lade des Bundes des HERRN zu tragen, vor dem HERRN zu
stehen, um seinen Dienst zu verrichten und in seinem Namen zu
segnen, bis auf diesen Tag. $10/9$ Darum bekam Levi weder Anteil
noch ein Erbe mit seinen Brdern. Der HERR selbst ist sein
Erbteil, so wie der HERR, dein Gott, ihm zugesagt hat.

$10/10$ Ich aber stand auf dem Berg wie die vorigen Tage,
vierzig Tage und vierzig Nchte, und der HERR erhrte mich auch
dieses Mal. Der HERR wollte dich nicht vernichten. $10/11$ Und
der HERR sprach zu mir: Geh hin, stelle dich zum Aufbruch vor
das Volk, damit sie hineinziehen und das Land in Besitz nehmen,
von dem ich ihren Vtern geschworen habe, [es] ihnen zu geben!

Gottes Forderung an Israel und Erinnerung an Taten Gottes.

$10/12$ Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von
dir als nur, den HERRN, deinen Gott, zu frchten, auf allen
seinen Wegen zu gehen und ihn zu lieben und dem HERRN, deinem
Gott, zu dienen mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen
Seele, $10/13$ indem du die Gebote des HERRN und seine
Ordnungen, die ich dir heute gebe, hltst, dir zum Guten?
$10/14$ Siehe, dem HERRN, deinem Gott, [gehren] die Himmel und
die Himmel der Himmel, die Erde und alles, was in ihr ist.
$10/15$ [Doch] nur deinen Vtern hat der HERR sich zugeneigt,
sie zu lieben. Und er hat ihre Nachkommen nach ihnen, [nmlich]
euch, aus allen Vlkern erwhlt, so wie [es] heute [ist].
$10/16$ So beschneidet denn die Vorhaut eures Herzens und
verhrtet euren Nacken nicht mehr! $10/17$ Denn der HERR, euer
Gott, er ist der Gott der Gtter und der Herr der Herren, der
groe, mchtige und furchtbare Gott, der niemanden bevorzugt und
kein Bestechungsgeschenk annimmt, $10/18$ der Recht schafft der
Waise und der Witwe und den Fremden liebt, so da er ihm Brot
und Kleidung gibt. $10/19$ Auch ihr sollt den Fremden lieben;
denn Fremde seid ihr im Land gypten gewesen. $10/20$ Den HERRN,
deinen Gott, sollst du frchten, ihm sollst du dienen und ihm
anhngen, und bei seinem Namen sollst du schwren. $10/21$ Er
ist dein Ruhm, und er ist dein Gott, der jene groen und
furchtgebietenden Taten an dir erwiesen hat, die deine Augen
gesehen haben. $10/22$ Mit siebzig Seelen zogen deine Vter nach
gypten hinab; doch jetzt hat der HERR, dein Gott, dich an Menge
gemacht wie die Sterne des Himmels.

\11\

$11/1$ So sollst du nun den HERRN, deinen Gott, lieben und
sollst alle Tage seine Vorschriften halten und seine Ordnungen,
seine Rechtsbestimmungen und seine Gebote. $11/2$ Und erkennt
heute - denn nicht mit euren Kindern [rede ich], die die Zucht
des HERRN, eures Gottes, nicht erfahren und nicht gesehen haben
- seine Gre, seine starke Hand und seinen ausgestreckten Arm
$11/3$ und seine Zeichen und seine Taten, die er mitten in
gypten getan hat an Pharao, dem Knig von gypten, und an
seinem ganzen Land; $11/4$ und was er getan hat an der
Heeresmacht gyptens, an seinen Pferden und seinen Wagen, ber
die er die Wasser des Schilfmeeres hinfluten lie, als sie euch
nachjagten, und die der HERR [so] umkommen lie bis auf diesen
Tag; $11/5$ und was er euch in der Wste getan hat, bis ihr an
diesen Ort kamt; $11/6$ und was er an Datan und Abiram getan
hat, den Shnen des Eliab, des Sohnes Rubens, wie die Erde ihren
Mund aufri und sie mitten in ganz Israel verschlang samt ihren
Familien und ihren Zelten und allem Bestand, der in ihrem
Gefolge war. - $11/7$ Sondern eure [eigenen] Augen haben das
ganze groe Werk des HERRN gesehen, das er getan hat.

Segen und Fluch.

