Das erste Buch Samuel.

Samuels Eltern, Geburt und Weihe.

\1\

$1/1$ Es war ein Mann von Ramatajim-Zofim, vom Gebirge Ephraim,
und sein Name war Elkana, ein Sohn des Jeroham, des Sohnes
Elihus, des Sohnes Tohus, des Sohnes Zufs, ein Ephraimiter.
$1/2$ Und er hatte zwei Frauen: der Name der einen war Hanna und
der Name der anderen Peninna; Peninna hatte Kinder, aber Hanna
hatte keine Kinder. $1/3$ Und dieser Mann ging Jahr fr Jahr aus
seiner Stadt hinauf, um den HERRN der Heerscharen anzubeten und
ihm in Silo zu opfern. Dort aber waren die beiden Shne Elis,
Hofni und Pinhas, Priester des HERRN. $1/4$ Und es geschah
[immer] an dem Tag, wenn Elkana opferte, dann gab er seiner Frau
Peninna und all ihren Shnen und Tchtern [die ihnen
zukommenden] Anteile; $1/5$ aber Hanna gab er den doppelten
Anteil. Denn Hanna hatte er lieb; aber der HERR hatte ihren
Mutterleib verschlossen. $1/6$ Und ihre Widersacherin reizte sie
mit vielen Krnkungen, um sie zu demtigen, weil der HERR ihren
Mutterleib verschlossen hatte. $1/7$ So geschah es Jahr fr
Jahr, immer, wenn sie zum Haus des HERRN hinaufzog, reizte jene
sie. Dann weinte sie und a nicht. $1/8$ Aber Elkana, ihr Mann,
sagte zu ihr: Hanna, warum weinst du? Und warum it du nicht?
Und warum ist dein Herz betrbt? Bin ich dir nicht mehr wert als
zehn Shne?

$1/9$ Da stand Hanna auf, nachdem sie in Silo gegessen und
getrunken hatten. Der Priester Eli aber sa auf einem Stuhl am
Trpfosten des Tempels des HERRN. $1/10$ Und sie war in ihrer
Seele verbittert, und sie betete zum HERRN und weinte sehr.
$1/11$ Und sie legte ein Gelbde ab und sprach: HERR der
Heerscharen! Wenn du das Elend deiner Magd ansehen und meiner
gedenken und deine Magd nicht vergessen wirst und deiner Magd
einen mnnlichen Nachkommen geben wirst, so will ich ihn dem
HERRN alle Tage seines Lebens geben. Und kein Schermesser soll
auf sein Haupt kommen. $1/12$ Und es geschah, als sie lange vor
dem HERRN betete, achtete Eli auf ihren Mund. $1/13$ Hanna aber
redete in ihrem Herzen. Nur ihre Lippen bewegten sich, aber ihre
Stimme hrte man nicht. Da meinte Eli, sie sei betrunken, $1/14$
und Eli sagte zu ihr: Wie lange willst du dich wie eine
Betrunkene benehmen? Mach, da du deinen Rausch los wirst!
$1/15$ Aber Hanna antwortete und sagte: Nein, mein Herr! Ich bin
[nichts anderes als] eine betrbte Frau. Wein und Rauschtrank
habe ich nicht getrunken, sondern ich habe mein Herz vor dem
HERRN ausgeschttet. $1/16$ Halte deine Magd nicht fr eine
verkommene Frau! Denn aus meinem groen Kummer und Herzeleid
habe ich so lange geredet. $1/17$ Eli antwortete und sagte: Geh
hin in Frieden! Der Gott Israels wird dir deine Bitte erfllen,
die du von ihm erbeten hast. $1/18$ Sie sagte: La deine Magd
Gunst finden vor deinen Augen! Und die Frau ging ihres Weges und
a und hatte nicht mehr ein [so trauriges] Gesicht.

$1/19$ Und sie machten sich am [nchsten] Morgen frh auf und
beteten an vor dem HERRN. Und sie kehrten zurck und kamen in
ihr Haus nach Rama. Und Elkana erkannte Hanna, seine Frau; und
der HERR dachte an sie. $1/20$ Und Hanna wurde schwanger. Und
als die Tage um waren, gebar sie einen Sohn. Und sie gab ihm den
Namen Samuel: Denn vom HERRN habe ich ihn erbeten. $1/21$ Und
der Mann Elkana zog mit seinem ganzen Haus [wieder] hinauf, um
dem HERRN das jhrliche Schlachtopfer zu opfern und sein Gelbde
[zu erfllen]. $1/22$ Aber Hanna ging nicht mit hinauf; sondern
sie sagte zu ihrem Mann: Wenn der Junge entwhnt ist, will ich
ihn bringen, da er vor dem HERRN erscheint und dort fr immer
bleibt. $1/23$ Und ihr Mann Elkana sagte zu ihr: Tu, was gut ist
in deinen Augen! Bleibe, bis du ihn entwhnt hast! Nur mge der
HERR sein Wort aufrechthalten! So blieb die Frau und stillte
ihren Sohn, bis sie ihn entwhnt hatte. $1/24$ Und als sie ihn
entwhnt hatte, nahm sie ihn mit sich hinauf nach Silo - dazu
drei Stiere und ein Efa Mehl und einen Schlauch Wein - und
brachte ihn in das Haus des HERRN. Der Junge aber war noch jung.
$1/25$ Und sie schlachteten den Stier und brachten den Jungen zu
Eli. $1/26$ Und sie sprach: Bitte, mein Herr! So wahr du lebst,
mein Herr, ich bin die Frau, die hier bei dir stand, um zum
HERRN zu beten. $1/27$ Um diesen Jungen habe ich gebetet, und
der HERR hat mir meine Bitte erfllt, die ich von ihm erbeten
habe. $1/28$ So habe auch ich ihn dem HERRN wiedergegeben. All
die Tage, die er lebt, soll er dem HERRN gehren. Und sie
beteten dort den HERRN an.

Lobpreis der Hanna.

V. 1-10: vgl. Lk 1,46-55.

\2\

$2/1$ Und Hanna betete und sprach:

Mein Herz frohlockt in dem HERRN, mein Horn ist erhht in dem
HERRN. Mein Mund hat sich weit aufgetan gegen meine Feinde, denn
ich freue mich ber deine Hilfe.

$2/2$ Keiner ist so heilig wie der HERR, denn auer dir ist
keiner. Und kein Fels ist wie unser Gott.

$2/3$ Huft nicht Worte des Stolzes, noch gehe Freches aus eurem
Mund hervor! Denn der HERR ist ein Gott des Wissens, und von ihm
werden die Taten gewogen.

$2/4$ Der Bogen der Helden ist zerbrochen, und die Strzenden
haben sich mit Kraft umgrtet.

$2/5$ Die satt waren, mssen um Brot dienen, und die Hunger
litten, brauchen es nicht mehr. Sogar die Unfruchtbare hat
sieben geboren, und die viele Kinder hatte, welkt dahin.

$2/6$ Der HERR ttet und macht lebendig; er fhrt in den Scheol
hinab und wieder herauf.

$2/7$ Der HERR macht arm und macht reich; er erniedrigt und
erhht.

$2/8$ Er hebt den Geringen aus dem Staub empor, aus dem Schmutz
erhht er den Armen, um ihn unter die Edlen zu setzen; und den
Thron der Ehre lt er sie erben. Denn dem HERRN gehren die
Sulen der Erde, und auf sie hat er den Erdkreis gestellt.

$2/9$ Die Fe seiner Frommen behtet er, aber die Gottlosen
kommen um in Finsternis; denn niemand ist stark durch [eigene]
Kraft.

$2/10$ Die mit dem HERRN rechten, werden niedergeschlagen
werden, im Himmel wird er ber ihnen donnern. Der HERR wird
richten die Enden der Erde. Er wird seinem Knig Macht verleihen
und erhhen das Horn seines Gesalbten.

$2/11$ Und Elkana ging nach Rama in sein Haus. Der Junge aber
diente dem HERRN vor dem Priester Eli.

Die Shne des Eli - Gerichtsdrohung gegen Eli und sein Haus.

$2/12$ Und die Shne Elis waren ruchlose Mnner, sie hatten den
HERRN nicht erkannt. $2/13$ Und die Priester hatten dem Volk
gegenber die Gewohnheit: Wenn jemand ein Schlachtopfer
darbrachte, kam der Diener des Priesters, whrend das Fleisch
[noch] kochte, und hatte eine Gabel mit drei Zinken in seiner
Hand $2/14$ und stie in den Tiegel oder in den Kessel oder in
die Pfanne oder in den Topf. Alles, was er mit der Gabel
herauszog, nahm der Priester damit weg. So taten sie in Silo
allen Israeliten, die dorthin kamen. $2/15$ Sogar ehe man das
Fett als Rauch aufsteigen lie, kam der Diener des Priesters und
sagte zu dem Mann, der opferte: Gib Fleisch her zum Braten fr
den Priester! Denn er will von dir kein gekochtes Fleisch
annehmen, sondern rohes. $2/16$ Wenn dann der Mann zu ihm sagte:
La zuerst das Fett als Rauch aufsteigen, dann nimm dir, ganz
wie es deine Seele begehrt! - so antwortete er: Nein, sondern
jetzt sollst du es [mir] geben! Wenn nicht, so nehme ich es mit
Gewalt! $2/17$ Und die Snde der jungen Mnner war sehr gro vor
dem HERRN; denn die Mnner verachteten die Opfergabe des HERRN.

