Moses und Israels Lied der Rettung.

\15\

$15/1$ Damals sangen Mose und die Shne Israel dem HERRN dieses
Lied. Sie sagten:

Singen will ich dem HERRN, denn hoch erhaben ist er; Ro und
Reiter warf er ins Meer.

$15/2$ Meine Strke und mein Loblied ist Jah, denn er ist mir
zur Rettung geworden. Er ist mein Gott, und ich will ihn
preisen, der Gott meines Vaters, und ich will ihn erheben.

$15/3$ Der HERR ist ein Kriegsheld, Jahwe sein Name.

$15/4$ Die Wagen des Pharao und seine Streitmacht warf er ins
Meer, die Auslese seiner Wagenkmpfer versank im Schilfmeer.

$15/5$ Die Fluten bedeckten sie, sie fuhren in [die] Tiefen wie
ein Stein.

$15/6$ Deine Rechte, o HERR, ist herrlich in Kraft; deine
Rechte, o HERR, zerschmettert den Feind.

$15/7$ Und in der Flle deiner Hoheit wirfst du nieder, die sich
gegen dich erheben. Du lt los deine Zornesglut: sie verzehrt
sie wie Strohstoppeln.

$15/8$ Beim Schnauben deiner Nase trmten sich die Wasser, die
Strmungen standen wie ein Damm, die Fluten gerannen im Herzen
des Meeres.

$15/9$ Es sprach der Feind: Ich jage nach, ich hole ein,
verteile Beute; es sttige sich an ihnen meine Gier, ich zcke
mein Schwert, meine Hand tilgt sie aus.

$15/10$ Du bliesest mit deinem Atem - das Meer bedeckte sie; sie
versanken wie Blei in gewaltigen Wassern.

$15/11$ Wer ist dir gleich unter den Gttern, o HERR! Wer ist
dir gleich, [so] herrlich in Heiligkeit, furchtbar an
Ruhmestaten, Wunder tuend!

$15/12$ Du strecktest aus deine Rechte - die Erde verschlang
sie.

$15/13$ In deiner Gnade hast du geleitet das Volk, das du
erlst, hast es durch deine Strke gefhrt zu deiner heiligen
Wohnung.

$15/14$ Es hrten's die Vlker, sie bebten; Angst ergriff
Philistas Bewohner.

$15/15$ Da wurden bestrzt die Frsten Edoms; die Gewaltigen
Moabs, Zittern ergriff sie; es verzagten alle Bewohner Kanaans.

$15/16$ Es berfiel sie Schrecken und Furcht; vor der Gre
deines Arms wurden sie stumm wie ein Stein, whrend hindurchzog
dein Volk, o HERR, whrend hindurchzog das Volk, das du
erworben.

$15/17$ Du wirst sie bringen und pflanzen auf den Berg deines
Erbteils, die Sttte, die du, o HERR, zu deiner Wohnung gemacht
hast, das Heiligtum, Herr, das deine Hnde bereitet haben.

$15/18$ Der HERR ist Knig auf immer und ewig!

$15/19$ Denn als die Pferde des Pharao mit seinen Wagen und mit
seinen Reitern ins Meer gezogen waren, hat der HERR die Wasser
des Meeres ber sie zurckkehren lassen; aber die Shne Israel
sind auf trockenem Land mitten durchs Meer gegangen.

$15/20$ Und die Prophetin Mirjam, Aarons Schwester, nahm das
Tamburin in ihre Hand, und alle Frauen zogen aus, hinter ihr
her, mit Tamburinen und in Reigentnzen. $15/1$ Und Mirjam sang
ihnen zu:

$15/21$ Singt dem HERRN, denn hoch erhaben ist er; Ro und
seinen Wagen warf er ins Meer!

Israel in Mara und Elim.

$15/22$ Und Mose lie Israel vom Schilfmeer aufbrechen, und sie
zogen hinaus in die Wste Schur und wanderten drei Tage in der
Wste und fanden kein Wasser. $15/23$ Da kamen sie nach Mara,
aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war
bitter. Darum gab man [dem Ort] den Namen Mara. $15/24$ Und das
Volk murrte gegen Mose: Was sollen wir trinken? $15/25$ Da
schrie er zum HERRN, und der HERR zeigte ihm ein Stck Holz; das
warf er ins Wasser, und das Wasser wurde s. Dort legte er
Ordnung und Recht fr es fest, und dort prfte er es, $15/26$
und er sprach: Wenn du willig auf die Stimme des HERRN, deines
Gottes, hrst und tust, was in seinen Augen recht ist, seinen
Geboten gehorchst und all seine Ordnungen hltst, dann werde ich
dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den gyptern
auferlegt habe; denn ich bin der HERR, der dich heilt.

$27$ Dann kamen sie nach Elim, und dort waren zwlf
Wasserquellen und siebzig Palmbume; und sie lagerten sich dort
am Wasser.

Wachteln und Manna.

\16\

$16/1$ Und sie brachen von Elim auf, und die ganze Gemeinde der
Shne Israel kam in die Wste Sin, die zwischen Elim und Sinai
[liegt], am fnfzehnten Tag des zweiten Monats nach ihrem Auszug
aus dem Land gypten. $16/2$ Da murrte die ganze Gemeinde der
Shne Israel gegen Mose und Aaron in der Wste. $16/3$ Und die
Shne Israel sagten zu ihnen: Wren wir doch durch die Hand des
HERRN im Land gypten gestorben, als wir bei den Fleischtpfen
saen, als wir Brot aen bis zur Sttigung! Denn ihr habt uns in
diese Wste herausgefhrt, um diese ganze Versammlung an Hunger
sterben zu lassen. $16/4$ Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich
will euch Brot vom Himmel regnen lassen. Dann soll das Volk
hinausgehen und den Tagesbedarf tglich sammeln, damit ich es
prfe, ob es nach meinem Gesetz leben will oder nicht. $16/5$ Am
sechsten Tag aber, wenn sie zubereiten, was sie einbringen, wird
es geschehen, da es das Doppelte von dem sein wird, was sie
tagtglich sammeln. $16/6$ Und Mose und Aaron sagten zu allen
Shnen Israel: Am Abend werdet ihr erkennen, da euch der HERR
aus dem Land gypten herausgefhrt hat, $16/7$ und am Morgen
werdet ihr die Herrlichkeit des HERRN sehen, der euer Murren
gegen den HERRN gehrt hat. Denn was sind wir, da ihr gegen uns
murrt? $16/8$ Und Mose sagte: Dadurch [werdet ihr es erkennen],
da euch der HERR am Abend Fleisch zu essen geben wird und am
Morgen Brot bis zur Sttigung, weil der HERR euer Murren gehrt
hat, mit dem ihr gegen ihn murrt. Denn was sind wir? Nicht gegen
uns [richtet sich] euer Murren, sondern gegen den HERRN. $16/9$
Und Mose sagte zu Aaron: Befiehl der ganzen Gemeinde der Shne
Israel: Tretet vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehrt!
$16/10$ Da geschah es, als Aaron zur ganzen Gemeinde der Shne
Israel redete und sie sich zur Wste hinwandten, siehe, da
erschien die Herrlichkeit des HERRN in der Wolke. $16/11$ Und
der HERR redete zu Mose und sprach: $16/12$ Ich habe das Murren
der Shne Israel gehrt. Rede zu ihnen und sprich: Zwischen den
zwei Abenden werdet ihr Fleisch essen, und am Morgen werdet ihr
von Brot satt werden! So werdet ihr erkennen, da ich der HERR,
euer Gott bin.

$16/13$ Und es geschah am Abend, da kamen Wachteln herauf und
bedeckten das Lager. Und am Morgen war eine Schicht von Tau
rings um das Lager. $16/14$ Und als die Tauschicht aufgestiegen
war, siehe, [da lag] auf der Flche der Wste etwas Feines,
Krniges, fein, wie der Reif auf der Erde. $16/15$ Das sahen die
Shne Israel, und sie sagten einer zum andern: Was ist das? Denn
sie wuten nicht, was es war. Mose aber sagte zu ihnen: Dies ist
das Brot, das euch der HERR zur Nahrung gegeben hat. $16/16$
Dies ist das Wort, das der HERR geboten hat: Sammelt davon,
jeder nach dem Ma seines Essens! Einen Gomer je Kopf sollt ihr
nehmen, nach der Zahl eurer Seelen, jeder fr die, die in seinem
Zelt sind! $16/17$ Und die Shne Israel machten es so und
sammelten, der [eine] viel, der [andere] wenig. $16/18$ Als sie
aber mit dem Gomer maen, da hatte der, der viel gesammelt
hatte, keinen berschu, und wer wenig gesammelt hatte, der
hatte keinen Mangel. Jeder hatte gesammelt nach dem Ma seines
Essens. $16/19$ Und Mose sagte zu ihnen: Niemand lasse [etwas]
davon brig bis zum Morgen! $16/20$ Aber sie hrten nicht auf
Mose, sondern einige lieen [etwas] davon bis zum Morgen brig;
da verfaulte es [durch] Wrmer und stank. Da wurde Mose zornig
ber sie. $16/21$ Und sie sammelten es Morgen fr Morgen, jeder
nach dem Ma seines Essens. Wenn aber die Sonne hei wurde, dann
zerschmolz es. $16/22$ Und es geschah am sechsten Tag, da
sammelten sie das Doppelte an Brot, zwei Gomer fr jeden
einzelnen. Da kamen alle Frsten der Gemeinde und berichteten es
Mose.

