Das zweite Buch Mose (Exodus).

Vermehrung und Knechtschaft der Shne Israel in gypten.

\1\

$1/1$ Und dies sind die Namen der Shne Israels, die nach
gypten kamen - mit Jakob kamen sie, jeder mit seinem Haus:
$1/2$ Ruben, Simeon, Levi und Juda; $1/3$ Issaschar, Sebulon und
Benjamin; $1/4$ Dan und Naftali, Gad und Asser. $1/5$ Und [die
Zahl] aller Seelen, die von Jakob abstammten, betrug siebzig
Seelen. Joseph aber war [schon] in gypten. $1/6$ Und Joseph
starb und alle seine Brder und jene ganze Generation. $1/7$ Die
Shne Israel aber waren fruchtbar und wimmelten und mehrten sich
und wurden sehr, sehr stark, und das Land wurde voll von ihnen.

$1/8$ Da trat ein neuer Knig [die Herrschaft] ber gypten an,
der Joseph nicht [mehr] kannte. $1/9$ Der sagte zu seinem Volk:
Siehe, das Volk der Shne Israel ist zahlreicher und strker als
wir. $1/10$ Auf, lat uns klug gegen es vorgehen, damit es sich
nicht noch weiter vermehrt! Sonst knnte es geschehen, wenn
Krieg ausbricht, da es sich auch [noch] zu unseren Feinden
schlgt und gegen uns kmpft und [dann] aus dem Land
hinaufzieht. $1/11$ Daher setzten sie Arbeitsaufseher ber es,
um es mit ihren Lastarbeiten zu drcken. Und es baute fr den
Pharao Vorratsstdte: Pitom und Ramses. $1/12$ Aber je mehr sie
es bedrckten, desto mehr nahm es zu; und so breitete es sich
aus, so da sie ein Grauen erfate vor den Shnen Israel. $1/13$
Da zwangen die gypter die Shne Israel mit Gewalt zur Arbeit
$1/14$ und machten ihnen das Leben bitter durch harte Arbeit an
Lehm und an Ziegeln, und durch allerlei Arbeit auf dem Feld, mit
all ihrer Arbeit, zu der sie sie mit Gewalt zwangen.

$1/15$ Und der Knig von gypten sprach zu den hebrischen
Hebammen, von denen die eine Schifra und die andere Pua hie,
$1/16$ und sagte: Wenn ihr den Hebrerinnen bei der Geburt helft
und bei der Entbindung seht, da es ein Sohn ist, dann ttet
ihn, wenn es aber eine Tochter ist, dann mag sie am Leben
bleiben. $1/17$ Aber weil die Hebammen Gott frchteten, taten
sie nicht, wie ihnen der Knig von gypten gesagt hatte, sondern
lieen die Jungen am Leben. $1/18$ Da rief der Knig von gypten
die Hebammen [zu sich] und sagte zu ihnen: Warum habt ihr das
getan, da ihr die Jungen am Leben gelassen habt? $1/19$ Die
Hebammen antworteten dem Pharao: Ja, die hebrischen Frauen sind
nicht wie die gyptischen, denn sie sind krftig; ehe die
Hebamme zu ihnen kommt, haben sie [schon] geboren. $1/20$ Und
Gott tat den Hebammen Gutes, und das Volk vermehrte sich und
wurde sehr stark. $1/21$ Und weil die Hebammen Gott frchteten,
geschah es, da er ihnen Nachkommen schenkte. $1/22$ Da gebot
der Pharao seinem ganzen Volk: Jeden Sohn, der geboren wird,
sollt ihr in den Nil werfen, jede Tochter aber sollt ihr am
Leben lassen!

Moses Geburt, Bewahrung und Erziehung.

V. 1-25: Apg 7,20-30.

\2\

$2/1$ Und ein Mann vom Haus Levi ging hin und nahm eine Tochter
Levi [zur Frau]. $2/2$ Und die Frau wurde schwanger und gebar
einen Sohn. Als sie sah, da er schn war, verbarg sie ihn drei
Monate [lang]. $2/3$ Und als sie ihn nicht lnger verbergen
konnte, nahm sie fr ihn ein Kstchen aus Schilfrohr und
verklebte es mit Asphalt und Pech, legte das Kind hinein und
setzte es in das Schilf am Ufer des Nil. $2/4$ Seine Schwester
aber stellte sich in [einiger] Entfernung hin, um zu erfahren,
was mit ihm geschehen wrde. $2/5$ Und die Tochter des Pharao
ging hinab, um am Nil zu baden, whrend ihre Dienerinnen am Ufer
des Nil hin und her gingen. Und sie sah das Kstchen mitten im
Schilf und sandte ihre Magd hin und lie es holen. $2/6$ Und als
sie es geffnet hatte, sah sie das Kind, und siehe, ein
weinender Junge [lag darin]. Da hatte sie Mitleid mit ihm und
sagte: Das ist [eins] von den Kindern der Hebrer. $2/7$ Und
seine Schwester sagte zur Tochter des Pharao: Soll ich hingehen
und dir eine stillende Frau von den Hebrerinnen herbeirufen,
damit sie das Kind fr dich stillt? $2/8$ Die Tochter des Pharao
antwortete ihr: Geh hin! Da ging das Mdchen hin und rief die
Mutter des Kindes herbei. $2/9$ Und die Tochter des Pharao sagte
zu ihr: Nimm dieses Kind mit und stille es fr mich, dann werde
ich [dir] deinen Lohn geben! Da nahm die Frau das Kind und
stillte es. $2/10$ Als aber das Kind gro geworden war, brachte
sie es der Tochter des Pharao, und es wurde ihr zum Sohn. Und
sie gab ihm den Namen Mose, indem sie sagte: Ich habe ihn ja aus
dem Wasser gezogen.

Moses bereifer fr sein Volk - Flucht und Heirat in Midian.

$2/11$ Und es geschah in jenen Tagen, als Mose gro geworden
war, da ging er zu seinen Brdern hinaus und sah bei ihren
Lastarbeiten zu. Da sah er, wie ein gyptischer Mann einen
hebrischen Mann, [einen] von seinen Brdern, schlug. $2/12$ Und
er wandte sich hierhin und dorthin, und als er sah, da niemand
[in der Nhe] war, erschlug er den gypter und verscharrte ihn
im Sand. $2/13$ Als er aber am Tag darauf wieder hinausging,
siehe, da rauften sich zwei hebrische Mnner, und er sagte zu
dem Schuldigen: Warum schlgst du deinen Nchsten? $2/14$ Der
aber antwortete: Wer hat dich zum Aufseher und Richter ber uns
gesetzt? Gedenkst du etwa, mich umzubringen, wie du den gypter
umgebracht hast? Da frchtete sich Mose und sagte sich: Also ist
die Sache doch bekannt geworden! $2/15$ Und der Pharao hrte
diese Sache und suchte, Mose umzubringen.

Mose aber floh vor dem Pharao und hielt sich im Land Midian auf.
Und er setzte sich an einen Brunnen. $2/16$ Nun hatte der
Priester von Midian sieben Tchter; die kamen, schpften
[Wasser] und fllten die Trnkrinnen, um die Herde ihres Vaters
zu trnken. $2/17$ Aber die Hirten kamen und trieben sie weg. Da
stand Mose auf, half ihnen und trnkte ihre Herde. $2/18$ Als
sie nun zu ihrem Vater Reguel kamen, sagte er: Warum seid ihr
heute so frh gekommen? $2/19$ Sie antworteten: Ein gyptischer
Mann hat uns aus der Gewalt der Hirten befreit, und er hat sogar
eifrig fr uns geschpft und die Herde getrnkt. $2/20$ Da sagte
er zu seinen Tchtern: Und wo ist er? Warum habt ihr denn den
Mann drauen gelassen? Ladet ihn doch ein, damit er Brot [mit
uns] it! $2/21$ Und Mose willigte ein, bei dem Mann zu bleiben.
Und er gab Mose seine Tochter Zippora [zur Frau]. $2/22$ Die
gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen Gerschom, indem er
sagte: Ein Fremder bin ich in einem fremden Land geworden.

$2/23$ Und es geschah whrend jener vielen Tage, da starb der
Knig von gypten. Und die Shne Israel seufzten wegen [ihrer]
Arbeit und schrieen um Hilfe. Und ihr Geschrei wegen der Arbeit
stieg auf zu Gott. $2/24$ Da hrte Gott ihr chzen, und Gott
dachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob. $2/25$ Und
Gott sah nach den Shnen Israel, und Gott kmmerte sich um sie.

Moses Berufung und Auftrag.