$2/18$ Und Samuel diente vor dem HERRN, ein junger Mann,
umgrtet mit einem leinenen Ephod. $2/19$ Und seine Mutter
machte ihm ein kleines Oberkleid und brachte es ihm Jahr fr
Jahr hinauf, wenn sie mit ihrem Mann hinaufging, um das
jhrliche Schlachtopfer darzubringen. $2/20$ Und Eli segnete
Elkana und seine Frau und sagte: Der HERR gebe dir Nachkommen
von dieser Frau anstelle des Erbetenen, das sie vom HERRN
erbeten hat! Und sie gingen nach Hause zurck. $2/21$ Und der
HERR suchte Hanna heim, und sie wurde schwanger; und sie gebar
noch drei Shne und zwei Tchter. Und der Junge Samuel wuchs auf
beim HERRN.

$2/22$ Und Eli war sehr alt geworden. Und er hrte alles, was
seine Shne ganz Israel antaten und da sie bei den Frauen
lagen, die am Eingang des Zeltes der Begegnung Dienst taten.
$2/23$ Und er sprach zu ihnen: Warum tut ihr dergleichen Dinge?
Denn ich hre diese eure bsen Taten von dem ganzen Volk. $2/24$
Nicht doch, meine Shne! Denn das ist kein gutes Gercht, von
dem ich im Volk des HERRN reden hre. $2/25$ Wenn jemand gegen
einen Menschen sndigt, so entscheidet Gott ber ihn; wenn aber
jemand gegen den HERRN sndigt, wer wird [dann] fr ihn
eintreten? Aber sie hrten nicht auf die Stimme ihres Vaters,
denn der HERR war entschlossen, sie zu tten.

$2/26$ Der Junge Samuel aber nahm immer mehr zu an Alter und
Gunst bei dem HERRN und bei den Menschen.

$2/27$ Und es kam ein Mann Gottes zu Eli und sagte zu ihm: So
spricht der HERR: Habe ich mich nicht dem Hause deines Vaters
deutlich geoffenbart, als sie in gypten im Haus des Pharao
waren? $2/28$ Und ich habe ihn aus allen Stmmen Israels mir zum
Priester erwhlt, um auf meinem Altar zu opfern, um Rucherwerk
als Rauch aufsteigen zu lassen, um das Ephod vor mir zu tragen.
Und ich gab dem Haus deines Vaters alle Feueropfer der Shne
Israel. $2/29$ Warum tretet ihr mit Fen mein Schlachtopfer und
mein Speisopfer, die ich fr [meine] Wohnung geboten habe? Und
du ehrst deine Shne mehr als mich, da ihr euch mstet von den
Erstlingen aller Opfergaben meines Volkes Israel. $2/30$ Darum
spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe allerdings gesagt:
Dein Haus und das Haus deines Vaters sollen ewig vor mir
einhergehen! - aber nun spricht der HERR: Das sei fern von mir!
Denn die mich ehren, werde [auch] ich ehren, und die mich
verachten, sollen [wieder] verachtet werden. $2/31$ Siehe, Tage
kommen, da werde ich deinen Arm und den Arm des Hauses deines
Vaters abhauen, da es keinen Greis [mehr] in deinem Haus geben
wird. $2/32$ Und du wirst [deinen] Feind im Heiligtum sehen, bei
allem, was der HERR Gutes tun wird an Israel. Und es wird keinen
Greis mehr in deinem Haus geben alle Tage. $2/33$ Doch nicht
jeden werde ich dir von meinem Altar ausrotten, um deine Augen
erlschen und deine Seele verschmachten zu lassen; aber aller
Nachwuchs deines Hauses soll im [besten] Mannesalter sterben.
$2/34$ Und das soll dir das Zeichen sein, das ber deine beiden
Shne Hofni und Pinhas kommen wird: An einem Tag sollen beide
sterben. $2/35$ Ich aber werde mir einen Priester erwecken, der
bestndig ist; der wird tun, wie es meinem Herzen und meiner
Seele gefllt. Und ich werde ihm ein Haus bauen, das bestndig
ist, und er wird vor meinem Gesalbten alle Tage einhergehen.
$2/36$ Und es soll geschehen, da jeder, der von deinem Haus
[noch] brigbleibt, kommen wird, um sich vor ihm niederzuwerfen
fr eine kleine Silbermnze und ein Stck Brot, und wird sagen:
Gib mir doch Anteil an einem der Priesterdienste, da ich einen
Bissen Brot zu essen habe!

Samuels Berufung zum Propheten.

\3\

$3/1$ Und der Junge Samuel diente dem HERRN vor Eli. Und das
Wort des HERRN war selten in jenen Tagen; ein Gesicht war nicht
hufig.

$3/2$ Und es geschah in jener Zeit, da Eli an seinem Ort lag -
seine Augen aber hatten angefangen, schwach zu werden, so da er
nicht [mehr] sehen konnte -, $3/3$ und die Lampe Gottes war noch
nicht erloschen, und Samuel lag im Tempel des HERRN, wo die Lade
Gottes war, $3/4$ da rief der HERR den Samuel. Und er
antwortete: Hier bin ich! $3/5$ Und er lief zu Eli und sagte:
Hier bin ich! Du hast mich gerufen. Er aber sagte: Ich habe
nicht gerufen. Leg dich wieder schlafen! Und er ging hin und
legte sich schlafen. $3/6$ Und der HERR rief noch einmal:
Samuel! Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sagte: Hier bin
ich, denn du hast mich gerufen. Und er antwortete: Ich habe
nicht gerufen, mein Sohn. Leg dich wieder hin! $3/7$ Samuel aber
hatte den HERRN noch nicht erkannt, und das Wort des HERRN war
ihm noch nicht offenbart worden. $3/8$ Und der HERR rief wieder,
zum dritten Mal. Und er stand auf, ging zu Eli und sagte: Hier
bin ich! Denn du hast mich gerufen. Da merkte Eli, da der HERR
den Jungen rief. $3/9$ Und Eli sagte zu Samuel: Geh hin, leg
dich schlafen! Und so soll es sein, wenn er dich ruft, antworte:
Rede, HERR, denn dein Knecht hrt! Und Samuel ging hin und legte
sich an seinen Ort.

$3/10$ Und der HERR kam und trat herzu und rief wie vorher:
Samuel, Samuel! Und Samuel antwortete: Rede, denn dein Knecht
hrt! $3/11$ Da sprach der HERR zu Samuel: Siehe, ich will etwas
tun in Israel, da jedem, der es hrt, beide Ohren gellen
sollen. $3/12$ An jenem Tage werde ich ber Eli alles kommen
lassen, was ich gegen sein Haus geredet habe: ich will es
anfangen und vollenden. $3/13$ Denn ich habe ihm mitgeteilt, da
ich sein Haus fr ewig richten will um der Schuld willen, denn
er hat erkannt, da seine Shne sich den Fluch zuzogen, aber er
hat ihnen nicht gewehrt. $3/14$ Und darum habe ich dem Haus Elis
geschworen: Wenn jemals die Schuld des Hauses Elis geshnt
werden soll durch Schlachtopfer oder durch Speisopfer, ewig!

$3/15$ Und Samuel lag bis zum Morgen. Dann machte er die Tren
des Hauses des HERRN auf. Und Samuel frchtete sich, Eli das
Gesicht mitzuteilen. $3/16$ Da rief Eli Samuel und sagte:
Samuel, mein Sohn! Er antwortete: Hier bin ich! $3/17$ Und er
fragte: Was ist das fr ein Wort, das er dir gesagt hat?
Verschweige mir ja nichts! So tue dir Gott und so fge er hinzu,
wenn du mir etwas verschweigst von allen Worten, die er dir
gesagt hat! $3/18$ Da teilte ihm Samuel all die Worte mit und
verschwieg ihm nichts. Und [Eli] sagte: Er ist der HERR; er tue,
was in seinen Augen gut ist!

$3/19$ Und Samuel wuchs heran. Und der HERR war mit ihm und lie
keins von allen seinen Worten auf die Erde fallen. $3/20$ Und
ganz Israel, von Dan bis Beerscheba, erkannte, da Samuel zum
Propheten des HERRN bestellt worden war. $3/21$ Und der HERR
fuhr fort, in Silo zu erscheinen; denn der HERR offenbarte sich
dem Samuel in Silo durch das Wort des HERRN.

\4\

$4/1$ Und das Wort Samuels erging an ganz Israel.

Israels Niederlage durch die Philister - Verlust der Bundeslade
-Tod des Eli und seiner Shne.

Und Israel zog aus, den Philistern entgegen zum Kampf: Und sie
lagerten sich bei Eben-Eser, und die Philister lagerten zu Afek.
$4/2$ Und die Philister stellten sich Israel gegenber auf. Und
der Kampf breitete sich aus, und Israel wurde von den Philistern
geschlagen; und sie erschlugen in den Schlachtreihen auf dem
Feld etwa viertausend Mann. $4/3$ Und als das Volk ins Lager
zurckkam, sagten die ltesten von Israel: Warum hat uns der
HERR heute vor den Philistern geschlagen? Lat uns von Silo die
Lade des Bundes des HERRN zu uns holen, da er in unsere Mitte
komme und uns aus der Hand unserer Feinde rette! $4/4$ Da sandte
das Volk nach Silo. Und man brachte von dort die Lade des Bundes
des HERRN der Heerscharen, der ber den Cherubim thront. Und die
beiden Shne Elis, Hofni und Pinhas, waren dort bei der
Bundeslade Gottes.