V. 23-30: Kap. 20,8-11.

$16/23$ Er sagte nun zu ihnen: Dies ist es, was der HERR geredet
hat: Morgen ist eine Sabbatfeier, ein heiliger Sabbat fr den
HERRN. Was ihr backen wollt, backt, und was ihr kochen wollt,
kocht! Alles aber, was brigbleibt, legt fr euch zurck zur
Aufbewahrung bis zum [nchsten] Morgen! $16/24$ Da legten sie es
zurck bis zum [nchsten] Morgen, wie Mose geboten hatte, und es
wurde nicht stinkend, und es kam kein Wurm hinein. $16/25$ Mose
sagte: Et es heute, denn heute ist ein Sabbat fr den HERRN!
Heute werdet ihr auf dem Feld nichts finden. $16/26$ Sechs Tage
sollt ihr es sammeln, aber am siebten Tag ist Sabbat, da gibt es
nichts. $16/27$ Aber am siebten Tag geschah es, da [dennoch]
einige vom Volk hinausgingen, um zu sammeln, doch sie fanden
nichts. $16/28$ Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange habt ihr
euch [nun schon] geweigert, meine Gebote und Gesetze zu halten!
$16/29$ Seht, weil euch der HERR den Sabbat gegeben hat, darum
gibt er euch am sechsten Tag Brot fr zwei Tage. So bleibe [nun]
jeder von euch daheim, niemand verlasse am siebten Tag seinen
[Lager]platz! $16/30$ So ruhte denn das Volk am siebten Tag.

$16/31$ Und das Haus Israel gab ihm den Namen Man, und es war
wei wie Koriandersamen und sein Geschmack wie Kuchen mit Honig.
$16/32$ Mose nun sagte: Das ist es, was der HERR geboten hat:
Ein Gomer voll davon sei zur Aufbewahrung fr eure [knftigen]
Generationen, damit sie das Brot sehen, das ich euch in der
Wste zu essen gegeben habe, als ich euch aus dem Land gypten
herausgefhrt hatte. $16/33$ Und Mose sagte zu Aaron: Nimm einen
Behlter und tu Man hinein, einen Gomer voll, und stelle ihn hin
vor den HERRN zur Aufbewahrung fr eure [knftigen]
Generationen! $16/34$ Wie der HERR dem Mose geboten hatte, so
stellte ihn Aaron vor das Zeugnis zur Aufbewahrung. - $16/35$
Und die Shne Israel aen das Man vierzig Jahre, bis sie in
bewohntes Land kamen; sie aen das Man, bis sie an die Grenze
des Landes Kanaan kamen. $16/36$ Der Gomer aber ist ein Zehntel
vom Efa.

Wasser aus dem Felsen.

\17\

$17/1$ Und die ganze Gemeinde der Shne Israel brach nach ihrer
Aufbruchsordnung aus der Wste Sin auf nach dem Befehl des
HERRN, und sie lagerten sich in Refidim. Aber da war kein Wasser
zum Trinken fr das Volk. $17/2$ Da geriet das Volk mit Mose in
Streit, und sie sagten: Gib uns Wasser, damit wir [zu] trinken
[haben]! Mose aber erwiderte ihnen: Was streitet ihr mit mir?
Was prft ihr den HERRN? $17/3$ Als nun das Volk dort nach
Wasser drstete, murrte das Volk gegen Mose und sagte: Wozu hast
du uns berhaupt aus gypten heraufgefhrt? Um mich und meine
Kinder und mein Vieh vor Durst sterben zu lassen? $17/4$ Da
schrie Mose zum HERRN und sagte: Was soll ich mit diesem Volk
tun? Noch ein wenig, so steinigen sie mich. $17/5$ Und der HERR
antwortete Mose: Geh dem Volk voran und nimm einige von den
ltesten Israels mit dir. Auch deinen Stab, mit dem du [auf] den
Nil geschlagen hast, nimm in deine Hand und geh hin! $17/7$
Siehe, ich will dort vor dich auf den Felsen am Horeb treten.
Dann sollst du auf den Felsen schlagen, und es wird Wasser aus
ihm hervorstrmen, so da das Volk [zu] trinken [hat]. Und Mose
machte es so vor den Augen der ltesten Israels. $17/7$ Und er
gab dem Ort den Namen Massa und Meriba wegen des Streitens der
Shne Israel, und weil sie den HERRN geprft hatten, indem sie
sagten: Ist der HERR in unserer Mitte oder nicht?

Kampf gegen Amalek.

$17/8$ Danach kam Amalek und kmpfte in Refidim gegen Israel.
$17/9$ Und Mose sagte zu Josua: Whle uns Mnner aus und zieh
aus, kmpfe gegen Amalek! Morgen will ich mich auf den Gipfel
des Hgels stellen mit dem Stab Gottes in meiner Hand. $17/10$
Da tat Josua, wie Mose ihm gesagt hatte, um gegen Amalek zu
kmpfen. Und Mose, Aaron und Hur stiegen auf den Gipfel des
Hgels. $17/11$ Und es geschah, wenn Mose seine Hand erhob, dann
hatte Israel die Oberhand, wenn er aber seine Hand sinken lie,
dann hatte Amalek die Oberhand. $17/12$ Da jedoch Moses Hnde
schwer wurden, nahmen sie einen Stein und legten den unter ihn,
und er setzte sich darauf. Dann sttzten Aaron und Hur seine
Hnde, der eine auf dieser, der andere auf jener [Seite]. So
blieben seine Hnde fest, bis die Sonne unterging. $17/13$ Und
Josua besiegte Amalek und sein [Kriegs]volk mit der Schrfe des
Schwertes. $17/14$ Danach sprach der HERR zu Mose: Schreib dies
zum Gedchtnis in ein Buch und lege in die Ohren Josuas, da ich
die Erinnerung an Amalek vollstndig unter dem Himmel auslschen
werde! $17/15$ Und Mose baute einen Altar und gab ihm den Namen:
`Der HERR ist mein Feldzeichen_, $17/16$ indem er sagte:
Frwahr, die Hand ist am Thron Jahs: Krieg hat der HERR mit
Amalek von Generation zu Generation!

Jitros Besuch bei Mose.

\18\

$18/1$ Jitro aber, der Priester von Midian, der Schwiegervater
des Mose, hatte alles gehrt, was Gott an Mose und an seinem
Volk Israel getan hatte, da der HERR Israel aus gypten
herausgefhrt hatte. $18/2$ Da nahm Jitro, der Schwiegervater
des Mose, Zippora, die Frau des Mose [mit sich], nachdem dieser
sie zurckgeschickt hatte, $18/3$ mit ihren beiden Shnen. Der
eine von ihnen hie Gerschom, weil er gesagt hatte: Ein Fremder
bin ich geworden im fremden Land. $18/4$ Der andere aber hie
Elieser, denn [er hatte gesagt]: Der Gott meines Vaters ist
meine Hilfe gewesen und hat mich vom Schwert des Pharao
errettet. $18/5$ So kam Jitro, der Schwiegervater des Mose, mit
dessen Shnen und dessen Frau zu Mose in die Wste, wo er am
Berg Gottes lagerte. $18/6$ Und er lie dem Mose sagen: Ich,
dein Schwiegervater Jitro, komme zu dir, und deine Frau und ihre
beiden Shne mit ihr. $18/7$ Da ging Mose hinaus, seinem
Schwiegervater entgegen, verneigte sich und kte ihn, und sie
fragten einer den andern nach ihrem Wohlergehen und gingen ins
Zelt. $18/8$ Und Mose erzhlte seinem Schwiegervater alles, was
der HERR am Pharao und an den gyptern um Israels willen getan
hatte, all die Mhsal, die ihnen auf dem Weg begegnet war, und
da der HERR sie errettet hatte. $18/9$ Da freute sich Jitro
ber all das Gute, das der HERR an Israel getan hatte, da er es
aus der Hand der gypter errettet hatte. $18/10$ Und Jitro
sagte: Gepriesen sei der HERR, der euch errettet hat aus der
Hand der gypter und aus der Hand des Pharao, der das Volk
errettet hat unter der Hand der gypter hinweg! $18/11$ Nun habe
ich erkannt, da der HERR grer ist als alle Gtter; denn worin
sie vermessen handelten, [das kam] ber sie. $18/12$ Darauf nahm
Jitro, der Schwiegervater des Mose, ein Brandopfer und
Schlachtopfer fr Gott. Und Aaron und alle ltesten Israels
kamen, um mit Moses Schwiegervater vor Gott ein Mahl zu halten.

Einsetzung von Richtern.

$18/13$ Und es geschah am Tag darauf, da setzte Mose sich
nieder, um dem Volk Recht zu sprechen. Und das Volk stand bei
Mose vom Morgen bis zum Abend. $18/14$ Als aber der
Schwiegervater des Mose alles sah, was er mit dem Volk tat,
sagte er: Was ist das, das du mit dem Volk tust? Warum sitzt du
allein da, whrend alles Volk vom Morgen bis zum Abend bei dir
steht? $18/15$ Mose antwortete seinem Schwiegervater: Weil das
Volk zu mir kommt, um Gott zu befragen. $18/16$ Wenn sie eine
[Rechts]sache haben, dann kommt es zu mir, und ich richte
zwischen dem einen und dem andern und gebe [ihnen] die Ordnungen
Gottes und seine Weisungen bekannt. $18/17$ Da sagte Moses
Schwiegervater zu ihm: Die Sache ist nicht gut, die du tust.
$18/18$ Du reibst dich auf, sowohl du als auch dieses Volk, das
bei dir ist. Die Aufgabe ist zu schwer fr dich, du kannst sie
nicht allein bewltigen. $18/19$ Hre nun auf meine Stimme, ich
will dir raten, und Gott wird mit dir sein: Vertritt du das Volk
vor Gott, und bringe du die Sachen vor Gott. $18/20$ Belehre sie
ber die Ordnungen und Weisungen und zeige ihnen den Weg, den
sie gehen, und das Werk, das sie tun sollen. $18/21$ Du aber
suche [dir] aus dem ganzen Volk tchtige, gottesfrchtige Mnner
aus, zuverlssige Mnner, die ungerechten Gewinn hassen, und
setze sie ber sie: Oberste von Tausend, Oberste von Hundert,
Oberste von Fnfzig und Oberste von Zehn, $18/22$ damit sie dem
Volk jederzeit Recht sprechen! Und es soll geschehen, da sie
jede groe Sache vor dich bringen, jede kleine Sache aber selbst
richten. [Auf diese Weise] entlaste dich, und sie mgen [es] mit
dir tragen! $18/23$ Wenn du dies tust und Gott es dir gebietet,
dann wirst du bestehen knnen, und auch dieses ganze Volk wird
in Frieden an seinen Ort kommen. $18/24$ Und Mose hrte auf die
Stimme seines Schwiegervaters und tat alles, was er gesagt
hatte. $18/25$ So whlte Mose denn aus ganz Israel tchtige
Mnner aus und machte sie zu Oberhuptern ber das Volk: Oberste
von Tausend, Oberste von Hundert, Oberste von Fnfzig und
Oberste von Zehn. $18/26$ Diese sprachen dem Volk jederzeit
Recht: [jede] schwierige Sache brachten sie vor Mose, jede
kleine Sache aber richteten sie selbst. $18/27$ Darauf lie Mose
seinen Schwiegervater ziehen, und [dieser] ging [wieder] in sein
Land.