\3\

$3/1$ Mose aber weidete die Herde Jetros, seines
Schwiegervaters, des Priesters von Midian. Und er trieb die
Herde ber die Wste hinaus und kam an den Berg Gottes, den
Horeb. $3/2$ Da erschien ihm der Engel des HERRN in einer
Feuerflamme mitten aus einem Dornbusch. Und er sah [hin], und
siehe, der Dornbusch brannte im Feuer, und der Dornbusch wurde
nicht verzehrt. $3/3$ Und Mose sagte [sich]: Ich will doch
hinzutreten und dieses groe Gesicht sehen, warum der Dornbusch
nicht verbrennt. $3/4$ Als aber der HERR sah, da er herzutrat,
um zu sehen, da rief ihm Gott mitten aus dem Dornbusch zu und
sprach: Mose! Mose! Er antwortete: Hier bin ich. $3/5$ Und er
sprach: Tritt nicht nher heran! Zieh deine Sandalen von deinen
Fen, denn die Sttte, auf der du stehst, ist heiliger Boden!
$3/6$ Dann sprach er: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott
Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhllte Mose
sein Gesicht, denn er frchtete sich, Gott anzuschauen. $3/7$
Der HERR aber sprach: Gesehen habe ich das Elend meines Volkes
in gypten, und sein Geschrei wegen seiner Antreiber habe ich
gehrt; ja, ich kenne seine Schmerzen. $3/8$ Darum bin ich
herabgekommen, um es aus der Gewalt der gypter zu erretten und
es aus diesem Land hinaufzufhren in ein gutes und gerumiges
Land, in ein Land, das von Milch und Honig berfliet, an den
Ort der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hewiter und
Jebusiter. $3/9$ Und nun siehe, das Geschrei der Shne Israel
ist vor mich gekommen; und ich habe auch die Bedrngnis gesehen,
mit der die gypter sie qulen. $3/10$ Nun aber geh hin, denn
ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Shne
Israel, aus gypten herausfhrst! $3/11$ Mose aber antwortete
Gott: Wer bin ich, da ich zum Pharao gehen und die Shne Israel
aus gypten herausfhren sollte? $3/12$ Da sprach er: Ich werde
ja mit dir sein. Und dies sei dir das Zeichen, da ich dich
gesandt habe: Wenn du das Volk aus gypten herausgefhrt hast,
werdet ihr an diesem Berg Gott dienen. $3/13$ Mose aber
antwortete Gott: Siehe, wenn ich zu den Shnen Israel komme und
ihnen sage: Der Gott eurer Vter hat mich zu euch gesandt, und
sie mich fragen: Was ist sein Name?, was soll ich dann zu ihnen
sagen? $3/14$ Da sprach Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin. Dann
sprach er: So sollst du zu den Shnen Israel sagen: [Der] `Ich
bin' hat mich zu euch gesandt. $3/15$ Und Gott sprach weiter zu
Mose: So sollst du zu den Shnen Israel sagen: Jahwe, der Gott
eurer Vter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott
Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit,
und das ist meine Benennung von Generation zu Generation. $3/16$
Geh hin, versammle die ltesten Israels und sprich zu ihnen:
Jahwe, der Gott eurer Vter, ist mir erschienen, der Gott
Abrahams, Isaaks und Jakobs, und hat gesagt: Ich habe genau
achtgehabt auf euch und auf das, was euch in gypten angetan
worden ist, $3/17$ und habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend
gyptens hinauffhren in das Land der Kanaaniter, Hetiter,
Amoriter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter, in ein Land, das von
Milch und Honig berfliet. $3/18$ Und sie werden auf deine
Stimme hren. Und du sollst zum Knig von gypten hineingehen,
du und die ltesten Israels, und ihr sollt zu ihm sagen: Jahwe,
der Gott der Hebrer, ist uns begegnet. So la uns nun drei
Tagereisen weit in die Wste ziehen, damit wir Jahwe, unserm
Gott, opfern! $3/19$ Aber ich wei wohl, da der Knig von
gypten euch nicht ziehen lassen wird, auch nicht durch eine
starke Hand [gezwungen]. $3/20$ Deshalb werde ich meine Hand
ausstrecken und gypten schlagen mit all meinen Wundern, die ich
in seiner Mitte tun werde. Danach erst wird er euch ziehen
lassen. $3/21$ Und ich werde diesem Volk Gunst geben in den
Augen der gypter, und es wird geschehen, wenn ihr [aus]zieht,
sollt ihr nicht mit leeren Hnden [aus]ziehen: $3/22$ [Jede]
Frau soll von ihrer Nachbarin und von ihrer Hausgenossin
silberne Schmuckstcke und goldene Schmuckstcke und Kleidung
fordern. Die sollt ihr euren Shnen und Tchtern anlegen und so
die gypter ausplndern!

Moses Beglaubigung durch Zeichen - Beistand durch Aaron.

\4\

$4/1$ Und Mose antwortete und sagte: Aber siehe, sie werden mir
nicht glauben und nicht auf meine Stimme hren; denn sie werden
sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen. $4/2$ Da sprach der
HERR zu ihm: Was hast du da in deiner Hand? Er antwortete: Einen
Stab. $4/3$ Und er sprach: Wirf ihn auf die Erde! Da warf er ihn
auf die Erde, und er wurde zu einer Schlange, und Mose floh vor
ihr. $4/4$ Der HERR aber sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus
und fasse sie beim Schwanz! Da streckte er seine Hand aus und
ergriff sie, und sie wurde in seiner Hand zum Stab: $4/5$ Damit
sie glauben, da dir der HERR erschienen ist, der Gott ihrer
Vter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.
$4/6$ Und der HERR sprach weiter zu ihm: Stecke doch deine Hand
in deinen Gewandbausch! Da steckte er seine Hand in seinen
Gewandbausch. Und als er sie herauszog, siehe, da war seine Hand
[wei] von Aussatz, wie Schnee. $4/7$ Und er sprach: Tu deine
Hand wieder in deinen Gewandbausch! Da tat er seine Hand wieder
in seinen Gewandbausch. Und als er sie aus seinem Gewandbausch
herauszog, da war sie wieder wie sein [briges] Fleisch. $4/8$
Und es wird geschehen, wenn sie dir nicht glauben und nicht auf
die Stimme des ersten Zeichens hren, dann werden sie [doch
wegen] der Stimme des zweiten Zeichens glauben. $4/9$ Und es
wird geschehen, wenn sie selbst diesen beiden Zeichen nicht
glauben und nicht auf deine Stimme hren, dann nimm vom Wasser
des Nil und giee es auf das trockene Land! Dann wird das
Wasser, das du aus dem Nil nehmen wirst, auf dem trockenen Land
zu Blut werden.

$4/10$ Mose aber antwortete dem HERRN: Ach, Herr! Ich bin kein
redegewandter Mann, weder seit gestern noch seit vorgestern,
noch seitdem du zu deinem Knecht redest; denn unbeholfen ist
mein Mund und unbeholfen meine Zunge. $4/11$ Da sprach der HERR
zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gemacht? Oder wer macht
stumm oder taub, sehend oder blind? Nicht ich, der HERR? $4/12$
Und nun geh hin! Ich will mit deinem Mund sein und dich
unterweisen, was du reden sollst. $4/13$ Er aber erwiderte: Ach,
Herr! Sende doch, durch wen du senden willst! $4/14$ Da
entbrannte der Zorn des HERRN gegen Mose, und er sprach: Ist
nicht dein Bruder Aaron [da], der Levit? Ich wei, da er reden
kann. Und siehe, er geht auch [schon] aus, dir entgegen. Und
wenn er dich sieht, wird er sich freuen in seinem Herzen. $4/15$
Dann sollst du zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen,
und ich will mit deinem Mund und mit seinem Mund sein und will
euch unterweisen, was ihr tun sollt. $4/16$ Er aber soll fr
dich zum Volk reden. Und es wird geschehen, er wird fr dich zum
Mund sein, und du wirst fr ihn zum Gott sein. $4/17$ Und diesen
Stab sollst du in deine Hand nehmen; damit sollst du die Zeichen
tun.

Moses Rckkehr nach gypten.

$4/18$ Darauf ging Mose hin und kehrte zu seinem Schwiegervater
Jitro zurck und sagte zu ihm: Ich mchte gern gehen und zu
meinen Brdern zurckkehren, die in gypten sind, um zu sehen,
ob sie noch am Leben sind. Und Jetro sagte zu Mose: Geh hin in
Frieden! $4/19$ Und der HERR sprach zu Mose in Midian: Geh hin,
kehre nach gypten zurck! Denn alle Mnner sind gestorben, die
dir nach dem Leben trachteten. $4/20$ Da nahm Mose seine Frau
und seine Shne [mit sich], lie sie auf dem Esel reiten und
kehrte in das Land gypten zurck. Und Mose nahm den Stab Gottes
in seine Hand.

$4/21$ Und der HERR sprach zu Mose: Wenn du hinziehst, um nach
gypten zurckzukehren, sieh zu, da du all die Wunder, die ich
in deine Hand gelegt habe, vor dem Pharao tust! Und ich, ich
will sein Herz verstocken, so da er das Volk nicht ziehen
lassen wird. $4/22$ Und du sollst zum Pharao sagen: So spricht
der HERR: Mein erstgeborener Sohn ist Israel, - $4/23$ und ich
sage dir: La meinen Sohn ziehen, damit er mir dient! Wenn du
dich aber weigerst, ihn ziehen zu lassen, siehe, dann werde ich
deinen erstgeborenen Sohn umbringen.

$4/24$ Und es geschah auf dem Weg, in der Herberge, da trat der
HERR ihm entgegen und wollte ihn tten. $4/25$ Da nahm Zippora
einen scharfen Stein, schnitt ihrem Sohn die Vorhaut ab,
berhrte [damit] seine Fe und sagte: Wahrhaftig, du bist mir
ein Blutbrutigam! $4/26$ Da lie er von ihm ab. Damals sagte
sie `Blutbrutigam' wegen der Beschneidung.

$4/27$ Und der HERR sprach zu Aaron: Geh Mose entgegen in die
Wste! Da ging er hin und traf ihn am Berg Gottes und kte ihn.
$4/28$ Und Mose teilte Aaron alle Worte des HERRN mit, der ihn
gesandt, und all die Zeichen, die er ihm aufgetragen hatte.
$4/29$ Da gingen Mose und Aaron hin und versammelten alle
ltesten der Shne Israel. $4/30$ Und Aaron redete [zu ihnen]
alle Worte, die der HERR zu Mose geredet hatte, und tat die
Zeichen vor den Augen des Volkes. $4/31$ Und das Volk glaubte.
Und als sie hrten, da der HERR die Shne Israel heimgesucht
und ihr Elend gesehen habe, da warfen sie sich nieder und
beteten an.

Mose und Aaron vor Pharao.