$4/5$ Und es geschah, als die Lade des Bundes des HERRN ins
Lager kam, da jauchzte ganz Israel mit gewaltigem Jauchzen, da
die Erde erdrhnte. $4/6$ Und die Philister hrten das laute
Jauchzen und riefen: Was ist das fr ein gewaltiges Jauchzen im
Lager der Hebrer? Und sie erkannten, da die Lade des HERRN ins
Lager gekommen war. $4/7$ Da frchteten sich die Philister und
sagten: Gott ist ins Lager gekommen! Und sie sagten: Wehe uns!
Denn solches ist bisher noch nie geschehen. $4/8$ Wehe uns! Wer
wird uns aus der Hand dieses mchtigen Gottes erretten? Das sind
die Gtter, die die gypter mit allerlei Plagen in der Wste
schlugen. $4/9$ Seid tapfer und seid Mnner, ihr Philister,
damit ihr nicht den Hebrern dienen mt, wie sie euch gedient
haben! Seid Mnner und kmpft! $4/10$ Da kmpften die Philister,
und Israel wurde geschlagen, so da sie flohen, jeder in sein
Zelt. Und die Niederlage war sehr gro, und es fielen von Israel
30 000 Mann zu Fu. $4/11$ Und die Lade Gottes wurde
weggenommen, und die beiden Shne Elis, Hofni und Pinhas, kamen
um.

$4/12$ Da lief ein Mann von Benjamin vom Schlachtfeld und kam
[noch] an demselben Tag nach Silo. Seine Kleider waren
zerrissen, und Erde war auf seinem Kopf. $4/13$ Und als er
ankam, siehe, da sa Eli auf einem Stuhl und gab acht nach der
Strae hin. Denn sein Herz bangte um die Lade Gottes. Und als
der Mann ankam, um es in der Stadt zu berichten, da schrie die
ganze Stadt um Hilfe. $4/14$ Als aber Eli das laute Schreien
hrte, sagte er: Was ist das fr ein groer Lrm? Und der Mann
kam eilends und berichtete es Eli. $4/15$ Eli aber war 98 Jahre
alt, und seine Augen waren starr geworden, so da er nicht
[mehr] sehen konnte. $4/16$ Da sagte der Mann zu Eli: Ich bin
der, der von dem Schlachtfeld gekommen ist, und bin heute vom
Schlachtfeld geflohen. Und [Eli] sagte: Wie ist es gegangen,
mein Sohn? $4/17$ Und der Bote antwortete und sagte: Israel ist
vor den Philistern geflohen. Auch hat es eine groe Niederlage
im Volk gegeben, und auch deine beiden Shne, Hofni und Pinhas,
sind tot, und die Lade Gottes ist weggenommen worden. $4/18$ Und
es geschah, als er die Lade Gottes erwhnte, fiel [Eli]
rcklings vom Stuhl an der Tr und brach das Genick und starb;
denn alt war der Mann und schwer. Er hatte Israel vierzig Jahre
gerichtet.

$4/19$ Und seine Schwiegertochter, die Frau des Pinhas, war
schwanger und sollte [bald] gebren. Und als sie die Nachricht
hrte, da die Lade Gottes weggenommen worden war und da ihr
Schwiegervater und ihr Mann tot waren, kauerte sie sich nieder
und gebar, denn ihre Wehen berfielen sie. $4/20$ Und als sie im
Sterben lag, sagten die Frauen, die um sie her standen: Frchte
dich nicht, denn du hast einen Sohn geboren! Aber sie antwortete
nicht und nahm es nicht [mehr] zu Herzen. $4/21$ Und sie nannte
den Jungen Ikabod, um damit auszudrcken: die Herrlichkeit ist
von Israel gewichen! - weil die Lade Gottes weggenommen war und
wegen ihres Schwiegervaters und ihres Mannes. $4/22$ Darum sagte
sie: Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen, denn die Lade
Gottes ist weggenommen!

Die Bundeslade bei den Philistern.

\5\

$5/1$ Als die Philister die Lade Gottes weggenommen hatten,
brachten sie sie von Eben-Eser nach Aschdod. $5/2$ Und die
Philister nahmen die Lade Gottes und brachten sie in das Haus
Dagons und stellten sie neben Dagon auf. $5/3$ Und als die
Aschdoditer am nchsten Tag frh aufstanden [und in das Haus
Dagons kamen], siehe, da lag Dagon auf seinem Gesicht auf der
Erde vor der Lade des HERRN. Und sie nahmen Dagon und stellten
ihn wieder an seinen Ort. $5/4$ Und als sie sich am Morgen des
nchsten Tages frh aufmachten, siehe, da lag Dagon [wieder] auf
seinem Gesicht auf der Erde vor der Lade des HERRN; und zwar
[lagen] der Kopf Dagons und seine beiden Hnde abgehauen auf der
Schwelle, nur der [Rumpf] Dagons war von ihm briggeblieben.
$5/5$ Darum treten die Priester Dagons und alle, die in das Haus
Dagons gehen, nicht auf die Schwelle Dagons in Aschdod bis auf
den heutigen Tag.

$5/6$ Und die Hand des HERRN lag schwer auf den Aschdoditern.
Und er brachte Verderben ber sie, und er schlug sie mit [bsen]
Beulen, Aschdod und sein Gebiet. $5/7$ Und als die Leute von
Aschdod sahen, da es so zuging, sagten sie: Die Lade des Gottes
Israels soll nicht bei uns bleiben! Denn seine Hand liegt hart
auf uns und auf unserem Gott Dagon. $5/8$ Und sie sandten hin
und versammelten alle Frsten der Philister zu sich und sagten:
Was sollen wir mit der Lade des Gottes Israels machen? Und sie
antworteten: Lat die Lade des Gottes Israels nach Gat bringen!
Und sie brachten die Lade des Gottes Israels dorthin. $5/9$ Und
es geschah, nachdem sie sie dorthin gebracht hatten, da kam die
Hand des HERRN ber die Stadt, [und es entstand] eine sehr groe
Bestrzung. Denn er schlug die Leute [in] der Stadt, klein und
gro, so da Beulen an ihnen ausbrachen. $5/10$ Da sandten sie
die Lade Gottes nach Ekron. Und es geschah, als die Lade Gottes
nach Ekron kam, schrieen die Ekroniter um Hilfe und sagten: Sie
haben die Lade des Gottes Israels zu mir hergebracht, um mich
und mein Volk zu tten! $5/11$ Da sandten sie hin und
versammelten alle Frsten der Philister und sagten: Sendet die
Lade des Gottes Israels fort, damit sie an ihren Ort zurckkehrt
und mich und mein Volk nicht ttet! Denn es war ein tdlicher
Schrecken ber die ganze Stadt gekommen. Die Hand Gottes lag
sehr schwer auf ihr. $5/12$ Und die Leute, die nicht starben,
wurden mit Beulen geschlagen. Und das Geschrei der Stadt stieg
zum Himmel empor.

Rckkehr der Bundeslade.

\6\

$6/1$ Und die Lade des HERRN war sieben Monate im Gebiet der
Philister. $6/2$ Und die Philister beriefen die Priester und
Wahrsager und sagten: Was sollen wir mit der Lade des HERRN
machen? Lat uns erkennen, wie wir sie an ihren Ort senden
sollen! $6/3$ Und sie antworteten: Wenn ihr die Lade des Gottes
Israels zurckschicken [wollt], so sollt ihr sie nicht leer
zurckschicken, sondern ihr mt ihm auf jeden Fall eine
Shnegabe entrichten. Dann werdet ihr genesen, und ihr werdet
erkennen, warum seine Hand nicht von euch weicht. $6/4$ Und sie
sagten: Was ist die Shnegabe, die wir ihm entrichten sollen?
Und sie antworteten: Nach der Zahl der Frsten der Philister
fnf goldene Beulen und fnf goldene Springmuse! Denn es ist
ein [und dieselbe] Plage ber euch allen und euren Frsten
gewesen. $6/5$ Und macht Abbilder von euren Beulen und Abbilder
von euren Springmusen, die das Land zugrunde gerichtet haben,
und gebt dem Gott Israels die Ehre! Vielleicht lt er seine
Hand leichter werden ber euch und ber eurem Gott und ber
eurem Land. $6/6$ Warum wollt ihr euer Herz verstocken, wie die
gypter und der Pharao ihr Herz verstockt haben? Lieen sie sie
nicht ziehen, als der HERR ihnen mitgespielt hatte, und sie
zogen weg? $6/7$ So macht einen neuen Wagen und nehmt zwei
sugende Khe, auf die [noch] kein Joch gekommen ist! Und spannt
die Khe an den Wagen und bringt ihre Klber von ihnen weg nach
Hause zurck! $6/8$ Und nehmt die Lade des HERRN und stellt sie
auf den Wagen! Und die goldenen Gegenstnde, die ihr ihm als
Shnegabe entrichtet, tut in ein Kstchen an ihre Seite und
sendet sie hin und lat sie gehen! $6/9$ Und seht zu! Wenn sie
den Weg hinauf in ihr Land, nach Bet-Schemesch zu geht, so hat
er uns dieses groe bel getan; wenn aber nicht, so erkennen
wir, da nicht seine Hand uns geschlagen hat: ein Zufall ist es
fr uns gewesen.