Israel am Sinai - Vorbereitung auf die Gesetzgebung.

\19\

$19/1$ Im dritten Monat nach dem Auszug der Shne Israel aus dem
Land gypten, an eben diesem Tag kamen sie in die Wste Sinai.
$19/2$ Sie brachen auf von Refidim und kamen in die Wste Sinai
und lagerten sich in der Wste; und Israel lagerte sich dort dem
Berg gegenber. $19/3$ Mose aber stieg hinauf zu Gott. Und der
HERR rief ihm vom Berg aus zu: So sollst du zum Haus Jakob sagen
und den Shnen Israel mitteilen: $19/4$ Ihr habt gesehen, was
ich den gyptern angetan und [wie] ich euch auf Adlerflgeln
getragen und euch zu mir gebracht habe. $19/5$ Und nun, wenn ihr
willig auf meine Stimme hren und meinen Bund halten werdet,
dann sollt ihr aus allen Vlkern mein Eigentum sein; denn mir
gehrt die ganze Erde. $19/6$ Und ihr sollt mir ein Knigreich
von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte,
die du zu den Shnen Israel reden sollst.

$19/7$ Darauf ging Mose hin, rief die ltesten des Volkes
[zusammen] und legte ihnen all diese Worte vor, die ihm der HERR
geboten hatte. $19/8$ Da antwortete das ganze Volk gemeinsam und
sagte: Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun! Und Mose
brachte dem HERRN die Worte des Volkes zurck. $19/9$ Da sprach
der HERR zu Mose: Siehe, ich werde im Dunkel des Gewlks zu dir
kommen, damit es das Volk hrt, wenn ich mit dir rede, und auch
dir ewig glaubt. Und Mose teilte dem HERRN die Worte des Volkes
mit. $19/10$ Und der HERR sprach zu Mose: Geh zum Volk und
heilige sie heute und morgen! Und sie sollen ihre Kleider
waschen, $19/11$ damit sie fr den dritten Tag bereit sind; denn
am dritten Tag wird der HERR vor den Augen des ganzen Volkes auf
den Berg Sinai herabsteigen. $19/12$ Darum zieh eine Grenze
rings um das Volk und sage: Htet euch, auf den Berg zu steigen
oder [auch nur] sein Ende zu berhren! Jeder, der den Berg
berhrt, mu gettet werden. $19/13$ Keine Hand darf ihn
berhren, denn [sonst] mu er gesteinigt oder erschossen werden;
ob Tier oder Mensch, er darf nicht am Leben bleiben. [Erst] wenn
das Widderhorn anhaltend ertnt, sollen sie zum Berg
hinaufsteigen. $19/14$ Darauf stieg Mose vom Berg zu dem Volk
hinab; und er heiligte das Volk, und sie wuschen ihre Kleider.
$19/15$ Dann sagte er zum Volk: Haltet euch fr den dritten Tag
bereit! Nhert euch keiner Frau!

$19/16$ Und es geschah am dritten Tag, als es Morgen wurde, da
brachen Donner und Blitze los, und eine schwere Wolke [lagerte]
auf dem Berg, und ein sehr starker Hrnerschall [ertnte], so
da das ganze Volk, das im Lager war, bebte. $19/17$ Mose aber
fhrte das Volk aus dem Lager hinaus, Gott entgegen, und sie
stellten sich am Fu des Berges auf. $19/18$ Und der ganze Berg
Sinai rauchte, weil der HERR im Feuer auf ihn herabkam. Und sein
Rauch stieg auf wie der Rauch eines Schmelzofens, und der ganze
Berg erbebte heftig. $19/19$ Und der Hrnerschall wurde immer
strker. Mose redete, und Gott antwortete ihm mit einer [lauten]
Stimme. $19/20$ Und der HERR stieg auf den Berg Sinai herab, auf
den Gipfel des Berges, und der HERR rief Mose auf den Gipfel des
Berges, und Mose stieg hinauf. $19/21$ Und der HERR sprach zu
Mose: Steig hinab, warne das Volk, da sie nicht zum HERRN
durchbrechen, um zu schauen; sonst mten viele von ihnen
fallen. $19/22$ Ja, auch die Priester, die zum HERRN
herantreten, sollen sich heiligen, damit der HERR nicht in sie
einbricht. $19/23$ Mose aber sagte zum HERRN: Das Volk wird den
Berg Sinai nicht ersteigen knnen, denn du hast uns ja gewarnt
und gesagt: Zieh eine Grenze um den Berg und erklre ihn fr
heilig! $19/24$ Da sprach der HERR zu ihm: Geh, steig hinab, und
komm [dann wieder] herauf, du und Aaron mit dir! Aber die
Priester und das Volk sollen nicht durchbrechen, um zum HERRN
hinaufzusteigen, damit er nicht in sie einbricht. $19/25$ Da
stieg Mose zum Volk hinab und sagte es ihnen.

Die zehn Gebote.

V. 1-17: 5Mo 5,4-21

\20\

$20/1$ Und Gott redete alle diese Worte und sprach: $20/2$ Ich
bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land gypten, aus
dem Sklavenhaus herausgefhrt habe. $20/3$ Du sollst keine
andern Gtter haben neben mir. - $20/4$ Du sollst dir kein
Gtterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im
Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter
der Erde ist. $20/5$ Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen
und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein
eiferschtiger Gott, der die Schuld der Vter heimsucht an den
Kindern, an der dritten und vierten [Generation] von denen, die
mich hassen, $20/6$ der aber Gnade erweist an Tausenden [von
Generationen] von denen, die mich lieben und meine Gebote
halten. - $20/7$ Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes,
nicht zu Nichtigem aussprechen, denn der HERR wird den nicht
ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht.

V. 8-11: Kap. 16,23-30; 31,12-17; 35,1-3; 3Mo 23,3; Jer
17,21.22; Hes 20,20.

$20/8$ Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. $20/9$
Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, $20/10$
aber der siebte Tag ist Sabbat fr den HERRN, deinen Gott. Du
sollst [an ihm] keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine
Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde
bei dir, der innerhalb deiner Tore [wohnt]. $20/11$ Denn in
sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das
Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag;
darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.

V. 12-17: Mt 19,18.19; Rm 13,9.

$20/12$ Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage
lange whren in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt. -
$20/13$ Du sollst nicht tten. - $20/14$ Du sollst nicht
ehebrechen. - $20/15$ Du sollst nicht stehlen. - $20/16$ Du
sollst gegen deinen Nchsten nicht als falscher Zeuge aussagen.
- $20/17$ Du sollst nicht das Haus deines Nchsten begehren. Du
sollst nicht begehren die Frau deines Nchsten, noch seinen
Knecht, noch seine Magd, weder sein Rind noch seinen Esel, noch
irgend etwas, was deinem Nchsten [gehrt].

$20/18$ Und das ganze Volk nahm den Donner wahr, die Flammen,
den Hrnerschall und den rauchenden Berg. Als nun das Volk [das]
wahrnahm, zitterten sie, blieben von ferne stehen $20/19$ und
sagten zu Mose: Rede du mit uns, dann wollen wir hren! Aber
Gott soll nicht mit uns reden, damit wir nicht sterben. $20/20$
Da sagte Mose zum Volk: Frchtet euch nicht! Denn [nur] um euch
zu prfen, ist Gott gekommen, und damit die Furcht vor ihm euch
vor Augen sei, damit ihr nicht sndigt. $20/21$ So blieb denn
das Volk von ferne stehen. Mose aber nherte sich dem Dunkel, wo
Gott war.

Vorschrift fr den Altar.

$20/22$ Da sprach der HERR zu Mose: So sollst du zu den Shnen
Israel sprechen: Ihr habt selbst gesehen, da ich vom Himmel her
mit euch geredet habe. $20/23$ Ihr sollt neben mir keine Gtter
aus Silber machen, auch Gtter aus Gold sollt ihr euch nicht
machen. $20/24$ Einen Altar aus Erde sollst du mir machen und
darauf deine Brandopfer und Heilsopfer, deine Schafe und deine
Rinder darbringen. An jedem Ort, wo ich meines Namens werde
gedenken lassen, werde ich zu dir kommen und dich segnen.
$20/25$ Wenn du mir aber einen Altar aus Steinen machst, dann
darfst du sie nicht als behauene [Steine] aufbauen, denn du
httest deinen Meiel darber geschwungen und ihn entweiht.
$20/26$ Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar
hinaufsteigen, damit nicht deine Ble an ihm aufgedeckt wird.