\5\

$5/1$ Danach gingen Mose und Aaron hinein und sagten zum Pharao:
So spricht der HERR, der Gott Israels: La mein Volk ziehen,
damit sie mir in der Wste ein Fest feiern! $5/2$ Der Pharao
aber antwortete [ihnen]: Wer ist der HERR, da ich auf seine
Stimme hren sollte, Israel ziehen zu lassen? Ich kenne den
HERRN nicht und werde Israel auch nicht ziehen lassen. $5/3$ Und
sie sagten: Der Gott der Hebrer ist uns begegnet. La uns doch
drei Tagereisen weit in die Wste ziehen und dem HERRN, unserm
Gott, opfern, damit er uns nicht mit der Pest oder dem Schwert
schlgt! $5/4$ Der Knig von gypten antwortete ihnen: Wozu,
Mose und Aaron, wollt ihr das Volk von seinen Arbeiten abhalten?
Geht an eure Lastarbeiten! $5/5$ Weiter sagte der Pharao: Siehe,
das Volk des Landes ist jetzt [schon] zahlreich, und ihr wollt
sie mit ihren Lastarbeiten aufhren lassen!

Israels noch hrtere Bedrckung.

$5/6$ Und der Pharao befahl am gleichen Tag den Antreibern des
Volkes und seinen Aufsehern: $5/7$ Ihr sollt dem Volk nicht mehr
wie bisher Hcksel zur Anfertigung der Ziegel liefern! Sie
sollen selbst hingehen und sich Hcksel sammeln! $5/8$ Aber ihr
sollt ihnen die[selbe] Anzahl Ziegel auferlegen, die sie bisher
angefertigt haben; ihr sollt nichts daran krzen! Denn sie sind
faul; darum schreien sie: Wir wollen hinziehen, wir wollen
unserm Gott opfern! $5/9$ Die Arbeit soll schwer auf den Mnnern
lasten, damit sie daran zu schaffen haben und nicht auf
trgerische Reden achten.

$5/10$ Da gingen die Antreiber des Volkes und seine Aufseher
hinaus, redeten zum Volk und sagten: So spricht der Pharao: Ich
gebe euch kein Hcksel [mehr]. $5/11$ Geht selbst hin, holt euch
Hcksel, wo ihr es findet; doch von eurer Arbeit wird nichts
gekrzt. $5/12$ Darauf zerstreute sich das Volk im ganzen Land
gypten, um Strohstoppeln fr Hcksel zu sammeln. $5/13$ Und die
Antreiber drngten sie und sagten: Vollendet eure Arbeiten, die
Tagesleistung an ihrem Tag wie [frher], als [noch] Hcksel da
war! $5/14$ Dazu wurden die Aufseher der Shne Israel, die die
Antreiber des Pharao ber sie gesetzt hatten, geschlagen, indem
man sagte: Warum habt ihr weder gestern noch heute euer Ma an
Ziegeln erfllt wie bisher?

$5/15$ Da gingen die Aufseher der Shne Israel hinein und
schrieen zum Pharao: Warum verfhrst du so mit deinen Knechten?
$5/16$ Hcksel wird deinen Knechten nicht gegeben, und [doch]
sagt man zu uns: Stellt Ziegel her! Und siehe, deine Knechte
werden geschlagen, und dein Volk wird schuldig. $5/17$ Er
antwortete: Faulenzer seid ihr, Faulenzer! Darum sagt ihr: Wir
wollen hinziehen, wir wollen dem HERRN opfern. $5/18$ Und jetzt
geht, arbeitet! Hcksel wird euch nicht gegeben, aber die
bestimmte Anzahl Ziegel sollt ihr abliefern! $5/19$ Da sahen
sich die Aufseher der Shne Israel in einer blen Lage, weil man
sagte: Ihr sollt nichts an euren Ziegeln krzen: die
Tagesleistung an ihrem Tag! $5/20$ Als sie nun vom Pharao
herauskamen, trafen sie Mose und Aaron; die traten ihnen
entgegen. $5/21$ Und sie sagten zu ihnen: Der HERR sehe auf euch
und halte Gericht darber, da ihr unseren Geruch beim Pharao
und bei seinen Hofbeamten stinkend gemacht habt, indem ihr ihnen
das Schwert in die Hand gegeben habt, uns umzubringen. $5/22$ Da
wandte sich Mose an den HERRN und sagte: Herr, warum hast du
[so] bel an diesem Volk gehandelt? Wozu hast du mich denn
gesandt? $5/23$ Seitdem ich nmlich zum Pharao hineingegangen
bin, um in deinem Namen zu reden, hat er an diesem Volk bel
gehandelt, aber errettet hast du dein Volk keineswegs.

\6\

$6/1$ Der HERR jedoch sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was
ich dem Pharao antun werde. Denn durch eine starke Hand
[gezwungen,] wird er sie ziehen lassen, ja, durch eine starke
Hand [gezwungen,] wird er sie aus seinem Land hinausjagen.

Moses erneute Berufung und weiterer Auftrag.

$6/2$ Und Gott redete zu Mose und sprach zu ihm: Ich bin Jahwe.
$6/3$ Ich bin Abraham, Isaak und Jakob erschienen als Gott, der
Allmchtige; aber mit meinem Namen Jahwe habe ich mich ihnen
nicht zu erkennen gegeben. $6/4$ Auch habe ich meinen Bund mit
ihnen aufgerichtet, ihnen das Land Kanaan zu geben, das Land
ihrer Fremdlingschaft, in dem sie sich als Fremdlinge
aufgehalten haben. $6/5$ Und ich habe auch das chzen der Shne
Israel gehrt, die die gypter zur Arbeit zwingen, und ich habe
an meinen Bund gedacht. $6/6$ Darum sage zu den Shnen Israel:
Ich bin der HERR; ich werde euch herausfhren unter den
Lastarbeiten der gypter hinweg, euch aus ihrer Arbeit erretten
und euch erlsen mit ausgestrecktem Arm und durch groe
Gerichte. $6/7$ Und ich will euch mir zum Volk annehmen und will
euer Gott sein. Und ihr sollt erkennen, da ich der HERR, euer
Gott, bin, der euch herausfhrt unter den Lastarbeiten der
gypter hinweg. $6/8$ Dann werde ich euch in das Land bringen,
um dessentwillen ich meine Hand [zum Schwur] erhoben habe, da
ich es Abraham, Isaak und Jakob geben will, und ich werde es
euch zum Besitz geben, ich, der HERR. $6/9$ Mose nun redete so
zu den Shnen Israel. Aber aus Verzagtheit und wegen [ihrer]
schweren Arbeit hrten sie nicht auf Mose. $6/10$ Da redete der
HERR zu Mose und sprach: $6/11$ Geh hinein, sage dem Pharao, dem
Knig von gypten, er soll die Shne Israel aus seinem Land
ziehen lassen! $6/12$ Mose aber redete vor dem HERRN und sagte:
Siehe, die Shne Israel haben nicht auf mich gehrt, wie sollte
da der Pharao mich anhren, zumal ich unbeschnittene Lippen
habe! $6/13$ Aber der HERR redete zu Mose und zu Aaron und
beauftragte sie [als Gesandte] an die Shne Israel und an den
Pharao, den Knig von gypten, die Shne Israel aus dem Land
gypten hinauszufhren.

Stammbaum Moses und Aarons.

$6/14$ Dies sind die Hupter ihrer Vaterhuser: Die Shne
Rubens, des Erstgeborenen Israels: Henoch, Pallu, Hezron und
Karmi; das sind die Sippen Rubens. $6/15$ Und die Shne Simeons:
Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Schaul, der Sohn der
Kanaaniterin; das sind die Sippen Simeons.

V. 16-25: 1Chr 5,27-30; 6,1-15.

$6/16$ Und dies sind die Namen der Shne Levis nach ihrer
Geschlechterfolge: Gerschon, Kehat und Merari; und die
Lebensjahre Levis [betrugen] 137 Jahre. $6/17$ Die Shne
Gerschons waren: Libni und Schimi nach ihren Sippen. $6/18$ Und
die Shne Kehats: Amram, Jizhar, Hebron und Usiel; und die
Lebensjahre Kehats [betrugen] 133 Jahre. $6/19$ Und die Shne
Meraris: Machli und Muschi; das sind die Sippen Levis nach ihrer
Geschlechterfolge. $6/20$ Und Amram nahm sich Jochebed, die
Schwester seines Vaters, zur Frau; die gebar ihm Aaron und Mose;
und die Lebensjahre Amrams [betrugen] 137 Jahre. $6/21$ Die
Shne Jizhars aber waren Korach, Nefeg und Sichri, $6/22$ und
die Shne Usiels Mischael, Elizafan und Sitri. $6/23$ Aaron aber
nahm sich Elischeba, die Tochter Amminadabs, die Schwester
Nachschons, zur Frau; die gebar ihm Nadab, Abihu, Eleasar und
Itamar. $6/24$ Und die Shne Korachs waren Assir, Elkana und
Abiasaf; das sind die Sippen der Korachiter. $6/25$ Eleasar
aber, der Sohn Aarons, nahm sich eine von den Tchtern Putiels
zur Frau; die gebar ihm Pinhas; dies sind die Familienhupter
der Leviten nach ihren Sippen. $6/26$ Dieser Aaron und dieser
Mose sind es, zu denen der HERR gesprochen hat: Fhrt die Shne
Israel aus dem Land gypten hinaus nach ihren Heerscharen
[geordnet]! $6/27$ Diese sind es, die zum Pharao, dem Knig von
gypten, redeten, um die Shne Israel aus gypten
hinauszufhren: das sind Mose und Aaron.

Beglaubigungszeichen vor Pharao.