$6/10$ Und die Mnner machten [es] so und nahmen zwei sugende
Khe und spannten sie an einen Wagen, und ihre Klber sperrten
sie zu Hause ein. $6/11$ Und sie stellten die Lade des HERRN auf
den Wagen und das Kstchen mit den goldenen Springmusen und den
Abbildern ihrer Beulen. $6/12$ Und die Khe gingen geradeaus auf
dem Weg nach Bet-Schemesch. Sie gingen immer auf derselben
Strae und brllten immerfort und wichen weder zur Rechten noch
zur Linken. Und die Frsten der Philister gingen hinter ihnen
her bis zum Gebiet von Bet-Schemesch. $6/13$ Und die von
Bet-Schemesch ernteten [gerade] den Weizen in der Niederung. Und
als sie ihre Augen erhoben und die Lade sahen, freuten sie sich,
[sie] zu sehen. $6/14$ Und der Wagen kam auf das Feld Joschuas,
des Bet-Schemiters, und stand dort still. Und dort [lag] ein
groer Stein. Und sie spalteten das Holz des Wagens und opferten
die Khe dem HERRN zum Brandopfer. $6/15$ Und die Leviten nahmen
die Lade des HERRN herab und das Kstchen, das daneben [stand],
in dem die goldenen Gegenstnde waren, und stellten sie auf den
groen Stein. Und die Mnner von Bet-Schemesch opferten dem
HERRN am selben Tag Brandopfer und schlachteten Schlachtopfer.
$6/16$ Und die fnf Frsten der Philister sahen zu und kehrten
an dem selben Tag nach Ekron zurck.

$6/17$ Dies sind die goldenen Beulen, die die Philister dem
HERRN als Shnegabe entrichteten: Fr Aschdod eine, fr Gaza
eine, fr Aschkelon eine, fr Gat eine und fr Ekron eine;
$6/18$ und die goldenen Springmuse nach der Zahl aller Stdte
der Philister unter den fnf Frsten, von der befestigten Stadt
bis zum offenen Dorf. Und Zeuge ist der groe [Stein] Abel, auf
den sie die Lade des HERRN stellten, [der] bis zum heutigen Tag
im Feld Joschuas, des Bet-Schemiters [liegt]. $6/19$ Und er
schlug die Leute von Bet-Schemesch, weil sie sich die Lade des
HERRN angeschaut hatten, und schlug im Volk siebzig Mann. Da
trauerte das Volk, weil der HERR das Volk so schwer geschlagen
hatte. $6/20$ Und die Leute von Bet-Schemesch sagten: Wer vermag
vor dem HERRN, diesem heiligen Gott, zu bestehen? Und zu wem
soll er von uns hinaufziehen? $6/21$ Und sie sandten Boten zu
den Bewohnern von Kirjat-Jearim und sagten: Die Philister haben
die Lade des HERRN zurckgebracht. Kommt herab, holt sie zu euch
hinauf!

\7\

$7/1$ Und die Mnner von Kirjat-Jearim kamen und holten die Lade
des HERRN hinauf, und sie brachten sie in das Haus Abinadabs auf
dem Hgel. Und sie heiligten seinen Sohn Eleasar, ber der Lade
des HERRN zu wachen.

Israels Bue und Sieg ber die Philister - Samuel als Richter.

$7/2$ Und es geschah, da von dem Tag an, da die Lade in
Kirjat-Jearim blieb, eine lange Zeit verging; es wurden zwanzig
Jahre. Und das ganze Haus Israel wehklagte hinter dem HERRN her.
$7/3$ Da sprach Samuel zu dem ganzen Haus Israel: Wenn ihr mit
eurem ganzen Herzen zu dem HERRN umkehren wollt, dann tut die
fremden Gtter und die Astarot aus eurer Mitte weg! Und richtet
euer Herz auf den HERRN und dient ihm allein! So wird er euch
aus der Hand der Philister erretten. $7/4$ Und die Shne Israel
taten die Baalim und die Astarot weg und dienten dem HERRN
allein.

$7/5$ Und Samuel sagte: Versammelt ganz Israel in Mizpa! Und ich
will den HERRN fr euch bitten. $7/6$ Und sie versammelten sich
in Mizpa, schpften Wasser und gossen es aus vor dem HERRN.
[Sie] fasteten an demselben Tag und sagten dort: Wir haben gegen
den HERRN gesndigt! Und Samuel richtete die Shne Israel in
Mizpa. - $7/7$ Als aber die Philister hrten, da die Shne
Israel sich in Mizpa versammelt hatten, zogen die Frsten der
Philister gegen Israel hinauf. Und die Shne Israel hrten es
und frchteten sich vor den Philistern. $7/8$ Und die Shne
Israel sagten zu Samuel: La nicht ab, fr uns zu dem HERRN,
unserm Gott, um Hilfe zu schreien, da er uns aus der Hand der
Philister errettet! $7/9$ Und Samuel nahm ein Milchlamm und
opferte es ganz als Brandopfer fr den HERRN. Und Samuel schrie
zu dem HERRN um Hilfe fr Israel, und der HERR erhrte ihn.
$7/10$ Es geschah nmlich, whrend Samuel [noch] das Brandopfer
opferte, rckten die Philister heran zum Kampf gegen Israel.
Aber der HERR donnerte mit starkem Donner an demselben Tag ber
den Philistern und schreckte sie, und sie wurden vor Israel
geschlagen. $7/11$ Und die Mnner von Israel zogen von Mizpa aus
und jagten den Philistern nach und schlugen sie bis unterhalb
Bet-Kar. $7/12$ Und Samuel nahm einen Stein und stellte ihn auf
zwischen Mizpa und Schen, und er gab ihm den Namen Eben-Eser und
sagte: Bis hierher hat uns der HERR geholfen. $7/13$ So wurden
die Philister gedemtigt und kamen nicht mehr in das Gebiet
Israels. Und die Hand des HERRN war gegen die Philister alle
Tage Samuels. $7/14$ Und die Stdte, die die Philister Israel
abgenommen hatten, kamen wieder an Israel, von Ekron bis Gat.
Auch ihr Gebiet errettete Israel aus der Hand der Philister. Und
es wurde Friede zwischen Israel und den Amoritern.

$7/15$ Und Samuel richtete Israel alle Tage seines Lebens.
$7/16$ Und er zog Jahr fr Jahr umher und kam nach Bethel,
Gilgal und Mizpa und richtete Israel an all diesen Orten. $7/17$
Dann kehrte er nach Rama zurck, denn dort war sein Haus, und
dort richtete er Israel. Auch baute er dort dem HERRN einen
Altar.

Israels Begehren nach einem Knig.

\8\

$8/1$ Und es geschah, als Samuel alt geworden war, da setzte er
seine Shne als Richter ber Israel ein. $8/2$ Der Name seines
erstgeborenen Sohnes war Joel und der Name seines zweiten Abija;
sie waren Richter in Beerscheba. $8/3$ Aber seine Shne
wandelten nicht in seinen Wegen und sie suchten ihren Vorteil
und nahmen Bestechungsgeschenke und beugten das Recht. $8/4$ Da
versammelten sich alle ltesten von Israel und kamen zu Samuel
nach Rama. $8/5$ Und sie sagten zu ihm: Siehe, du bist alt
geworden, und deine Shne wandeln nicht in deinen Wegen. Nun
setze [doch] einen Knig ber uns, damit er ber uns Richter
sei, wie [es bei] allen Nationen [ist]! $8/6$ Und das Wort war
bel in den Augen Samuels, da sie sagten: Gib uns einen Knig,
damit er Richter ber uns sei! Und Samuel betete zum HERRN.
$8/7$ Der HERR aber sprach zu Samuel: Hre auf die Stimme des
Volkes in allem, was sie dir sagen! Denn nicht dich haben sie
verworfen, sondern mich haben sie verworfen, da ich nicht Knig
ber sie sein soll. $8/8$ Entsprechend all den Taten, die sie
[immer] getan haben von dem Tage an, da ich sie aus gypten
gefhrt habe bis zum heutigen Tag, da sie mich verlassen und
andern Gttern gedient haben, so machen sie es auch mit dir.
$8/9$ Und nun hre auf ihre Stimme! Doch warne sie mit allem
Ernst und mach ihnen das Recht des Knigs bekannt, der ber sie
herrschen wird!

$8/10$ Und Samuel sagte dem Volk, das einen Knig von ihm
begehrte, alle Worte des HERRN. $8/11$ Und er sagte: Dies wird
das Recht des Knigs sein, der ber euch regieren wird: Eure
Shne wird er nehmen, um sie fr seinen Wagen und seine Gespanne
einzusetzen, damit sie vor seinem Wagen herlaufen, $8/12$ und um
[sie] sich zu Obersten ber Tausend und zu Obersten ber Fnfzig
zu bestellen, damit sie seine cker pflgen und seine Ernte
einbringen und damit sie seine Kriegsgerte und seine
Wagengerte anfertigen. $8/13$ Und eure Tchter wird er zum
Salbenmischen, zum Kochen und Backen nehmen. $8/14$ Und eure
besten Felder, Weinberge und Olivengrten, die wird er nehmen
und sie seinen Knechten geben. $8/15$ Und von euren Kornfeldern
und euren Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und ihn seinen
Kmmerern und Beamten geben. $8/16$ Und eure Knechte und eure
Mgde und eure besten jungen Mnner und eure Esel wird er nehmen
und sie in seinen Dienst stellen. $8/17$ Von euren Schafen wird
er den Zehnten nehmen, und ihr, ihr mt seine Knechte sein.
$8/18$ Wenn ihr an jenem Tage wegen eures Knigs um Hilfe
schreien werdet, den ihr euch erwhlt habt, dann wird euch der
HERR an jenem Tag nicht antworten.

$8/19$ Aber das Volk weigerte sich, auf die Stimme Samuels zu
hren. Und sie sagten: Nein, sondern ein Knig soll ber uns
sein, $8/20$ damit auch wir sind wie alle Nationen, und da
unser Knig uns richtet und vor uns her auszieht und unsere
Kriege fhrt. $8/21$ Und Samuel hrte all die Worte des Volkes
und sagte sie vor den Ohren des HERRN. $8/22$ Und der HERR
sprach zu Samuel: Hre auf ihre Stimme und setze einen Knig
ber sie ein! Da sagte Samuel zu den Mnnern von Israel: Geht
hin, jeder in seine Stadt!