Verordnungen zum Schutz der Sklaven.

5Mo 15,12-18.

\21\

$21/1$ Und dies sind die Rechtsbestimmungen, die du ihnen
vorlegen sollst:

$21/2$ Wenn du einen hebrischen Sklaven kaufst, soll er sechs
Jahre dienen, im siebten aber soll er umsonst frei ausziehen.
$21/3$ Falls er allein gekommen ist, soll er [auch] allein
ausziehen. Falls er Ehemann einer Frau war, soll seine Frau mit
ihm ausziehen. $21/4$ Falls ihm sein Herr eine Frau gegeben und
sie ihm Shne oder Tchter geboren hat, sollen die Frau und ihre
Kinder ihrem Herrn gehren, und er soll allein ausziehen. $21/5$
Falls aber der Sklave sagt: Ich liebe meinen Herrn, meine Frau
und meine Kinder, ich will nicht als Freier ausziehen!, $21/6$
so soll ihn sein Herr vor Gott bringen und ihn an die Tr oder
an den Trpfosten stellen, und sein Herr soll ihm das Ohr mit
einem Pfriem durchbohren; dann soll er ihm fr ewig dienen.

$21/7$ Wenn jedoch jemand seine Tochter als Sklavin verkauft,
soll sie nicht ausziehen, wie die Sklaven ausziehen. $21/8$
Falls sie ihrem Herrn mifllt, der sie fr sich vorgesehen
hatte, lasse er sie loskaufen: er soll nicht Macht haben, sie an
einen Auslnder zu verkaufen, indem er sie treulos entlt.
$21/9$ Und falls er sie seinem Sohn bestimmt, soll er nach dem
Tchterrecht an ihr handeln. $21/101$ Falls er sich [noch] eine
andere nimmt, soll er ihre Nahrung, ihre Kleidung und den
ehelichen Verkehr mit ihr nicht verkrzen. $21/11$ Falls er aber
diese drei Dinge nicht an ihr tut, soll sie umsonst ausziehen,
ohne Geld.

Verordnungen zum Schutz von Leib und Leben.

$21/12$ Wer einen Menschen [so] schlgt, da er stirbt, mu
gettet werden. $21/13$ Hat er ihm aber nicht nachgestellt,
sondern Gott hat es seiner Hand widerfahren lassen, dann werde
ich dir einen Ort bestimmen, wohin er fliehen soll. $21/14$ Doch
wenn jemand an seinem Nchsten vermessen handelt, indem er ihn
hinterlistig umbringt - von meinem Altar sollst du ihn
wegnehmen, damit er stirbt. $21/15$ Wer seinen Vater oder seine
Mutter schlgt, mu gettet werden.

$21/16$ Wer einen Menschen raubt, sei es, da er ihn verkauft,
sei es, da er in seiner Gewalt gefunden wird, [der] mu gettet
werden.

$21/17$ Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, mu gettet
werden.

$21/18$ Wenn Mnner [miteinander] streiten und einer den andern
mit einem Stein oder mit einer Hacke schlgt, so da er [zwar]
nicht stirbt, aber bettlgerig wird: $21/19$ falls er aufsteht
und drauen an seinem Stab umhergeht, soll der Schlger
straffrei bleiben. Nur mu er ihn fr [die Zeit] seines
Daheimsitzens entschdigen und fr seine vllige Heilung sorgen.

$21/20$ Wenn jemand seinen Sklaven oder seine Sklavin mit dem
Stock schlgt, so da er ihm unter der Hand stirbt, mu er
gercht werden. $21/21$ Nur falls er einen Tag oder zwei Tage
[am Leben] bleibt, soll er nicht gercht werden, denn er ist
sein Geld.

$21/22$ Wenn Mnner sich raufen und [dabei] eine schwangere Frau
stoen, so da ihr die Leibesfrucht abgeht, aber kein [weiterer]
Schaden entsteht, so mu dem Schuldigen eine Geldbue auferlegt
werden, je nachdem, [wieviel] ihm der Eheherr der Frau
auferlegt, und er soll nach dem Ermessen von Schiedsrichtern
geben. $21/23$ Falls aber ein [weiterer] Schaden entsteht, so
sollst du geben Leben um Leben, $21/24$ Auge um Auge, Zahn um
Zahn, Hand um Hand, Fu um Fu, $21/25$ Brandmal um Brandmal,
Wunde um Wunde, Strieme um Strieme.

$21/26$ Wenn jemand in das Auge seines Sklaven oder in das Auge
seiner Sklavin schlgt und es zerstrt, soll er ihn [zur
Entschdigung] fr sein Auge als Freien entlassen. $21/27$ Auch
falls er den Zahn seines Sklaven oder den Zahn seiner Sklavin
ausschlgt, soll er ihn [zur Entschdigung] fr seinen Zahn als
Freien entlassen.

$21/28$ Wenn ein Rind einen Mann oder eine Frau stt, so da
sie sterben, dann mu das Rind gesteinigt werden, und sein
Fleisch darf nicht gegessen werden; aber der Besitzer des Rindes
soll straffrei bleiben. $21/29$ Falls jedoch das Rind schon
vorher stig war, und sein Besitzer ist gewarnt worden, hat es
aber nicht verwahrt: falls es [dann] einen Mann oder eine Frau
ttet, soll das Rind gesteinigt und auch sein Besitzer gettet
werden. $21/30$ Falls ihm aber ein Shngeld auferlegt wird, so
soll er als Lsegeld fr sein Leben alles geben, was ihm
auferlegt wird. $21/31$ [Auch] falls es einen Sohn oder eine
Tochter stt, soll mit ihm nach dieser Rechtsordnung verfahren
werden. $21/32$ Falls das Rind einen Sklaven oder eine Sklavin
stt, soll sein Besitzer ihrem Herrn dreiig Schekel Silber
geben, das Rind aber soll gesteinigt werden.

Verordnungen ber Ersatzleistungen nach Schdigung anderer.

$21/33$ Wenn jemand eine Zisterne ffnet oder wenn jemand eine
Zisterne grbt und sie nicht zudeckt, und es fllt ein Rind oder
ein Esel hinein, $21/34$ dann soll es der Besitzer der Zisterne
erstatten: Geld soll er seinem Besitzer zahlen, aber das tote
[Tier] soll ihm gehren.

$21/35$ Wenn jemandes Rind das Rind seines Nchsten stt, so
da es stirbt, dann sollen sie das lebende Rind verkaufen und
den Erls teilen, und auch das tote sollen sie teilen. $21/36$
War es aber bekannt, da das Rind [schon] vorher stig war, und
sein Besitzer hat es nicht verwahrt, so mu er ein Rind fr das
[andere] Rind erstatten, das tote aber soll ihm gehren.

$21/37$ Wenn jemand ein Rind oder ein Schaf stiehlt und es
schlachtet oder verkauft, soll er fnf Rinder erstatten fr das
[eine] Rind und vier Schafe fr das [eine] Schaf.

\22\

$22/1$ - Falls der Dieb beim Einbruch ertappt und geschlagen
wird, so da er stirbt, so ist es ihm keine Blutschuld. $22/2$
Falls aber die Sonne ber ihm aufgegangen ist, ist es ihm
Blutschuld. Er mu zurckerstatten. Falls er nichts hat, soll er
fr den [Wert des] von ihm Gestohlenen verkauft werden. $22/3$
Falls das Gestohlene lebend in seiner Hand gefunden wird, es sei
ein Rind oder ein Esel oder ein Schaf, so soll er das Doppelte
erstatten.

$22/4$ Wenn jemand ein Feld oder einen Weinberg abweiden lt
und seinem Vieh [dabei] freien Lauf lt, so da es auf dem Feld
eines anderen weidet, dann soll er vom Besten seines Feldes und
vom Besten seines Weinbergs erstatten.

$22/5$ Wenn Feuer ausbricht und Dorngestrpp erreicht, so da
ein Garbenhaufen oder das stehende Getreide oder das Feld
verzehrt wird, so mu der zurckerstatten, der den Brand
angezndet hat.

V. 6-14: 3Mo 5,20-24.

$22/6$ Wenn jemand seinem Nchsten Geld oder Gegenstnde in
Verwahrung gibt und es wird aus dem Haus dieses Mannes gestohlen
- falls der Dieb gefunden wird, soll er das Doppelte erstatten.
$22/7$ Falls jedoch der Dieb nicht gefunden wird, so soll der
Besitzer des Hauses vor Gott treten, [damit man erfhrt], ob er
nicht seine Hand nach der Habe seines Nchsten ausgestreckt hat.
$22/8$ Bei jedem Fall von Veruntreuung an Rind, Esel, Schaf oder
Kleidung, bei allem Verlorenen, von dem er sagt: Das ist es!,
soll die Sache der beiden vor Gott kommen. Wen Gott schuldig
erklrt, der soll seinem Nchsten das Doppelte erstatten. $22/9$
Wenn jemand seinem Nchsten einen Esel oder ein Rind oder ein
Schaf oder irgend ein Tier in Verwahrung gibt und es stirbt oder
bricht sich [einen Knochen] oder wird weggefhrt [und] niemand
sieht es, $22/10$ dann soll ein Schwur beim HERRN zwischen ihnen
beiden sein, ob er nicht seine Hand nach der Habe seines
Nchsten ausgestreckt hat. Dann soll sein Besitzer es annehmen,
und jener braucht nichts zu erstatten. $22/11$ Falls es ihm
jedoch wirklich gestohlen worden ist, soll er es seinem Besitzer
erstatten. $22/12$ Falls es [aber] zerrissen worden ist, soll er
es als Beweis herbeibringen; er braucht das Zerrissene nicht zu
erstatten. $22/13$ Wenn jemand von seinem Nchsten [ein Stck
Vieh] leiht und es bricht sich [einen Knochen] oder stirbt -
falls sein Besitzer nicht dabei war, mu er es erstatten;
$22/14$ falls sein Besitzer dabei war, braucht er es nicht zu
erstatten. Falls es gemietet war, geht es auf den Mietpreis.