$6/28$ Und es geschah an dem Tag, an dem der HERR zu Mose im
Land gypten redete, $6/29$ da der HERR zu Mose redete und
sprach: Ich bin der HERR. Rede zum Pharao, dem Knig von
gypten, alles, was ich zu dir rede! $6/30$ Mose aber sagte vor
dem HERRN: Siehe, ich habe unbeschnittene Lippen, wie sollte der
Pharao auf mich hren?

\7\

$7/1$ Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich fr den
Pharao zum Gott eingesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein
Prophet sein. $7/2$ Du sollst alles reden, was ich dir befehlen
werde, und dein Bruder Aaron soll zum Pharao reden, da er die
Shne Israel aus seinem Land ziehen lassen soll. $7/3$ Ich aber
will das Herz des Pharao verhrten und meine Zeichen und Wunder
im Land gypten zahlreich machen. $7/4$ Und der Pharao wird
nicht auf euch hren. Dann werde ich meine Hand an gypten legen
und meine Heerscharen, mein Volk, die Shne Israel, durch groe
Gerichte aus dem Land gypten herausfhren. $7/5$ Und die
gypter sollen erkennen, da ich der HERR bin, wenn ich meine
Hand ber gypten ausstrecke und die Shne Israel aus ihrer
Mitte herausfhre. $7/6$ Da handelten Mose und Aaron, wie ihnen
der HERR befohlen hatte, so handelten sie. $7/7$ Mose aber war
80 Jahre alt und Aaron 83 Jahre, als sie zum Pharao redeten.

$7/8$ Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: $7/9$ Wenn der
Pharao zu euch reden und sagen wird: Weist euch durch ein Wunder
aus! - dann sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf
ihn vor dem Pharao hin! - er wird zu einer Schlange werden.
$7/10$ Da gingen Mose und Aaron zum Pharao hinein und machten es
so, wie der HERR geboten hatte: Aaron warf seinen Stab vor dem
Pharao und vor seinen Hofbeamten hin, und er wurde zur Schlange.
$7/11$ Da rief auch der Pharao die Weisen und Zauberer; und auch
sie, die Wahrsagepriester gyptens, machten es ebenso mit ihren
Zauberknsten, $7/12$ sie warfen jeder seinen Stab hin, und es
wurden Schlangen daraus. Aber Aarons Stab verschlang ihre Stbe.
$7/13$ Doch das Herz des Pharao wurde verstockt, und er hrte
nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte.

Erste Plage: Wasser wird zu Blut.

$7/14$ Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz des Pharao ist
verstockt. Er weigert sich, das Volk ziehen zu lassen. $7/15$
Geh morgen frh zum Pharao - siehe, er wird ans Wasser
hinausgehen -, tritt ihm entgegen am Ufer des Nil, nimm den
Stab, der sich in eine Schlange verwandelt hat, in deine Hand
$7/16$ und sage zu ihm: Der HERR, der Gott der Hebrer, hat mich
zu dir gesandt und gesagt: La mein Volk ziehen, damit sie mir
in der Wste dienen! Aber siehe, du hast bisher nicht gehrt.
$7/17$ [Darum,] so spricht der HERR: Daran sollst du erkennen,
da ich der HERR bin: Siehe, ich will mit dem Stab, der in
meiner Hand ist, auf das Wasser im Nil schlagen, und es wird
sich in Blut verwandeln. $7/18$ Dann werden die Fische im Nil
sterben, und der Nil wird stinken, so da es die gypter ekeln
wird, Wasser aus dem Nil zu trinken. $7/19$ Und der HERR sprach
zu Mose: Sage zu Aaron: Nimm deinen Stab und strecke deine Hand
aus ber die Gewsser gyptens, ber seine Flsse, Nilarme,
Smpfe und all seine Wasserstellen, so da sie zu Blut werden!
Und im ganzen Land gypten wird Blut sein, selbst in [Gefen
aus] Holz und Stein. $7/20$ Da taten Mose und Aaron, wie der
HERR geboten hatte; und er erhob den Stab und schlug vor den
Augen des Pharao und vor den Augen seiner Hofbeamten [auf] das
Wasser im Nil. Da wurde alles Wasser, das im Nil war, in Blut
verwandelt. $7/21$ Die Fische im Nil starben, und der Nil wurde
stinkend, und die gypter konnten das Wasser aus dem Nil nicht
trinken; und das Blut war im ganzen Land gypten. $7/22$ Aber
die Wahrsagepriester gyptens machten es ebenso mit ihren
Zauberknsten. Da blieb das Herz des Pharao verstockt, und er
hrte nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte. $7/23$ Da
wandte sich der Pharao um, ging in sein Haus und nahm auch dies
nicht zu Herzen. $7/24$ Alle gypter aber gruben in der Umgebung
des Nil nach Wasser zum Trinken, denn vom Wasser des Nil konnten
sie nicht trinken. $7/25$ Und es wurden sieben Tage erfllt,
nachdem der HERR den Nil geschlagen hatte.

Zweite Plage: Frsche.

$7/26$ Darauf sprach der HERR zu Mose: Geh zum Pharao hinein und
sage zu ihm: So spricht der HERR: La mein Volk ziehen, damit
sie mir dienen! $7/27$ Wenn du dich aber weigerst, es ziehen zu
lassen, siehe, so will ich dein ganzes Gebiet mit Frschen
schlagen. $7/28$ Und der Nil wird von Frschen wimmeln, und sie
werden heraufsteigen und in dein Haus kommen, in dein
Schlafzimmer und auf dein Bett, in die Huser deiner Hofbeamten
und unter dein Volk, in deine Backfen und in deine Backtrge.
$7/29$ Und die Frsche werden heraufkommen ber dich, ber dein
Volk und ber all deine Hofbeamten.

\8\

$8/1$ Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Strecke deine
Hand mit deinem Stab aus ber die Flsse, die Nilarme und die
Smpfe, und la die Frsche ber das Land gypten heraufkommen!
$8/2$ Da streckte Aaron seine Hand aus ber die Gewsser in
gypten, und die Frsche kamen herauf und bedeckten das Land
gypten. $8/3$ Aber die Wahrsagepriester machten es ebenso mit
ihren Zauberknsten und lieen die Frsche ber das Land gypten
heraufkommen.

$8/4$ Da rief der Pharao Mose und Aaron [zu sich] und sagte:
Betet zum HERRN, da er die Frsche von mir und meinem Volk
wegschafft! Dann will ich das Volk ziehen lassen, und sie mgen
dem HERRN opfern. $8/5$ Und Mose sagte zum Pharao: Verfge ber
mich, auf wann ich fr dich, fr deine Hofbeamten und fr dein
Volk beten soll zur Ausrottung der Frsche von dir und aus
deinen Husern, [so da] sie nur im Nil brigbleiben! $8/6$ Er
antwortete: Auf morgen. Da sagte er: Nach deinem Wort [soll es
geschehen], damit du erkennst, da niemand ist wie der HERR,
unser Gott. $8/7$ Und die Frsche werden von dir, aus deinen
Husern, von deinen Hofbeamten und von deinem Volk weichen; nur
im Nil sollen sie brigbleiben. $8/8$ Nachdem nun Mose und Aaron
vom Pharao hinausgegangen waren, schrie Mose zum HERRN wegen der
Frsche, die er ber den Pharao gebracht hatte. $8/9$ Und der
HERR tat nach dem Wort des Mose, und die Frsche starben weg aus
den Husern, aus den Gehften und von den Feldern. $8/10$ Und
man schttete sie haufenweise zusammen, so da das Land [davon]
stank. $8/11$ Als aber der Pharao sah, da die [versprochene]
Erleichterung eingetreten war, da verstockte er sein Herz, und
er hrte nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte.

Dritte Plage: Mcken.

$8/12$ Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Strecke
deinen Stab aus und schlage den Staub [auf] der Erde! Dann wird
er im ganzen Land gypten zu Mcken werden. $8/13$ Sie machten
es so: Aaron streckte seine Hand mit seinem Stab aus und schlug
den Staub [auf] der Erde. Da kamen die Mcken ber die Menschen
und ber das Vieh; aller Staub der Erde wurde zu Mcken im
ganzen Land gypten. $8/14$ Die Wahrsagepriester aber machten es
ebenso mit ihren Zauberknsten, um die Mcken hervorzubringen;
aber sie konnten es nicht. Und die Mcken kamen ber die
Menschen und ber das Vieh. $8/15$ Da sagten die
Wahrsagepriester zum Pharao: Das ist der Finger Gottes! Aber das
Herz des Pharao blieb verstockt, und er hrte nicht auf sie, wie
der HERR geredet hatte.

Vierte Plage: Stechfliegen.

$8/16$ Und der HERR sprach zu Mose: Mach dich morgen frh auf,
tritt vor den Pharao - siehe, er wird ans Wasser hinausgehen -
und sage zu ihm: So spricht der HERR: La mein Volk ziehen,
damit sie mir dienen! $8/17$ Denn wenn du mein Volk nicht ziehen
lt, siehe, so werde ich die Stechfliegen ziehen lassen ber
dich, deine Hofbeamten, dein Volk und deine Huser. Und die
Huser der gypter werden voll von Stechfliegen sein, ja sogar
der Erdboden, auf dem sie [stehen]. $8/18$ Ich werde aber an
jenem Tag das Land Goschen, in dem sich mein Volk aufhlt,
besonders behandeln, so da dort keine Stechfliegen sein werden,
damit du erkennst, da ich, der HERR, mitten im Land bin. $8/19$
Und ich werde einen Unterschied setzen zwischen meinem Volk und
deinem Volk; morgen wird dieses Zeichen geschehen. $8/20$ Und
der HERR machte es so: Es kamen Stechfliegen in Menge in das
Haus des Pharao und in die Huser seiner Hofbeamten und ins
ganze Land gypten. [So] wurde das Land von den Stechfliegen
verheert.