Sauls Salbung zum Knig.

\9\

$9/1$ Und es war ein Mann von Benjamin, sein Name war Kisch, ein
Sohn Abiels, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechorats, des Sohnes
des Afiach, des Sohnes eines Benjaminiters, ein angesehener
Mann. $9/2$ Und er hatte einen Sohn, sein Name war Saul, jung
und stattlich, und niemand von den Shnen Israel war schner als
er. Er war einen Kopf grer als alles Volk.

$9/3$ Und die Eselinnen des Kisch, des Vaters Sauls, waren
verlorengegangen. Und Kisch sagte zu seinem Sohn Saul: Nimm doch
einen von den Knechten mit dir und mach dich auf, geh hin und
suche die Eselinnen! $9/4$ Und er zog durch das Gebirge Ephraim
und zog durch das Land Schalischa, und [sie fanden sie] nicht.
Und sie durchzogen das Land Schaalim, aber sie waren nicht da.
Und er zog durch das Land Benjamin, und [sie fanden sie] nicht.
$9/5$ Als sie aber in das Land Zuf kamen, sagte Saul zu seinem
Knecht, der bei ihm war: Komm, la uns [wieder] umkehren, damit
nicht etwa mein Vater von den Eselinnen ablt und sich um uns
Sorgen macht! $9/6$ Der aber sagte zu ihm: Siehe doch, ein Mann
Gottes ist in dieser Stadt. Der Mann ist sehr angesehen. Alles
was er sagt, trifft sicher ein. La uns dahin gehen, vielleicht
gibt er uns Auskunft ber unsern Weg, den wir gehen [sollten]!
$9/7$ Saul aber sagte zu seinem Knecht: Siehe, wenn wir
hingehen, was wollen wir dem Mann bringen? Denn das Brot in
unsern Beuteln ist verbraucht, und wir haben kein Geschenk, um
es dem Mann Gottes zu bringen. Was haben wir? $9/8$ Und der
Knecht antwortete Saul noch einmal und sagte: Siehe, ich habe
noch einen silbernen Viertel-Schekel bei mir; den will ich dem
Mann Gottes geben, damit er uns ber unsern Weg Auskunft gibt.
$9/9$ Vorzeiten sagte man in Israel, wenn man ging, Gott zu
befragen: Kommt und lat uns zum Seher gehen! Denn den man heute
Prophet nennt, nannte man frher Seher. $9/10$ Da sagte Saul zu
seinem Knecht: Dein Wort ist gut. Komm, la uns gehen! Und sie
gingen in die Stadt, wo der Mann Gottes war. $9/11$ Als sie eben
die Anhhe zu der Stadt hinaufstiegen, trafen sie Mdchen, die
herauskamen, um Wasser zu schpfen. Und sie sagten zu ihnen: Ist
der Seher hier? $9/12$ Sie antworteten ihnen und sagten: Ja,
siehe, er ist [schon] vor dir [da]. Eile jetzt, denn er ist
heute in die Stadt gekommen, weil das Volk heute ein Opferfest
auf der Hhe begeht! $9/13$ Sowie ihr in die Stadt kommt, werdet
ihr ihn finden, bevor er zur Hhe hinaufgeht, um zu essen. Denn
das Volk wird nicht essen, bis er gekommen ist; denn er segnet
das Schlachtopfer, danach essen die Geladenen. So geht hinauf,
denn gerade heute werdet ihr ihn finden! $9/14$ Da gingen sie
zur Stadt hinauf. Als sie in die Stadt eintraten, siehe, da kam
Samuel heraus, ihnen entgegen, um zur Hhe hinaufzugehen. $9/15$
Der HERR aber hatte dem Samuel das Ohr geffnet, einen Tag bevor
Saul kam, und gesagt: $9/16$ Morgen um diese Zeit werde ich
einen Mann aus dem Land Benjamin zu dir senden, den sollst du
zum Frsten ber mein Volk Israel salben! Der wird mein Volk aus
der Hand der Philister erretten. Denn ich habe [die Not] meines
Volkes angesehen, und sein Geschrei ist vor mich gekommen.
$9/17$ Als nun Samuel Saul sah, teilte ihm der HERR mit: Siehe,
da ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe, da er ber mein
Volk herrschen soll.

$9/18$ Da trat Saul im Tor auf Samuel zu und sagte: Zeig mir
doch, wo [hier] das Haus des Sehers ist. $9/19$ Samuel
antwortete Saul und sagte: Ich bin der Seher. Geh vor mir auf
die Hhe hinauf, denn ihr sollt heute mit mir essen, und morgen
frh werde ich dich ziehen lassen! Und alles, was du auf dem
Herzen hast, werde ich dir kundtun. $9/20$ Und was die Eselinnen
betrifft, die dir heute vor drei Tagen verlorengegangen sind, so
brauchst du dir um sie keine Sorgen zu machen, denn sie sind
gefunden. Und wem gehrt alles Kostbare Israels? Nicht dir und
dem ganzen Haus deines Vaters? $9/21$ Da antwortete Saul und
sprach: Bin ich nicht ein Benjaminiter und aus einem der
kleinsten Stmme Israels, und ist meine Sippe nicht die
geringste unter allen Sippen des Stammes Benjamin? Warum
sprichst du solche Worte zu mir? $9/22$ Und Samuel nahm Saul und
seinen Knecht und fhrte sie in die Halle. Und er gab ihnen
einen Platz obenan unter den Geladenen; und das waren etwa
dreiig Mann. $9/23$ Und Samuel sagte zu dem Koch: Gib den
Anteil her, den ich dir gegeben habe und von dem ich dir gesagt
habe: Lege ihn bei dir zurck! $9/24$ Da trug der Koch die Keule
auf und was daran war und legte es Saul vor. Und er sagte:
Siehe, hier ist das briggebliebene! Leg dir vor und i! Denn
fr diese Stunde ist es fr dich aufbewahrt worden, als ich
sagte: Ich habe das Volk geladen. So a Saul mit Samuel an
diesem Tag.

$9/25$ Und sie gingen von der Hhe in die Stadt hinab; und er
redete mit Saul auf dem Dach. $9/26$ Und sie standen frh auf.
Und es geschah, als die Morgenrte aufging, rief Samuel dem Saul
auf dem Dach zu: Steh auf, da ich dich geleite! Und Saul stand
auf, und die beiden, er und Samuel, gingen auf die Gasse hinaus.
$9/27$ Als sie an das Ende der Stadt hinabkamen, sagte Samuel zu
Saul: Sag dem Knecht, da er uns vorausgehe! [Und er ging
voraus]. Du aber steh jetzt still! Ich will dich das Wort Gottes
hren lassen.

\10\

$10/1$ Und Samuel nahm den Krug mit l und go es auf sein
Haupt, und er kte ihn und sagte: So hat der HERR dich nun zum
Frsten ber sein Erbteil gesalbt!

Zeichen des gttlichen Auftrags fr Saul.

$10/2$ Wenn du heute von mir weggehst, wirst du zwei Mnner
treffen beim Grab Rahels, an der Grenze von Benjamin, bei
Zelzach; die werden zu dir sagen: Die Eselinnen sind gefunden,
die du zu suchen ausgezogen bist. Und siehe, dein Vater hat die
Sache mit den Eselinnen aufgegeben. Er macht sich um euch Sorgen
und sagt: Was soll ich wegen meines Sohnes tun? $10/3$ Und wenn
du von dort weitergehst und du zur Terebinthe Tabor kommst,
werden dich dort drei Mnner treffen, die zu Gott nach Bethel
hinaufgehen. Einer trgt drei Bckchen und einer drei Brote, und
einer trgt einen Schlauch mit Wein. $10/4$ Und sie werden dich
nach deinem Wohlergehen fragen und dir zwei Brote geben, und du
sollst sie von ihrer Hand annehmen. $10/5$ Danach wirst du zu
dem Hgel Gottes kommen, wo Wachtposten der Philister sind. Und
wenn du dort in die Stadt kommst, wirst du einer Schar von
Propheten begegnen, die von der Hhe herabkommen, und vor ihnen
her Harfe und Tamburin und Flte und Zither, und sie werden
weissagen. $10/6$ Und der Geist des HERRN wird ber dich kommen,
und du wirst mit ihnen weissagen und wirst in einen anderen
Menschen umgewandelt werden. $10/7$ Und es soll geschehen, wenn
bei dir diese Zeichen eintreffen, so tu, was deine Hand finden
wird! Denn Gott ist mit dir. $10/8$ Und geh vor mir nach Gilgal
hinab! Und siehe, ich werde zu dir hinabkommen, um Brandopfer zu
opfern und Heilsopfer zu schlachten. Sieben Tage sollst du
warten, bis ich zu dir komme und dir zu erkennen gebe, was du
tun sollst.

$10/9$ Und es geschah, als er sich umwandte, um von Samuel
wegzugehen, da gab ihm Gott ein anderes Herz. Und alle diese
Zeichen trafen an demselben Tag ein. $10/10$ Als sie dorthin an
den Hgel kamen, siehe, da kam ihm eine Schar von Propheten
entgegen. Und der Geist Gottes kam ber ihn, da er in ihrer
Mitte weissagte. $10/11$ Und es geschah, als alle, die ihn von
frher her kannten, sahen, und siehe, er weissagte mit den
Propheten, da sagten die Leute zueinander: Was ist denn mit dem
Sohn des Kisch geschehen? Ist Saul auch unter den Propheten?
$10/12$ Und einer von dort antwortete und sagte: Wer ist denn
ihr Vater? Daher ist es zum Sprichwort geworden: Ist Saul auch
unter den Propheten? $10/13$ Und als er aufgehrt hatte zu
weissagen, kam er auf die Hhe. $10/14$ Und Sauls Onkel sagte zu
ihm und zu seinem Knecht: Wo seid ihr hingegangen? Er
antwortete: Die Eselinnen zu suchen; und als wir sahen, da sie
nirgends waren, gingen wir zu Samuel. $10/15$ Da sagte der Onkel
Sauls: Teile mir doch mit, was Samuel zu euch gesagt hat!
$10/16$ Saul antwortete seinem Onkel: Er teilte uns als ganz
gewi mit, da die Eselinnen gefunden seien. Aber die Sache mit
dem Knigtum, wovon Samuel geredet hatte, teilte er ihm nicht
mit.