$22/15$ Wenn jemand eine Jungfrau betrt, die nicht verlobt ist,
und liegt bei ihr, mu er sie sich gegen das Heiratsgeld zur
Frau erwerben. $22/16$ Falls sich ihr Vater hartnckig weigert,
sie ihm zu geben, soll er Geld abwiegen nach dem Heiratsgeld fr
Jungfrauen.

Todeswrdige Vergehen.

$22/17$ Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen. - $22/18$
Jeder, der bei einem Tier liegt, mu gettet werden. - $22/19$
Wer den Gttern opfert, auer dem HERRN allein, soll mit dem
Bann belegt werden.

Aufforderung zum Schutz der Schwachen.

$22/20$ Den Fremden sollst du weder unterdrcken noch bedrngen,
denn Fremde seid ihr im Land gypten gewesen. $22/21$ Keine
Witwe oder Waise drft ihr bedrcken. $22/22$ Falls du sie in
irgendeiner Weise bedrckst, dann werde ich, wenn sie wirklich
zu mir schreien [mu], ihr Geschrei gewi erhren, $22/23$ und
mein Zorn wird entbrennen, und ich werde euch mit dem Schwert
umbringen, so da eure Frauen Witwen und eure Kinder Waisen
werden. - $22/24$ Falls du [einem aus] meinem Volk, dem Elenden
bei dir, Geld leihst, dann sei gegen ihn nicht wie ein
Glubiger; ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen. - $22/25$ Falls
du wirklich den Mantel deines Nchsten zum Pfand nimmst, sollst
du ihm diesen zurckgeben, ehe die Sonne untergeht; $22/26$ denn
er ist seine einzige Decke, seine Umhllung fr seine Haut.
Worin soll er [sonst] liegen? Wenn er dann zu mir schreit, wird
es geschehen, da ich ihn erhren werde, denn ich bin gndig. -

Pflichten gegen Gott.

$22/27$ Gott sollst du nicht lstern, und einem Frsten in
deinem Volk sollst du nicht fluchen.

$22/28$ Mit der Flle deines Getreides und dem Ausflu deiner
Kelter sollst du nicht zgern. - Den Erstgeborenen unter deinen
Shnen sollst du mir geben. $22/29$ Ebenso sollst du es mit
deinem Rind [und] deinen Schafen halten; sieben Tage mag es bei
seiner Mutter bleiben, am achten Tag sollst du es mir geben. -
$22/30$ Heilige Menschen sollt ihr mir sein: so drft ihr
Fleisch, das auf dem Feld zerrissen worden ist, nicht essen; den
Hunden sollt ihr es vorwerfen.

Aufforderung zum gerechten Verhalten und zur Nchstenliebe.

\23\

$23/1$ Du sollst kein falsches Gercht aufnehmen. Du sollst
deine Hand nicht dem Schuldigen reichen, um als falscher Zeuge
aufzutreten. $23/2$ Du sollst der Menge nicht folgen zum Bsen.
Und du sollst bei einem Rechtsstreit nicht antworten, indem du
dich nach der Mehrheit richtest und so [das Recht] beugst.
$23/3$ Auch den Geringen sollst du in seinem Rechtsstreit nicht
begnstigen. -

$23/4$ Wenn du das Rind deines Feindes oder seinen Esel
umherirrend antriffst, sollst du sie ihm auf jeden Fall
zurckbringen.

$23/5$ Wenn du den Esel deines Hassers unter seiner Last
zusammengebrochen siehst, dann la ihn nicht ohne Beistand; du
sollst ihn mit ihm zusammen aufrichten. - $23/6$ Du sollst das
Recht eines Armen deines Volkes in seinem Rechtsstreit nicht
beugen. $23/7$ Von einer betrgerischen Angelegenheit halte dich
fern. Und den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht
umbringen, denn ich werde dem Schuldigen nicht recht geben.
$23/8$ Ein Bestechungsgeschenk nimm nicht an; denn das
Bestechungsgeschenk macht Sehende blind und verdreht die Sache
der Gerechten. $23/9$ Und den Fremden sollst du nicht bedrcken.
Ihr wit ja selbst, wie es dem Fremden zumute ist, denn Fremde
seid ihr im Land gypten gewesen.

Bestimmungen fr Sabbatjahre, Sabbat und Opfer an den
Jahresfesten.

$23/10$ Sechs Jahre sollst du dein Land besen und seinen Ertrag
einsammeln. $23/11$ Aber im siebten sollst du es brachliegen
lassen und nicht bestellen, damit die Armen deines Volkes davon
essen. Und was sie briglassen, mgen die Tiere des Feldes
fressen. Ebenso sollst du es mit deinem Weinberg [und] mit
deinem lbaum[garten] halten.

$23/12$ Sechs Tage sollst du deine Arbeiten verrichten. Aber am
siebten Tag sollst du ruhen, damit dein Rind und dein Esel
ausruhen und der Sohn deiner Magd und der Fremde Atem schpfen.
$23/13$ Habt acht auf euch in allem, was ich euch gesagt habe!
Den Namen anderer Gtter aber drft ihr nicht bekennen; er soll
in deinem Mund nicht gehrt werden.

V. 14-19: Kap. 34,18-26; 5Mo 16,1-17.

$23/14$ Dreimal im Jahr sollst du mir ein Fest feiern. $23/15$
Das Fest der ungesuerten Brote sollst du halten: sieben Tage
sollst du ungesuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur
festgesetzten Zeit im Monat Abib, denn in diesem bist du aus
gypten gezogen. Und man soll nicht mit leeren Hnden vor meinem
Angesicht erscheinen. $23/16$ Ferner das Fest der Ernte, der
Erstlinge [vom Ertrag] deiner Arbeit, dessen, was du auf dem
Feld sen wirst; und das Fest des Einsammelns am Ende des
Jahres, wenn du deinen Arbeitsertrag vom Feld einsammelst.
$23/17$ Dreimal im Jahr soll alles unter euch, was mnnlich ist,
vor dem Angesicht des Herrn HERRN erscheinen.

$23/18$ Du darfst das Blut meines Schlachtopfers nicht zusammen
mit Gesuertem darbringen; und das Fett meines Festopfers soll
nicht ber Nacht bleiben bis zum nchsten Morgen. $23/19$ Das
Erste von den Erstlingen deines Ackers sollst du in das Haus des
HERRN, deines Gottes, bringen.

Du sollst ein Bckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen.

Gebot zur Ausrottung der Kanaaniter - Verheiungen fr Gehorsam.

$23/20$ Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, damit er dich
auf dem Weg bewahrt und dich an den Ort bringt, den ich [fr
dich] bereitet habe. $23/21$ Hte dich vor ihm, hre auf seine
Stimme und widersetze dich ihm nicht! Denn er wird euer Vergehen
nicht vergeben, denn mein Name ist in ihm. $23/22$ Doch wenn du
willig auf seine Stimme hrst und alles tust, was ich sage, dann
werde ich Feind deiner Feinde sein und deine Bedrnger
bedrngen. $23/23$ Denn mein Engel wird vor dir hergehen und
wird dich bringen zu den Amoritern, Hetitern, Perisitern,
Kanaanitern, Hewitern und Jebusitern; und ich werde sie
austilgen. $23/24$ Du sollst dich vor ihren Gttern nicht
niederwerfen und ihnen nicht dienen, und du sollst nicht nach
ihren Taten tun, sondern du sollst sie ganz und gar niederreien
und ihre Gedenksteine vllig zertrmmern. $23/25$ Und ihr sollt
dem HERRN, eurem Gott, dienen: so wird er dein Brot und dein
Wasser segnen, und ich werde [alle] Krankheit aus deiner Mitte
entfernen. $23/26$ Keine [Frau] in deinem Land wird eine
Fehlgeburt haben oder unfruchtbar sein; die Zahl deiner Tage
werde ich erfllen. $23/27$ Meinen Schrecken werde ich vor dir
hersenden und alle Vlker, zu denen du kommst, in Verwirrung
bringen, und ich werde dir den Rcken all deiner Feinde
zukehren. $23/28$ Auch werde ich Angst vor dir hersenden, damit
sie die Hewiter, Kanaaniter und Hetiter vor dir vertreibt.
$23/29$ Nicht in einem Jahr werde ich sie vor dir vertreiben,
damit das Land nicht eine de wird und die wilden Tiere zu
deinem Schaden berhandnehmen. $23/30$ Nach und nach werde ich
sie vor dir vertreiben, bis du so fruchtbar geworden bist, da
du das Land in Besitz nehmen kannst. $23/31$ Und ich werde deine
Grenze festsetzen: [sie soll reichen] vom Schilfmeer bis an das
Meer der Philister und von der Wste bis an den Strom, denn ich
werde die Bewohner des Landes in deine Hand geben, so da du sie
vor dir vertreiben wirst. $23/32$ Du sollst mit ihnen und mit
ihren Gttern keinen Bund schlieen. $23/33$ Sie sollen nicht in
deinem Land wohnen bleiben, damit sie dich nicht zur Snde gegen
mich verfhren; denn [dann] wrdest du ihren Gttern dienen, und
es wrde dir zu einer Falle sein.

Bundesschlieung am Sinai.

\24\

$24/1$ Und [der HERR] sprach zu Mose: Steig zum HERRN herauf, du
und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den ltesten Israels,
und betet an von ferne! $24/2$ Aber Mose allein soll zum HERRN
herantreten, sie aber drfen nicht herantreten, und das Volk
soll nicht mit ihm heraufsteigen.