$8/21$ Da rief der Pharao Mose und Aaron und sagte: Geht hin und
opfert eurem Gott [hier] im Land! $8/22$ Mose erwiderte: Es ist
nicht statthaft, es zu tun; denn wir wrden dem HERRN, unserem
Gott, opfern, was den gyptern ein Greuel ist. Siehe, wenn wir
vor den Augen der gypter opferten, was ihnen ein Greuel ist,
wrden sie uns dann nicht steinigen? $8/23$ Drei Tagereisen weit
wollen wir in die Wste ziehen und dem HERRN, unserem Gott,
opfern, wie er uns befiehlt. $8/24$ Da sagte der Pharao: Ich
will euch ziehen lassen, damit ihr dem HERRN, eurem Gott, in der
Wste opfert. Nur entfernt euch nicht zu weit! Betet fr mich!
$8/25$ Mose antwortete: Siehe, wenn ich von dir hinausgegangen
bin, will ich zum HERRN beten, und morgen werden die
Stechfliegen vom Pharao, von seinen Hofbeamten und von seinem
Volk weichen. Nur mge der Pharao [uns] nicht noch einmal
tuschen, so da er das Volk nicht ziehen lt, damit es dem
HERRN opfert! $8/26$ Darauf ging Mose vom Pharao hinaus und
betete zum HERRN. $8/27$ Und der HERR tat nach dem Wort des Mose
und schaffte die Stechfliegen weg vom Pharao, von seinen
Hofbeamten und von seinem Volk. Nicht eine blieb brig. $8/28$
Aber der Pharao verstockte sein Herz auch diesmal und lie das
Volk nicht ziehen.

Fnfte Plage: Viehpest.

\9\

$9/1$ Da sprach der HERR zu Mose: Geh zum Pharao hinein und sage
zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebrer: La mein Volk
ziehen, damit sie mir dienen! $9/2$ Denn wenn du dich weigerst,
sie ziehen zu lassen, und sie noch [lnger] festhltst, $9/3$
siehe, [dann] wird die Hand des HERRN ber dein Vieh kommen, das
auf dem Feld ist, ber die Pferde, ber die Esel, ber die
Kamele, ber die Rinder und ber die Schafe - eine sehr schwere
Pest. $9/4$ Aber der HERR wird einen Unterschied machen zwischen
dem Vieh Israels und dem Vieh der gypter, so da von allem, was
den Shnen Israel gehrt, nicht ein Stck sterben wird. $9/5$
Auch setzte der HERR eine bestimmte Zeit fest, indem er sprach:
Morgen wird der HERR dies im Lande tun. $9/6$ Und der HERR tat
es am Tag darauf, da starb alles Vieh der gypter, aber von dem
Vieh der Shne Israel starb kein einziges [Stck]. $9/7$ Und der
Pharao sandte hin, und siehe, von dem Vieh Israels war auch
nicht ein [Stck] gestorben. Aber das Herz des Pharao blieb
verstockt, und er lie das Volk nicht ziehen.

Sechste Plage: Geschwre.

$9/8$ Da sprach der HERR zu Mose und Aaron: Nehmt euch beide
Hnde voll Ofenru, und Mose soll ihn vor den Augen des Pharao
gegen den Himmel streuen. $9/9$ Dann wird er ber dem ganzen
Land gypten zu Staub werden, und es werden daraus an den
Menschen und am Vieh im ganzen Land gypten Geschwre entstehen,
die in Blasen aufbrechen. $9/10$ Und sie nahmen den Ofenru und
traten vor den Pharao, und Mose streute ihn gegen den Himmel; so
wurde er zu Geschwren von Blasen, die an den Menschen und am
Vieh aufbrachen. $9/11$ Die Wahrsagepriester aber konnten wegen
der Geschwre nicht vor Mose treten; denn die Geschwre waren an
den Wahrsagepriestern wie an allen gyptern. $9/12$ Doch der
HERR verstockte das Herz des Pharao, und er hrte nicht auf sie,
wie der HERR zu Mose geredet hatte.

Siebte Plage: Hagel.

$9/13$ Da sprach der HERR zu Mose: Mach dich frh am Morgen auf,
tritt vor den Pharao und sage zu ihm: So spricht der HERR, der
Gott der Hebrer: La mein Volk ziehen, damit sie mir dienen!
$9/14$ Denn diesmal will ich all meine Plagen in dein Herz,
unter deine Hofbeamten und unter dein Volk senden, damit du
erkennst, da niemand auf der ganzen Erde mir gleich ist. $9/15$
Denn [schon] jetzt htte ich meine Hand ausstrecken und dich und
dein Volk mit der Pest schlagen knnen, so da du von der Erde
ausgetilgt worden wrst. $9/16$ Aber eben deshalb habe ich dich
bestehen lassen, um dir meine Macht zu zeigen, und damit man auf
der ganzen Erde meinen Namen verkndigt. $9/17$ [Doch] du
verhltst dich noch immer hochmtig gegen mein Volk, da du sie
nicht ziehen lt. $9/18$ Siehe, ich will morgen um diese Zeit
einen sehr schweren Hagel regnen lassen, wie es in gypten noch
keinen gegeben hat vom Tag seiner Grndung an bis jetzt. $9/19$
Und nun sende hin und bring dein Vieh in Sicherheit und alles,
was du auf dem Feld hast! Alle Menschen und Tiere, die sich auf
dem Feld befinden und nicht ins Haus gebracht werden, auf die
wird der Hagel fallen, und sie werden sterben. $9/20$ Wer [nun]
unter den Dienern des Pharao das Wort des HERRN frchtete, der
lie seine Knechte und sein Vieh in die Huser flchten. $9/21$
Wer aber das Wort des HERRN nicht zu Herzen nahm, der lie seine
Knechte und sein Vieh auf dem Feld.

$9/22$ Und der HERR sprach zu Mose: Strecke deine Hand gegen den
Himmel aus, dann wird im ganzen Land gypten Hagel fallen auf
die Menschen und auf die Tiere und auf alles Gewchs des Feldes
im Land gypten! $9/23$ Da streckte Mose seinen Stab gegen den
Himmel aus, und der HERR sandte Donner und Hagel; und Feuer fuhr
zur Erde nieder. So lie der HERR Hagel auf das Land gypten
regnen. $9/24$ Und mit dem Hagel kam Feuer, das mitten im Hagel
hin und her zuckte; [und der Hagel] war sehr schwer, wie es im
ganzen Land gypten [noch] keinen gegeben hat, seitdem [dieses
Land] eine Nation geworden ist. $9/25$ Und der Hagel schlug im
ganzen Land gypten alles, was auf dem Feld war, vom Menschen
bis zum Vieh; auch alles Gewchs des Feldes zerschlug der Hagel,
und alle Bume des Feldes zerbrach er. $9/26$ Nur im Land
Goschen, wo die Shne Israel waren, fiel kein Hagel.

$9/27$ Da sandte der Pharao hin, lie Mose und Aaron rufen und
sagte zu ihnen: Diesmal habe ich gesndigt. Der HERR ist der
Gerechte, ich aber und mein Volk sind die Schuldigen. $9/28$
Betet zum HERRN, da es [nun] genug sei mit dem Donner Gottes
und dem Hagel! Dann will ich euch ziehen lassen, und ihr braucht
nicht lnger zu bleiben. $9/29$ Da sagte Mose zu ihm: Sobald ich
zur Stadt hinausgehe, will ich meine Hnde zum HERRN ausbreiten:
der Donner wird aufhren, und der Hagel wird nicht mehr fallen,
damit du erkennst, da die Erde dem HERRN gehrt. $9/30$ Du aber
und deine Hofbeamten - [das] habe ich erkannt, da ihr euch
[immer] noch nicht vor Gott, dem HERRN frchtet. $9/31$ Der
Flachs und die Gerste zwar waren zerschlagen; denn die Gerste
[stand in] hren und der Flachs in Blte. $9/32$ Aber der Weizen
und das Korn waren nicht zerschlagen, weil sie spter reif
werden. $9/33$ So ging nun Mose vom Pharao zur Stadt hinaus und
breitete seine Hnde zum HERRN aus; da hrte der Donner und der
Hagel auf, und der Regen ergo sich nicht mehr auf die Erde.
$9/34$ Als aber der Pharao sah, da der Regen, der Hagel und der
Donner aufgehrt hatten, da sndigte er weiter und verstockte
sein Herz, er und seine Hofbeamten. $9/35$ So blieb das Herz des
Pharao verstockt, und er lie die Shne Israel nicht ziehen, wie
der HERR durch Mose geredet hatte.

Achte Plage: Heuschrecken.

\10\

$10/1$Danach sprach der HERR zu Mose: Geh zum Pharao hinein,
denn ich habe sein Herz und das Herz seiner Hofbeamten
verstockt, um diese meine Zeichen mitten unter ihnen zu tun,
$10/2$ und damit du vor den Ohren deiner Kinder und Kindeskinder
erzhlst, wie ich den gyptern mitgespielt habe, und meine
Zeichen, die ich unter ihnen getan habe. So werdet ihr erkennen,
da ich der HERR bin. $10/3$ Da gingen Mose und Aaron zum Pharao
hinein und sagten zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der
Hebrer: Bis wann willst du dich [noch] weigern, dich vor mir zu
demtigen? La mein Volk ziehen, damit sie mir dienen! $10/4$
Denn wenn du dich weigerst, mein Volk ziehen zu lassen, siehe,
dann will ich morgen Heuschrecken in dein Gebiet bringen. $10/5$
Die werden den Boden des Landes bedecken, so da man das Land
nicht mehr sehen kann. Und sie werden den Rest fressen, was
gerettet [und] euch vom Hagel briggelassen worden ist; auch
werden sie alle Bume fressen, die euch auf dem Feld wachsen.
$10/6$ Und sie werden deine Huser fllen und die Huser all
deiner Hofbeamten und die Huser aller gypter, wie es deine
Vter und die Vter deiner Vter nicht gesehen haben seit dem
Tag, an dem sie auf dem Land [sehaft] wurden, bis auf den
heutigen Tag. Darauf wandte er sich um und ging vom Pharao
hinaus.