Sauls Wahl zum Knig.

$10/17$ Und Samuel rief das Volk zusammen zum HERRN nach Mizpa.
$10/18$ Und er sprach zu den Shnen Israel: So spricht der HERR,
der Gott Israels: Ich habe Israel aus gypten heraufgefhrt und
euch aus der Hand gyptens errettet und aus der Hand aller
Knigreiche, die euch bedrngten. $10/19$ Ihr aber habt heute
euren Gott verworfen, der euch aus allen euren Nten und euren
Bedrngnissen errettet hat, und habt zu ihm gesagt: Einen Knig
sollst du ber uns setzen! Nun denn, stellt euch auf vor dem
HERRN nach euren Stmmen und nach euren Tausendschaften! $10/20$
Und Samuel lie alle Stmme Israels herantreten. Da wurde der
Stamm Benjamin [durchs Los] getroffen. $10/21$ Und er lie den
Stamm Benjamin nach seinen Sippen herantreten. Da wurde die
Sippe Matri getroffen; da wurde Saul, der Sohn des Kisch,
getroffen. Und sie suchten ihn, aber er wurde nicht gefunden.
$10/22$ Und sie befragten noch einmal den HERRN: Ist der Mann
schon hierhergekommen? Aber der HERR antwortete: Siehe, er hat
sich bei dem Tro versteckt. $10/23$ Da liefen sie hin und
holten ihn von dort. Und als er sich mitten unter das Volk
stellte, da war er einen Kopf grer als alles Volk. $10/24$ Und
Samuel sagte zu dem ganzen Volk: Da seht ihr, wen der HERR
erwhlt hat! Denn keiner ist ihm gleich im ganzen Volk. Da
jauchzte das ganze Volk, und sie riefen: Es lebe der Knig!

$10/25$ Und Samuel sagte dem Volk das Recht des Knigtums und
schrieb es in ein Buch und legte es vor den HERRN nieder. Und
Samuel entlie das ganze Volk, jeden in sein Haus. $10/26$ Auch
Saul ging in sein Haus nach Gibea. Und mit ihm zogen die vom
Heer, deren Herz Gott gerhrt hatte. $10/27$ Aber einige
ruchlose Leute sagten: Wie soll der uns retten? Und sie
verachteten ihn und brachten ihm kein Geschenk. Aber er tat, als
hrte er es nicht.

Sauls Sieg ber die Ammoniter.

\11\

$11/1$ Und Nahasch, der Ammoniter, zog herauf und belagerte
Jabesch in Gilead. Und alle Mnner von Jabesch sagten zu
Nahasch: Schliee einen Bund mit uns, so wollen wir dir
dienstbar sein! $11/2$ Aber Nahasch, der Ammoniter, antwortete
ihnen: Unter der Bedingung will ich einen Bund mit euch
schlieen, da ich euch allen das rechte Auge aussteche und
damit Schmach ber ganz Israel bringe. $11/3$ Da sagten die
ltesten von Jabesch zu ihm: La uns sieben Tage [Zeit], damit
wir Boten in das ganze Gebiet Israels senden! Und wenn [dann]
niemand da ist, der uns rettet, so wollen wir zu dir
hinausgehen. $11/4$ Da kamen die Boten nach Gibea-Saul und
sagten diese Worte vor den Ohren des Volkes. Und das ganze Volk
erhob seine Stimme und weinte. $11/5$ Und siehe, da kam Saul vom
Feld hinter den Rindern her. Und Saul fragte: Was ist mit dem
Volk, da sie weinen? Und sie berichteten ihm die Worte der
Mnner von Jabesch. $11/6$ Da geriet der Geist Gottes ber Saul,
als er diese Worte hrte, und sein Zorn entbrannte sehr. $11/7$
Und er nahm ein Gespann Rinder und zerstckelte sie und sandte
davon durch Boten in das ganze Gebiet Israels und lie sagen:
Wer nicht hinter Saul und hinter Samuel auszieht, dessen Rindern
wird es ebenso ergehen! Da fiel der Schrecken des HERRN auf das
Volk, und sie zogen aus wie ein Mann. $11/8$ Und er musterte sie
bei Besek; und die von den Shnen Israel waren 300 000 und die
Mnner von Juda 30 000.

$11/9$ Und er sagte zu den Boten, die gekommen waren: So sollt
ihr zu den Mnnern von Jabesch in Gilead sagen: Morgen, wenn die
Sonne beginnt, hei zu scheinen, soll euch Hilfe zuteil werden.
Und die Boten kamen [zurck] und berichteten das den Mnnern von
Jabesch, und sie freuten sich. $11/10$ Und die Mnner von
Jabesch sagten: Morgen wollen wir zu euch hinausgehen, dann
knnt ihr uns alles tun, was gut ist in euren Augen. $11/11$ Und
es geschah am nchsten Tag, da stellte Saul das Volk in drei
Heerhaufen auf. Und sie kamen mitten in das Lager um die Zeit
der Morgenwache und schlugen Ammon bis der Tag hei wurde. Und
was brigblieb wurde zerstreut, so da von ihnen nicht zwei
beieinander blieben.

$11/12$ Da sprach das Volk zu Samuel: Wer ist es, der gesagt
hat: Sollte Saul Knig ber uns sein? Gebt die Mnner her, da
wir sie tten! $11/13$ Aber Saul sagte: Niemand soll an diesem
Tag gettet werden, denn heute hat der HERR Rettung gegeben in
Israel! $11/14$ Und Samuel sagte zum Volk: Kommt und lat uns
nach Gilgal gehen und dort das Knigtum erneuern! $11/15$ Und
das ganze Volk zog nach Gilgal, und sie machten dort Saul zum
Knig, vor dem HERRN in Gilgal. Und sie schlachteten dort
Heilsopfer vor dem HERRN. Und Saul und alle Mnner von Israel
freuten sich dort sehr.

Ende des ffentlichen Dienstes Samuels.

\12\

$12/1$ Und Samuel sprach zu ganz Israel: Siehe, ich habe auf
eure Stimme gehrt in allem, was ihr zu mir gesagt habt, und
habe einen Knig ber euch gesetzt. $12/2$ Und nun siehe, der
Knig zieht vor euch her. Ich aber bin alt und grau geworden,
und meine Shne, siehe, sie sind bei euch. Und ich bin vor euch
hergegangen von meiner Jugend an bis auf diesen Tag. $12/3$ Hier
bin ich, zeugt gegen mich vor dem HERRN und vor seinem
Gesalbten! Wessen Rind habe ich genommen, oder wessen Esel habe
ich genommen? Wen habe ich bervorteilt? Wem habe ich Gewalt
angetan? Aus wessen Hand habe ich Bestechungsgeld genommen, um
[damit] meine Augen zu verhllen? So will ich es euch
zurckgeben. $12/4 Sie aber antworteten: Du hast uns nicht
bervorteilt und uns keine Gewalt angetan und hast von niemandem
irgend etwas angenommen. $12/5$ Und er sagte zu ihnen: Der HERR
ist Zeuge euch gegenber, und ebenso ist sein Gesalbter heute
Zeuge, da ihr nichts in meiner Hand gefunden habt! Und sie
sagten: Er ist Zeuge!

$12/6$ Und Samuel sprach zu dem Volk: Der HERR ist es, der Mose
und Aaron eingesetzt und eure Vter aus dem Land gypten
heraufgefhrt hat! $12/7$ Und nun tretet her, da ich vor dem
HERRN mit euch vor Gericht trete ber alle Wohltaten des HERRN,
die er an euch und an euren Vtern erwiesen hat! $12/8$ Als
Jakob nach gypten gekommen war, schrieen eure Vter zu dem
HERRN um Hilfe. Und der HERR sandte Mose und Aaron, und sie
fhrten eure Vter aus gypten heraus und lieen sie in dieser
Gegend wohnen. $12/9$ Aber sie vergaen den HERRN, ihren Gott.
Und er verkaufte sie in die Hand Siseras, des Heerobersten von
Hazor, und in die Hand der Philister und in die Hand des Knigs
von Moab, und sie kmpften gegen sie. $12/10$ Da schrieen sie um
Hilfe zu dem HERRN und sagten: Wir haben gesndigt, da wir den
HERRN verlassen und den Baalim und Astarot gedient haben. Nun
aber errette uns aus der Hand unserer Feinde, dann wollen wir
dir dienen! $12/11$ Da sandte der HERR Jerubbaal, Bedan, Jeftah
und Samuel und errettete euch aus der Hand eurer Feinde ringsum,
so da ihr sicher wohnen konntet. $12/12$ Als ihr aber saht, da
Nahasch, der Knig der Shne Ammon, gegen euch zog, sagtet ihr
zu mir: Nein, sondern ein Knig soll ber uns herrschen! -
obwohl doch der HERR, euer Gott, euer Knig ist. $12/13$ Und nun
siehe, da ist der Knig, den ihr erwhlt und den ihr erbeten
habt; denn siehe, der HERR hat einen Knig ber euch gesetzt.
$12/14$ Wenn ihr den HERRN frchtet und ihm dient, auf seine
Stimme hrt und dem Mund des HERRN nicht widerspenstig seid und
wenn ihr und der Knig, der ber euch regiert, dem HERRN, eurem
Gott, nachfolgt, [so wird der Herr mit euch sein]! $12/15$ Wenn
ihr aber nicht auf die Stimme des HERRN hrt und dem Mund des
HERRN widerspenstig seid, so wird die Hand des HERRN gegen euch
sein wie gegen eure Vter. $12/16$ So tretet jetzt herzu und
seht, was der HERR Groes vor euren Augen tun wird! $12/17$ Ist
jetzt nicht die Weizenernte? Ich will den HERRN anrufen, da er
Donner und Regen sendet. Und ihr sollt erkennen und sehen, da
das Bse, das ihr [darin] begangen habt, euch einen Knig zu
erbitten, gro ist in den Augen des HERRN.