$24/3$ Darauf kam Mose und erzhlte dem Volk alle Worte des
HERRN und alle Rechtsbestimmungen. Und das ganze Volk antwortete
mit einer Stimme und sagte: Alle Worte, die der HERR geredet
hat, wollen wir tun. $24/4$ Da schrieb Mose alle Worte des HERRN
auf. Am [nchsten] Morgen aber machte er sich frh auf und
errichtete einen Altar unten am Berg und zwlf Denksteine nach
den zwlf Stmmen Israels. $24/5$ Dann sandte er junge Mnner
aus den Shnen Israel hin; die brachten Brandopfer dar und
schlachteten Jungstiere als Heilsopfer fr den HERRN. $24/6$ Und
Mose nahm die Hlfte des Blutes und tat es in Schalen, die
[andere] Hlfte des Blutes aber sprengte er an den Altar. $24/7$
Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des
Volkes. Und sie sagten: Alles, was der HERR geredet hat, wollen
wir tun und gehorchen. $24/8$ Darauf nahm Mose das Blut,
besprengte damit das Volk und sagte: Siehe, das Blut des Bundes,
den der HERR auf all diese Worte mit euch geschlossen hat!

Priester und lteste auf dem Sinai vor Gott.

$24/9$ Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig
von den ltesten Israels hinauf, $24/10$ und sie sahen den Gott
Israels. Und unter seinen Fen war es wie Arbeit in
Saphirplatten und wie der Himmel selbst an Klarheit. $24/11$
Gegen die Edlen der Shne Israel aber streckte er seine Hand
nicht aus, sondern sie schauten Gott und aen und tranken.

Mose auf dem Berg zum Empfang der Gesetzestafeln.

$24/12$ Und der HERR sprach zu Mose: Steig zu mir herauf auf den
Berg und sei dort, damit ich dir die steinernen Tafeln, das
Gesetz und das Gebot gebe, das ich geschrieben habe, um sie zu
unterweisen! $24/13$ Da machte Mose sich mit seinem Diener Josua
auf, und Mose stieg auf den Berg Gottes. $24/14$ Zu den ltesten
aber sagte er: Wartet hier auf uns, bis wir zu euch
zurckkehren! Siehe, Aaron und Hur sind ja bei euch: wer eine
Rechtssache hat, trete zu ihnen! $24/15$ Als nun Mose auf den
Berg stieg, bedeckte die Wolke den Berg. $24/16$ Und die
Herrlichkeit des HERRN lie sich auf den Berg Sinai nieder, und
die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am siebten Tag rief er
Mose aus der Mitte der Wolke [zu sich]. $24/17$ Das Aussehen der
Herrlichkeit des HERRN aber war vor den Augen der Shne Israel
wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges. $24/18$
Mose jedoch ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den
Berg; und Mose war vierzig Tage und vierzig Nchte auf dem Berg.

Heiligtum: Freiwillige Gaben.

Kap. 35,4-29.

\25\

$25/1$ Und der HERR redete zu Mose und sprach: $25/2$ Rede zu
den Shnen Israel [und sage ihnen], sie sollen ein Hebopfer fr
mich nehmen! Von jedem, dessen Herz ihn antreibt, sollt ihr mein
Hebopfer nehmen. $25/3$ Dies aber ist das Hebopfer, das ihr von
ihnen nehmen sollt: Gold, Silber und Bronze, $25/4$ violetter
und roter Purpur, Karmesinstoff, Byssus und Ziegenhaar, $25/5$
rotgefrbte Widderfelle, Hute von Delphinen und Akazienholz;
$25/6$ l fr den Leuchter, Balsamle fr das Salbl und fr das
wohlriechende Rucherwerk; $25/7$ Onyxsteine und [andere]
Edelsteine zum Einsetzen fr das Ephod und die Brusttasche.
$25/8$ Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in
ihrer Mitte wohne. $25/9$ Nach allem, was ich dir zeige,
[nmlich] dem Urbild der Wohnung und dem Urbild all ihrer
Gerte, danach sollt ihr es machen.

Heiligtum: Bundeslade mit Deckplatte.

Kap. 37,1-9.

$25/10$ So sollen sie nun eine Lade aus Akazienholz machen:
zweieinhalb Ellen sei ihre Lnge, anderthalb Ellen ihre Breite
und anderthalb Ellen ihre Hhe. $25/11$ Die sollst du mit reinem
Gold berziehen - von innen und auen sollst du sie berziehen -
und auf ihr ringsum eine goldene Kante anbringen. $25/12$ Giee
fr sie auch vier goldene Ringe und befestige sie an ihren vier
Fen, und zwar zwei Ringe an ihrer einen Lngsseite und zwei
Ringe an ihrer anderen Lngsseite! $25/13$ Und du sollst Stangen
aus Akazienholz anfertigen und sie mit Gold berziehen. $25/14$
Diese Stangen stecke in die Ringe an den Seiten der Lade, damit
man die Lade mit ihnen tragen kann! $25/15$ Die Stangen sollen
in den Ringen der Lade bleiben, sie drfen nicht von ihr
entfernt werden. $25/16$ In die Lade aber lege das Zeugnis, das
ich dir geben werde. $25/17$ Dann sollst du eine Deckplatte aus
reinem Gold herstellen: zweieinhalb Ellen sei ihre Lnge und
anderthalb Ellen ihre Breite. $25/18$ Und mache zwei goldene
Cherubim; in getriebener Arbeit sollst du sie machen an den
beiden Enden der Deckplatte, $25/19$ und zwar sollst du einen
Cherub am Ende hier und einen Cherub am Ende dort machen. Aus
[einem Stck mit] der Deckplatte sollt ihr die Cherubim machen
an ihren beiden Enden. $25/20$ Und die Cherubim sollen die
Flgel nach oben ausbreiten, die Deckplatte mit ihren Flgeln
berdeckend, whrend ihre Gesichter einander zugewandt sind. Der
Deckplatte sollen die Gesichter der Cherubim zu[gewandt] sein.
$25/21$ Lege die Deckplatte oben auf die Lade! In die Lade aber
sollst du das Zeugnis legen, das ich dir geben werde. $25/22$
Und dort werde ich mich dir zu erkennen geben und von der
Deckplatte herab, zwischen den beiden Cherubim hervor, die auf
der Lade des Zeugnisses sind, alles zu dir reden, was ich dir
fr die Shne Israel auftragen werde.

Heiligtum: Schaubrottisch.

Kap. 37,10-16.

$25/23$ Und du sollst einen Tisch aus Akazienholz machen: zwei
Ellen sei seine Lnge, eine Elle seine Breite und anderthalb
Ellen seine Hhe. $25/24$ Den berzieh mit reinem Gold und
bringe an ihm ringsum eine goldene Kante an! $25/25$ Mache [an]
ihm ringsum eine Leiste von einer Handbreit und bringe an seiner
Leiste ringsum eine goldene Kante an! $25/26$ Mache fr ihn auch
vier goldene Ringe und befestige die Ringe an den vier Seiten
seiner vier Fe! $25/27$ Dicht an der Leiste sollen die Ringe
sein als sen fr die Stangen, damit man den Tisch tragen kann.
$25/28$ Die Stangen aber sollst du aus Akazienholz machen und
sie mit Gold berziehen, und der Tisch soll daran getragen
werden. $25/29$ Fertige auch seine Schsseln, seine Schalen,
seine Kannen und seine Opferschalen an, mit denen man
[Trankopfer] ausgiet! Aus reinem Gold sollst du sie herstellen.
$25/30$ Auf den Tisch aber sollst du bestndig vor mein
Angesicht Schaubrote legen.

Heiligtum: Leuchter.

Kap. 37,17-24; 4Mo 8,1-4.

$25/31$ Und du sollst einen Leuchter aus reinem Gold machen. In
getriebener Arbeit soll der Leuchter gemacht werden, sein
Fugestell und seine Schaftrhre. Seine Kelche, Knufe und
Blten sollen aus [einem Stck mit] ihm sein. $25/32$ Sechs Arme
sollen von seinen [beiden] Seiten ausgehen: drei Arme des
Leuchters aus seiner einen Seite und drei Arme des Leuchters aus
seiner andern Seite. $25/33$ Drei Kelche in der Form von
Mandelblten seien an dem einen Arm, [aus] Knauf und Blte
[bestehend], und drei Kelche in der Form von Mandelblten am
nchsten Arm, [aus] Knauf und Blte [bestehend]; so sei es an
den sechs Armen, die vom Leuchter ausgehen. $25/34$ Am Leuchter
aber sollen vier Kelche sein in der Form von Mandelblten, [aus]
seinen Knufen und Blten [bestehend]; $25/35$ und zwar ein
Knauf unter den [ersten] zwei von ihm [ausgehenden] Armen, ein
Knauf unter den [nchsten] zwei von ihm [ausgehenden] Armen und
[wieder] ein Knauf unter den [dritten] zwei von ihm
[ausgehenden] Armen; [so sei es] an den sechs Armen, die vom
Leuchter ausgehen. $25/36$ Ihre Knufe und Arme sollen aus
[einem Stck mit] ihm sein. Der ganze [Leuchter] sei eine
getriebene Arbeit, aus reinem Gold. $25/37$ Und fertige seine
sieben Lampen an, und man soll seine Lampen daraufsetzen, so da
[jede] auf die ihm gegenberliegende Seite leuchtet. $25/38$
Auch ihre Dochtscheren und Feuerbecken [sollst] du aus reinem
Gold [herstellen]. $25/39$ Aus einem Talent reinen Goldes soll
man ihn machen mit all diesen Gerten. $25/40$ Und sieh zu, da
du [alles] nach ihrem Urbild machst, das dir auf dem Berg
gezeigt worden ist!

Heiligtum: Zeltdecken zur Wohnung.