$10/7$ Da sagten die Hofbeamten des Pharao zu ihm: Wie lange
[noch] soll uns dieser [Mann] zur Falle sein? La die Leute
ziehen, damit sie dem HERRN, ihrem Gott, dienen! Erkennst du
[denn] noch nicht, da gypten verloren ist? $10/8$ Darauf
wurden Mose und Aaron wieder zum Pharao gebracht, und er sagte
zu ihnen: Zieht hin, dient dem HERRN, eurem Gott! Wer alles soll
denn mitgehen? $10/9$ Mose antwortete: Mit unsern Jungen und mit
unsern Alten wollen wir gehen, mit unsern Shnen und mit unsern
Tchtern, mit unsern Schafen und mit unsern Rindern wollen wir
gehen; denn wir haben ein Fest des HERRN [zu feiern]. $10/10$ Er
aber sagte zu ihnen: So [gewi] mge der HERR mit euch sein, wie
ich euch mit euren Kindern ziehen lasse! Seht [doch selbst], da
ihr Bses vorhabt! $10/11$ So nicht! Zieht doch hin, ihr Mnner,
und dient dem HERRN! Denn das ist es, was ihr begehrt. Und man
jagte sie vom Pharao hinaus.

$10/12$ Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand aus ber
das Land gypten wegen der Heuschrecken, damit sie ber das Land
gypten heraufkommen und alles Gewchs des Landes fressen,
alles, was der Hagel briggelassen hat! $10/13$ Und Mose
streckte seinen Stab ber das Land gypten aus; da trieb der
HERR jenen ganzen Tag und die ganze Nacht einen Ostwind ins
Land; [und] als es Morgen geworden war, hatte der Ostwind die
Heuschrecken herbeigetragen. $10/14$ So kamen die Heuschrecken
ber das ganze Land gypten herauf und lieen sich im ganzen
Gebiet gyptens in gewaltiger Menge nieder. Vor ihnen hat es
keinen solchen Heuschreck[enschwarm] wie diesen gegeben, und
nach ihnen wird es keinen solchen mehr geben. $10/15$ Und sie
bedeckten die Oberflche des ganzen Landes, so da es finster im
Land wurde; und sie fraen alles Gewchs des Landes und alle
Frchte der Bume, die der Hagel briggelassen hatte. So blieb
im ganzen Land gypten an den Bumen und Gewchsen des Feldes
nichts Grnes brig.

$10/16$ Da rief der Pharao schnell Mose und Aaron herbei und
sagte: Ich habe gesndigt gegen den HERRN, euren Gott, und gegen
euch! $10/17$ Und nun vergib doch meine Snde nur [noch] diesmal
und betet zum HERRN, eurem Gott, da er nur diesen Tod von mir
wegnimmt! $10/18$ Darauf ging er von dem Pharao hinaus und
betete zum HERRN. $10/19$ Und der HERR verwandelte [den Ostwind
in] einen sehr starken Westwind; der hob die Heuschrecken auf
und warf sie ins Schilfmeer. Es blieb nicht eine Heuschrecke
brig in dem ganzen Gebiet gyptens. $10/20$ Aber der HERR
verstockte das Herz des Pharao, und er lie die Shne Israel
nicht ziehen.

Neunte Plage: Finsternis.

$10/21$ Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand gegen den
Himmel aus! Dann wird eine [solche] Finsternis ber das Land
gypten kommen, da man die Finsternis greifen kann. $10/22$ Und
Mose streckte seine Hand gegen den Himmel aus: Da entstand im
ganzen Land gypten eine dichte Finsternis drei Tage [lang].
$10/23$ Man konnte einander nicht sehen, und niemand stand von
seinem Platz auf drei Tage lang; aber alle Shne Israel hatten
Licht in ihren Wohnsitzen. - $10/24$ Da rief der Pharao Mose
herbei und sagte: Zieht hin, dient dem HERRN! Nur eure Schafe
und Rinder sollen zurckbleiben; auch eure Kinder mgen mit euch
ziehen! $10/25$ Mose aber sagte: Gbest du selber in unsere
Hnde Schlachtopfer und Brandopfer, damit wir [sie] dem HERRN,
unserem Gott, zubereiten - $10/26$ unser Vieh zieht dennoch mit
uns, nicht eine Klaue darf zurckbleiben; denn davon werden wir
nehmen, um dem HERRN, unserm Gott, zu dienen. Wir wissen ja
nicht, womit wir dem HERRN dienen sollen, bis wir dorthin
kommen. $10/27$ Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, so
da er nicht bereit war, sie ziehen zu lassen. $10/28$ Und der
Pharao sagte zu ihm: Geh weg von mir! Hte dich, mir nochmals
unter die Augen zu treten! Denn an dem Tag, an dem du mir
[wieder] unter die Augen trittst, mut du sterben. $10/29$
Darauf sagte Mose: Du hast recht geredet, ich werde dir nicht
mehr unter die Augen treten.

Androhung der zehnten Plage.

V. 1-8: Kap. 12,29-39.

\11\

$11/1$ Und der HERR sprach zu Mose: Noch eine Plage will ich
ber den Pharao und ber gypten bringen; danach wird er euch
von hier wegziehen lassen. Wenn er euch endgltig ziehen lt,
wird er euch sogar vllig von hier fortjagen. $11/2$ Rede doch
zu den Ohren des Volkes: Jeder soll sich von seinem Nachbarn und
jede von ihrer Nachbarin silberne Schmuckstcke und goldene
Schmuckstcke erbitten. $11/3$ Und der HERR gab dem Volk Gunst
in den Augen der gypter. Der Mann Mose war sogar sehr angesehen
im Land gypten, in den Augen der Hofbeamten des Pharao und in
den Augen des Volkes. $11/4$ Mose nun sagte [zum Pharao]: So
spricht der HERR: Um Mitternacht will ich ausgehen [und] mitten
durch gypten [schreiten]. $11/5$ Dann wird alle Erstgeburt im
Land gypten sterben, von dem Erstgeborenen des Pharao, der auf
seinem Thron sitzt, bis zum Erstgeborenen der Sklavin hinter der
Handmhle, sowie alle Erstgeburt des Viehs. $11/6$ Da wird es
ein groes Jammergeschrei im ganzen Land gypten geben, wie es
[noch] keines gegeben hat und es [auch] keines mehr geben wird.
$11/7$ Aber gegen keinen von den Shnen Israel wird [auch nur]
ein Hund seine Zunge spitzen, vom Menschen bis zum Vieh, damit
ihr erkennt, da der HERR einen Unterschied macht zwischen den
gyptern und den Israeliten. $11/8$ Dann werden diese deine
Hofbeamten alle zu mir herabkommen, sich vor mir niederbeugen
und sagen: Zieh aus, du und das ganze Volk, das in deinem
Gefolge ist! Und danach werde ich ausziehen. - Und er ging in
glhendem Zorn vom Pharao hinaus.

$11/9$ Der HERR hatte nmlich zu Mose gesagt: Der Pharao wird
nicht auf euch hren, damit meine Wunder im Land gypten
zahlreich werden. $11/10$ Und Mose und Aaron haben alle diese
Wunder vor dem Pharao getan. Aber der HERR hatte das Herz des
Pharao verstockt, so da er die Shne Israel nicht aus seinem
Land ziehen lie.

Passah und Fest der ungesuerten Brote.

\12\

$12/1$ Und der HERR sprach zu Mose und Aaron im Land gypten:
$12/2$ Dieser Monat soll fr euch der Anfangsmonat sein, er sei
euch der erste von den Monaten des Jahres! $12/3$ Redet zur
ganzen Gemeinde Israel und sagt: Am zehnten dieses Monats, da
nehmt euch ein jeder ein Lamm fr ein Vaterhaus, [je] ein Lamm
fr das Haus! $12/4$ Wenn aber das Haus fr ein Lamm nicht
zahlreich genug ist, dann nehme er es mit seinem Nachbarn, der
seinem Haus am nchsten [wohnt], nach der Zahl der Seelen; nach
dem Ma dessen, was jeder it, sollt ihr ihn auf das Lamm
anrechnen. $12/5$ Ein Lamm ohne Fehler, ein mnnliches,
einjhriges, soll es fr euch sein; von den Schafen oder von den
Ziegen sollt ihr es nehmen. $12/6$ Und ihr sollt es bis zum
vierzehnten Tag dieses Monats aufbewahren. Dann soll es die
ganze Versammlung der Gemeinde Israel zwischen den zwei Abenden
schlachten. $12/7$ Und sie sollen von dem Blut nehmen und es an
die beiden Trpfosten und die Oberschwelle streichen an den
Husern, in denen sie es essen. $12/8$ Das Fleisch aber sollen
sie [noch] in derselben Nacht essen, am Feuer gebraten, und
[dazu] ungesuertes Brot; mit bitteren Krutern sollen sie es
essen. $12/9$ Ihr drft nichts davon roh oder etwa im Wasser
gekocht essen, sondern am Feuer gebraten [sollt ihr es essen]:
seinen Kopf samt seinen Unterschenkeln und Eingeweiden. $12/10$
Und ihr drft nichts davon bis zum Morgen briglassen! Was aber
davon bis zum Morgen brigbleibt, sollt ihr mit Feuer
verbrennen. $12/11$ So aber sollt ihr es essen: eure Lenden
gegrtet, eure Schuhe an euren Fen und euren Stab in eurer
Hand; und ihr sollt es essen in Eile. Ein Passah fr den HERRN
ist es. $12/12$ Und ich werde in dieser Nacht durch das Land
gypten gehen und alle Erstgeburt im Land gypten erschlagen vom
Menschen bis zum Vieh. Auch an allen Gttern gyptens werde ich
ein Strafgericht vollstrecken, ich, der HERR. $12/13$ Aber das
Blut soll fr euch zum Zeichen an den Husern werden, in denen
ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich an euch
vorbergehen: so wird keine Plage, die Verderben bringt, unter
euch sein, wenn ich das Land gypten schlage. $12/14$ Und dieser
Tag soll euch eine Erinnerung sein, und ihr sollt ihn feiern als
Fest fr den HERRN. Als ewige Satzung fr [all] eure
Generationen sollt ihr ihn feiern.