$12/18$ Und Samuel rief zu dem HERRN, und der HERR sandte an
jenem Tag Donner und Regen. Da frchtete das ganze Volk den
HERRN und Samuel sehr. $12/19$ Und das ganze Volk sagte zu
Samuel: Bitte den HERRN, deinen Gott, fr deine Knechte, da wir
nicht sterben! Denn zu all unsern Snden haben wir das Bse
begangen, einen Knig fr uns zu erbitten. $12/20$ Samuel aber
sagte zum Volk: Frchtet euch nicht! Ihr habt zwar all dieses
Bse begangen, doch hrt nicht auf, dem HERRN nachzufolgen, und
dient dem HERRN mit eurem ganzen Herzen! $12/21$ Und weicht
nicht ab und folgt nicht den nichtigen [Gtzen] nach, die nichts
ntzen und nicht erretten knnen, weil sie nichtig sind! $12/22$
Denn der HERR wird sein Volk um seines groen Namens willen
nicht verlassen. Denn es hat dem HERRN gefallen, euch zu seinem
Volk zu machen. $12/23$ Auch was mich betrifft - fern sei es von
mir, da ich mich an dem HERRN versndigen und aufhren sollte,
fr euch zu bitten; sondern ich will euch den guten und
richtigen Weg lehren. $12/24$ Frchtet nur den HERRN und dient
ihm in Wahrheit mit eurem ganzen Herzen! Denn seht, wie groe
Dinge er an euch getan hat! $12/25$ Wenn ihr aber dennoch bse
handelt, so werdet ihr und euer Knig weggerafft werden.

Krieg gegen die Philister - Sauls voreiliges Opfern -
Waffenmangel in Israel.

\13\

$13/1$ Saul war . . . Jahre alt, als er Knig wurde; und er
regierte zwei Jahre ber Israel. $13/2$ Und Saul erwhlte sich
aus Israel dreitausend Mann: zweitausend waren bei Saul zu
Michmas und auf dem Gebirge von Bethel, und tausend waren bei
Jonatan in Gibea in Benjamin. Den Rest des Volkes aber entlie
er, einen jeden in sein Zelt. $13/3$ Und Jonatan schlug den
Wachtposten der Philister, der in Gibea war, und die Philister
hrten es. Und Saul lie im ganzen Land ins Horn stoen und
sprach: Die Hebrer sollen es hren! $13/4$ Und ganz Israel
hrte es und sagte: Saul hat den Wachtposten der Philister
geschlagen, und auch Israel hat sich bei den Philistern stinkend
gemacht. Da wurde das Volk hinter Saul her nach Gilgal
zusammengerufen. $13/5$ Auch die Philister sammelten sich zum
Kampf mit Israel: 30 003 Wagen und sechstausend Gespanne und
[Fu]volk soviel wie der Sand am Ufer des Meeres. Und sie zogen
herauf und lagerten sich bei Michmas, stlich von Bet-Awen.
$13/6$ Als aber die Mnner von Israel sahen, da sie in Not
waren, weil das [Kriegs]volk bedrngt wurde, da versteckte sich
das Volk in Hhlen und Dornstruchern, in Felsen, in Gewlben
und in Zisternen. $13/7$ Auch gingen Hebrer ber den Jordan ins
Land Gad und Gilead. Saul aber war noch in Gilgal, und das ganze
Volk, das ihm folgte, war voll Angst.

$13/8$ Und er wartete sieben Tage bis zu der von Samuel
bestimmten Zeit; aber Samuel kam nicht nach Gilgal. Und das Volk
[fing an], von dort oben auseinanderzulaufen. $13/9$ Da sagte
Saul: Bringt mir das Brandopfer und die Heilsopfer her! Und er
opferte das Brandopfer. $13/10$ Und es geschah, als er [eben]
fertig war, das Brandopfer zu opfern, siehe, da kam Samuel. Und
Saul ging hinaus, ihm entgegen, um ihm den Segensgru zu
entbieten. $13/11$ Und Samuel sprach: Was hast du getan! Saul
antwortete: Weil ich sah, da das Volk von mir auseinanderlief,
und du kamst nicht zur bestimmten Zeit, whrend die Philister
sich [schon] bei Michmas versammelt hatten, $13/12$ da dachte
ich: Jetzt werden die Philister zu mir nach Gilgal herabkommen,
und ich habe das Angesicht des HERRN noch nicht gesucht. Da
wagte ich es und opferte das Brandopfer. $13/13$ Und Samuel
sprach zu Saul: Du hast tricht gehandelt! Du hast das Gebot des
HERRN, deines Gottes, nicht gehalten, das er dir geboten hat.
Denn gerade jetzt htte der HERR dein Knigtum ber Israel fr
immer besttigt; $13/14$ nun aber wird dein Knigtum nicht
bestehen. Der HERR hat sich einen Mann gesucht nach seinem
Herzen, und der HERR hat ihn zum Frsten ber sein Volk
bestellt; denn du hast nicht gehalten, was der HERR dir geboten
hatte. $13/15$ Und Samuel machte sich auf und ging von Gilgal
hinauf nach Gibea in Benjamin. Und Saul musterte das Volk, das
sich bei ihm befand, etwa sechshundert Mann.

$13/16$ Und Saul und sein Sohn Jonatan und das Volk, das sich
bei ihm befand, lagen bei Gibea in Benjamin; die Philister aber
hatten sich bei Michmas gelagert. $13/17$ Da zog der
Vernichtungstrupp aus dem Lager der Philister in drei
Abteilungen aus: eine Abteilung wandte sich in Richtung auf
Ofra, nach dem Land Schual hin, $13/18$ und eine Abteilung
wandte sich in Richtung auf Bet-Horon, und eine Abteilung wandte
sich in Richtung auf das Gebiet, das auf das Tal Zeboim nach der
Wste hin hinausschaut. $13/19$ Und es war kein Schmied im
ganzen Land Israel zu finden. Denn die Philister dachten: [Wir
wollen] nicht, da die Hebrer sich Schwert oder Speer machen!
$13/20$ Und ganz Israel mute zu den Philistern hinabziehen,
jeder um seine Pflugschar oder seinen Spaten, sein Beil oder
seine Sichel zu schrfen. - $13/21$ Das Schrfen geschah fr
einen Zweidrittelschekel bei den Pflugscharen und bei den
Spaten, bei der Gabel und bei den Beilen und um die
[Rinder]stacheln geradezurichten. - $13/22$ Und es geschah am
Tag des Kampfes, da weder Schwert noch Speer in der Hand des
ganzen Volkes gefunden wurde, das mit Saul und mit Jonatan war;
nur bei Saul und seinem Sohn Jonatan fanden sie sich vor.
$13/23$ Und ein Posten der Philister zog aus, auf den Pa von
Michmas zu.

Glaubenstat des Jonatan.

\14\

$14/1$ Und es geschah eines Tages, da Jonatan, der Sohn Sauls,
zu dem Waffentrger sagte: Komm, la uns hinbergehen zu dem
Posten der Philister, der dort drben ist! Seinem Vater aber
teilte er es nicht mit. $14/2$ Und Saul sa am Rand von Gibea
unter dem Granatapfelbaum, der in Migron [steht]; und das
Kriegsvolk bei ihm war etwa sechshundert Mann. $14/3$ Und Ahija,
der Sohn Ahitubs, des Bruders Ikabods, des Sohnes des Pinhas,
des Sohnes Elis, des Priesters des HERRN in Silo, trug das
Ephod. Und das Volk hatte nicht erkannt, da Jonatan weggegangen
war.