V. 1-30: Kap. 36,8-34.

\26\

$26/1$ Die Wohnung aber sollst du aus zehn Zeltdecken machen.
Aus gezwirntem Byssus, violettem und rotem Purpur und
Karmesinstoff sollst du sie machen, mit Cherubim, als
Kunststickerarbeit. $26/2$ Die Lnge einer Zeltdecke sei 28
Ellen und vier Ellen die Breite einer Zeltdecke: ein Ma fr
alle Zeltdecken. $26/3$ Fnf Zeltdecken sollen miteinander
verbunden sein und [auch die brigen] fnf Zeltdecken sollen
miteinander verbunden sein. $26/4$ Am Saum der einen Zeltdecke,
am Ende der [einen] Verbindungsstelle, bringe Schleifen aus
violettem Purpur an! Und ebenso sollst du es machen an dem Saum
der uersten Zeltdecke an der andern Verbindungsstelle: $26/5$
fnfzig Schleifen sollst du an der einen Zeltdecke anbringen,
und fnfzig Schleifen sollst du am Ende der Zeltdecke anbringen,
die sich an der andern Verbindungsstelle befindet; die Schleifen
[sollen] einander gegenber[stehen]. $26/6$ Stelle fnfzig
goldene Haken her und verbinde die Zeltdecken durch die Haken
miteinander, so da die Wohnung ein [Ganzes] wird!

$26/7$ Und du sollst Zeltdecken aus Ziegenhaar machen als
Zeltdach ber der Wohnung; elf solcher Zeltdecken sollst du
machen. $26/8$ Die Lnge einer Zeltdecke sei dreiig Ellen und
vier Ellen die Breite einer Zeltdecke: ein Ma fr die elf
Zeltdecken. $26/9$ Verbinde fnf Zeltdecken fr sich und
[ebenso] die [brigen] sechs Zeltdecken fr sich, und die
sechste Zeltdecke an der Vorderseite des Zeltes lege doppelt!
$26/10$ Bringe auch fnfzig Schleifen am Saum der einen
Zeltdecke an, der uersten, an der [einen] Verbindungsstelle,
und fnfzig Schleifen am Saum der [uersten] Zeltdecke der
anderen Verbindungsstelle! $26/11$ Dann stelle fnfzig bronzene
Haken her, fhre die Haken in die Schleifen ein und fge das
Zeltdach zusammen, so da es ein [Ganzes] wird! $26/12$ Das
berhngende aber, das an den Decken des Zeltes brig ist, die
halbe Zeltdecke, die brig ist, soll ber der Rckseite der
Wohnung hngen. $26/13$ Und von dem, was an der Lnge der Decken
des Zeltes brig ist, sollen die Ellen auf der einen und die
Ellen auf der anderen [Seite] an beiden Seiten der Wohnung
berhngen, um sie zu bedecken.

$26/14$ Und fertige fr das Zelt eine Decke aus rotgefrbten
Widderfellen an und oben darber eine Decke aus Huten von
Delphinen!

Heiligtum: Bretter und Riegel.

$26/15$ Die Bretter fr die Wohnung sollst du aus Akazienholz
herstellen - aufrechtstehend; $26/16$ zehn Ellen sei die Lnge
eines Brettes und anderthalb Ellen die Breite eines Brettes;
$26/17$ ein Brett soll zwei Zapfen haben, einer dem andern
gegenber eingefgt: so sollst du es an allen Brettern der
Wohnung machen. $26/18$ Und zwar sollst du an Brettern fr die
Wohnung zwanzig Bretter fr die Sdseite machen, nach Sden zu,
$26/19$ und unter den zwanzig Brettern vierzig silberne
Fugestelle anbringen: zwei Fugestelle unter einem Brett fr
seine zwei Zapfen und [wieder] zwei Fugestelle unter einem
Brett fr seine zwei Zapfen. $26/20$ Auch fr die andere
Lngsseite der Wohnung, fr die Nordseite, [sollst du] zwanzig
Bretter $26/21$ und ihre vierzig silbernen Fugestelle
[anfertigen]: zwei Fugestelle unter einem Brett und [wieder]
zwei Fugestelle unter einem Brett. $26/22$ Fr die Rckseite
der Wohnung aber, nach Westen zu, sollst du sechs Bretter
machen. $26/23$ Stelle auch zwei Bretter fr die Ecken der
Wohnung an der Rckseite her! $26/24$ Sie sollen von unten
herauf doppelt und an ihrem Oberteil ganz beieinander sein [bis]
zu einem Ring; so soll es mit ihnen beiden sein, fr die beiden
Ecken sollen sie sein. $26/25$ Es sollen also acht Bretter sein
und ihre silbernen Fugestelle, sechzehn Fugestelle: zwei
Fugestelle [seien] unter einem Brett und [wieder] zwei
Fugestelle unter einem Brett.

$26/26$ Und fertige Riegel aus Akazienholz an: fnf fr die
Bretter der einen Lngsseite der Wohnung, $26/27$ fnf Riegel
fr die Bretter der anderen Lngsseite der Wohnung und fnf
Riegel fr die Bretter der Seite der Wohnung, [die] die
Rckseite [bildet], nach Westen zu! $26/28$ Und der mittlere
Riegel in der Mitte der Bretter soll von einem Ende zum andern
durchlaufen. $26/29$ Die Bretter aber sollst du mit Gold
berziehen. Und ihre Ringe, die sen fr die Riegel, sollst du
aus Gold machen, auch die Riegel berziehe mit Gold! $26/30$ So
errichte denn die Wohnung nach ihrem Bauplan, wie er dir auf dem
Berg gezeigt worden ist!

Heiligtum: Vorhnge.

Kap. 36,35-38.

$26/31$ Und du sollst einen Vorhang anfertigen aus violettem und
rotem Purpur und Karmesinstoff und gezwirntem Byssus; in
Kunststickerarbeit soll man ihn machen, mit Cherubim. $26/32$
Den hnge an vier Sulen aus Akazienholz auf, die mit Gold
berzogen sind - [auch] ihre Ngel [sollen] aus Gold [sein] -
[und die] auf vier silbernen Fugestellen [stehen]. $26/33$ Und
zwar sollst du den Vorhang unter den Haken anbringen. Und bringe
dorthin, auf die Innenseite [hinter] dem Vorhang, die Lade des
Zeugnisses! So soll der Vorhang fr euch das Heilige und das
Allerheiligste [voneinander] scheiden. $26/34$ Und die
Deckplatte sollst du auf die Lade des Zeugnisses im
Allerheiligsten legen.

$26/35$ Den Tisch aber stelle auerhalb des Vorhangs und den
Leuchter dem Tisch gegenber an die Seite der Wohnung, [die]
nach Sden zu [liegt]; und den Tisch sollst du an die Nordseite
stellen. $26/36$ Dann mache fr den Eingang des Zeltes einen
Vorhang aus violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und
gezwirntem Byssus in Buntwirkerarbeit. $26/37$ Fr diesen
Vorhang stelle fnf Sulen aus Akazienholz her und berzieh sie
mit Gold - [auch] ihre Ngel sollen aus Gold sein - und giee
fr sie fnf bronzene Fugestelle!

Heiligtum: Brandopferaltar.

Kap. 38,1-7.

\27\

$27/1$ Den Altar sollst du aus Akazienholz machen, fnf Ellen
lang und fnf Ellen breit - viereckig soll der Altar sein - und
drei Ellen hoch. $27/2$ Seine Hrner mache an seinen vier Ecken
- seine Hrner sollen aus [einem Stck mit] ihm sein - und
berziehe ihn mit Bronze! $27/3$ Fertige auch seine Tpfe an,
[die man braucht], um ihn von der Fettasche zu reinigen, und
seine Schaufeln, seine Sprengschalen, seine Fleischgabeln und
seine Feuerbecken! Fr all seine Gerte sollst du Bronze
verwenden. $27/4$ Und mache fr ihn ein bronzenes Gitter wie ein
Netz, befestige an dem Netz[gitter] vier bronzene Ringe an
seinen vier Ecken $27/5$ und setze es unter die Einfassung des
Altars, von unten her, da das Netz bis zur halben Hhe des
Altars reicht! $27/6$ Mache auch Stangen fr den Altar, Stangen
aus Akazienholz, und berzieh sie mit Bronze! $27/7$ Diese seine
Stangen sollen in die Ringe gesteckt werden, so da die Stangen
an beiden Seiten des Altars sind, wenn man ihn trgt. $27/8$ Aus
Brettern sollst du ihn anfertigen - [innen] hohl. Wie es dir auf
dem Berg gezeigt worden ist, so soll man ihn machen.

Heiligtum: Vorhof.

Kap. 38,9-20.

$27/9$ Und du sollst den Vorhof der Wohnung machen: an der
Sdseite, nach Sden zu, fr den Vorhof Behnge aus gezwirntem
Byssus, auf der einen Seite hundert Ellen lang. $27/10$ Seine
zwanzig Sulen und ihre zwanzig Fugestelle [mache] aus Bronze,
die Ngel der Sulen und ihre Bindestbe aus Silber! $27/11$ Und
ebenso sollen an der Nordseite der Lnge nach Behnge sein,
hundert [Ellen] lang; seine zwanzig Sulen und ihre zwanzig
Fugestelle aus Bronze, die Ngel der Sulen und ihre Bindestbe
aus Silber. $27/12$ Und die Breite des Vorhofs an der Westseite
[soll] an Behngen fnfzig Ellen [betragen], mit ihren zehn
Sulen und ihren zehn Fugestellen. $27/13$ Auch die Breite des
Vorhofs an der stlichen, dem Sonnenaufgang zugekehrten Seite,
[soll] fnfzig Ellen [betragen]: $27/14$ fnfzehn Ellen Behnge
seien auf der einen Seite mit ihren drei Sulen und ihren drei
Fugestellen, $27/15$ und [auch] auf der anderen Seite fnfzehn
[Ellen] Behnge, ihre drei Sulen und ihre drei Fe. $27/16$
Das Tor des Vorhofs aber soll einen Vorhang von zwanzig Ellen
haben, aus violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und
gezwirntem Byssus, in Buntwirkerarbeit, ihre vier Sulen und
ihre vier Fe. $27/17$ Alle Sulen des Vorhofs ringsum [sollen]
mit silbernen Bindestben versehen [sein], ihre Ngel [seien
aus] Silber und ihre Fugestelle [aus] Bronze. $27/18$ Die Lnge
des Vorhofs [betrage] hundert Ellen, die Breite fnfzig gegen
fnfzig und die Hhe fnf Ellen: [alle Behnge seien aus]
gezwirntem Byssus, ihre Fugestelle aber [aus] Bronze. $27/19$
Alle Gerte der Wohnung fr den ganzen Dienst in ihr, auch all
ihre Pflcke und alle Pflcke des Vorhofs sollen [aus] Bronze
sein.