V. 15-20: Kap. 13,3-10; 23,15; 34,18; 3Mo 23,6-8; 4Mo 28,17-25;
5Mo 16,3.4.8.

$12/15$ Sieben Tage sollt ihr ungesuertes Brot essen; ja,
[gleich] am ersten Tag sollt ihr den Sauerteig aus euren Husern
wegtun; denn jeder, der Gesuertes it, diese Seele soll aus
Israel ausgerottet werden - [das gilt] vom ersten Tag bis zum
siebten Tag. $12/16$ Und am ersten Tag sollt ihr eine heilige
Versammlung halten und [ebenso] am siebten Tag eine heilige
Versammlung. An diesen [Tagen] darf keinerlei Arbeit getan
werden; nur was von jeder Seele gegessen wird, das allein darf
von euch zubereitet werden. $12/17$ So haltet denn [das Fest]
der ungesuerten Brote! Denn an eben diesem Tag habe ich eure
Heerscharen aus dem Land gypten herausgefhrt. Darum sollt ihr
diesen Tag halten als ewige Ordnung fr all eure Generationen.
$12/18$ Im ersten [Monat], am 14. Tag des Monats, am Abend,
sollt ihr ungesuertes Brot essen bis zum 21. Tag des Monats, am
Abend. $12/19$ Sieben Tage darf kein Sauerteig in euren Husern
gefunden werden; denn jeder, der Gesuertes it, diese Seele
soll aus der Gemeinde Israel ausgerottet werden, er sei ein
Fremder oder Einheimischer des Landes. $12/20$ Nichts Gesuertes
drft ihr essen; in all euren Wohnsitzen sollt ihr ungesuertes
Brot essen!

$12/21$ Und Mose berief alle ltesten Israels und sagte zu
ihnen: Macht euch daran und nehmt euch nach [der Gre] eurer
Sippen Schafe und schlachtet das Passah. $12/22$ Dann nehmt ein
Bschel Ysop und taucht es in das Blut im Becken und streicht
[etwas] von dem Blut, das in dem Becken ist, an die Oberschwelle
und an die beiden Trpfosten. Ihr aber - von euch darf bis zum
Morgen keiner zur Tr seines Hauses hinausgehen. $12/23$ Und der
HERR wird durch [das Land] gehen, um die gypter zu schlagen.
Sieht er [dann] das Blut an der Oberschwelle und an den beiden
Trpfosten, wird der HERR an der Tr vorbergehen und wird dem
Verderber nicht erlauben, in eure Huser zu kommen, [euch] zu
schlagen. $12/24$ Darum sollt ihr dieses Wort ewig halten als
Ordnung fr dich und deine Kinder. $12/25$ Und es soll
geschehen, wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben
wird, wie er geredet hat, dann sollt ihr diesen Dienst ausben.
$12/26$ Und es soll geschehen, wenn euch eure Kinder fragen: Was
bedeutet dieser Dienst fr euch?, $12/27$ dann sollt ihr sagen:
Es ist ein Passahopfer fr den HERRN, der an den Husern der
Shne Israel in gypten vorberging, als er die gypter schlug,
unsere Huser aber rettete. Da warf sich das Volk nieder und
betete an. $12/28$ Und die Shne Israel gingen hin und machten
es, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte, so machten sie
es.

Zehnte Plage: Tod der Erstgeburt.

V. 29-39: Kap. 11,1-8.

$12/29$ Und es geschah um Mitternacht, da erschlug der HERR alle
Erstgeburt im Land gypten vom Erstgeborenen des Pharao, der auf
seinem Thron sa, bis zum Erstgeborenen des Gefangenen im
Kerker, auch alle Erstgeburt des Viehs. $12/30$ Da stand der
Pharao nachts auf, er und alle seine Hofbeamten und alle
gypter, und es entstand ein groes Jammergeschrei in gypten,
denn es gab kein Haus, in dem nicht ein Toter war. $12/31$ Und
er rief Mose und Aaron nachts herbei und sagte: Macht euch auf,
zieht weg aus der Mitte meines Volkes, sowohl ihr als auch die
Shne Israel, und geht hin, dient dem HERRN, wie ihr gesagt
habt! $12/32$ Auch eure Schafe und Rinder nehmt mit, wie ihr
gesagt habt, und geht hin und segnet auch mich! $12/33$ Und die
gypter bedrngten das Volk, um sie [mglichst] schnell aus dem
Land schicken zu knnen, denn sie sagten [sich]: Wir alle sind
[sonst] des Todes!

Israels Auszug aus gypten - Ordnung des Passah.

$12/34$ Das Volk nun hob seinen Teig auf, ehe er gesuert war;
ihre Backschsseln [trugen sie], in ihre Kleidung gewickelt, auf
ihren Schultern. $12/35$ Und die Shne Israel hatten nach dem
Wort des Mose getan und sich von den gyptern silberne
Schmuckstcke und goldene Schmuckstcke und Kleidung erbeten.
$12/36$ Dazu hatte der HERR dem Volk in den Augen der gypter
Gunst gegeben, so da sie auf ihre Bitte eingegangen waren. So
plnderten sie die gypter aus.

$12/37$ Nun brachen die Shne Israel auf [und zogen] von Ramses
nach Sukkot, etwa 600 000 Mann zu Fu, die Mnner ohne die
Kinder. $12/38$ Es zog aber auch viel Mischvolk mit ihnen
hinauf, dazu Schafe und Rinder, sehr viel Vieh. $12/39$ Und sie
backten den Teig, den sie aus gypten gebracht hatten, zu
ungesuerten Brotfladen; denn er war nicht gesuert, weil sie
aus gypten weggetrieben worden waren und nicht [lnger] hatten
warten knnen; so hatten sie sich auch keine Wegzehrung
bereitet. $12/40$ Die Zeit des Aufenthaltes der Shne Israel
aber, die sie in gypten zugebracht hatten, betrug 430 Jahre.
$12/41$ Und es geschah am Ende der 430 Jahre, ja, es geschah an
eben diesem Tag, da alle Heerscharen des HERRN aus dem Land
gypten auszogen. $12/42$ Eine Nacht des Wachens war dies fr
den HERRN, damit er sie aus dem Land gypten herausfhren
konnte; das ist diese dem HERRN [geweihte] Nacht, ein Wachen fr
alle Shne Israel in all ihren Generationen.

$12/43$ Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die
Ordnung des Passah: Kein Fremder soll davon essen. $12/44$ Jeder
um Geld gekaufte Sklave eines Mannes aber - wenn du ihn
beschneidest, dann darf er davon essen. $12/45$ Ein Beisasse
oder Lohnarbeiter darf nicht davon essen. $12/46$ In einem Haus
soll es gegessen werden; du sollst nichts von dem Fleisch aus
dem Haus hinausbringen, und ihr sollt kein Bein an ihm
zerbrechen. $12/47$ Die ganze Gemeinde Israel soll es feiern.
$12/48$ Wenn sich aber ein Fremdling bei dir aufhlt und dem
HERRN das Passah feiern will, so soll [bei] ihm alles Mnnliche
beschnitten werden, und dann komme er herbei, um es zu feiern;
und er soll wie ein Einheimischer des Landes gelten. Es darf
jedoch kein Unbeschnittener davon essen. $12/49$ Ein Gesetz soll
gelten fr den Einheimischen und fr den Fremdling, der sich
mitten unter euch aufhlt. $12/50$ Darauf machten es alle Shne
Israel, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte; so machten
sie es.

$12/51$ Und es geschah an eben diesem Tag, da fhrte der HERR
die Shne Israel, nach ihren Heerscharen [geordnet], aus dem
Land gypten heraus.

Fest der ungesuerten Brote - Heiligung der Erstgeburt.

\13\

$13/1$ Danach redete der HERR zu Mose und sprach: $13/2$ Heilige
mir alle Erstgeburt! Alles bei den Shnen Israel, was zuerst den
Mutterscho durchbricht unter den Menschen und unter dem Vieh,
mir gehrt es.