$11/8$ So haltet das ganze Gebot, das ich dir heute befehle,
damit ihr stark seid und hineinkommt und das Land in Besitz
nehmt, in das ihr hinberzieht, um es in Besitz zu nehmen,
$11/9$ und damit ihr eure Tage verlngert in dem Land, von dem
der HERR euren Vtern geschworen hat, [es] ihnen und ihren
Nachkommen zu geben, ein Land, das von Milch und Honig
berfliet. $11/10$ Denn das Land, in das du kommst, um es in
Besitz zu nehmen, ist nicht wie das Land gypten, von wo ihr
ausgezogen seid, wo du deine Saat stest und mit deinem Fu
wssertest wie einen Gemsegarten, $11/11$ sondern das Land, in
das ihr hinberzieht, um es in Besitz zu nehmen, ist ein Land
mit Bergen und Tlern - vom Regen des Himmels trinkt es Wasser
-, $11/12$ ein Land, auf das der HERR, dein Gott, achthat.
Bestndig sind die Augen des HERRN, deines Gottes, darauf
[gerichtet] vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres.
$11/13$ Und es wird geschehen, wenn ihr genau auf meine Gebote
hrt, die ich euch heute gebiete, den HERRN, euren Gott, zu
lieben und ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer
ganzen Seele, $11/14$ dann gebe ich den Regen eures Landes zu
seiner Zeit, den Frhregen und den Sptregen, damit du dein
Getreide und deinen Most und dein l einsammelst. $11/15$ Und
ich werde fr dein Vieh Kraut auf dem Feld geben, und du wirst
essen und satt werden. $11/16$ Htet euch, da euer Herz sich ja
nicht betren lt und ihr abweicht und andern Gttern dient und
euch vor ihnen niederwerft $11/17$ und der Zorn des HERRN gegen
euch entbrennt und er den Himmel verschliet, da es keinen
Regen gibt und der Erdboden seinen Ertrag nicht bringt und ihr
bald aus dem guten Land weggerafft werdet, das der HERR euch
gibt.

$11/18$ Und ihr sollt diese meine Worte auf euer Herz und auf
eure Seele legen und sie als Zeichen auf eure Hand binden, und
sie sollen als Merkzeichen zwischen euren Augen sein. $11/19$
Und ihr sollt sie eure Kinder lehren, indem ihr davon redet,
wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn
du dich niederlegst und wenn du aufstehst. $11/20$ Und du sollst
sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben,
$11/21$ damit eure Tage und die Tage eurer Kinder zahlreich
werden in dem Land, von dem der HERR euren Vtern geschworen
hat, [es] ihnen zu geben, wie die Tage des Himmels ber der
Erde. $11/22$ Denn wenn ihr dieses ganze Gebot, das ich euch zu
tun gebiete, treu haltet, indem ihr den HERRN, euren Gott,
liebt, auf all seinen Wegen geht und ihm anhngt, $11/23$ dann
wird der HERR alle diese Nationen vor euch vertreiben; und ihr
werdet Nationen vertreiben, grer und strker als ihr. $11/24$
Jeder Ort, auf den eure Fusohle treten wird, wird euch gehren:
von der Wste und dem Libanon und vom Strom, dem Strom Euphrat
an, bis an das westliche Meer wird euer Gebiet sein. $11/25$
Kein Mensch wird vor euch bestehen. Schrecken vor euch und
Furcht vor euch wird der HERR, euer Gott, auf das ganze Land
legen, das ihr betreten werdet, wie er zu euch geredet hat.

$11/26$ Siehe, ich lege euch heute Segen und Fluch vor: $11/27$
den Segen, wenn ihr den Geboten des HERRN, eures Gottes,
gehorcht, die ich euch heute gebiete, $11/28$ und den Fluch,
wenn ihr den Geboten des HERRN, eures Gottes, nicht gehorcht und
von dem Weg, den ich euch heute gebiete, abweicht, um andern
Gttern nachzulaufen, die ihr nicht kennt. $11/29$ Und es soll
geschehen, wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land bringt, in
das du kommst, um es in Besitz zu nehmen, dann sollst du den
Segen auf dem Berg Garizim erteilen und den Fluch auf dem Berg
Ebal. $11/30$ Sind sie nicht jenseits des Jordan, hinter dem Weg
gegen Sonnenuntergang, im Land der Kanaaniter, die in der Ebene
wohnen, Gilgal gegenber, bei den Terebinthen More? $11/31$ Denn
ihr geht ber den Jordan, um hineinzuziehen, das Land in Besitz
zu nehmen, das der HERR, euer Gott, euch gibt; und ihr werdet es
in Besitz nehmen und darin wohnen.

$11/32$ Und so achtet darauf, all die Ordnungen und die
Rechtsbestimmungen zu tun, die ich euch heute vorlege!