Heiligtum: l fr den Leuchter.

3Mo 24,2-4.

$27/20$ Du nun gebiete den Shnen Israel, da sie dir reines l
aus zerstoenen Oliven fr den Leuchter bringen, damit man
bestndig eine Lampe daraufsetzen kann! $27/21$ Im Zelt der
Begegnung, auerhalb des Vorhangs, der vor dem Zeugnis ist,
sollen Aaron und seine Shne sie herrichten, [damit sie] vom
Abend bis zum Morgen vor dem HERRN [brennt]. [Das ist] bei den
Shnen Israel eine ewige Ordnung fr [all] ihre Generationen.

Heiligtum: Aaron und seine Shne - Ihre Kleidung.

V. 1-4: 3Mo 8,1-13.

\28\

$28/1$ Du aber la deinen Bruder Aaron und seine Shne mit ihm
aus der Mitte der Shne Israel zu dir herantreten, damit er mir
den Priesterdienst ausbt, Aaron [und mit ihm] Nadab und Abihu,
Eleasar und Itamar, die Shne Aarons. $28/2$ Und fertige heilige
Kleider fr deinen Bruder Aaron an, [ihm] zur Ehre und zum
Schmuck! $28/3$ Du sollst zu allen reden, die ein verstndiges
Herz haben, das ich mit dem Geist der Weisheit erfllt habe,
[und ihnen sagen,] da sie die Kleider Aarons machen sollen, um
ihn zu heiligen, damit er mir den Priesterdienst ausbt. $28/4$
Dies aber sind die Kleider, die sie anfertigen sollen: eine
Brusttasche und ein Ephod und ein Oberkleid, einen Leibrock aus
gewirktem [Stoff], einen Kopfbund und einen Grtel. Diese
heiligen Kleider sollen sie fr deinen Bruder Aaron und fr
seine Shne anfertigen, damit er mir den Priesterdienst ausbt.

V. 5-14: Kap. 39,1-7.

$28/5$ Und [dazu] sollen sie das Gold, den violetten und roten
Purpur, den Karmesinstoff und den Byssus nehmen. $28/6$ So
sollen sie nun das Ephod aus Gold, violettem und rotem Purpur,
Karmesinstoff und gezwirntem Byssus, in Kunststickerarbeit
machen. $28/7$ Es soll an seinen beiden Rndern zwei
zusammenfgbare Schulterstcke haben, und man fge es [mit
ihnen] zusammen. $28/8$ Und der Gurt, mit dem es angelegt wird,
der [sich] oben [befindet], soll von gleicher Arbeit [und] aus
[einem Stck] mit ihm sein: aus Gold, violettem und rotem
Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus. $28/9$ Und du
sollst zwei Onyxsteine nehmen und die Namen der Shne Israel
darauf eingravieren: $28/10$ sechs ihrer Namen auf dem einen
Stein und die sechs brigen Namen auf dem andern Stein nach der
Reihenfolge ihrer Geburt. $28/11$ In Steinschneidearbeit, als
Siegelgravur sollst du die beiden Steine stechen nach den Namen
der Shne Israel. Mit goldenen Einfassungen umgeben sollst du
sie anfertigen. $28/12$ Dann setze die beiden Steine [oben] auf
die Schulterstcke des Ephods, als Steine des Gedenkens fr die
Shne Israel! Und Aaron soll ihre Namen auf seinen beiden
Schultern tragen vor dem HERRN zum Gedenken. $28/13$ Weiter
stelle goldene Einfassungen $28/14$ und zwei Ketten aus reinem
Gold her! Als Schnre sollst du sie herstellen, in Seilerarbeit,
und die seil[frmigen] Ketten an den Einfassungen befestigen.

V. 15-30: Kap. 39,8-21.

$28/15$ Und mache die Brusttasche fr den Rechtsspruch in
Kunststickerarbeit! Wie die Arbeit des Ephods sollst du sie
anfertigen: aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff
und gezwirntem Byssus sollst du sie machen. $28/16$ Viereckig
soll sie sein, doppelt gelegt, eine Spanne ihre Lnge und eine
Spanne ihre Breite. $28/17$ Und besetze sie mit eingesetzten
Steinen, vier Reihen von Steinen: eine Reihe Karneol, Topas und
Smaragd, die erste Reihe; $28/18$ die zweite Reihe: Rubin,
Saphir und Jaspis; $28/19$ und die dritte Reihe: Hyazinth, Achat
und Amethyst; $28/20$ und die vierte Reihe: Trkis und Onyx und
Nephrit! Mit Gold sollen sie eingefat sein in ihren
Einsetzungen. $28/21$ Die Steine sollen also den Namen der Shne
Israel entsprechen, zwlf [an der Zahl], entsprechend ihren
Namen; in Siegelgravur sollen sie [hergestellt] werden, jeder
seinem Namen entsprechend fr die zwlf Stmme. $28/22$ Mache an
der Brusttasche gedrehte Ketten in Seilerarbeit, aus reinem
Gold; $28/23$ und zwar sollst du an der Brusttasche zwei goldene
Ringe anbringen, indem du die beiden Ringe an den beiden
[oberen] Enden der Brusttasche befestigst $28/24$ und die zwei
goldenen Schnre an den beiden Ringen an den Enden der
Brusttasche befestigst. $28/25$ Die beiden [anderen] Enden der
zwei Schnre aber sollst du an den beiden Einfassungen
befestigen und sie [so] an den Schulterstcken des Ephods
befestigen, an seiner Vorderseite. $28/26$ Und stelle zwei
[andere] goldene Ringe her und befestige sie an den beiden
[unteren] Enden der Brusttasche, an ihrem Rand, der dem Ephod
zugekehrt ist, auf der Innenseite! $28/27$ Dann mache [noch]
zwei goldene Ringe und befestige sie unten an den beiden
Schulterstcken des Ephods, an seiner Vorderseite, dicht an
seiner Zusammenfgung [mit den Schulterstcken] oberhalb des
Gurtes vom Ephod. $28/28$ Und man soll die Brusttasche von ihren
Ringen aus mit einer Schnur von violettem Purpur an den Ringen
des Ephods festbinden, damit sie ber dem Gurt des Ephods sitzt
und die Brusttasche sich nicht von [der Stelle] ber dem Ephod
verschiebt. $28/29$ So soll Aaron an der Brusttasche fr den
Rechtsspruch die Namen der Shne Israel auf seinem Herzen
tragen, wenn er ins Heiligtum hineingeht, um sie bestndig vor
dem HERRN in Erinnerung zu bringen. $28/30$ In die Brusttasche
fr den Rechtsspruch aber lege die Urim und die Tummim, damit
sie auf dem Herzen Aarons sind, wenn er vor den HERRN
hineingeht! So soll Aaron den Rechtsspruch fr die Shne Israel
bestndig vor dem HERRN auf seinem Herzen tragen.

V. 31-35: Kap. 39,22-26.

$28/31$ Mache das Oberkleid des Ephods ganz aus violettem
Purpur! $28/32$ Seine Kopfffnung soll in seiner Mitte sein,
[und] einen Rand in Weberarbeit soll es ringsum an seiner
ffnung haben. Wie die ffnung eines Lederpanzers soll sie fr
ihn sein, damit es nicht einreit. $28/33$ An seinem [unteren]
Saum sollst du Granatpfel aus violettem und rotem Purpur und
Karmesinstoff anbringen, ringsum an seinem Saum, und zwischen
ihnen ringsum goldene Glckchen: $28/34$ [erst] ein goldenes
Glckchen, dann einen Granatapfel [und wieder] ein goldenes
Glckchen und einen Granatapfel ringsum an dem Saum des
Oberkleides. $28/35$ Und Aaron soll es anhaben, um [darin] den
Dienst zu verrichten, und der Klang soll gehrt werden, wenn er
ins Heiligtum hineingeht vor den HERRN, und wenn er herausgeht,
damit er nicht stirbt.

V. 36-43: Kap. 39,27-31; 1Chr 23,13.

$28/36$ Und stelle aus reinem Gold ein [blumenfrmiges]
Stirnblatt her und graviere darauf mit Siegelgravur ein:
Heiligkeit dem HERRN! $28/37$ Das hnge an eine Schnur aus
violettem Purpur, so da es sich am Kopfbund befindet! An der
Vorderseite des Kopfbundes soll es sein. $28/38$ So sei es auf
der Stirn Aarons, damit Aaron die Schuld der heiligen Dinge
trage, die die Shne Israel heiligen werden, bei allen Gaben
ihrer heiligen Dinge. Und es soll bestndig an seiner Stirn sein
zum Gefallen fr sie vor dem HERRN. $28/39$ Den Leibrock aber
webe aus Byssus, gemustert, und mache einen Kopfbund aus Byssus!
Dazu sollst du einen Grtel in Buntwirkerarbeit anfertigen.
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