V. 3-10: Kap. 12,15-20.

$13/3$ Und Mose sagte zum Volk: Gedenkt dieses Tages, an dem ihr
aus gypten gezogen seid, aus dem Sklavenhaus! Denn mit starker
Hand hat euch der HERR von dort herausgefhrt. Darum soll kein
gesuertes [Brot] gegessen werden. $13/4$ Heute zieht ihr aus im
Monat Abib. $13/5$ Und es soll geschehen, wenn der HERR dich in
das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Hewiter und
Jebusiter bringt, das dir zu geben er deinen Vtern geschworen
hat, ein Land, das von Milch und Honig berfliet, dann sollst
du diesen Dienst in diesem Monat ausben. $13/6$ Sieben Tage
sollst du ungesuertes Brot essen, und am siebten Tag ist ein
Fest fr den HERRN. $13/7$ Whrend der sieben Tage soll man
ungesuertes Brot essen, und kein gesuertes [Brot] soll bei dir
gesehen werden, noch soll Sauerteig in all deinen Grenzen bei
dir gesehen werden. $13/8$ Und du sollst [dies] deinem Sohn an
jenem Tag so erklren: Es geschieht um deswillen, was der HERR
fr mich getan hat, als ich aus gypten zog. $13/9$ Und es sei
dir ein Zeichen auf deiner Hand und ein Gedenkzeichen zwischen
deinen Augen, damit das Gesetz des HERRN in deinem Mund sei;
denn mit starker Hand hat dich der HERR aus gypten
herausgefhrt. $13/10$ So sollst du denn diese Ordnung zu ihrer
bestimmten Zeit von Jahr zu Jahr halten. $13/11$ Und es soll
geschehen, wenn dich der HERR in das Land der Kanaaniter bringt,
wie er dir und deinen Vtern geschworen hat, und es dir gibt,
$13/12$ dann sollst du dem HERRN alles darbringen, was zuerst
den Mutterscho durchbricht. Auch jeder erste Wurf des Viehs,
der dir zuteil wird, gehrt, soweit er mnnlich ist, dem HERRN.
$13/13$ Jede Erstgeburt vom Esel aber sollst du mit einem Lamm
auslsen! Wenn du sie jedoch nicht auslsen willst, dann brich
ihr das Genick! Auch alle menschliche Erstgeburt unter deinen
Shnen sollst du auslsen. $13/14$ Und es soll geschehen, wenn
dich knftig dein Sohn fragt: Was [bedeutet] das?, dann sollst
du zu ihm sagen: Mit starker Hand hat uns der HERR aus gypten
herausgefhrt, aus dem Sklavenhaus. $13/15$ Denn es geschah, als
der Pharao sich hartnckig weigerte, uns ziehen zu lassen, da
brachte der HERR alle Erstgeburt im Land gypten um, vom
Erstgeborenen des Menschen bis zum Erstgeborenen des Viehs.
Darum opfere ich dem HERRN alles, was zuerst den Mutterscho
durchbricht, soweit es mnnlich ist; aber jeden Erstgeborenen
meiner Shne lse ich aus. $13/16$ Das sei dir ein Zeichen auf
deiner Hand und ein Merkzeichen zwischen deinen Augen, denn mit
starker Hand hat uns der HERR aus gypten herausgefhrt.

Israels Zug zum Schilfmeer - Wolken- und Feuersule.

$13/17$ Und es geschah, als der Pharao das Volk ziehen lie,
fhrte Gott sie nicht den Weg durch das Land der Philister,
obwohl er der nchste war. Denn Gott sagte: Damit es das Volk
nicht gereut, wenn sie Kampf [vor sich] sehen, und sie nicht
nach gypten zurckkehren. $13/18$ Daher lie Gott das Volk
einen Umweg machen, den Wstenweg zum Schilfmeer. Und die Shne
Israel zogen kampfgerstet aus dem Land gypten herauf. $13/19$
Mose aber nahm die Gebeine Josephs mit sich. Denn dieser hatte
die Shne Israel ausdrcklich schwren lassen: Gott wird euch
gewi heimsuchen. Fhrt dann meine Gebeine mit euch von hier
hinauf! $13/20$ Und sie brachen auf von Sukkot und lagerten sich
in Etam, am Rande der Wste. $13/21$ Der HERR aber zog vor ihnen
her, bei Tag in einer Wolkensule, um sie auf dem Weg zu fhren,
und bei Nacht in einer Feuersule, um ihnen zu leuchten, damit
sie Tag und Nacht wandern knnten. $13/22$ Weder wich die
Wolkensule vor dem Volk bei Tag noch die Feuersule bei Nacht.

Israels Zug durch das Schilfmeer - Untergang der gypter.

\14\

$14/1$ Und der HERR redete zu Mose und sprach: $14/2$ Befiehl
den Shnen Israel, sich zu wenden und vor Pi-Hachirot zu lagern,
zwischen Migdol und dem Meer. Vor Baal-Zefon, diesem gegenber,
sollt ihr euch am Meer lagern! $14/3$ Der Pharao aber wird von
den Shnen Israel denken: Sie irren ziellos im Land umher, die
Wste hat sie eingeschlossen. $14/4$ Dann will ich das Herz des
Pharao verstocken, so da er ihnen nachjagt. Darauf will ich
mich am Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht verherrlichen,
und die gypter sollen erkennen, da ich der HERR bin. Und sie
machten es so.

$14/5$ Als nun dem Knig von gypten berichtet wurde, da das
Volk geflohen sei, wandte sich das Herz des Pharao und seiner
Hofbeamten gegen das Volk, und sie sagten: Was haben wir da
getan, da wir Israel aus unserem Dienst haben ziehen lassen!
$14/6$ So lie er denn seine Streitwagen anspannen und nahm sein
Kriegsvolk mit sich. $14/7$ Er nahm sechshundert auserlesene
Streitwagen und alle [brigen] Streitwagen gyptens und
Wagenkmpfer auf ihnen allen. $14/8$ Und der HERR verstockte das
Herz des Pharao, des Knigs von gypten, so da er den Shnen
Israel nachjagte, whrend die Shne Israel mit erhobener Hand
auszogen. $14/9$ So jagten ihnen denn die gypter nach, alle
Pferde und Streitwagen des Pharao, auch seine Reiter und seine
Heeresmacht, und erreichten sie, als sie sich am Meer gelagert
hatten, bei Pi-Hachirot, vor Baal-Zefon. $14/10$ Als nun der
Pharao sich nherte, erhoben die Shne Israel ihre Augen, und
siehe, die gypter zogen hinter ihnen her. Da frchteten sich
die Shne Israel sehr und schrieen zum HERRN. $14/11$ Und sie
sagten zu Mose: Hast du uns etwa deshalb weggefhrt, damit wir
in der Wste sterben, weil es in gypten keine Grber gab? Warum
hast du uns das angetan, da du uns aus gypten herausgefhrt
hast? $14/12$ Ist dies nicht das Wort, das wir [schon] in
gypten zu dir geredet haben: La ab von uns, wir wollen den
gyptern dienen! Es wre nmlich besser fr uns, den gyptern zu
dienen, als in der Wste zu sterben. $14/13$ Mose aber
antwortete dem Volk: Frchtet euch nicht! Steht und seht die
Rettung des HERRN, die er euch heute bringen wird! Denn die
gypter, die ihr heute seht, die werdet ihr weiterhin in
Ewigkeit nicht mehr sehen. $14/14$ Der HERR wird fr euch
kmpfen, ihr aber werdet still sein.

$14/15$ Und der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir?
Befiehl den Shnen Israel, da sie aufbrechen! $14/16$ Du aber
erhebe deinen Stab und strecke deine Hand ber das Meer aus und
spalte es, damit die Shne Israel auf trockenem Land mitten in
das Meer hineingehen! $14/17$ Ich jedoch, siehe, ich will das
Herz der gypter verstocken, so da sie hinter ihnen herkommen.
Und ich will mich verherrlichen am Pharao und an seiner ganzen
Heeresmacht, an seinen Streitwagen und Reitern. $14/18$ Dann
sollen die gypter erkennen, da ich der HERR bin, wenn ich mich
am Pharao, an seinen Wagen und Mnnern verherrlicht habe.
$14/19$ Und der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog,
brach auf und trat hinter sie; und die Wolkensule vor ihnen
brach auf und stellte sich hinter sie. $14/20$ So kam sie
zwischen das Heer der gypter und das Heer Israels, und sie
wurde [dort] Gewlk und Finsternis und erleuchtete [hier] die
Nacht, so kam jenes [Heer] diesem die ganze Nacht nicht nher.

$14/21$ Und Mose streckte seine Hand ber das Meer aus, und der
HERR lie das Meer die ganze Nacht durch einen starken Ostwind
zurckweichen und machte [so] das Meer zum trockenen Land, und
die Wasser teilten sich. $14/22$ Dann gingen die Shne Israel
auf trockenem Land mitten in das Meer hinein, und die Wasser
waren ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. $14/23$ Die
gypter aber jagten ihnen nach und kamen hinter ihnen her, alle
Pferde des Pharao, seine Streitwagen und Reiter, mitten ins Meer
hinein. $14/24$ Und es geschah: In [der Zeit] der Morgenwache,
da schaute der HERR in der Feuer- und Wolkensule auf das Heer
der gypter herab und brachte das Heer der gypter in
Verwirrung. $14/25$ Dann stie er die Rder von ihren Wagen ab
und lie sie nur mhsam vorankommen. Da sagten die gypter: Lat
uns vor Israel fliehen, denn der HERR kmpft fr sie gegen die
gypter! $14/26$ Der HERR aber sprach zu Mose: Strecke deine
Hand ber das Meer aus, damit die Wasser auf die gypter, auf
ihre Wagen und ber ihre Reiter zurckkehren! $14/27$ Da
streckte Mose seine Hand ber das Meer aus, und das Meer kehrte
beim Anbruch des Morgens zu seiner Strmung zurck. Und die
gypter flohen ihm entgegen. Der HERR aber trieb die gypter
mitten ins Meer. $14/28$ So kehrten die Wasser zurck und
bedeckten die Wagen und Reiter der ganzen Heeresmacht des
Pharao, die ihnen ins Meer nachgekommen waren; es blieb auch
nicht einer von ihnen brig. $14/29$ Die Shne Israel aber waren
auf trockenem Land mitten durch das Meer gegangen, und die
Wasser waren ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken
gewesen. $14/30$ So rettete der HERR an jenem Tag Israel aus der
Hand der gypter, und Israel sah die gypter tot am Ufer des
Meeres [liegen]. $14/31$ Als nun Israel die groe Macht sah, die
der HERR an den gyptern ausgebt hatte, da frchtete das Volk
den HERRN, und sie glaubten an den HERRN und an seinen Knecht
Mose.

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