$14/4$ Es waren aber zwischen den Pssen, durch die Jonatan zu
dem Posten der Philister hinberzugehen suchte, eine Felszacke
auf der einen Seite und eine Felszacke auf der anderen Seite:
der Name der einen war Bozez und der Name der anderen Senne.
$14/5$ Die eine Zacke [bildete] eine Sule im Norden gegenber
Michmas und die andere im Sden gegenber Geba. $14/6$ Und
Jonatan sprach zu dem Waffentrger, der seine Waffen trug: Komm,
la uns hinbergehen zu dem Posten dieser Unbeschnittenen!
Vielleicht wird der HERR etwas fr uns tun, denn fr den HERRN
gibt es kein Hindernis, durch viele oder durch wenige zu helfen.
$14/7$ Und sein Waffentrger antwortete ihm: Tu alles, was du
vorhast! Geh nur hin! Siehe, ich bin mit dir in allem, was du
vorhast. $14/8$ Und Jonatan sagte: Siehe, wir wollen zu den
Mnnern hinbergehen und uns ihnen zeigen. $14/9$ Wenn sie dann
zu uns sagen: Halt, bis wir zu euch gelangt sind! - so wollen
wir stehenbleiben, wo wir sind, und nicht zu ihnen hinaufgehen.
$14/10$ Wenn sie aber so sprechen: Kommt zu uns herauf! - so
wollen wir hinaufsteigen, denn der HERR hat sie in unsere Hand
gegeben. Das soll uns zum Zeichen sein. $14/11$ Und beide
zeigten sich dem Posten der Philister. Da sprachen die
Philister: Sieh an, Hebrer kommen aus den Lchern hervor, in
denen sie sich versteckt haben! $14/12$ Und die Mnner der Wache
riefen Jonatan und seinem Waffentrger zu und sagten: Kommt zu
uns herauf, so wollen wir es euch schon lehren! Da sagte Jonatan
zu seinem Waffentrger: Steig hinauf, mir nach! Denn der HERR
hat sie in die Hand Israels gegeben. $14/13$ Und Jonatan stieg
auf Hnden und Fen hinauf und sein Waffentrger ihm nach. Und
sie fielen vor Jonatan [zu Boden], und sein Waffentrger hinter
ihm ttete sie. $14/14$ So traf der erste Schlag, den Jonatan
und sein Waffentrger taten, an die zwanzig Mann, [sie fielen]
etwa auf einer halben Furchen[lnge] eines Joches Acker. $14/15$
Und es entstand ein Schrecken im Lager, auf dem Feld und unter
dem ganzen [Kriegs]volk. Auch der Posten und die Schar, die das
Land verwsten sollte, erschraken. Und die Erde erbebte, und so
entstand ein Schrecken Gottes.

Sauls Sieg ber die Philister.

$14/16$ Und die Wchter Sauls zu Gibea Benjamin sahen, und
siehe, ein lrmendes Getmmel, das immer hin und her wogte.
$14/17$ Und Saul sagte zu dem Volk, das bei ihm war: Lat doch
antreten und seht, wer von uns weggegangen ist! Und sie lieen
antreten, siehe, da fehlten Jonatan und sein Waffentrger.
$14/18$ Da sagte Saul zu Ahija: Bring die Lade Gottes herbei!
Denn die Lade Gottes war an jenem Tag unter den Shnen Israel.
$14/19$ Und es geschah, whrend Saul noch zu dem Priester
redete, nahm das Getmmel im Lager der Philister immer mehr zu;
und Saul sagte zu dem Priester: Zieh deine Hand zurck! $14/20$
Und Saul und alles Volk, das bei ihm war, versammelten sich und
kamen zum Kampf. Und siehe, da war das Schwert des einen gegen
den andern - eine sehr groe Verwirrung. $14/21$ Und die Hebrer
waren bei den Philistern wie schon frher; [die nun,] die mit
ihnen ins Feldlager hinaufgezogen waren, auch sie wandten sich,
um mit Israel zu sein, das bei Saul und Jonatan war. $14/22$ Als
aber alle Mnner von Israel, die sich im Gebirge Ephraim
versteckt hatten, hrten, da die Philister flohen, setzten auch
sie ihnen nach im Kampf. $14/23$ So rettete der HERR Israel an
demselben Tag. Und der Kampf zog sich bis ber Bet-Awen hinaus.

Sauls unbesonnener Schwur und dessen Folgen.

$14/24$ Als die Mnner von Israel an jenem Tag ins Gedrnge
kamen, beschwor Saul das Volk und sagte: Verflucht sei jeder,
der vor dem Abend etwas it, bis ich mich an meinen Feinden
gercht habe! Und das ganze Volk kostete keine Speise. $14/25$
Und das ganze Land war in die [Zeit der] Honigernte gekommen,
und es gab Honig auf der Flche des Feldes. $14/26$ Und als das
Volk zu den Waben kam, siehe, da flo der Honig; aber niemand
brachte [etwas davon] mit seiner Hand in seinen Mund, denn das
Volk frchtete den Schwur. $14/27$ Jonatan aber hatte nicht
gehrt, da sein Vater das Volk mit einem Schwur belegt hatte.
Und er streckte die Spitze seines Stabes aus, den er in seiner
Hand hatte, und tauchte sie in die Honigwabe und fhrte seine
Hand wieder zu seinem Mund, und seine Augen wurden [wieder]
hell. $14/28$ Einer von dem Volk aber fing an und sagte: Dein
Vater hat das Volk feierlich beschworen und gesagt: Verflucht
sei jeder, der heute etwas essen wird! Und so ist das Volk matt
geworden. $14/29$ Da antwortete Jonatan: Mein Vater bringt das
Land ins Unglck. Seht doch, wie meine Augen hell geworden sind,
weil ich ein wenig von diesem Honig gekostet habe. $14/30$
Wieviel mehr, wenn das Volk heute tchtig von der Beute seiner
Feinde gegessen htte, die es gefunden hat! Denn jetzt ist die
Niederlage unter den Philistern nicht gro! $14/31$ Und sie
schlugen die Philister an jenem Tag von Michmas bis nach Ajalon.
Und das Volk war sehr matt geworden.

$14/32$ Und das Volk fiel ber die Beute her, und sie nahmen
Schafe, Rinder und Klber und schlachteten sie einfach auf der
Erde; und das Volk a [das Fleisch] ber dem Blut. $14/33$ Und
man berichtete es Saul und sagte: Siehe, das Volk versndigt
sich an dem HERRN, denn es it [das Fleisch] ber dem Blut. Und
er rief: Ihr habt treulos gehandelt! Wlzt sofort einen groen
Stein her zu mir! $14/34$ Und Saul sagte [weiter]: Zerstreut
euch unter das Volk und sagt ihnen: Jeder soll sein Rind und
sein Schaf zu mir bringen und es hier schlachten und essen,
damit ihr euch nicht am HERRN versndigt, indem ihr ber dem
Blut et! Und in jener Nacht brachte das ganze Volk jeder
eigenhndig sein Rind; und sie schlachteten es dort. $14/35$ Und
Saul baute dem HERRN einen Altar. Das war der erste Altar, den
er dem HERRN baute.

$14/36$ Und Saul sagte: Lat uns noch in der Nacht hinabziehen,
den Philistern nach, und unter ihnen plndern, bis der Morgen
hell wird, und niemand von ihnen briglassen! Sie antworteten:
Tu alles, was in deinen Augen gut ist! Und der Priester sagte:
[Erst] lat uns hier Gott nahen! $14/37$ Und Saul fragte Gott:
Soll ich hinabziehen, den Philistern nach? Willst du sie in die
Hand Israels geben? Aber er antwortete ihm nicht an diesem Tag.
$14/38$ Da sagte Saul: Tretet hierher, alle Anfhrer des Volkes,
und erkennt und seht, wodurch heute diese Verschuldung geschehen
ist! $14/39$ Denn so wahr der HERR lebt, der Israel errettet
hat, selbst wenn sie bei meinem Sohn Jonatan wre, soll er
bestimmt sterben! Aber niemand aus dem ganzen Volk antwortete
ihm. $14/40$ Und er sprach zu ganz Israel: Ihr sollt auf der
einen Seite [stehen], und ich und mein Sohn Jonatan wollen auf
der anderen Seite sein. Und das Volk antwortete Saul: Tu, was in
deinen Augen gut ist! $14/41$ Und Saul sprach zu dem HERRN, dem
Gott Israels: Gib rechten Entscheid! Da wurden Jonatan und Saul
getroffen, aber das Volk ging frei aus. $14/42$ Und Saul sagte:
Werft das Los ber mich und meinen Sohn Jonatan! Da wurde
Jonatan getroffen. $14/43$ Da sprach Saul zu Jonatan: Bekenne
mir, was du getan hast! Und Jonatan bekannte ihm und sagte: Mit
der Spitze des Stabes, den ich in meiner Hand hatte, habe ich
nur ein wenig Honig gekostet. Siehe, ich mu sterben! $14/44$
Und Saul sprach: So tue [mir] Gott und so fge er hinzu, ja, du
mut sterben, Jonatan! $14/45$ Aber das Volk sagte zu Saul:
Sollte Jonatan sterben, der diese groe Rettungstat in Israel
vollbracht hat? Das sei ferne! So wahr der HERR lebt! Wenn von
den Haaren seines Hauptes [eins] auf die Erde fllt! Hat er doch
mit Gott den Sieg errungen an diesem Tage. So lste das Volk
Jonatan aus, so da er nicht sterben mute. $14/46$ Und Saul
lie von der Verfolgung der Philister ab und zog hinauf, und die
Philister kehrten an ihren Wohnort zurck.

$14/47$ Als Saul das Knigtum ber Israel erlangt hatte, kmpfte
er ringsum gegen all seine Feinde, gegen Moab, gegen die Shne
Ammon und gegen Edom, gegen die Knige von Zoba und gegen die
Philister; und berall, wohin er sich wandte, war er siegreich.
$14/48$ Und er vollbrachte tapfere Taten und schlug Amalek und
errettete Israel aus der Hand seines Plnderers.

$14/49$ Die Shne Sauls waren: Jonatan, Jischwi und Malkischua.
Und die Namen seiner beiden Tchter waren: der Name der
erstgeborenen war Merab und der Name der jngeren Michal.
$14/50$ Der Name der Frau Sauls war Ahinoam, eine Tochter des
Ahimaaz. Der Name seines Heerobersten war Abner, ein Sohn Ners,
des Onkels Sauls; $14/51$ denn Kisch, der Vater Sauls, und Ner,
der Vater Abners, waren Shne Abiels.

$14/52$ Und der Krieg gegen die Philister war schwer alle Tage
Sauls. Wenn Saul irgendeinen tapferen und kampffhigen Mann sah,
stellte er ihn in seinen Dienst.

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